Wenn du deine Hand hebst, dein Herz schlägt oder du etwas siehst, arbeiten dabei unzählige winzige Bausteine zusammen. Diese Bausteine sind so klein, dass du sie meist nur mit einem Mikroskop sehen kannst. Trotzdem erledigen sie Aufgaben, ohne die kein Tier und kein Mensch leben könnte.
- Du kannst erklären, was eine Tierzelle ist.
- Du kennst wichtige Zellbestandteile und ihre Aufgaben.
- Du kannst Tierzellen von Pflanzenzellen unterscheiden.
- Du verstehst, warum Form und Funktion einer Zelle zusammenhängen.
Die Tierzelle als lebendige Grundeinheit
Stell dir eine Schule vor. Es gibt Räume, Türen, eine Schulleitung, Werkstätten und Wege. In einer Zelle ist es ähnlich: Viele kleine Bereiche arbeiten zusammen, damit Leben möglich ist.
Eine Zelle ist die kleinste lebende Einheit eines Lebewesens. Sie kann Stoffe aufnehmen, Stoffe umbauen, wachsen und sich teilen. Eine Tierzelle ist eine Zelle, wie sie bei Tieren und Menschen vorkommt.
Eine Tierzelle gehört zu den eukaryotischen Zellen. Das bedeutet: Sie besitzt einen Zellkern. Der Zellkern ist ein abgegrenzter Bereich in der Zelle, in dem die Erbinformation liegt.
Zellorganellen sind kleine abgegrenzte Arbeitsbereiche in einer Zelle. Sie übernehmen bestimmte Aufgaben, ähnlich wie Räume in einem Gebäude.
Eine Tierzelle ist eine eukaryotische Zelle von Tieren oder Menschen. Sie besitzt eine Zellmembran als äußere Grenze, Cytoplasma als Zellinhalt, einen Zellkern als Bereich mit Erbinformation und verschiedene Zellorganellen als Arbeitsbereiche.
Eine Muskelzelle ist eine Tierzelle. Sie braucht viel Energie, weil sie sich zusammenziehen kann. Deshalb enthält sie viele Mitochondrien. Eine Nervenzelle ist auch eine Tierzelle. Sie ist oft lang geformt, damit sie Signale über größere Strecken weiterleiten kann.
Eine Tierzelle ist nicht einfach ein leerer Beutel. Sie ist ein geordnetes System aus vielen Teilen, die zusammenarbeiten.
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Zellmembran und Cytoplasma
Bevor du die inneren Teile einer Tierzelle verstehst, brauchst du zuerst die äußere Grenze. Eine Zelle muss nämlich entscheiden, was hinein darf und was hinaus soll.
Die Zellmembran ist die dünne Hülle um die Zelle. Sie grenzt die Zelle von ihrer Umgebung ab. Gleichzeitig lässt sie bestimmte Stoffe durch und hält andere zurück. So kann die Zelle Nahrungsteilchen, Wasser oder Botenstoffe aufnehmen und Abfallstoffe abgeben.
Die Zellmembran ist eine dünne, bewegliche Grenzschicht um die Tierzelle. Sie schützt den Zellinhalt und regelt den Stoffaustausch mit der Umgebung.
Wenn eine Zelle Traubenzucker aus dem Blut aufnehmen soll, geschieht das nicht einfach zufällig. Bestimmte Eiweiße in der Zellmembran helfen dabei, passende Stoffe in die Zelle zu bringen.
Im Inneren der Zellmembran liegt das Cytoplasma. Das ist die zähflüssige Grundmasse der Zelle. Darin befinden sich die Zellorganellen. Viele Stoffwechselvorgänge laufen dort ab.
Stoffwechsel bedeutet: Die Zelle nimmt Stoffe auf, baut sie um, gewinnt Energie oder stellt neue Stoffe her.
Das Cytoplasma ist der Zellinhalt zwischen Zellmembran und Zellkern. Es besteht aus einer flüssigen Grundmasse und den darin liegenden Zellorganellen.
Du kannst dir das Cytoplasma wie eine dickflüssige Suppe vorstellen. In dieser Suppe liegen nicht Nudeln und Gemüse, sondern Zellorganellen, gelöste Stoffe und Eiweiße.
Die Zellmembran ist die kontrollierte Grenze. Das Cytoplasma ist der Arbeitsraum im Inneren.
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Zellkern und Erbinformation
In einer Schule braucht es Pläne: Stundenpläne, Listen und Regeln. Auch eine Zelle braucht Bauanleitungen. Diese Bauanleitungen liegen im Zellkern.
Der Zellkern ist ein großes Zellorganell. Er ist von einer Kernhülle umgeben. In ihm liegt die DNA. DNA ist ein langer chemischer Informationsspeicher. Darin stehen Anleitungen, zum Beispiel für den Bau von Proteinen.
Proteine sind wichtige Eiweiße. Sie können Baustoffe sein, Signale weitergeben, Stoffe transportieren oder chemische Reaktionen ermöglichen.
Der Zellkern ist das Zellorganell, das die DNA enthält und viele Vorgänge der Zelle steuert.
Die DNA ist die Erbinformation einer Zelle. Sie enthält Bauanleitungen für Proteine und wird bei der Zellteilung weitergegeben.
Im Zellkern befindet sich oft ein kleines Kernkörperchen. Es heißt Nucleolus. Dort werden Bauteile für Ribosomen hergestellt. Ribosomen brauchst du gleich, wenn es um Proteinherstellung geht.
Wenn eine Hautzelle neue Bestandteile für ihre Oberfläche herstellen muss, nutzt sie Informationen aus der DNA. Die Information wird aus dem Zellkern herausgelesen und später an Ribosomen in Proteine übersetzt.
Die DNA liegt nicht einfach lose wie ein Fadenknäuel herum. Sie ist mit Proteinen verpackt. Bei der Zellteilung wird sie besonders stark geordnet und als Chromosomen sichtbar.
Der Zellkern ist nicht der Chef im menschlichen Sinn. Aber er enthält die entscheidenden Bauinformationen, ohne die die Zelle ihre Aufgaben nicht richtig erledigen kann.
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Ribosomen, ER und Golgi-Apparat
Viele Aufgaben im Körper hängen von Proteinen ab. Muskeln brauchen Proteine zum Zusammenziehen. Antikörper sind Proteine. Auch viele Enzyme sind Proteine.
Ribosomen sind sehr kleine Zellstrukturen, die Proteine herstellen. Sie lesen eine Abschrift der DNA-Information und setzen daraus Proteine zusammen.
Ribosomen sind kleine Orte der Proteinherstellung in der Zelle.
Wenn eine Zelle ein Verdauungsenzym herstellen soll, bauen Ribosomen die passende Eiweißkette. Diese Eiweißkette muss danach oft noch gefaltet, verändert und transportiert werden.
Das endoplasmatische Retikulum, kurz ER, ist ein verzweigtes Membransystem in der Zelle. Membranen sind dünne Grenzschichten. Das raue ER trägt Ribosomen auf seiner Oberfläche. Dort werden viele Proteine hergestellt und weiterbearbeitet. Das glatte ER hat keine Ribosomen und ist unter anderem am Aufbau von Fetten und an Entgiftungsvorgängen beteiligt.
Das endoplasmatische Retikulum ist ein verzweigtes Membransystem. Es hilft bei Herstellung, Bearbeitung und Transport von Stoffen in der Zelle.
Der Golgi-Apparat ist eine Sortier- und Verpackungsstation. Er nimmt Stoffe aus dem ER auf, verändert sie weiter, sortiert sie und verpackt sie in kleine Bläschen.
Diese kleinen Bläschen heißen Vesikel. Vesikel transportieren Stoffe innerhalb der Zelle oder zur Zellmembran.
Der Golgi-Apparat ist ein Zellorganell, das Stoffe verändert, sortiert und in Vesikel verpackt.
Vesikel sind kleine membranumhüllte Bläschen, die Stoffe transportieren oder speichern.
Eine Drüsenzelle stellt ein Protein her, das später ausgeschüttet werden soll. Ribosomen bauen das Protein. Das raue ER bearbeitet es. Der Golgi-Apparat sortiert und verpackt es. Vesikel bringen es zur Zellmembran.
Proteinweg kurz: Ribosom baut, ER bearbeitet, Golgi sortiert, Vesikel transportiert.
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Mitochondrien, Lysosomen und Peroxisomen
Eine Zelle braucht Energie. Sie muss aber auch aufräumen und gefährliche Stoffe unschädlich machen. Dafür hat sie spezialisierte Organellen.
Mitochondrien sind Zellorganellen, in denen die Zelle viel nutzbare Energie gewinnt. Diese Energie wird in einem Stoff namens ATP gespeichert. ATP ist ein kleiner Energieträger, den die Zelle schnell verwenden kann.
Mitochondrien sind Zellorganellen, die bei der Zellatmung ATP herstellen.
ATP ist ein energiereicher Stoff, mit dem die Zelle viele Arbeiten antreibt.
Eine Muskelzelle in deinem Bein braucht beim Rennen viel ATP. Deshalb haben aktive Muskelzellen besonders viele Mitochondrien.
Lysosomen sind kleine Vesikel mit Verdauungsenzymen. Enzyme sind Proteine, die chemische Reaktionen beschleunigen. Lysosomen bauen alte Zellbestandteile, Fremdstoffe oder aufgenommene Teilchen ab.
Lysosomen sind Zellorganellen mit Verdauungsenzymen. Sie zerlegen Stoffe innerhalb der Zelle.
Peroxisomen sind kleine Organellen, die bestimmte schädliche Stoffe abbauen. Besonders wichtig ist der Abbau von Wasserstoffperoxid, einem Stoff, der Zellen beschädigen kann.
Peroxisomen sind Zellorganellen, die gefährliche Abbauprodukte entschärfen und bestimmte Fette abbauen können.
Wenn in einer Zelle beschädigte Bestandteile entstehen, können Lysosomen sie zerlegen. Wenn dabei oder bei anderen Reaktionen schädliche Stoffe entstehen, helfen Peroxisomen bei der Entgiftung.
Mitochondrien liefern nutzbare Energie. Lysosomen räumen abbaubare Stoffe weg. Peroxisomen helfen beim Entgiften.
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Form, Halt und besondere Tierzell-Strukturen
Tierzellen haben keine starre Zellwand. Trotzdem fallen sie nicht einfach auseinander. Dafür gibt es ein inneres Stützsystem.
Das Cytoskelett ist ein Netzwerk aus feinen Proteinfasern. Es gibt der Zelle Form, hält Organellen an passenden Orten und ermöglicht Bewegungen im Zellinneren. Ein wichtiger Bestandteil sind Mikrotubuli. Das sind röhrenförmige Proteinfasern.
Das Cytoskelett ist ein inneres Netzwerk aus Proteinfasern. Es stabilisiert die Zelle und ermöglicht Bewegung und Transport.
Mikrotubuli sind röhrenförmige Bestandteile des Cytoskeletts. Sie helfen beim Transport in der Zelle und bei der Zellteilung.
Wenn ein Vesikel vom Golgi-Apparat zu einem anderen Ort wandert, nutzt die Zelle Teile des Cytoskeletts wie Schienen. Auch bei der Zellteilung helfen Mikrotubuli dabei, die Chromosomen zu verteilen.
Ein Centrosom ist ein Bereich nahe am Zellkern, der Mikrotubuli organisiert. Bei vielen Tierzellen spielt es eine wichtige Rolle, wenn sich die Zelle teilt.
Das Centrosom ist ein Organisationszentrum für Mikrotubuli und hilft besonders bei der Zellteilung.
Manche Tierzellen besitzen außerdem besondere Oberflächenstrukturen. Mikrovilli sind winzige Ausstülpungen der Zellmembran. Sie vergrößern die Oberfläche. Dadurch kann eine Zelle mehr Stoffe aufnehmen oder abgeben. Desmosomen sind feste Verbindungen zwischen benachbarten Zellen. Sie geben Geweben Halt, zum Beispiel in Haut oder Herzmuskel.
Mikrovilli sind kleine Fortsätze der Zellmembran, die die Oberfläche einer Zelle vergrößern.
Desmosomen sind feste Verbindungsstellen zwischen Tierzellen. Sie erhöhen den Zusammenhalt in Geweben.
Zellen im Dünndarm besitzen viele Mikrovilli. Dadurch können sie Nährstoffe besonders gut aufnehmen. Hautzellen brauchen dagegen starke Verbindungen, damit das Gewebe bei Reibung nicht sofort auseinanderreißt.
Tierzellen sind beweglich und formbar, weil ihnen eine starre Zellwand fehlt. Halt bekommen sie durch Cytoskelett und Zellverbindungen.
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Tierzelle und Pflanzenzelle vergleichen
Im Unterricht werden Tierzellen oft mit Pflanzenzellen verglichen. Das hilft dir, typische Merkmale besser zu behalten.
Eine Pflanzenzelle ist eine eukaryotische Zelle von Pflanzen. Sie besitzt wie die Tierzelle Zellkern, Zellmembran, Cytoplasma, Mitochondrien, ER, Ribosomen und Golgi-Apparat. Sie hat aber zusätzlich typische Pflanzenbestandteile.
Die Zellwand ist eine feste äußere Schicht außerhalb der Zellmembran. Sie gibt Pflanzenzellen Stabilität. Chloroplasten sind Organellen, in denen Pflanzen mithilfe von Licht Zucker herstellen. Dieser Vorgang heißt Fotosynthese. Eine große Vakuole ist ein flüssigkeitsgefüllter Raum, der Speicher- und Stützfunktionen übernehmen kann.
Die Zellwand ist eine feste Schicht außerhalb der Zellmembran vieler Pflanzenzellen. Tierzellen besitzen keine Zellwand.
Chloroplasten sind Organellen der Pflanzenzelle, in denen Fotosynthese stattfindet. Tierzellen besitzen keine Chloroplasten.
Die Vakuole ist ein großer Speicherraum in vielen Pflanzenzellen. In Tierzellen gibt es keine große zentrale Vakuole wie in Pflanzenzellen.
Eine Blattzelle einer Pflanze braucht Chloroplasten, weil sie Lichtenergie nutzen kann. Eine Muskelzelle eines Tieres braucht keine Chloroplasten, weil sie keine Fotosynthese betreibt. Sie gewinnt Energie aus Nährstoffen, vor allem mithilfe ihrer Mitochondrien.
Tierzelle: Zellkern ja, Zellwand nein, Chloroplasten nein. Pflanzenzelle: Zellkern ja, Zellwand ja, Chloroplasten meist ja.
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Zusammenfassung
Eine Tierzelle ist eine eukaryotische Zelle von Tieren oder Menschen. Sie besitzt einen Zellkern mit DNA, eine Zellmembran als Grenze und Cytoplasma als inneren Arbeitsraum.
Wichtige Zellorganellen übernehmen verschiedene Aufgaben. Ribosomen stellen Proteine her. Das ER bearbeitet und transportiert Stoffe. Der Golgi-Apparat sortiert und verpackt sie. Vesikel bringen Stoffe weiter.
Mitochondrien stellen ATP bereit. Lysosomen bauen Stoffe ab. Peroxisomen helfen bei der Entgiftung. Das Cytoskelett gibt der Tierzelle Halt und ermöglicht Bewegung im Inneren.
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