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Akkord

Akkord einfach erklärt: Zusammenklang mehrerer Töne, Aufbau, Akkordarten und Beispiele aus der Musiktheorie.

Wenn mehrere Töne zusammen erklingen, kann daraus ein Klang entstehen, der ein Lied trägt. Genau das passiert bei Akkorden: Sie geben Musik Harmonie, Spannung und Richtung. Nach dieser Erklärung kannst du einfache Akkorde erkennen, Dur und Moll unterscheiden und verstehen, warum Akkorde mehr sind als zufällig gleichzeitig gespielte Töne.

Deine Lernziele
  • Ich kann erklären, was ein Akkord ist.
  • Ich kann Grundton, Terz und Quinte in einem Dreiklang benennen.
  • Ich kann Dur- und Mollakkorde am Aufbau unterscheiden.
  • Ich kann Grundstellung und Umkehrung erklären.
  • Ich kann einfache Akkordsymbole im Schulkontext deuten.

Was ist ein Akkord?

Ein einzelner Ton kann eine Melodie beginnen. Ein Akkord entsteht, wenn mehrere verschiedene Töne so zusammenklingen, dass du sie als Einheit hörst.

Definition

Akkord

Ein Akkord ist ein Zusammenklang mehrerer verschiedener Töne, die musikalisch zusammengehören. In der Schulmusik meint man damit meistens mindestens drei Töne.

Nicht jeder gleichzeitige Klang ist automatisch ein klarer Akkord. Wenn jemand einfach zufällig mehrere Tasten drückt, kann das nur Geräusch oder Klangfläche sein. Ein Akkord hat dagegen meist einen Bezugston und einen erkennbaren Aufbau.

Beispiel

Auf dem Klavier spielst du gleichzeitig die Töne c, e und g.

Diese drei Töne bilden zusammen einen C-Dur-Akkord.

c ist der Grundton.

e ist die Terz.

g ist die Quinte.

Du hörst nicht nur drei einzelne Töne, sondern einen gemeinsamen Klang.

Merke

Ein Akkord ist ein geordneter Zusammenklang. Der wichtigste Orientierungspunkt ist der Grundton.

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Der Dreiklang als Grundmodell

Der wichtigste Einstieg ist der Dreiklang. Er besteht aus drei Akkordtönen und lässt sich über Terzen aufbauen.

Definition

Dreiklang

Ein Dreiklang ist ein Akkord aus drei verschiedenen Tönen: Grundton, Terz und Quinte.

Definition

Grundton

Der Grundton ist der Ton, nach dem der Akkord benannt wird. Bei C-Dur ist c der Grundton.

Definition

Terz

Die Terz ist der dritte Ton über dem Grundton, wenn du in der Tonleiter zählst. Sie entscheidet bei einfachen Dreiklängen oft darüber, ob der Akkord Dur oder Moll ist.

Definition

Quinte

Die Quinte ist der fünfte Ton über dem Grundton. Sie stabilisiert den Dreiklang.

Beispiel

C-Dur aus der C-Dur-Tonleiter:

Schritt 1: Beginne beim Grundton c.

Schritt 2: Nimm jeden zweiten Ton der Tonleiter.

c - d - e - f - g

Schritt 3: Die Akkordtöne sind c, e und g.

Ergebnis: c-e-g ist ein C-Dur-Dreiklang.

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Dur und Moll unterscheiden

Dur und Moll klingen oft unterschiedlich. In Aufgaben sollst du aber nicht nur "fröhlich" oder "traurig" schreiben, sondern den Aufbau erklären.

Definition

Durakkord

Ein Durakkord ist ein Dreiklang mit großer Terz über dem Grundton und kleiner Terz darüber.

Definition

Mollakkord

Ein Mollakkord ist ein Dreiklang mit kleiner Terz über dem Grundton und großer Terz darüber.

Auf dem Klavier kannst du Halbtonschritte zählen. Von c nach e sind vier Halbtonschritte. Von e nach g sind drei Halbtonschritte. Das ergibt Dur. Von a nach c sind drei Halbtonschritte. Von c nach e sind vier Halbtonschritte. Das ergibt Moll.

Beispiel

C-Dur:

c nach e = 4 Halbtonschritte.

e nach g = 3 Halbtonschritte.

Formel: 4 + 3.

a-Moll:

a nach c = 3 Halbtonschritte.

c nach e = 4 Halbtonschritte.

Formel: 3 + 4.

Beide Akkorde haben drei Töne, aber die Reihenfolge der Terzen ist anders.

Merke

Dur: erst groß, dann klein. Moll: erst klein, dann groß.

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Grundstellung und Umkehrungen

Ein Akkord muss nicht immer mit dem Grundton unten liegen. Die Töne können anders angeordnet sein und trotzdem zum selben Akkord gehören.

Definition

Grundstellung

Ein Dreiklang steht in Grundstellung, wenn der Grundton der tiefste Ton ist.

Definition

Umkehrung

Eine Umkehrung entsteht, wenn nicht der Grundton, sondern ein anderer Akkordton unten liegt.

Die Töne c, e und g gehören immer noch zu C-Dur, auch wenn e oder g unten liegt. Der Klang verändert sich, aber die Akkordtöne bleiben dieselben.

Beispiel

C-Dur in Grundstellung:

c - e - g

Erste Umkehrung:

e - g - c

Zweite Umkehrung:

g - c - e

Alle drei Formen enthalten dieselben Tonnamen: c, e und g. Deshalb gehören alle zu C-Dur.

Gut zu wissen

Umkehrungen sind praktisch, weil Akkorde dadurch flüssiger verbunden werden können. Beim Wechsel von einem Akkord zum nächsten müssen sich die Stimmen dann oft weniger weit bewegen.

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Akkorde in Liedern verwenden

Akkorde begleiten Melodien. Sie zeigen, welche Töne gerade besonders gut zusammenpassen, und geben einem Lied eine harmonische Richtung.

Definition

Akkordfolge

Eine Akkordfolge ist eine Reihe von Akkorden, die nacheinander gespielt werden und ein Stück harmonisch strukturieren.

Viele Lieder nutzen einfache Akkordfolgen. Dabei wechselt nicht jeder Melodieton den Akkord. Ein Akkord kann mehrere Takte oder Zählzeiten tragen.

Beispiel

Eine einfache Begleitung kann so aussehen:

C-Dur | G-Dur | a-Moll | F-Dur

C-Dur enthält c-e-g.

G-Dur enthält g-h-d.

a-Moll enthält a-c-e.

F-Dur enthält f-a-c.

Wenn du die gemeinsamen Töne bemerkst, verstehst du leichter, warum die Akkorde zusammenhängend klingen.

Gut zu wissen

In deutschen Notennamen heißt der Ton B in vielen internationalen Akkordsymbolen "h". Das deutsche "B" meint oft den erniedrigten Ton, international "Bb". Lies deshalb immer, welches Notensystem verwendet wird.

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Prüfungsmodus: Akkorde bestimmen

In Aufgaben geht es oft darum, aus Tönen den Akkord zu bestimmen. Sortiere zuerst die Tonnamen, suche dann Terzen und prüfe Dur oder Moll.

Beispiel

Aufgabe: Bestimme den Akkord aus den Tönen g, c und e.

Schritt 1: Ordne so, dass Terzen entstehen: c - e - g.

Schritt 2: Bestimme den Grundton: c.

Schritt 3: Prüfe die Terzen: c nach e ist groß, e nach g ist klein.

Ergebnis: C-Dur.

Wichtig: g-c-e war nur eine Umkehrung. Der Akkord heißt trotzdem C-Dur, weil die Töne c-e-g ergeben.

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Alles auf einen Blick

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Abschluss-Check

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Zusammenfassung

Ein Akkord ist ein geordneter Zusammenklang mehrerer Töne. Der Dreiklang ist das wichtigste Grundmodell und besteht aus Grundton, Terz und Quinte. Dur und Moll unterscheiden sich durch die Reihenfolge großer und kleiner Terzen. Wenn dieselben Akkordtöne anders angeordnet sind, spricht man von Umkehrungen. Beim Bestimmen hilft dir: Töne ordnen, Grundton suchen, Terzen prüfen.