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Persönliche Daten schützen: Erst prüfen, dann teilen

Persönliche Daten schützen: Erst prüfen, dann teilen

Persönliche Daten schützen: Erst prüfen, dann teilen
Persönliche Daten schützen: Erst prüfen, dann teilen
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Wie schützt du persönliche Daten im Internet? Verrate nur, was wirklich nötig ist, halte Passwörter geheim und hole dir Hilfe. Persönliche Daten sagen etwas über dich aus. Dazu gehören zum Beispiel dein Name, deine Adresse und Fotos von dir.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!

Welche Daten gehören zu dir?
Definition

Persönliche Daten

Persönliche Daten sind Informationen über eine Person, die man erkennen oder herausfinden kann. Zum Beispiel verrät deine Adresse, wo du wohnst. Dein Standort zeigt, wo du gerade bist.

Auch deine Telefonnummer, dein Geburtstag und ein Foto, auf dem du zu erkennen bist, gehören dazu. Privat bedeutet: Das geht nicht alle etwas an. Öffentlich bedeutet: Alle können es sehen oder erfahren.

Manchmal ergeben erst mehrere Angaben zusammen einen Hinweis auf dich. Dein Vorname allein sagt vielleicht wenig. Mit dem Namen deiner Schule und deinem Foto lässt du dich leichter erkennen.

Beispiel

Erfundenes Beispiel: Mina sortiert Angaben.

  • Ihre Wohnadresse ist persönlich: Sie führt zu ihrem Wohnort.
  • Ein erkennbares Klassenfoto enthält persönliche Daten von mehreren Kindern.
  • Das Wort „Fußball“ allein ist noch keine Information über eine bestimmte Person.
  • Der Standort ihres Handys kann zeigen, wo Mina ist.

Mina prüft also: Was verrät die Angabe, und gehört sie zu jemandem?

Teste dich
Frage 1 von 2LeichtWelche Angabe ist eindeutig persönlich?
Lösung: Deine Wohnadresse — Deine Wohnadresse gehört zu dir. Ein einzelnes Wort oder eine Zahl ohne Zusammenhang sagt noch nichts über eine bestimmte Person aus.
Frage 2 von 2MittelEin Foto zeigt keinen Menschen, aber gut lesbar deine Hausnummer und den Straßennamen. Was verrät es?
Lösung: Es enthält Hinweise auf deinen Wohnort. — Achte auf den Hintergrund eines Fotos. Nicht nur Gesichter können etwas über dich verraten.
Vor dem Teilen: Erst stoppen und fragen

Wenn eine App etwas wissen will, musst du es nicht sofort verraten. Eine App ist ein Programm, zum Beispiel zum Malen oder Spielen. Eine Berechtigung ist eine Erlaubnis: Damit darf eine App etwa auf gespeicherte Kontakte zugreifen. Das sind Namen und Telefonnummern im Gerät.

Gehe so vor:

  1. Stoppen: Tippe nicht gleich auf „Erlauben“ oder „Senden“.
  2. Prüfen: Wofür braucht die App diese Angabe? Geht es auch ohne?
  3. Hilfe holen: Besprich persönliche Angaben und neue Apps mit deinen Eltern oder einer anderen erwachsenen Vertrauensperson.
Definition

Datensparsamkeit

Datensparsamkeit heißt: Du gibst nur die persönlichen Daten an, die für die jeweilige Aufgabe nötig sind.

Beispiel

Eine Taschenlampen-App soll leuchten. Dafür braucht sie keine Namen oder Telefonnummern aus deinen Kontakten. Erlaube diesen Zugriff deshalb nicht.

Bei einer Lernplattform kann dein Name dagegen nötig sein, damit deine Lehrkraft deine Aufgaben erkennt. Prüfe das gemeinsam mit ihr oder deinen Eltern.

Fotos verdienen besondere Aufmerksamkeit. Frage abgebildete Menschen, bevor du ein Foto von ihnen teilst. Bei Fotos von Kindern klärt ihr das zusätzlich mit den Eltern. Schaut gemeinsam, welche Namen oder Orte auf dem Bild erkennbar sind.

Mit Privatsphäre-Einstellungen kannst du begrenzen, wer deine Beiträge sehen darf. Trotzdem können andere ein Bild speichern oder weitergeben. Auch das spätere Löschen entfernt solche Kopien nicht sicher.

Teste dich
Frage 1 von 1MittelEine Zeichen-App verlangt dein genaues Geburtsdatum, obwohl du nur ein Bild malen willst. Was tust du zuerst?
Lösung: Prüfen, ob du die Angabe überspringen kannst, und eine erwachsene Vertrauensperson fragen. — Zum Malen ist dein Geburtstag nicht offensichtlich nötig. Eine Abfrage ist kein Grund, sofort persönliche Daten einzugeben.
Dein Passwort ist ein geheimer Schlüssel

Ein Nutzerkonto ist dein persönlicher Zugang zu einer App oder Internetseite. Das Passwort schützt diesen Zugang wie ein geheimer Schlüssel.

Ein gutes Passwort ist lang und schwer zu erraten. Es enthält weder deinen Namen noch deinen Geburtstag oder einen bekannten Spruch. Nutze für jedes Konto ein anderes Passwort. Sonst kann ein gestohlenes Passwort gleich mehrere Konten öffnen.

Definition

Passphrase

Eine Passphrase ist ein langes Passwort aus mehreren Wörtern. Die Wörter sollten zufällig gewählt sein und nicht zusammengehören. Weitere Zeichen können dazukommen.

Lass dir beim Erstellen und sicheren Aufbewahren eines Passworts von deinen Eltern helfen. Ein Passwortmanager ist ein Programm, das Passwörter geschützt speichern kann. Auch seine Einrichtung gehört in die Hände einer erwachsenen Vertrauensperson.

Schicke dein Passwort niemals in einer Nachricht weiter – auch nicht an Freunde oder jemanden, der angeblich für die App arbeitet. Ein Passwort aus einem Buch oder einer Internetseite solltest du nicht übernehmen: Andere können es ebenfalls lesen.

Manche Konten lassen sich zusätzlich schützen: Neben dem Passwort brauchst du zum Beispiel einen Code aus einer dafür eingerichteten App auf deinem Gerät. Das heißt Zwei-Faktor-Authentisierung, kurz 2FA. Bitte deine Eltern, diesen Schutz mit dir einzurichten, wenn er angeboten wird. Verschicke auch solche Codes nicht. Bestätige keine Anmeldung, die du nicht selbst begonnen hast.

Merke

Lang, schwer zu erraten und für jedes Konto anders: So sollte dein Passwort sein. Halte es geheim.

Teste dich
Frage 1 von 1MittelDu erhältst eine Anfrage, eine Anmeldung zu bestätigen. Du hast dich aber gerade nirgends angemeldet. Was tust du?
Lösung: Nicht bestätigen und einer erwachsenen Vertrauensperson Bescheid sagen. — Die zusätzliche Prüfung hilft nur, wenn du sie nicht für fremde Anmeldeversuche freigibst.
Vorsicht bei verdächtigen Nachrichten

„Schnell! Schicke dein Passwort, sonst wird dein Spiel gesperrt!“ Eine solche Nachricht kann ein Trick sein. Phishing nennt man Versuche, mit gefälschten Nachrichten oder Internetseiten an geheime Daten zu kommen.

Lass dich nicht hetzen. Antworte nicht und öffne keine Verknüpfung, also keinen Link, und keinen Anhang aus der verdächtigen Nachricht. Zeige sie einer erwachsenen Vertrauensperson. Um dein Konto zu prüfen, öffnet ihr gemeinsam die bekannte App direkt. Benutzt dafür nicht den Link aus der Nachricht.

Zum Schutz des Geräts gehören außerdem eine Bildschirmsperre und Updates. Updates sind neue Programmversionen, die unter anderem Sicherheitslücken schließen können. Deine Eltern helfen dir bei diesen Einstellungen. Melde dich nach der Nutzung eines gemeinsam benutzten Computers von deinem Konto ab.

Lückentext

Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.

Eine Nachricht verlangt mein Passwort. Ich und hole Hilfe. Mein Passwort bleibt . Mein Konto prüfe ich über die .

Lösungen: Lücke 1: stoppe; Lücke 2: geheim; Lücke 3: bekannte App. Zeitdruck ist kein Grund, Geheimnisse zu verraten. Mit Hilfe kannst du prüfen, ob wirklich etwas mit deinem Konto passiert ist.
Wenn du schon etwas verraten hast

Du hast ein Passwort verschickt oder ein Foto geteilt und bereust es? Du darfst dir immer Hilfe holen. Du musst das Problem nicht allein lösen.

  • Sende nichts Weiteres. Wenn dich jemand bedroht oder weitere Bilder fordert, brich den Kontakt ab.
  • Sage sofort deinen Eltern, deiner Lehrkraft oder einer anderen erwachsenen Person, der du vertraust, was passiert ist.
  • Habt ihr ein Passwort verraten, ändert es gemeinsam beim echten Dienst. Öffnet dazu die bekannte App oder Internetadresse unabhängig von der verdächtigen Nachricht. Wurde das Passwort mehrfach benutzt, braucht jedes dieser Konten ein neues eigenes Passwort.
  • Bei einem unerwünschten Beitrag hilft dir die erwachsene Person, ihn zu melden und um Entfernung zu bitten. Bei Drohungen holt sie weitere Hilfe, zum Beispiel bei der Polizei.

Ein gelöschter Chat macht ein verratenes Passwort nicht wieder geheim. Schnelles Hilfeholen kann den Schaden begrenzen. Einen vollständigen Schutz kann aber kein einzelner Schritt garantieren.

Teste dich
Frage 1 von 1MittelDu hast dein Passwort auf einer verdächtigen Seite eingegeben. Was hilft jetzt?
Lösung: Sofort Hilfe holen und das Passwort gemeinsam beim echten Dienst ändern. — Sichere mit Hilfe deinen echten Zugang. Auch andere Konten mit demselben Passwort brauchen neue, unterschiedliche Passwörter.
Übung: Noahs Online-Quiz
Beispiel

Erfundenes Beispiel: Noah möchte an einem Online-Quiz teilnehmen. Gefragt werden ein Nickname, seine Lieblingsfarbe, seine genaue Adresse und der Zugriff auf seine Kontakte. Ein Nickname ist ein erfundener Name für das Internet.

Überlege: Welche Angaben passen zur Anzeige seines Ergebnisses? Begründe deine Entscheidung, bevor du weiterliest.

Lösung: Für die Ergebnisanzeige reicht ein Nickname. Lieblingsfarbe, Wohnadresse und Kontakte werden dafür nicht gebraucht. Besonders der Zugriff auf Kontakte betrifft auch andere Menschen.

Noah wählt einen Nickname, der weder seinen echten Namen noch seinen Wohnort verrät. Die unnötigen Angaben lässt er weg. Geht das nicht, macht er nicht mit und fragt eine erwachsene Vertrauensperson.

Ein Nickname allein macht Noah übrigens nicht unerkennbar. Würde er sein Foto oder seine Adresse dazusetzen, könnte man ihn trotzdem erkennen.

Teste dich
Frage 1 von 1SchwerEine Lernplattform braucht deinen Namen, damit deine Lehrkraft Aufgaben zuordnen kann. Sie verlangt außerdem Zugriff auf alle Handy-Kontakte. Was passt?
Lösung: Der Name kann nötig sein. Den Kontaktzugriff prüfst du mit einer erwachsenen Vertrauensperson und lehnst ihn ab, wenn er unnötig ist. — Die Zuordnung deiner Aufgaben erklärt den Namen. Sie erklärt nicht, warum die Plattform Kontakte anderer Menschen braucht.
Karteikasten
Karteikasten

Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Persönliche Daten schützen
    • Erkennen: Name, Adresse, Fotos und Standort
    • Prüfen: Wofür braucht die App diese Angabe?
    • Begrenzen: Nur Nötiges teilen
    • Schützen: Geheime, unterschiedliche Passwörter
    • Hilfe holen: Bei Unsicherheit und bei Problemen
Abschluss-Check
Teste dich
Frage 1 von 3LeichtWas bedeutet Datensparsamkeit?
Lösung: Nur die für die Aufgabe nötigen persönlichen Daten angeben — Manche Angaben haben einen sinnvollen Zweck. Andere sind unnötig und sollten weggelassen werden.
Frage 2 von 3MittelWarum braucht jedes Konto ein anderes Passwort?
Lösung: Ein gestohlenes Passwort soll nicht gleich weitere Konten öffnen. — Unterschiedliche Passwörter begrenzen den Schaden, wenn eines bekannt wird.
Frage 3 von 3MittelJemand droht, ein peinliches Bild zu teilen, wenn du weitere Bilder sendest. Was tust du?
Lösung: Nichts Weiteres senden, Kontakt abbrechen und sofort eine erwachsene Vertrauensperson holen. — Du brauchst Unterstützung. Eine erwachsene Vertrauensperson hilft dir beim Melden und bei den nächsten Schritten.

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