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Dehnungs-h

Was ist ein stummes Dehnungs-h und wann schreibt man es? Lerne die wichtigsten Regeln und Merkwörter für die Grund- und Mittelstufe.

Bei fahren, sehen und Stuhl hörst du das h kaum oder gar nicht. Trotzdem gehört es zur richtigen Schreibweise. Das Dehnungs-h zeigt dir: Der Vokal davor wird lang gesprochen.

Deine Lernziele
  • Ich kann erklären, was ein Dehnungs-h ist.
  • Ich kann lange und kurze Vokale vor dem Schreiben unterscheiden.
  • Ich kann typische Wörter mit Dehnungs-h sicher schreiben.
  • Ich kann erkennen, wann kein Dehnungs-h stehen darf.
  • Ich kann mit Wortfamilien und Verlängerung prüfen.

Was das Dehnungs-h macht

Ein Vokal ist ein Selbstlaut: a, e, i, o, u sowie ä, ö, ü. Manche Vokale sprichst du lang, zum Beispiel in Sohn. Andere sprichst du kurz, zum Beispiel in Sonne. Das Dehnungs-h steht nach einem langen Vokal und wird meistens nicht gesprochen.

Definition

Dehnungs-h

Das Dehnungs-h ist ein stummes h nach einem langen Vokal. Es markiert die Länge des Vokals: fahren, Bohne, mehr, Stuhl.

Beispiel

Sohn und Sonne vergleichen

  1. Sohn: Das o klingt lang. Danach steht ein Dehnungs-h.
  2. Sonne: Das o klingt kurz. Danach folgt ein doppeltes n.
  3. Du schreibst also: Sohn, aber Sonne.
Merke

Das Dehnungs-h hörst du meist nicht. Du entscheidest zuerst: Ist der Vokal lang? Dann prüfst du, ob das Wort ein bekanntes h-Wort ist.

Wo das Dehnungs-h oft steht

Das Dehnungs-h steht häufig vor l, m, n oder r: Stuhl, Lehm, Zahn, fahren. Diese Regel ist hilfreich, aber nicht vollständig. Es gibt auch lange Vokale ohne Dehnungs-h, zum Beispiel Tal, Name, Rose.

Definition

Merkwort

Ein Merkwort ist ein Wort, dessen Schreibweise du nicht sicher aus einer Regel ableiten kannst. Du musst es bewusst speichern und oft mit der Wortfamilie verbinden.

Beispiel

Wortfamilie zu fahren

  • fahren
  • Fahrt
  • Fahrer
  • Fahrzeug

Alle Wörter tragen das h der Wortfamilie. Wenn du Fahrer sicher kennst, hilft dir das bei fahren.

Gut zu wissen

Nicht jedes lange a, e, o, u bekommt ein Dehnungs-h. Darum ist „Regel plus Merkwort“ besser als reines Raten.

Häufige Wörter mit Dehnungs-h

Baue dir kleine Gruppen. So merkst du dir nicht einzelne Wörter, sondern Muster.

Beispiel

Vier nützliche Wortgruppen

  1. Mit a: fahren, Zahn, Wahl, Jahr, wahr.
  2. Mit e: sehen, mehr, Lehrer, nehmen, fehlen.
  3. Mit o: Sohn, Bohne, ohne, wohnen.
  4. Mit u: Stuhl, Uhr, ruhig, Kuh.

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Wann kein Dehnungs-h steht

Ein kurzer Vokal bekommt kein Dehnungs-h. Außerdem gibt es viele lange Vokale, die ohne h geschrieben werden: Name, Blume, Tal, rot, lesen. Du darfst also nicht nach jedem langen Vokal automatisch ein h setzen.

Beispiel

Wahl und Qual

  1. Beide Wörter haben ein langes a.
  2. Wahl schreibt man mit h.
  3. Qual schreibt man ohne h.
  4. Deshalb brauchst du Merkwörter und Wortfamilien.
Merke

Falsch wäre die Regel: „Langer Vokal bedeutet immer h.“ Richtig ist: „Langer Vokal kann ein Dehnungs-h haben; ich prüfe Wortfamilie und Merkwort.“

Prüfungsmodus: Lange Vokale prüfen

Nutze im Diktat eine kurze Schleife: Wort langsam sprechen, Vokal markieren, Länge entscheiden, Wortfamilie suchen, Merkwort abrufen. Danach erst schreiben.

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Alles auf einen Blick

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Abschluss-Check

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Zusammenfassung

Das Dehnungs-h ist ein stummes h nach einem langen Vokal. Es steht in vielen Merkwörtern wie fahren, Zahn, mehr, wohnen, Stuhl und Kuh. Es steht aber nicht nach jedem langen Vokal. Deshalb prüfst du in Rechtschreibaufgaben immer die Vokallänge, die Wortfamilie und bekannte Merkwörter. So vermeidest du falsche h-Schreibungen wie „Nahme“ oder „Sonneh“.