Geschichte

Richtig zitieren in Geschichte: Regeln und Beispiele

Richtig zitieren in Geschichte: Regeln und Beispiele
Richtig zitieren in Geschichte: Regeln und Beispiele
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Beim Zitieren machst du sichtbar, welche Gedanken und Informationen von anderen stammen und wo sie überprüft werden können. Das gilt für wörtliche Zitate ebenso wie für Paraphrasen in eigenen Worten.

Die wichtigste Grundregel lautet: Prüfe zuerst die Vorgaben deiner Lehrkraft, deines Fachbereichs oder der Publikation. Wähle dann ein passendes Zitierverfahren und wende es durchgehend einheitlich an.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!

Zuerst den Zitierstil klären

In der Geschichtswissenschaft gibt es nicht für jede Situation nur eine zulässige Form. Verbreitet sind vor allem ein Fußnotensystem und eine Autor-Jahr-Zitation in Klammern. Fachgebiete wie die Alte Geschichte verwenden teilweise eigene Kurzbelege.

Merke

Vorgabe vor Gewohnheit: Die Regeln deiner Lehrkraft, deines Fachgebiets oder des Publikationsorgans haben Vorrang. Innerhalb der Arbeit musst du gleichartige Fälle gleich behandeln.

Unabhängig vom gewählten Stil gelten drei Grundprinzipien:

  1. Nachprüfbarkeit: Eine andere Person kann das verwendete Werk und die konkrete Fundstelle finden.
  2. Vollständigkeit: Alle zur Identifikation nötigen Angaben sind vorhanden.
  3. Einheitlichkeit: Namen, Reihen, Seitenangaben und Kurzbelege folgen immer demselben Muster.

Zitiere die Ausgabe, die du tatsächlich benutzt hast. Übernimm Katalogangaben nicht ungeprüft, denn auch sie können Fehler enthalten.

Teste dich
Frage 1 von 2LeichtWelche Entscheidung steht am Anfang?
Lösung: Die geltenden Vorgaben und den Zitierstil klären. — Erst wenn die geltenden Vorgaben feststehen, kannst du ein Verfahren konsequent anwenden.
Frage 2 von 2MittelEine Richtlinie verlangt Fußnoten, du bevorzugst aber Autor-Jahr-Klammern. Was tust du?
Lösung: Du verwendest das verlangte Fußnotensystem. — Die konkrete Vorgabe hat Vorrang vor deiner persönlichen Gewohnheit.
Direkte Zitate wortgetreu übernehmen

Ein direktes Zitat übernimmt den Wortlaut einer Vorlage genau. Es steht gewöhnlich in doppelten Anführungszeichen und erhält einen Beleg mit genauer Fundstelle.

Definition

Direktes Zitat

Eine wortgetreue Übernahme aus einer Quelle oder Darstellung. Rechtschreibung, Formulierungen und besondere Schreibweisen des Originals bleiben erhalten.

Ein Zitat innerhalb eines Zitats steht in einfachen Anführungszeichen:

„Zitate können die eigene Position ‚absichern‘.“

Eingriffe musst du sichtbar machen:

  • […] kennzeichnet eine Auslassung. Sie darf den Sinn nicht verändern.
  • [Wort] kennzeichnet eine eigene Ergänzung oder grammatische Anpassung.
  • [sic!] weist auf einen auffälligen Fehler im Original hin.
  • Eigene Hervorhebungen oder Übersetzungen müssen als solche gekennzeichnet werden.
Beispiel

Ausgangsformulierung:

„Zitate und Paraphrasen können die eigene Position absichern.“

Gekürztes Zitat:

„Zitate […] können die eigene Position absichern.“

Die ausgelassenen Wörter sind markiert. Entscheidend ist, dass der gekürzte Ausschnitt weiterhin denselben Sinn wie die Vorlage trägt.

Längere Zitate von ungefähr drei Zeilen an werden häufig als eigener eingerückter Absatz gesetzt. Ob dabei die Anführungszeichen entfallen, hängt von den geltenden Vorgaben ab.

Wörtlich solltest du vor allem dann zitieren, wenn der genaue Wortlaut wichtig ist: etwa bei einer prägnanten These, einem historischen Begriff oder einer Formulierung, die du anschließend analysierst. Für bloße Sachinformationen ist meist eine Paraphrase geeigneter.

Teste dich
Frage 1 von 2LeichtWelche Zeichen markieren eine Auslassung in einem direkten Zitat?
Lösung: […] — Mit […] erkennen Lesende, dass du einen Teil des Originals ausgelassen hast.
Frage 2 von 2MittelWann ist ein direktes Zitat besonders sinnvoll?
Lösung: Wenn der genaue Wortlaut untersucht oder bewahrt werden soll. — Ein direktes Zitat ist keine Ersatzlösung für fehlende Verarbeitung oder eine ungenaue Fundstelle.
Paraphrasen eigenständig formulieren

Eine Paraphrase gibt einen fremden Gedanken in eigenen Worten wieder. Sie steht nicht in Anführungszeichen, braucht aber trotzdem einen Beleg.

Definition

Paraphrase

Eine sinngemäße, eigenständig formulierte Wiedergabe eines fremden Gedankens. Sie unterscheidet sich sprachlich von der Vorlage, ohne deren Aussage zu verfälschen.

In vielen Fußnotensystemen beginnt der Beleg einer Paraphrase mit Vgl.. Bei direkten Zitaten steht dieses Signal gewöhnlich nicht. Prüfe auch hier, ob deine Fachvorgabe davon abweicht.

Beispiel

Vorlage:

„Zitate und Paraphrasen können die eigene Position absichern.“

Mögliche Paraphrase:

Zitate und sinngemäße Übernahmen können die eigene Argumentation durch den Bezug auf fremde Erkenntnisse stützen.

Die Formulierung wurde eigenständig aufgebaut. Der Gedanke bleibt jedoch fremd und benötigt deshalb einen Beleg.

Wenn du eine umstrittene Position klar einer Person zuordnen möchtest, kannst du die Autorschaft sprachlich hervorheben, zum Beispiel:

  • Die Autorin vertritt die These, dass …
  • Nach Ansicht des Autors beruhe …
  • Der Verfasser stellt heraus, dass …

Der Konjunktiv I kann die Distanz zu einer fremden Position verdeutlichen. Bei unstrittigen Daten oder bei Gedanken, die du ausdrücklich in die eigene Argumentation übernimmst, kann der Indikativ passen. Entscheidend ist, dass erkennbar bleibt, wem eine Behauptung zuzurechnen ist.

Merke

Eigene Wörter machen einen fremden Gedanken nicht zu deinem Eigentum. Auch eine Paraphrase braucht einen nachvollziehbaren Beleg.

Teste dich
Frage 1 von 2MittelEine Schülerin ersetzt in einem fremden Satz nur einzelne Wörter durch Synonyme. Ist das eine gute Paraphrase?
Lösung: Nein, sie muss den Gedanken sprachlich eigenständig neu aufbauen und belegen. — Eine tragfähige Paraphrase zeigt inhaltliches Verständnis und bleibt dennoch als Übernahme belegt.
Frage 2 von 2SchwerDu stellst zwei widersprechende Forschungspositionen gegenüber. Welche Formulierung schafft die größte Klarheit?
Lösung: Du ordnest jede Position ausdrücklich ihrer Autorin oder ihrem Autor zu und belegst beide. — Bei kontroversen Deutungen müssen Autorschaft, Unterschiede und Belege erkennbar bleiben.
Fußnoten eindeutig zuordnen

Fußnoten zeigen, woher eine Aussage stammt. Sie können außerdem kurze Erläuterungen enthalten, die den Gedankengang im Haupttext unterbrechen würden.

Die Fußnotenzahl steht unmittelbar bei dem Teil, den sie belegt:

  • Bezieht sich der Nachweis auf den ganzen Satz, steht die Zahl gewöhnlich nach dem Satzzeichen.
  • Bezieht er sich nur auf ein Wort, einen Satzteil oder ein eingefügtes Zitat, steht er unmittelbar danach.
  • Jede Fußnote beginnt als eigener Satz und endet mit einem Satzzeichen.

Bei der ersten Nennung eines Werks steht gewöhnlich ein vollständiger Nachweis samt konkret verwendeter Seite. Spätere Nennungen werden nach einem stabilen System verkürzt.

Beispiel

Erstbeleg einer Monografie:

Tony Judt: Geschichte Europas von 1945 bis zur Gegenwart, München 2006, S. 35.

Späterer Kurzbeleg:

Judt, Geschichte Europas, S. 52.

Der Kurzbeleg enthält genug Informationen, um das Werk dem vollständigen Eintrag eindeutig zuzuordnen.

Für unmittelbar aufeinanderfolgende Verweise auf dasselbe Werk ist je nach Vorgabe Ebd. oder Ebda. möglich. Bei anderer Seite folgt die neue Seitenangabe. Verwende diese Abkürzung nicht, wenn der Bezug mehrdeutig wäre, etwa weil die vorherige Fußnote mehrere Werke nennt.

Gib Seiten möglichst genau an: S. 13–17 benennt den Umfang eindeutig. S. 18 f. kann nach manchen Regeln die Seiten 18 und 19 bezeichnen; andere Leitfäden verlangen auch hier die genaue Spanne. ff. solltest du vermeiden, weil das Ende offenbleibt.

Teste dich
Frage 1 von 2MittelDie vorherige Fußnote nennt zwei verschiedene Werke. Darf die nächste nur Ebd. lauten?
Lösung: Nein, weil der Bezug nicht eindeutig wäre. — Ebd. funktioniert nur, wenn genau ein unmittelbar vorausgehendes Werk eindeutig gemeint ist.
Frage 2 von 2SchwerEine Aussage stützt sich auf die Seiten 41 bis 47. Welche Angabe ist am nachprüfbarsten?
Lösung: S. 41–47 — Eine genaue Seitenspanne ermöglicht die schnellste und sicherste Prüfung.
Literatur und Quellen vollständig nachweisen

Ein Literaturverzeichnis enthält alle und nur die tatsächlich verwendeten und zitierten Darstellungen. Eine weiter gefasste Bibliografie kann dagegen auch Literatur erfassen, die für ein Thema relevant ist, aber nicht zitiert wurde.

In geschichtswissenschaftlichen Arbeiten werden häufig Quellen und Darstellungen getrennt. Quellen sind Überlieferungen, die als Material der historischen Untersuchung dienen. Darstellungen sind wissenschaftliche Untersuchungen und Deutungen.

Merke

Fußnoten und Verzeichnis müssen zusammenpassen: Was du zitierst, muss auffindbar sein; was als verwendete Literatur aufgeführt wird, muss tatsächlich benutzt worden sein.

Häufige Grundmuster sind:

  • Monografie: Nachname, Vorname: Titel. Untertitel, Ort Jahr.
  • Sammelbandbeitrag: Nachname, Vorname: Beitragstitel, in: Herausgeber (Hrsg.): Bandtitel, Ort Jahr, S. Anfang–Ende.
  • Zeitschriftenaufsatz: Nachname, Vorname: Titel, in: Zeitschrift Band (Jahr) Heft, S. Anfang–Ende.
  • Internetbeitrag: Verfasser, Titel, Publikationszusammenhang, Datum, Adresse und eigener letzter Zugriff.
Beispiel

Monografie:

Judt, Tony: Geschichte Europas von 1945 bis zur Gegenwart, München 2006.

Sammelbandbeitrag:

Siemann, Wolfram: Die deutsche Revolution von 1848/49, in: Wehler, Hans-Ulrich (Hrsg.): Scheidewege der deutschen Geschichte, München 1995, S. 91–102.

Beim Beitrag muss der vollständige Seitenumfang genannt werden. In der Fußnote kommt zusätzlich die konkret verwendete Seite hinzu.

Die Einträge werden gewöhnlich alphabetisch nach Nachnamen geordnet und enden mit einem Punkt. Monografien stehen im Verzeichnis ohne benutzte Einzelseiten; Beiträge in Zeitschriften oder Sammelbänden erhalten ihren vollständigen Seitenumfang.

Einzelheiten unterscheiden sich: Manche Regeln nennen im Literaturverzeichnis alle beteiligten Personen, andere kürzen lange Namenslisten ab. Auch Zeichensetzung, Reihenangaben und die Form von Herausgeberkürzeln variieren. Entscheidend bleibt die geltende Vorgabe.

Teste dich
Frage 1 von 2LeichtWelche Werke gehören in ein Literaturverzeichnis einer Seminararbeit?
Lösung: Die tatsächlich verwendeten und zitierten Werke. — Auch paraphrasierte Darstellungen gehören in das Literaturverzeichnis, wenn sie verwendet und belegt wurden.
Frage 2 von 2MittelWas braucht ein Zeitschriftenaufsatz im Literaturverzeichnis zusätzlich zur Monografie?
Lösung: Den vollständigen Seitenumfang des Aufsatzes. — Der vollständige Seitenumfang identifiziert den unselbstständigen Beitrag innerhalb der Zeitschrift.
Besondere historische Materialien belegen

Nicht jede historische Quelle wird wie ein Buch zitiert. Der Beleg muss zu der Art des Materials passen und eine möglichst genaue Fundstelle liefern.

Archivquellen

Ein Archivbeleg führt vom Allgemeinen zum Besonderen:

Archiv → Bestand → Karton oder Signatur → Dokument → Datum → Seite oder Blatt

Beispiel

Bundesarchiv Berlin (BArch), R 57/6105, Schwäbisch-deutscher Kulturbund, Ortsgruppe Maribor, Bericht Nr. 3 über das Vereinsjahr 1933/34, Juni 1934.

Bei der ersten Nennung wird der Archivname ausgeschrieben und eine spätere Abkürzung eingeführt. Zusätzlich können Hausregeln des Archivs gelten.

Digitale Materialien

Bei digital abgerufenem Material gehören neben den üblichen Angaben die Fundadresse oder DOI und das Datum deines letzten Zugriffs in den Beleg. Prüfe, ob Autor, Datum, Version und Vollständigkeit erkennbar sind. Eine automatisch erzeugte Angabe solltest du mit dem tatsächlich sichtbaren Material abgleichen.

Bilder, Filme und Interviews

  • Bildquelle: Urheber, Titel oder Beschreibung, Medientyp, Entstehungsort und -zeit sowie Überlieferungsort oder Signatur.
  • Film: Regie oder produzierende Institution, Titel und Erscheinungsangaben; für eine bestimmte Szene tritt eine Zeitmarke an die Stelle der Seitenzahl.
  • Interview: interviewte Person, Ort und Datum; bei fremden Interviews zusätzlich interviewende Person sowie Archiv oder Sammlung.

Antike Quellen

Für antike Texte gelten besondere Fachkonventionen. Ein Kurzbeleg nennt häufig den abgekürzten Autor, gegebenenfalls das Werk sowie Buch, Kapitel und Paragraph oder Vers, zum Beispiel Liv. 2,1,1 oder Verg. Aen. 4,126. Die tatsächlich benutzte Edition und Übersetzung wird vollständig im Quellenverzeichnis nachgewiesen.

Gut zu wissen

Die Form des Belegs folgt dem Material: Bei einem Buch hilft die Seite, bei einem Archivstück die Signatur, bei einem Film die Zeitmarke und bei einem antiken Werk die normierte Stellenangabe.

Teste dich
Frage 1 von 2MittelWelche Angabe übernimmt bei einer konkreten Filmszene die Funktion einer Seitenzahl?
Lösung: Eine genaue Zeitmarke. — Die Zeitmarke führt direkt zu der untersuchten Passage des audiovisuellen Materials.
Frage 2 von 2SchwerDu zitierst Liv. 2,1,1. Was muss zusätzlich vollständig im Quellenverzeichnis stehen?
Lösung: Die tatsächlich verwendete Edition und gegebenenfalls Übersetzung. — Antike Stellenangabe und verwendete Textausgabe erfüllen verschiedene Aufgaben und gehören zusammen.
Mit einem Prüfablauf Fehler vermeiden

Bevor du eine Arbeit abgibst, kannst du jeden Beleg mit demselben Ablauf kontrollieren:

  1. Urheberschaft prüfen: Ist klar, welche Aussage von dir und welche von anderen stammt?
  2. Übernahme bestimmen: Ist es ein direktes Zitat oder eine Paraphrase?
  3. Fundstelle sichern: Sind Seite, Signatur, Vers, Zeitmarke oder Zugriffsdatum so genau wie möglich angegeben?
  4. Erst- oder Folgebeleg wählen: Brauchst du den Vollbeleg oder den vereinbarten Kurzbeleg?
  5. Eindeutigkeit prüfen: Steht die Fußnotenzahl genau bei der belegten Aussage?
  6. Verzeichnis abgleichen: Ist das verwendete Werk dort vollständig und in passender Form enthalten?
  7. Einheitlichkeit prüfen: Stimmen Zeichensetzung, Namensform, Abkürzungen und Seitenformat mit den übrigen Belegen überein?

Typische Fehler sind:

  • eine Paraphrase ohne Beleg;
  • eine sinnverändernde Auslassung;
  • ein direktes Zitat ohne genaue Fundstelle;
  • ein mehrdeutiges Ebd.;
  • unbestimmte Seitenangaben wie ff.;
  • ein bloßer Verweis auf einen Sammelband statt auf den tatsächlich verwendeten Beitrag;
  • eine Mischung verschiedener Zitierstile;
  • ungeprüft übernommene Katalog- oder Softwareangaben.
Teste dich
Frage 1 von 2MittelEin automatisch erzeugter Literaturbeleg sieht vollständig aus. Was ist der nächste Schritt?
Lösung: Du vergleichst Namen, Titel, Ausgabe, Jahr und Fundstelle mit dem tatsächlich benutzten Material. — Digitale Werkzeuge helfen bei der Erfassung, ersetzen aber nicht die Kontrolle am verwendeten Material.
Frage 2 von 2SchwerIn einer Fußnote steht nur der Sammelband, obwohl du einen bestimmten Beitrag daraus paraphrasierst. Wie verbesserst du den Beleg?
Lösung: Du weist den konkreten Beitrag mit Autor, Beitragstitel, Sammelband und Fundstelle nach. — Ein unselbstständiger Beitrag muss als eigener Text identifizierbar und überprüfbar sein.
Karteikasten
Karteikasten

Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Zitieren in Geschichte
    • Vorgaben klären: Fachregel und Zitierstil festlegen
    • Fremdes kennzeichnen: direkt zitieren oder paraphrasieren
    • Fundstelle präzisieren: Seite, Signatur, Vers oder Zeitmarke
    • Belege ordnen: Erstbeleg, Kurzbeleg und eindeutiges Ebd.
    • Verzeichnis abgleichen: verwendete Quellen und Darstellungen vollständig erfassen
    • Qualität sichern: Nachprüfbarkeit, Vollständigkeit und Einheitlichkeit prüfen
Abschluss-Check
Teste dich
Frage 1 von 4LeichtWelche Aussage gilt für direkte Zitate und Paraphrasen gleichermaßen?
Lösung: Beide benötigen einen nachvollziehbaren Beleg. — Anführungszeichen kennzeichnen nur die wortgetreue Übernahme; die Belegpflicht gilt für beide Formen.
Frage 2 von 4MittelEin direktes Zitat enthält eine gekürzte Passage. Welche Prüfung ist entscheidend?
Lösung: Die Auslassung ist mit […] markiert und verändert den Sinn nicht. — Eingriffe in den Wortlaut müssen sichtbar sein und dürfen die Aussage nicht verfälschen.
Frage 3 von 4MittelWelche Kombination ist korrekt?
Lösung: Aufsatz im Verzeichnis mit Gesamtseiten, konkreter Beleg mit verwendeter Seite. — Verzeichnis und Einzelbeleg ergänzen sich: Der eine identifiziert den vollständigen Text, der andere lokalisiert die benutzte Stelle.
Frage 4 von 4SchwerDu prüfst eine Arbeit mit Büchern, einem Archivdokument und einer Filmszene. Was zeigt ein konsequentes Zitierverfahren?
Lösung: Alle Materialien folgen demselben Grundprinzip, erhalten aber quellenartspezifische Fundstellen. — Einheitlichkeit bedeutet nicht, alle Materialien wie Bücher zu behandeln. Sie bedeutet, für gleichartige Fälle dieselben Regeln anzuwenden und jede Quelle überprüfbar zu machen.

Prüfe zum Schluss drei Fragen: Ist jeder fremde Gedanke gekennzeichnet? Führt jeder Beleg eindeutig zur verwendeten Stelle? Ist das gewählte System in der gesamten Arbeit einheitlich? Wenn du dreimal mit Ja antworten kannst, ist dein Zitierapparat nachvollziehbar aufgebaut.

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