Haut: Aufbau, Schichten und Funktionen erklärt
Die Haut ist deine äußere, stabile und zugleich bewegliche Körperhülle. Sie schützt dich vor schädlichen Einflüssen, hilft bei der Temperaturregelung und nimmt Berührung, Druck, Wärme, Kälte, Juckreiz und Schmerz wahr. Hier lernst du, wie ihre drei Schichten zu diesen Aufgaben beitragen.
Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!
Was leistet die Haut?
Die Haut grenzt den Körper von der Umwelt ab. Als Schutzorgan hält sie unter anderem Nässe, Schmutz, Krankheitserreger und einen Teil schädlicher UV-Strahlung ab. Sie bremst außerdem den Wasserverlust und schützt so vor Austrocknung.
Als Sinnesorgan registriert sie Berührung, Druck, Temperatur, Juckreiz und Schmerz. Zugleich beteiligt sie sich durch Schwitzen und die Abgabe überschüssiger Wärme an der Temperaturregelung.
Sinnesorgan
Ein Sinnesorgan nimmt bestimmte Reize aus der Umwelt oder dem Körper auf. In der Haut liegen Sinnesstrukturen und Nerven, die zum Beispiel auf Druck oder Temperatur reagieren.
Die drei großen Aufgabenbereiche heißen: schützen, wahrnehmen und regulieren.
Wie sind die drei Hautschichten geordnet?
Von außen nach innen folgen Oberhaut, Lederhaut und Unterhaut. Die Fachwörter dafür sind Epidermis, Dermis und Subcutis.
- Die Oberhaut bildet die äußere Barriere. Ihre oberste Hornschicht besteht aus abgestorbenen, verhornten Zellen.
- Die Lederhaut gibt Festigkeit und Dehnbarkeit. In ihr liegen unter anderem Blutgefäße, Nerven, Sinnesstrukturen, Haarwurzeln sowie Talg- und Schweißdrüsen.
- Die Unterhaut besteht vor allem aus lockerem Binde- und Fettgewebe. Sie polstert, isoliert gegen Kälte und speichert Energie.
Die Reihenfolge merkst du dir mit O–L–U: Oberhaut oben, Lederhaut darunter, Unterhaut unten.
Ein oberflächlicher Kratzer kann nur die Oberhaut betreffen und deshalb nicht bluten: Die Oberhaut enthält keine Blutgefäße. Blut tritt erst aus, wenn die Verletzung bis zur gefäßführenden Lederhaut reicht.
Wie erneuert sich die Oberhaut?
Neue Hautzellen entstehen in den unteren Bereichen der Oberhaut. Sie wandern nach oben, flachen ab, verhornen und sterben schließlich ab. An der Oberfläche lösen sie sich als winzige Schuppen. Der gesamte Weg dauert ungefähr drei bis vier Wochen.
Die äußere Hornschicht bildet eine Schutzbarriere. Wird eine Stelle häufig gedrückt oder gerieben, entstehen schneller neue Zellen, während weiterhin ungefähr gleich viele Hornschuppen abgestoßen werden. Die Hornschicht wird dicker: Es bildet sich Hornhaut.
In der unteren Oberhaut liegen außerdem Melanozyten. Diese Zellen bilden den Farbstoff Melanin. Bei Sonnenlicht nimmt die Melaninbildung zu; die Haut wird dunkler und verstärkt damit ihren Eigenschutz. Das macht starken UV-Schutz im Alltag jedoch nicht überflüssig.
Wie passen Bau und Funktion zusammen?
Jede Schicht trägt auf andere Weise zur Gesamtleistung der Haut bei.
- Die Oberhaut dichtet nach außen ab und erneuert ihre Schutzbarriere fortlaufend.
- Das Kollagenfasergeflecht der Lederhaut macht die Haut fest, stabil und zugleich dehnbar. Ihre Blutgefäße versorgen Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen und helfen, überschüssige Wärme abzugeben.
- Nerven und Sinnesstrukturen in der Haut ermöglichen die Wahrnehmung verschiedener Reize.
- Das Fettgewebe der Unterhaut wirkt als Stoßdämpfer, Wärmepolster und Energiespeicher.
Wenn du auf einen kalten Gegenstand fasst, registrieren Sinnesstrukturen in der Haut den Temperaturreiz. Gleichzeitig vermindert das Fettgewebe der Unterhaut den Wärmeverlust. Wahrnehmung und Schutz beruhen also auf unterschiedlichen Strukturen.
Karteikasten
Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.
Alles auf einen Blick
- Haut
- Oberhaut
- Schutzbarriere und Erneuerung
- Lederhaut
- Festigkeit, Versorgung, Wahrnehmung und Drüsen
- Unterhaut
- Polsterung, Isolation und Energiespeicher
- Gesamtaufgaben
- schützen, wahrnehmen und Temperatur regulieren
- Oberhaut
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