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Notenschlüssel

Notenschlüssel einfach erklärt: Funktion im Notensystem, wichtige Schlüssel und ihre Bedeutung für Tonhöhen.

Wenn du ein Lied im Musikheft aufschlägst, steht ganz links oft ein geschwungenes Zeichen. Erst danach kommen die Noten. Dieses Zeichen hilft dir, die Noten nicht nur als Punkte zu sehen, sondern als bestimmte Töne zu lesen.

Deine Lernziele
  • Du verstehst, warum Notenlinien ohne Schlüssel noch keine eindeutigen Tonhöhen zeigen.
  • Du erkennst Violinschlüssel, Bassschlüssel und C-Schlüssel an ihrer Aufgabe.
  • Du kannst erklären, wie ein Schlüssel einen Bezugston festlegt.
  • Du weißt, warum verschiedene Instrumente verschiedene Schlüssel benutzen.

Warum Noten einen Schlüssel brauchen

Stell dir ein Klassenzimmer ohne Namensschilder vor. Du siehst Plätze, aber du weißt nicht, wer wo sitzt. So ähnlich ist es mit Notenlinien ohne Schlüssel: Du siehst Linien und Zwischenräume, aber noch nicht sicher, welcher Ton gemeint ist.

Ein Notensystem ist eine Gruppe aus fünf waagerechten Linien. Noten können auf einer Linie oder in einem Zwischenraum stehen. Damit daraus echte Tonhöhen werden, braucht das Notensystem einen Startpunkt.

Definition

Ein Notenschlüssel ist ein Zeichen am Anfang eines Notensystems. Er legt fest, welcher Ton auf einer bestimmten Linie liegt. Von diesem Ton aus kannst du alle anderen Töne im System abzählen.

Beispiel

Wenn ein Schlüssel festlegt: Auf dieser Linie liegt der Ton g, dann ist die nächste höhere Stelle der Ton a. Danach kommen h, c, d und so weiter. Der Schlüssel macht also aus einer bloßen Position einen konkreten Ton.

Merke

Der Notenschlüssel ist wie ein Schlüssel für eine Karte: Erst mit ihm weißt du, was die Linien und Zwischenräume bedeuten.

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Tonhöhe und Bezugston

Wenn eine Melodie höher klingt, wandern ihre Noten im Notensystem meistens nach oben. Wenn sie tiefer klingt, wandern sie nach unten. Damit du weißt, welcher Ton auf welcher Höhe liegt, brauchst du einen festen Ausgangspunkt.

Die Tonhöhe beschreibt, ob ein Ton hoch oder tief klingt. Ein Bezugston ist ein festgelegter Ton, von dem aus du dich im Notensystem orientierst.

Beispiel

Der Violinschlüssel legt den Ton g auf einer bestimmten Linie fest. Wenn du dieses g gefunden hast, kannst du von dort nach oben oder unten weiterzählen: g, a, h, c oder g, f, e, d.

Gut zu wissen

In der Musik werden die Töne in Deutschland oft so benannt: c, d, e, f, g, a, h. Nach h beginnt die Reihe wieder bei c, nur in einer höheren Lage.

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Der Violinschlüssel

Viele Kinder lernen zuerst den Violinschlüssel. Du findest ihn oft bei Liedern, bei der rechten Hand am Klavier, bei Geige, Flöte oder hohen Stimmen. Er sieht geschwungen aus und beginnt links im Notensystem.

Der Violinschlüssel ist ein Notenschlüssel für eher hohe Tonlagen. Er heißt auch G-Schlüssel, weil er den Ton g festlegt. Seine Mitte umkreist die zweite Linie von unten. Dort liegt das g.

Beispiel

Wenn im Violinschlüssel eine Note auf der zweiten Linie von unten steht, ist sie ein g. Eine Note im Zwischenraum darüber ist ein a. Auf der nächsten Linie darüber liegt h.

Merke

Beim Violinschlüssel zeigt die Spirale auf das g.

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Der Bassschlüssel

Nicht alle Musik liegt hoch. Eine linke Hand am Klavier, ein Cello, ein Kontrabass oder eine Tuba spielen oft tiefere Töne. Dafür wäre der Violinschlüssel unpraktisch, weil sehr viele Zusatzlinien nötig wären.

Der Bassschlüssel ist ein Notenschlüssel für tiefere Tonlagen. Er heißt auch F-Schlüssel, weil er den Ton f festlegt. Die beiden Punkte des Bassschlüssels stehen um die vierte Linie von unten. Auf dieser Linie liegt das f.

Definition

Eine Hilfslinie ist eine kurze zusätzliche Linie für Noten, die über oder unter dem normalen Notensystem stehen.

Beispiel

Im Bassschlüssel liegt f auf der vierten Linie von unten. Eine Note im Zwischenraum darunter ist e. Auf der Linie darunter liegt d. So kannst du auch im tiefen Bereich sauber weiterzählen.

Merke

Beim Bassschlüssel liegt das f zwischen den beiden Punkten.

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Der C-Schlüssel

Manche Instrumente liegen zwischen hohen und tiefen Bereichen. Dafür gibt es Schlüssel, die den Ton c festlegen. Sie kommen im Schulunterricht seltener vor, sind aber in der Musik wichtig.

Der C-Schlüssel ist ein Notenschlüssel, der den Ton c auf einer bestimmten Linie festlegt. Je nachdem, auf welcher Linie das c liegt, bekommt der Schlüssel einen anderen Namen.

Der Altschlüssel ist ein C-Schlüssel, bei dem das c auf der dritten Linie von unten liegt. Er wird besonders für die Bratsche verwendet. Die Bratsche heißt auch Viola.

Der Tenorschlüssel ist ein C-Schlüssel, bei dem das c auf der vierten Linie von unten liegt. Er kann bei Cello, Fagott oder Posaune vorkommen, wenn sie in höheren Lagen spielen.

Beispiel

Wenn eine Bratsche im Altschlüssel spielt, liegt das c auf der mittleren Linie. Von dort zählt man nach oben c, d, e, f und nach unten c, h, a, g.

Gut zu wissen

Der C-Schlüssel ist beweglicher als Violin- und Bassschlüssel. Seine genaue Lage entscheidet, welcher C-Schlüssel gemeint ist.

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Gleiche Note, anderer Schlüssel

Jetzt kommt ein wichtiger Punkt: Die gleiche Stelle im Notensystem bedeutet nicht immer den gleichen Ton. Der Schlüssel entscheidet. Darum musst du zuerst auf den Schlüssel schauen, bevor du eine Note benennst.

Wenn eine Note auf der zweiten Linie von unten steht, ist sie im Violinschlüssel ein g. In einem anderen Schlüssel kann dieselbe Linie aber einen anderen Ton bedeuten. Die Zeichnung der Note bleibt gleich, aber ihre Bedeutung ändert sich.

Beispiel

Du siehst eine Note auf der zweiten Linie von unten. Im Violinschlüssel liest du g. Im Bassschlüssel liest du dort h. Das ist kein Fehler: Der Schlüssel hat die Tonhöhen anders festgelegt.

Merke

Erst den Schlüssel lesen, dann die Note benennen.

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Welche Schlüssel wofür?

Musik soll gut lesbar sein. Deshalb benutzt man für hohe, mittlere und tiefe Bereiche unterschiedliche Schlüssel. So bleiben die meisten Noten innerhalb der fünf Linien.

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Zusammenfassung

Ein Notenschlüssel steht am Anfang eines Notensystems und legt einen Bezugston fest. Von diesem Bezugston aus bestimmst du die anderen Tonhöhen. Ohne Schlüssel wären die Linien und Zwischenräume nicht eindeutig.

Der Violinschlüssel ist ein G-Schlüssel und passt gut zu höheren Tonlagen. Der Bassschlüssel ist ein F-Schlüssel und hilft bei tieferen Tonlagen. Der C-Schlüssel legt c fest und kommt zum Beispiel als Alt- oder Tenorschlüssel vor.

Merke

Die wichtigste Reihenfolge beim Notenlesen lautet: Schlüssel erkennen, Bezugston finden, von dort weiterzählen.

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