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Dreiklangsumkehrungen erkennen und bilden

Dreiklangsumkehrungen erkennen und bilden
Dreiklangsumkehrungen erkennen und bilden
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Eine Dreiklangsumkehrung enthält dieselben drei Akkordtöne wie die Grundstellung, aber ein anderer Akkordton liegt im Bass. Am Basston erkennst du die Form: Grundton = Grundstellung, Terz = 1. Umkehrung, Quinte = 2. Umkehrung.

Deine Lernziele

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Was bleibt beim Umkehren gleich?

Ein Dreiklang besteht aus Grundton, Terz und Quinte. Der Grundton gibt dem Akkord seinen Namen. Die Terz entscheidet bei Dur und Moll über das Tongeschlecht. Der tiefste tatsächlich erklingende Ton heißt Basston.

Definition

Dreiklangsumkehrung

Bei einer Dreiklangsumkehrung werden Akkordtöne in eine andere Oktave versetzt. Die drei Akkordtöne und damit die Akkordidentität bleiben gleich. Nur ihre Reihenfolge und ihr konkreter Klang ändern sich.

Beim C-Dur-Dreiklang sind C, E und G die Akkordtöne:

FormTöne von unten nach obenBasston
GrundstellungC–E–GC, der Grundton
1. UmkehrungE–G–CE, die Terz
2. UmkehrungG–C–EG, die Quinte
Merke

Der Grundton benennt den Akkord. Der Basston benennt seine Umkehrung. Beide sind nur in der Grundstellung derselbe Ton.

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Frage 1 von 1LeichtWelche Aussage über E–G–C ist richtig?
Lösung: Es sind die Töne von C-Dur in der 1. Umkehrung. — Ordne die Töne als Terzschichtung: C–E–G. C ist der Grundton des C-Dur-Dreiklangs, E liegt im Bass. Deshalb ist es die 1. Umkehrung.
Wie bestimmst du eine unbekannte Umkehrung?

Wenn der Grundton nicht sofort sichtbar ist, trennst du zwei Entscheidungen: Zuerst bestimmst du den Akkord, danach vergleichst du seinen Basston mit Grundton, Terz und Quinte.

Bei Dur- und Moll-Dreiklängen gehst du so vor:

  1. Notiere die drei verschiedenen Akkordtöne. Mehrfach vorkommende Töne zählen nur einmal.
  2. Ordne sie so, dass zwei Terzen übereinanderliegen. Der unterste Ton dieser Terzschichtung ist der Grundton.
  3. Prüfe die Terzen: groß–klein ergibt Dur, klein–groß ergibt Moll.
  4. Kehre zur ursprünglichen Reihenfolge zurück und bestimme den Basston.
  5. Vergleiche: Grundton im Bass bedeutet Grundstellung, Terz im Bass 1. Umkehrung, Quinte im Bass 2. Umkehrung.
Beispiel

Gegeben sind die Töne A–C–F von unten nach oben.

  1. In Terzen geordnet lauten sie F–A–C.
  2. F ist deshalb der Grundton. F–A ist eine große, A–C eine kleine Terz: Der Akkord ist F-Dur.
  3. In der gegebenen Reihenfolge liegt A im Bass. A ist die Terz von F-Dur.
  4. Ergebnis: F-Dur in der 1. Umkehrung, auch Sextakkord genannt.

Der entscheidende Gedanke: Du leitest den Grundton nicht einfach vom tiefsten Ton ab.

Teste dich
Frage 1 von 1MittelBestimme B–D–G von unten nach oben.
Lösung: G-Moll in der 1. Umkehrung — Die Terzschichtung G–B–D zeigt G-Moll: G–B ist eine kleine, B–D eine große Terz. In der gegebenen Reihenfolge liegt B, die Terz, im Bass. Das kennzeichnet die 1. Umkehrung.
Wie bildest und benennst du die Umkehrungen?

Beginne mit der Grundstellung und versetze jeweils den tiefsten Ton eine Oktave nach oben. Eine Oktavierung ändert die Tonhöhe, aber nicht den Namen des Akkordtons.

Beispiel

C-Moll in Grundstellung lautet C–Es–G.

  1. Setze C eine Oktave nach oben: Es–G–C. Nun liegt die Terz Es im Bass. Das ist die 1. Umkehrung oder der Sextakkord.
  2. Setze anschließend Es eine Oktave nach oben: G–C–Es. Nun liegt die Quinte G im Bass. Das ist die 2. Umkehrung oder der Quartsextakkord.
  3. Setze auch G eine Oktave nach oben: C–Es–G erscheint wieder als Grundstellung, nun insgesamt eine Oktave höher.

Die Zusatznamen beschreiben die Abstände über dem Basston in der engen Standardanordnung:

  • Beim Sextakkord reicht der Rahmen vom Basston bis zum obersten Ton über eine Sexte.
  • Beim Quartsextakkord liegen über dem Basston eine Quarte und eine Sexte.
Lückentext

Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.

Beim Umkehren bleiben die erhalten. Liegt die Terz im Bass, ist es die . Ihr Zusatzname lautet . Liegt die Quinte im Bass, handelt es sich um den .

Lösungen: Lücke 1: Akkordtöne; Lücke 2: 1. Umkehrung; Lücke 3: Sextakkord; Lücke 4: Quartsextakkord. Bestimme zuerst die Funktion des Basstons: Terz im Bass bedeutet 1. Umkehrung beziehungsweise Sextakkord; Quinte im Bass bedeutet 2. Umkehrung beziehungsweise Quartsextakkord.
Was ist Umkehrung und was ist Lage?

Die Umkehrung richtet sich ausschließlich nach dem Basston. Die Lage beschreibt hier den obersten Ton. Du darfst diese beiden Angaben nicht verwechseln.

Oberster AkkordtonLagebezeichnung
QuinteQuintlage
GrundtonOktavlage
TerzTerzlage

So ist E–C–G weiterhin C-Dur in der 1. Umkehrung, denn E liegt im Bass. Weil G oben liegt, steht der Akkord zugleich in Quintlage.

Auch eine weite Verteilung der Töne ändert die Umkehrung nicht. Entscheidend bleibt, ob Grundton, Terz oder Quinte der tiefste Ton ist. Die Begriffe enge, weite und gemischte Lage beschreiben dagegen, wie weit die Stimmen auseinanderliegen.

Gut zu wissen

Umkehrungen ermöglichen kurze Stimmwege. Von D-Dur D–Fis–A zu A-Dur kannst du statt A–Cis–E die 1. Umkehrung Cis–E–A wählen. Der gemeinsame Ton A bleibt liegen; D bewegt sich zu Cis und Fis zu E. Der Akkord ist trotzdem A-Dur.

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Frage 1 von 1SchwerZwei Spielweisen enthalten dieselben Töne E, G und C. Wodurch entscheidest du, ob eine davon C-Dur in der 1. Umkehrung ist?
Lösung: E muss der tiefste Ton sein. — Für die Umkehrung zählt nur der Basston. Bei C-Dur ist E die Terz; E im Bass kennzeichnet daher die 1. Umkehrung.
Karteikasten
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Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Dreiklangsumkehrung
    • Akkord bleibt gleich
      • gleiche Akkordtöne
      • gleicher Grundton
    • Basston bestimmt die Form
      • Grundton: Grundstellung
      • Terz: 1. Umkehrung
      • Quinte: 2. Umkehrung
    • Oberstimme bestimmt die Lage
      • Quinte: Quintlage
      • Grundton: Oktavlage
      • Terz: Terzlage
    • Nutzen
      • kürzere Stimmwege
      • gemeinsamer Ton kann liegen bleiben
Abschluss-Check
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Frage 1 von 3LeichtWelcher Basston kennzeichnet einen Quartsextakkord?
Lösung: die Quinte des Dreiklangs — Quartsextakkord ist der Zusatzname der 2. Umkehrung. Dabei liegt die Quinte im Bass.
Frage 2 von 3MittelWie lautet die 2. Umkehrung von D-Dur in enger Anordnung? Die Grundstellung ist D–Fis–A.
Lösung: A–D–Fis — Oktaviere zuerst D und danach Fis. So entstehen Fis–A–D und anschließend A–D–Fis. A, die Quinte, liegt nun im Bass.
Frage 3 von 3SchwerIn einem Satz stehen die Töne C–G–E von unten nach oben. Welche vollständige Bestimmung passt?
Lösung: C-Dur in Grundstellung und Terzlage — Die Töne gehören zu C-Dur. C liegt im Bass und bestimmt die Grundstellung. E ist die Terz und liegt oben; deshalb heißt die Oberstimmenlage Terzlage.

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