Beim Singen, Klatschen oder Trommeln spielst du nicht die ganze Zeit durch. Manchmal hältst du kurz an, damit der musikalische Ablauf klar bleibt. Diese stillen Stellen sind in Musiknoten genauso genau aufgeschrieben wie Töne.
Warum Stille zur Musik gehört
Wenn alle immer gleichzeitig spielen würden, klänge Musik schnell voll und unruhig. Erst durch kurze und lange Unterbrechungen entsteht ein Rhythmus. Ein Rhythmus ist ein geordneter Ablauf von langen und kurzen Klängen und stillen Stellen.
Eine Pause ist eine Stelle in der Musik, an der du nicht spielst oder singst. Ein Notenwert sagt, wie lange ein Ton klingt. Ein Pausenwert sagt, wie lange die Stille dauert.
- Du verstehst, was Pausenwerte in der Musik bedeuten.
- Du kennst ganze, halbe, Viertel- und Achtelpausen.
- Du kannst einfache Pausen in Schlägen zählen.
- Du erkennst, dass Pausen den Rhythmus mittragen.
Eine Pause bedeutet: Für eine bestimmte Zeit erklingt kein Ton.
Ein Notenwert gibt an, wie lange ein Ton klingt.
Ein Pausenwert bedeutet: Die Pause hat eine feste Dauer. Diese Dauer passt zu einem Notenwert, zum Beispiel zu einem langen oder kurzen Ton.
Stell dir vor, du klatschst einen einfachen Rhythmus:
Klatsch - Klatsch - still - Klatsch
Die stille Stelle ist keine Lücke aus Versehen. Sie gehört zum Rhythmus. In Noten würde dort ein Pausenzeichen stehen.
Pausen sind keine Fehler. Sie sind geplante Stille.
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Schläge und Takt verstehen
Damit du Pausen zählen kannst, brauchst du zwei Grundideen. Ein Schlag ist ein gleichmäßiger Puls in der Musik. Du kannst ihn oft mit dem Fuß mitwippen oder mit der Hand klopfen.
Ein Takt ist ein kleiner Abschnitt in der Musik. In vielen einfachen Liedern zählt man pro Takt vier Schläge: 1, 2, 3, 4. Das nennt man oft einen 4 4 Takt. Dabei passen vier gleich lange Grundschläge in einen Takt.
Ein Schlag ist ein gleichmäßiger Zählimpuls in der Musik.
Ein Takt ist eine Gruppe von Schlägen. Im 4 4 Takt zählt man meistens vier Schläge pro Takt: 1, 2, 3, 4.
Du zählst langsam:
1 - 2 - 3 - 4
Wenn du auf 1 klatschst, auf 2 still bist, auf 3 klatschst und auf 4 still bist, hast du zwei Töne und zwei Pausen im Takt.
Beim Üben hilft es, laut mitzuzählen. Dann merkst du besser, ob eine Pause zu kurz oder zu lang ist.
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Die wichtigsten langen Pausen
Die langen Pausen lernst du am besten vom größten Wert zum kleineren Wert. Eine ganze Pause dauert im 4 4 Takt vier Schläge. Sie kann also einen ganzen 4 4 Takt füllen.
Eine halbe Pause dauert zwei Schläge. Zwei halbe Pausen sind zusammen so lang wie eine ganze Pause. Eine Viertelpause dauert einen Schlag. Vier Viertelpausen sind zusammen so lang wie eine ganze Pause.
Die ganze Pause dauert im 4 4 Takt vier Schläge.
Die halbe Pause dauert zwei Schläge.
Die Viertelpause dauert einen Schlag.
Du zählst einen 4 4 Takt:
1 - 2 - 3 - 4
Eine ganze Pause hält alle vier Schläge still.
Eine halbe Pause hält zum Beispiel 1 und 2 still. Danach könnten auf 3 und 4 wieder Töne kommen.
Eine Viertelpause hält nur einen Schlag still, zum Beispiel nur die 2.
Ganze Pause: 4 Schläge. Halbe Pause: 2 Schläge. Viertelpause: 1 Schlag.
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Kurze Pausen: Achtel und Sechzehntel
Manchmal ist eine Pause kürzer als ein Schlag. Dafür brauchst du kleinere Werte.
Eine Achtelpause dauert einen halben Schlag. Zwei Achtelpausen ergeben zusammen einen Schlag. Eine Sechzehntelpause dauert einen Viertel-Schlag. Vier Sechzehntelpausen ergeben zusammen einen Schlag.
Eine Achtelpause dauert einen halben Schlag.
Eine Sechzehntelpause dauert einen Viertel-Schlag.
Du zählst einen Schlag in zwei Teile:
1 und
Auf 1 könntest du klatschen. Auf und könntest du still bleiben. Diese stille Hälfte ist eine Achtelpause.
Wenn du noch feiner zählst, teilst du einen Schlag in vier Teile:
1 e und e
Eine stille Stelle auf einem dieser vier Teile kann eine Sechzehntelpause sein.
Je kleiner der Pausenwert ist, desto kürzer ist die Stille.
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Pausenwerte mit Notenwerten vergleichen
Notenwerte und Pausenwerte benutzen dieselbe Zeitordnung. Der Unterschied ist nur, ob etwas klingt oder ob es still bleibt.
Wenn eine Viertelnote einen Schlag klingt, dann dauert eine Viertelpause auch einen Schlag. Eine Viertelnote ist ein Notenwert für einen Ton von einem Schlag Länge. Die Viertelpause ist der passende Pausenwert dazu.
Eine Viertelnote ist ein Notenwert, der meistens einen Schlag lang klingt.
Eine Viertelpause ist der passende Pausenwert: Sie dauert auch einen Schlag, aber ohne Ton.
In einem 4 4 Takt stehen diese vier Schläge:
1: Viertelnote
2: Viertelpause
3: Viertelnote
4: Viertelpause
Du klatschst also auf 1 und 3. Auf 2 und 4 hältst du still. Trotzdem ist der Takt vollständig, weil jeder Schlag gezählt wird.
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Noten und Pausen teilen sich dieselbe Zeit. Töne klingen, Pausen schweigen.
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Pausen lesen und sicher üben
Beim Lesen von Pausen schaust du zuerst auf die Dauer. Danach zählst du ruhig weiter, auch wenn du nichts spielst. Genau das ist am Anfang die wichtigste Übung.
Viele Pausenzeichen sehen unterschiedlich aus. Die ganze Pause und die halbe Pause sind kleine Rechtecke im Notensystem. Die Viertelpause hat eine geschwungene Form. Die Achtelpause hat ein kleines Fähnchen. Für das erste Verstehen ist aber die Dauer wichtiger als perfektes Zeichnen.
Übe so:
Zähle: 1 - 2 - 3 - 4
Klatsche auf 1.
Bleib auf 2 still.
Klatsche auf 3.
Bleib auf 4 still.
Das Muster ist: Ton - Pause - Ton - Pause.
Wenn du eine Pause siehst, sollst du nicht aufhören zu zählen. Du zählst innerlich weiter, bis der nächste Ton kommt.
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Zusammenfassung
Pausenwerte zeigen dir, wie lange in der Musik Stille dauert. Diese Stille gehört fest zum Rhythmus. Sie macht den Ablauf klar und gibt dir Zeit für den nächsten Einsatz.
Die ganze Pause dauert im 4 4 Takt vier Schläge. Die halbe Pause dauert zwei Schläge. Die Viertelpause dauert einen Schlag. Die Achtelpause dauert einen halben Schlag, und die Sechzehntelpause dauert einen Viertel-Schlag.
Pausen sind gezählte Stille. Wenn du sie ruhig mitzählt, bleibt dein Rhythmus sicher.
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