Englisch

Englische Modalverben: Regeln und Beispiele

Englische Modalverben: Regeln und Beispiele
Englische Modalverben: Regeln und Beispiele
Für Quiz, Lückentext, Lernkarten und Fortschritt ist JavaScript nötig. Alle Inhalte und Lösungen bleiben direkt lesbar.

Englische Modalverben wie can, must und should verändern die Bedeutung eines Vollverbs. Du drückst damit zum Beispiel Fähigkeit, Erlaubnis, Möglichkeit, Pflicht oder einen Rat aus. Dabei folgt das Vollverb meist in der Grundform ohne to.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!

Was drücken Modalverben aus?

Ein Modalverb zeigt, wie eine Handlung gemeint ist. Vergleiche das gleichbleibende Vollverb help:

  • You can help me. – Du kannst mir helfen.
  • You may help me. – Du darfst mir helfen.
  • You must help me. – Du musst mir helfen.
  • You should help me. – Du solltest mir helfen.
Definition

Modalverb

Ein Modalverb ergänzt ein Vollverb und verändert dessen Aussage. Es kann beispielsweise Fähigkeit, Erlaubnis, Möglichkeit, Verpflichtung, Rat oder eine Schlussfolgerung ausdrücken.

Zu den zentralen englischen Modalverben gehören can, could, may, might, must, shall, should, will und would.

Beispiel

Mia sagt: I can swim.

Das Vollverb swim nennt die Handlung. Das Modalverb can zeigt, dass Mia dazu fähig ist.

Teste dich
Frage 1 von 1LeichtWas drückt can in „Mia can swim“ aus?
Lösung: eine Fähigkeit — Can zeigt hier, dass Mia schwimmen kann.
Wie baust du einen Satz?

In einer Aussage steht das Modalverb vor dem Vollverb:

Subjekt + Modalverb + Grundform des Vollverbs

She can help.

Das Vollverb steht ohne to. Deshalb heißt es nicht She can to help.

Modalverben erhalten in der 3. Person Singular kein -s:

  • richtig: He can play football.
  • falsch: He cans play football.

Fragen bilden

Für eine Frage stellst du das Modalverb vor das Subjekt. Du brauchst kein do oder does:

  • richtig: Can you help?
  • falsch: Do you can help?

Aussagen verneinen

Setze not direkt hinter das Modalverb:

  • I cannot help.
  • I can’t help.
  • She should not wait.
  • She shouldn’t wait.

In einer Kurzantwort kann das Vollverb fehlen, wenn es aus dem Zusammenhang klar ist:

A: Can you help? B: Yes, I can.

Merke

Kein -s, kein zusätzliches do und vor der Grundform normalerweise kein to: She can help. Can she help? She cannot help.

Teste dich
Frage 1 von 2LeichtWelcher Satz ist richtig?
Lösung: He can read. — Nach can folgt die Grundform read ohne to.
Frage 2 von 2MittelWie lautet die richtige Frage?
Lösung: Could you open the window? — Der Satz beginnt mit could. Danach folgen Subjekt und Grundform des Vollverbs.
Welches Modalverb passt zur Aussage?

Wähle nicht nur nach einer deutschen Übersetzung. Entscheidend ist, welche Funktion die Aussage im Zusammenhang hat.

FunktionHäufige FormBeispiel
Fähigkeitcan, für Vergangenes oft couldShe can read.
Erlaubniscan, mayMay I ask a question?
Möglichkeitcould, may, mightIt might rain later.
Verpflichtungmust, have toWe must hurry.
RatshouldYou should take a break.
starke SchlussfolgerungmustHe must have missed his train.
Zukunft, Angebot oder BittewillI will help you.
höfliche Bittecould, wouldCould you help me?

May und might können beide eine Möglichkeit ausdrücken. Behandle sie nicht als starre Messskala mit immer gleicher Sicherheit. Der Zusammenhang entscheidet mit.

Beispiel

Eine Freundin ist müde und fragt dich um Rat. Du sagst:

You should take a break.

Should passt, weil du einen Rat gibst. You must take a break wäre eine deutlich stärkere Verpflichtung.

Teste dich
Frage 1 von 2MittelDein Freund bittet dich um einen Rat. Welche Antwort passt am besten?
Lösung: You should talk to your teacher. — Mit should formulierst du einen Rat, ohne eine Pflicht daraus zu machen.
Frage 2 von 2SchwerAuf dem Boden liegen nasse Regenschirme, und draußen sind dunkle Wolken. Welche Aussage formuliert eine starke Schlussfolgerung?
Lösung: It must be raining. — Must kann neben einer Pflicht auch eine starke Schlussfolgerung aufgrund vorhandener Hinweise ausdrücken.
Wie unterscheidest du mustn’t und needn’t?

Die deutsche Formulierung „nicht müssen“ führt leicht in die Irre. Im Englischen haben die Formen klar verschiedene Bedeutungen:

Definition

Verbot

Mustn’t oder must not bedeutet, dass eine Handlung nicht erlaubt ist: Du darfst sie nicht tun.

Definition

Fehlende Verpflichtung

Needn’t und don’t have to bedeuten, dass eine Handlung nicht notwendig ist. Du darfst sie trotzdem tun.

Beispiel

You mustn’t leave. – Du darfst nicht gehen. Es besteht ein Verbot.

You needn’t leave. – Du brauchst nicht zu gehen. Du kannst bleiben, darfst aber auch gehen.

You don’t have to leave. hat hier dieselbe Grundbedeutung wie You needn’t leave: Es besteht keine Verpflichtung zu gehen.

Merke

Mustn’t = verboten. Needn’t oder don’t have to = nicht notwendig.

Teste dich
Frage 1 von 2LeichtWas bedeutet „You mustn’t use your phone here“?
Lösung: Du darfst dein Handy hier nicht benutzen. — Mustn’t kennzeichnet ein Verbot.
Frage 2 von 2MittelDie Hausaufgabe ist freiwillig. Welcher Satz passt?
Lösung: You don’t have to do the homework. — Bei fehlender Verpflichtung verwendest du don’t have to oder needn’t.
Wie sprichst du über andere Zeitformen?

Viele Modalverben besitzen nicht alle Verbformen, die gewöhnliche Verben bilden können. Formen wie to can oder musted sind falsch. Deshalb brauchst du häufig eine Ersatzform.

Definition

Ersatzform

Eine Ersatzform übernimmt die Bedeutung eines Modalverbs in einer Zeitform, die das Modalverb selbst nicht bilden kann.

Für eine vergangene Verpflichtung verwendest du had to:

  • Gegenwart: We must stop.
  • Vergangenheit: We had to stop.
  • falsch: We musted stop.

Eine vergangene Erlaubnis kannst du mit was allowed to oder were allowed to ausdrücken:

  • He was allowed to watch the film.

Für eine Fähigkeit in der Vergangenheit kann could passen:

  • Before his first day at school, he could already read.
Beispiel

Gestern bestand die Pflicht, früh aufzustehen.

Richtig: I had to get up early yesterday.

Yesterday zeigt die Vergangenheit. Da musted nicht existiert, übernimmt had to die Bedeutung der Verpflichtung.

Teste dich
Frage 1 von 2MittelWelcher Satz beschreibt eine Verpflichtung in der Vergangenheit korrekt?
Lösung: We had to leave early. — Nach had to folgt die Grundform leave.
Frage 2 von 2SchwerLeo durfte gestern länger aufbleiben. Welcher Satz passt?
Lösung: Leo was allowed to stay up longer yesterday. — Was allowed to drückt die Erlaubnis in der Vergangenheit aus; yesterday bestätigt den Zeitbezug.
Karteikasten
Karteikasten

Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Englische Modalverben
    • Form: kein *-s*, kein zusätzliches *do*, Grundform ohne *to*
    • Funktionen: Fähigkeit, Erlaubnis, Möglichkeit, Pflicht, Rat, Schlussfolgerung
    • Verneinung: Modalverb + *not* oder *n’t*
    • Bedeutungsunterschied: *mustn’t* ist Verbot, *needn’t* ist keine Pflicht
    • Vergangenheit: passende Form wie *could*, *had to* oder *was allowed to*
Abschluss-Check
Teste dich
Frage 1 von 4LeichtWelcher Satz ist grammatisch richtig?
Lösung: She might come later. — Nach might folgt die Grundform come. Ein zusätzliches does ist nicht nötig.
Frage 2 von 4MittelDu willst höflich um Hilfe bitten. Welcher Satz passt am besten?
Lösung: Could you help me, please? — Could you …? eignet sich für eine höfliche Bitte.
Frage 3 von 4MittelIm Museum ist Fotografieren verboten. Welcher Hinweis ist richtig?
Lösung: You mustn’t take pictures here. — Ein Verbot wird mit mustn’t ausgedrückt.
Frage 4 von 4SchwerGestern bestand die Pflicht, einen Helm zu tragen. Welcher Satz ist richtig?
Lösung: We had to wear a helmet yesterday. — Had to bezeichnet die vergangene Verpflichtung. Danach steht die Grundform wear.

Wenn du unsicher bist, prüfe in dieser Reihenfolge: Welche Funktion soll der Satz ausdrücken? Welche Zeitform brauchst du? Verwendest du ein Modalverb, folgt danach die Grundform ohne to. Bei einer Ersatzform prüfst du das vollständige Muster, zum Beispiel had to + Grundform oder was allowed to + Grundform. Bei Verneinungen klärst du zusätzlich, ob etwas verboten oder nur nicht notwendig ist.

Passend dazu