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Datenschutz

Datenschutz verständlich erklärt: Definition, Prinzip, Beispiele und Bedeutung für Kryptologie, Datenschutz und IT-Sicherheit.

Wenn du dich bei einer App anmeldest, gibst du oft deinen Namen oder deine E-Mail-Adresse ein. Auch die Schule speichert zum Beispiel deine Klasse und deine Noten. Damit diese Informationen nicht falsch genutzt werden, gibt es Datenschutz.

Deine Lernziele
  • Du erklärst, was Datenschutz schützt.
  • Du erkennst personenbezogene Daten.
  • Du unterscheidest Datenschutz von IT-Sicherheit.
  • Du kennst wichtige Regeln und Rechte rund um persönliche Daten.

Was Datenschutz schützt

Datenschutz schützt Menschen beim Umgang mit ihren persönlichen Informationen. Es geht nicht darum, dass jede Information geheim bleiben muss. Es geht darum, dass andere nicht einfach alles über dich sammeln, verwenden oder weitergeben dürfen.

Eine Information heißt personenbezogenes Datum, wenn sie zu einer bestimmten Person gehört oder mit ihr verbunden werden kann. Dein Name ist ein solches Datum. Auch ein Foto, eine E-Mail-Adresse, deine Adresse, deine Note oder dein Standort können personenbezogene Daten sein.

Beispiel

Auf einer Klassenliste stehen Namen, Geburtstage und Telefonnummern. Diese Angaben beziehen sich auf einzelne Personen. Deshalb sind sie personenbezogene Daten.

Die Anzahl der Schüler einer Schule ohne Namen ist dagegen keine personenbezogene Angabe. Daraus erkennt niemand, welche Person gemeint ist.

Merke

Datenschutz schützt nicht einfach Dateien. Datenschutz schützt die Menschen, zu denen persönliche Daten gehören.

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Wer über Daten bestimmen soll

Stell dir vor, jemand erzählt ohne deine Erlaubnis allen deine Mathe-Note. Du möchtest wahrscheinlich selbst entscheiden, wer das erfährt. Genau diese Idee steckt hinter der informationellen Selbstbestimmung: Du sollst möglichst mitbestimmen können, wer etwas über dich weiß und wofür diese Information benutzt wird.

Das bedeutet nicht, dass niemand Daten verarbeiten darf. Verarbeitung heißt: Daten sammeln, speichern, anschauen, verändern, weitergeben oder löschen. Eine Schule muss zum Beispiel Namen und Leistungen verarbeiten, damit sie Unterricht organisieren und Zeugnisse ausstellen kann.

Beispiel

Für eine Klassenfahrt sammelt die Lehrkraft Namen und wichtige Notfallkontakte. Das hilft bei der Organisation und im Notfall.

Dieselben Daten einfach in einer öffentlichen Chatgruppe zu teilen, wäre etwas ganz anderes. Dafür gibt es normalerweise keinen passenden Grund.

Gut zu wissen

Bevor eine Stelle Daten nutzt, braucht sie einen klaren Zweck und eine passende Grundlage, zum Beispiel ein Gesetz, einen Vertrag oder eine Einwilligung. Eine Einwilligung ist eine freiwillige Zustimmung, nachdem du verständlich informiert wurdest.

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Daten nur sinnvoll verwenden

Datenschutz fordert einen bewussten Umgang mit Daten. Daten sollen nur für einen klaren Zweck gesammelt werden. Ein Zweck beantwortet die Frage: Wofür werden diese Daten wirklich gebraucht?

Außerdem gilt Datenminimierung. Das bedeutet: Man sammelt nur die Daten, die für den Zweck nötig sind. Weniger gespeicherte Daten bedeuten oft auch weniger Risiko, falls etwas schiefgeht.

Beispiel

Eine Lernplattform braucht vielleicht einen Benutzernamen und ein Passwort, damit du dich anmelden kannst. Sie braucht für diese Anmeldung aber nicht automatisch deine Schuhgröße.

Wenn ein Verein nur eine E-Mail-Adresse benötigt, um eine Nachricht zu schicken, sollte er nicht zusätzlich nach unnötigen Angaben fragen.

Merke

Frage bei jeder Datensammlung: Was wird gebraucht, wofür wird es gebraucht und wie lange wird es gebraucht?

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Datenschutz und IT-Sicherheit

Datenschutz und IT-Sicherheit gehören zusammen, sind aber nicht dasselbe. IT-Sicherheit schützt Computer, Programme und Daten vor Angriffen, Verlust oder Veränderungen. Datenschutz fragt zusätzlich, ob persönliche Daten überhaupt gesammelt und genutzt werden dürfen.

Ein starkes Passwort und eine Verschlüsselung helfen der IT-Sicherheit. Verschlüsselung verwandelt eine Nachricht so, dass Unbefugte sie nicht lesen können. Das schützt persönliche Daten, ersetzt aber nicht alle Datenschutzregeln.

Beispiel

Eine Schule speichert Noten in einem gut geschützten System. Nur berechtigte Lehrkräfte können sie öffnen. Das ist wichtig für die IT-Sicherheit.

Wenn die Schule diese Noten ohne Grund an andere Personen weitergeben würde, wäre das trotz sicherem System ein Datenschutzproblem.

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Deine Rechte bei persönlichen Daten

Die Person, zu der Daten gehören, heißt betroffene Person. Du bist also betroffen, wenn eine Schule, ein Verein oder eine App Daten über dich verarbeitet.

In der Europäischen Union regelt die Datenschutz-Grundverordnung, kurz DSGVO, viele Regeln dazu. Sie gilt seit 2018. Sie gibt betroffenen Personen wichtige Rechte.

Du kannst zum Beispiel fragen, welche Daten über dich gespeichert sind. Das nennt man Auskunftsrecht. Falsche Angaben kannst du berichtigen lassen. Unter bestimmten Voraussetzungen kannst du auch verlangen, dass Daten gelöscht werden. Löschen ist aber nicht immer sofort möglich, etwa wenn eine Stelle Daten aus einem wichtigen rechtlichen Grund noch aufbewahren muss.

Beispiel

Eine App speichert bei deinem Profil eine falsche Telefonnummer. Du kannst verlangen, dass sie berichtigt wird.

Hat ein Onlinekonto keinen Zweck mehr und es gibt keinen Grund für eine weitere Speicherung, kannst du nach einer Löschung fragen.

Merke

Datenschutz bedeutet auch Transparenz: Du sollst verstehen können, welche Daten über dich genutzt werden und warum.

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Zusammenfassung

Datenschutz schützt dich beim Umgang mit personenbezogenen Daten. Du sollst nachvollziehen und möglichst mitbestimmen können, wer deine Daten wofür verarbeitet. Daten brauchen einen klaren Zweck und sollen nur gesammelt werden, wenn sie nötig sind. IT-Sicherheit schützt die Technik; Datenschutz schützt zusätzlich deine Rechte und deine Privatsphäre.