Wenn du Streit hast oder etwas schiefgeht, möchtest du verstehen, warum es dazu kam. Vielleicht suchst du auch nach einem Weg, ruhiger und fairer zu handeln. Im Buddhismus soll Dharma dabei Orientierung geben.
Was bedeutet Dharma?
Dharma ist im Buddhismus die Lehre Buddhas und der Weg, diese Lehre im eigenen Leben zu üben. In Pali, einer alten Sprache vieler buddhistischer Texte, heißt es Dhamma.
Dharma ist nicht nur Wissen zum Auswendiglernen. Es geht darum, Erfahrungen besser zu verstehen: Was macht unzufrieden? Was hilft, weniger Leid zu verursachen? Und wie können Menschen achtsam handeln?
- Du erklärst Dharma im Buddhismus mit eigenen Worten.
- Du kennst Buddha, Dharma und Sangha als Drei Juwelen.
- Du beschreibst, was das Dharma-Rad bedeutet.
- Du erkennst Dharma in einer Alltagssituation.
Mira wird in einer Klassengruppe beleidigt. Sie könnte sofort zurückschreiben. Stattdessen hält sie kurz inne und überlegt, welche Folgen ihre Antwort hätte. Dieses bewusste Prüfen des eigenen Handelns passt zu einer Übung des Dharma.
Dharma ist im Buddhismus Lehre und Übungsweg zugleich. Es soll helfen, Leid zu verstehen und zu verringern.
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Buddha, Dharma und Sangha
Viele Buddhistinnen und Buddhisten orientieren sich an den Drei Juwelen. Ein Juwel ist hier etwas besonders Wertvolles, das Halt geben kann.
Buddha meint Siddhartha Gautama, den Begründer des Buddhismus, und allgemein einen erwachten Menschen. Erwacht bedeutet: Ein Mensch hat die Wirklichkeit besonders klar erkannt.
Sangha ist die Gemeinschaft buddhistischer Mönche, Nonnen und oft auch weiterer Buddhistischer Menschen. Die Sangha unterstützt beim Lernen und Üben.
Dharma steht zwischen Buddha und Sangha: Buddha hat die Lehre erkannt und vermittelt. Die Sangha bewahrt, lernt und übt sie gemeinsam.
In einer buddhistischen Gruppe erklärt eine Lehrerin eine Übung zur Achtsamkeit. Die Gruppe probiert sie aus und tauscht sich danach aus. Die Lehrerin gibt die Lehre weiter, die Übung gehört zum Dharma und die Gruppe ist Sangha.
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Worum geht es in der Lehre?
Der Buddha beschäftigte sich mit Leid. Damit ist nicht nur großer Schmerz gemeint. Auch Stress, Angst, Enttäuschung oder das Gefühl, dass etwas nicht dauerhaft zufrieden macht, gehören dazu.
Die Vier Edlen Wahrheiten sind vier wichtige Einsichten des Buddhismus. Sie sagen vereinfacht: Im Leben gibt es Leid. Leid hat Ursachen. Leid kann weniger werden. Es gibt einen Weg dahin.
Dieser Weg heißt Edler Achtfacher Pfad. Er beschreibt acht Bereiche zum Üben, zum Beispiel verständiges Denken, ehrliche Sprache, verantwortliches Handeln und Achtsamkeit. Achtsamkeit bedeutet, genau wahrzunehmen, was gerade im eigenen Körper, in Gefühlen und Gedanken passiert.
Noah ärgert sich über eine schlechte Note. Er denkt zuerst: „Ich kann das sowieso nicht.“ Dann bemerkt er diesen Gedanken. Er spricht mit seiner Lehrkraft und plant, wie er üben kann. Er verändert damit nicht sofort die Note, aber seinen Umgang mit der Situation.
Der Achtfache Pfad ist keine Liste, die man einmal abhakt. Buddhistische Menschen üben die Bereiche immer wieder und verbinden sie miteinander.
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Das Dharma-Rad
Das Dharma-Rad ist ein wichtiges Symbol des Buddhismus. Es wird auch Rad der Lehre genannt. Ein Rad bewegt sich weiter. So steht es dafür, dass Buddhas Lehre weitergegeben und gelebt wird.
Das Rad hat häufig acht Speichen. Speichen sind die Stäbe zwischen der Mitte und dem Rand eines Rades. Die acht Speichen erinnern an den Edlen Achtfachen Pfad.
Das Symbol bedeutet nicht, dass alle Buddhistinnen und Buddhisten genau gleich leben. Es erinnert daran, dass Lernen und Üben ein Weg sind.
Stell dir ein Fahrrad vor: Eine einzelne Speiche trägt das Rad nicht allein. Ähnlich gehören beim Achtfachen Pfad Denken, Sprechen, Handeln und Achtsamkeit zusammen.
Die acht Speichen des Dharma-Rads stehen häufig für die acht Bereiche des Edlen Achtfachen Pfads.
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Dharma hat verschiedene Bedeutungen
Dharma ist ein Begriff aus Indien und kommt auch in anderen Religionen vor, zum Beispiel im Hinduismus und Jainismus. Dort kann Dharma eher Pflichten, Ordnung oder richtiges Handeln bedeuten.
Im Buddhismus meint Dharma vor allem Buddhas Lehre und die Wirklichkeit, auf die diese Lehre hinweist. Manchmal steht das Wort im Plural: dharmas sind dann einzelne Erscheinungen oder Bestandteile von Erfahrung, etwa ein Gefühl, ein Gedanke oder ein Geräusch.
Der Zusammenhang zeigt die Bedeutung: Geht es um die Lehre und das Üben, ist meist Dharma gemeint. Geht es um einzelne Erfahrungen, können dharmas gemeint sein.
Du hörst einen lauten Ton auf dem Schulhof und erschrickst. Der Ton, das Erschrecken und der folgende Gedanke können als einzelne Erfahrungen betrachtet werden. In manchen buddhistischen Lehren heißen solche Erscheinungen dharmas.
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Zusammenfassung
Dharma ist im Buddhismus die Lehre Buddhas und der Weg, sie zu üben. Es hilft Menschen, Leid und seine Ursachen besser zu verstehen. Buddha, Dharma und Sangha bilden die Drei Juwelen. Das Dharma-Rad erinnert mit seinen oft acht Speichen an den Edlen Achtfachen Pfad.
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