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Lauflängenkodierung

Lauflängenkodierung verständlich erklärt: Definition, Darstellung, Beispiele und Bedeutung für Zahlen, Zeichen und Information.

Wenn in einer langen Reihe immer wieder dasselbe Zeichen steht, musst du nicht jedes einzeln notieren. Du kannst zählen, wie oft es direkt hintereinander vorkommt. Das ist zum Beispiel bei einfachen Grafiken praktisch.

Was du lernen wirst

Deine Lernziele
  • Du erklärst die Idee der Lauflängenkodierung.
  • Du wandelst Zeichenfolgen in eine Kurzform um.
  • Du entschlüsselst eine kodierte Folge wieder.
  • Du erkennst, wann das Verfahren Speicherplatz spart.

Die Grundidee

Die Lauflängenkodierung ist ein Verfahren, das gleiche Zeichen zusammenfasst, wenn sie direkt nebeneinander stehen. Sie kann Daten dadurch kürzer speichern.

Eine Gruppe gleicher Zeichen ohne Unterbrechung heißt Lauf. Für jeden Lauf notierst du seine Anzahl und sein Zeichen.

Beispiel

Die Folge lautet:

HHHHHAA

Sie hat zwei Läufe: fünf H und zwei A.

Eine mögliche Kurzform ist:

5H2A

Merke

Ein anderer Buchstabe beendet den bisherigen Lauf und beginnt einen neuen.

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So kodierst du eine Folge

Die Kodierung bedeutet, eine ursprüngliche Folge in eine vereinbarte Kurzform umzuwandeln. Du gehst von links nach rechts, zählst gleiche Zeichen und schreibst dann Anzahl und Zeichen auf.

Beispiel

Ausgangsfolge:

AAAABCCCCC

  • A kommt viermal vor.
  • B kommt einmal vor.
  • C kommt fünfmal vor.

Die Kodierung lautet:

4A1B5C

Gut zu wissen

Manche Vereinbarungen schreiben zuerst das Zeichen, zum Beispiel A4B1C5. Entscheidend ist: Kodierung und Dekodierung müssen dieselbe Reihenfolge verwenden.

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So entschlüsselst du die Kurzform

Die Dekodierung ist das Zurückwandeln der Kurzform in die ursprüngliche Folge. Du liest die Anzahl und schreibst das zugehörige Zeichen genau so oft auf.

Beispiel

Kodierte Folge:

2R4T3E

Entschlüsselung:

RRTTTTEEE

Merke

Beim Dekodieren wird nichts geraten: Jede Zahl sagt genau, wie oft das folgende Zeichen erscheint.

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Wann spart die Kodierung Speicherplatz?

Lange Läufe sind günstig für die Lauflängenkodierung. In einer einfachen Schwarz-Weiß-Grafik gibt es oft viele gleiche Bildpunkte. Ein Bildpunkt ist ein einzelner Punkt eines digitalen Bildes.

Beispiel

WWWWWWWWWWWW enthält zwölf W.

Die Kurzform 12W beschreibt dieselbe Folge viel kürzer.

Bei ABABABAB gibt es dagegen nur Läufe der Länge eins.

Die Kurzform 1A1B1A1B1A1B1A1B ist länger als die Ausgangsfolge.

Die Lauflängenkodierung ist verlustfrei. Das bedeutet: Nach dem Dekodieren sind die Daten genau gleich wie vor der Kodierung.

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Zahlen und Bits

Ein Bit ist die kleinste Informationseinheit im Computer. Es kann nur den Wert 0 oder 1 haben. Bei einer Bitfolge können daher die Längen der Läufe reichen, wenn der erste Wert bekannt ist.

Beispiel

Bitfolge:

00011111

Die Folge beginnt mit 0.

  • drei Nullen
  • fünf Einsen

Die Laufzahlen sind:

3 5

Merke

Bei Bitfolgen muss feststehen, ob der erste Lauf aus Nullen oder Einsen besteht. Sonst sind die Laufzahlen nicht eindeutig.

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Zusammenfassung

Die Lauflängenkodierung fasst gleiche Zeichen zusammen, die direkt nebeneinander stehen. Jeder Lauf wird mit seiner Länge und seinem Zeichen beschrieben.

Beim Dekodieren wiederholst du jedes Zeichen so oft, wie es die Zahl vorgibt. Lange Wiederholungen sparen oft Speicherplatz. Bei vielen kurzen Läufen kann die Kurzform dagegen länger werden.