Beat in der Musik: Puls, Takt und BPM verstehen
Ein Beat ist der Grundschlag oder Puls, an dem du dich beim Hören zeitlich orientierst. Das Wort kann außerdem ein produziertes Instrumental bezeichnen, etwa die musikalische Grundlage für einen Rap.
Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!
Den musikalischen Puls erkennen
Stell dir vor, du wippst regelmäßig mit dem Fuß zu einem Lied. Die gleichmäßigen Zeitpunkte, an denen dein Fuß den Boden berührt, können den Puls der Musik zeigen. Dieser Grundschlag heißt auch Beat.
Beat als Grundschlag
Der Beat ist die grundlegende Zeiteinheit oder der fühlbare Puls eines Musikstücks. Mehrere Beats lassen sich zu Takten ordnen.
Nicht jeder hörbare Ton ist ein neuer Beat. Zwischen zwei Grundschlägen können zusätzliche Töne oder Pausen liegen. Bei ametrischer Musik kann ein regelmäßig wiederkehrender Grundschlag sogar fehlen.
Der Beat ist das zeitliche Raster. Die einzelnen Klänge müssen nicht alle genau auf diesem Raster liegen.
Beat und Takt zusammen denken
Ein Takt bündelt mehrere Beats. Die Taktart zeigt, wie diese Ordnung funktioniert.
Bei einer Taktangabe stehen zwei Zahlen übereinander:
- Die obere Zahl gibt an, wie viele Beats zu einer Takteinheit gehören.
- Die untere Zahl zeigt den Notenwert, der als Beat gilt.
Im 4/4-Takt gehören vier Beats zu einem Takt. Eine Viertelnote dauert einen Beat. Eine Achtelnote dauert halb so lange, also einen halben Beat.
Du hörst einen 4/4-Takt und zählst gleichmäßig:
1 – 2 – 3 – 4 | 1 – 2 – 3 – 4
Der senkrechte Strich markiert hier die Taktgrenze. Nach vier Beats beginnt der nächste Takt.
Die Taktart beschreibt die metrische Ordnung. Sie sagt nicht, dass auf jedem Beat nur ein Ton erklingen darf.
Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.
Im 4/4-Takt gehören Beats zu einem Takt. Eine Viertelnote dauert dort . Eine Achtelnote dauert .
Das Tempo mit BPM beschreiben
BPM ist die Abkürzung für Beats per Minute. Die Zahl gibt an, wie viele Beats innerhalb einer Minute gezählt werden.
BPM
120 BPM bedeutet: In 60 Sekunden vergehen 120 Beats.
Ein Stück läuft mit 120 BPM.
- Eine Minute hat 60 Sekunden.
- Die Dauer eines Beats ist daher $60 : 120 = 0{,}5$ Sekunden.
- Im 4/4-Takt dauern vier Beats zusammen $4 \cdot 0{,}5 = 2$ Sekunden.
Ein vollständiger 4/4-Takt dauert bei gleichbleibenden 120 BPM also zwei Sekunden.
Eine höhere BPM-Zahl bedeutet einen schnelleren zeitlichen Puls. Sie verrät aber nicht allein, welche Instrumente, Klänge oder Stimmung ein Stück besitzt.
BPM beschreibt das Tempo, nicht automatisch das Genre oder die Wirkung eines Musikstücks.
Beat kann auch ein Instrumental bedeuten
In Hip-Hop, Rap und elektronischer Musik wird das Wort Beat häufig noch anders gebraucht: Es bezeichnet dann ein produziertes Instrumental, auf das zum Beispiel ein Text gesprochen oder gesungen werden kann.
Instrumental-Beat
Ein Instrumental-Beat ist eine produzierte musikalische Grundlage ohne den später hinzukommenden Hauptgesang. Er kann aus einem vollständigen Arrangement mit mehreren Instrumenten oder aus einzelnen musikalischen Bestandteilen bestehen.
Diese Bedeutung ist nicht mit einem einzelnen Grundschlag gleichzusetzen. Ein Instrumental-Beat besitzt normalerweise viele Grundschläge und kann mehrere Abschnitte enthalten.
Die Aussage „Dieser Beat hat 120 BPM“ verwendet beide Bedeutungen:
- Dieser Beat meint das produzierte Instrumental.
- 120 BPM beschreibt dessen Tempo in Grundschlägen pro Minute.
Einen Beat auswählen und verwenden
Für ein Musik- oder Videoprojekt kannst du einen fertigen Beat auswählen oder selbst einen erstellen. Ein sinnvoller Ablauf verbindet musikalische und rechtliche Entscheidungen.
Einen passenden Beat finden
- Bestimme den Zweck: Song, Rap, Übung oder Hintergrundmusik.
- Achte auf Tempo, Genre, Stimmung und Instrumente.
- Höre, ob die Abschnitte genug Raum für Stimme oder Text lassen.
- Prüfe bei einem Video, ob die Musik den gesprochenen Ton überdeckt.
- Kläre vor der Veröffentlichung die Nutzungsrechte.
Du suchst Musik für ein Erklärvideo. Ein Instrumental passt zur gewünschten Stimmung, doch die Stimme ist schwer verständlich. Du senkst deshalb die Lautstärke der Musik. Danach prüfst du, ob die Lizenz die geplante Veröffentlichung erlaubt.
Einen einfachen Beat entwickeln
Für die Produktion kannst du Software mit virtuellen Instrumenten, Samples, Drum-Pads oder einem Step-Sequencer verwenden.
- Richte dein Produktionswerkzeug ein.
- Untersuche bei einem Referenzstück Tempo, Instrumente, Schichten und Abschnitte.
- Wähle eigene Sounds aus.
- Ordne die Klänge zeitlich zu einem wiederkehrenden Ablauf.
- Höre das Ergebnis an und bearbeite Lautstärke, Klang und Anordnung.
Referenzanalyse bedeutet hier nicht, ein fremdes Stück zu kopieren. Sie hilft dir, musikalische Entscheidungen bewusst wahrzunehmen und anschließend einen eigenen Beat zu gestalten.
Kostenlos heißt nicht frei von Bedingungen
Ein kostenloser Download darf nicht automatisch für jedes Projekt verwendet werden. Manche Free Beats sind nur für nichtkommerzielle Projekte freigegeben. Für Werbung, monetarisierte Veröffentlichungen oder Kundenprojekte können andere Rechte nötig sein.
Prüfe immer die konkrete Lizenz des gewählten Beats. Die Wörter kostenlos und lizenzfrei erklären allein noch nicht den vollständigen Nutzungsumfang.
Karteikasten
Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.
Alles auf einen Blick
- Beat
- Grundschlag – gibt zeitliche Orientierung und wird in Takten geordnet
- Tempo – wird in BPM als Anzahl der Beats pro Minute angegeben
- Instrumental – dient als Grundlage für Stimme oder Text
- Auswahl – richtet sich nach Tempo, Klang und Projektzweck
- Verwendung – erfordert eine zum Projekt passende Lizenz
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