Wenn Menschen zu einem für ihren Glauben wichtigen Ort reisen, nennt man das Pilgern. Solche Reisen brauchen oft lange Vorbereitung. Für viele Menschen ist der Hadsch ein besonderes Erlebnis.
- Du erklärst, was der Hadsch ist.
- Du beschreibst wichtige Orte und Rituale.
- Du verstehst, warum der Hadsch für viele Menschen wichtig ist.
Was ist der Hadsch?
Musliminnen und Muslime sind Menschen, die dem Islam angehören. Der Islam ist eine Weltreligion.
Der Hadsch ist die große Pilgerfahrt von Musliminnen und Muslimen nach Mekka in Saudi-Arabien. Er gehört zu den fünf Säulen des Islam. Das sind fünf besonders wichtige Pflichten und Formen des Glaubens.
Der Hadsch findet einmal im Jahr an festgelegten Tagen statt. Musliminnen und Muslime sollen ihn einmal im Leben machen, wenn sie erwachsen, gesund und finanziell dazu in der Lage sind.
Amina spart lange für den Hadsch und plant ihre Reise sorgfältig. Sie möchte nicht einfach verreisen. Sie möchte ihren Glauben bewusst leben.
Der Hadsch ist die große Pilgerfahrt nach Mekka. Er ist nur dann eine Pflicht, wenn die Reise für jemanden möglich und zumutbar ist.
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Mekka und die Kaaba
Mekka ist eine Stadt in Saudi-Arabien und ein besonders heiliger Ort für Musliminnen und Muslime. Dort steht die Kaaba. Das ist ein würfelförmiges Gebäude im Innenhof einer großen Moschee.
Musliminnen und Muslime richten sich beim Gebet zur Kaaba aus. Sie beten nicht die Kaaba an. Die Kaaba ist ein gemeinsamer Orientierungspunkt für Gebete auf der ganzen Welt.
Während des Hadsch gehen Pilgerinnen und Pilger, also Menschen auf einer religiösen Reise, siebenmal um die Kaaba herum.
Ein Muslim in Deutschland und eine Muslimin in Indonesien beten in dieselbe Richtung: zur Kaaba in Mekka. So wird ihre weltweite Glaubensgemeinschaft sichtbar.
Die Kaaba ist das wichtigste Heiligtum des Islam. Sie steht in der al-Haram-Moschee in Mekka.
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Ihram: Achtsamkeit und Gleichheit
Vor wichtigen Teilen der Pilgerfahrt treten viele Pilgerinnen und Pilger in den Ihram ein. Das ist ein besonderer geweihter Zustand. Dabei gelten Regeln für friedliches und achtsames Verhalten.
Viele Männer tragen zwei einfache weiße Tücher. Frauen tragen schlichte, bedeckende Kleidung. Die Regeln und die schlichte Kleidung erinnern daran, dass Menschen vor Gott gleich wertvoll sind. Reichtum, Beruf oder Herkunft sollen dann keine Rolle spielen.
Eine Ärztin, ein Schüler und ein Geschäftsmann gehen während des Hadsch nebeneinander. Der Ihram erinnert sie daran, dass vor Gott niemand wichtiger ist als die anderen.
Der Ihram steht für Achtsamkeit, Frieden und Gleichheit vor Gott.
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Beten in Arafat und das Ritual in Mina
Der Hadsch besteht aus Ritualen. Rituale sind Handlungen mit einer festen religiösen Bedeutung.
Eine wichtige Station ist Arafat. Das ist eine Ebene nahe Mekka. Dort beten viele Pilgerinnen und Pilger und bitten Gott um Vergebung. Vergebung bedeutet, dass Schuld nicht dauerhaft zwischen Gott und einem Menschen stehen soll.
Danach fahren viele weiter nach Mina. Dort werfen sie kleine Steine gegen Mauern. Das Ritual soll zeigen, dass Menschen Versuchungen und das Böse zurückweisen wollen. Es richtet sich nicht gegen echte Menschen.
Jemand war unfair zu einem Freund. In Arafat kann die Person darüber nachdenken, um Vergebung bitten und sich vornehmen, es beim nächsten Mal besser zu machen.
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Safa und Marwa und das Opferfest
Ein weiteres Ritual heißt Sa'i. Dabei gehen Pilgerinnen und Pilger siebenmal zwischen den Hügeln Safa und Marwa hin und her. Nach islamischer Überlieferung erinnert dieser Weg an Hagar. Sie suchte Wasser für ihren Sohn Ismail.
Während der Hadsch-Tage beginnt auch das Opferfest, auf Arabisch Eid al-Adha. Dabei erinnern sich Musliminnen und Muslime an Abraham und an Vertrauen auf Gott. Viele Familien feiern zusammen, teilen Essen und unterstützen Menschen, die Hilfe brauchen.
Eine Familie besucht sich zum Opferfest, isst gemeinsam und gibt etwas an Menschen weiter, denen es nicht so gut geht. So wird Teilen praktisch sichtbar.
Der Sa'i erinnert an Ausdauer und Hoffnung. Beim Opferfest sind Glauben, Gemeinschaft und Teilen wichtig.
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Gemeinschaft auf der Pilgerfahrt
Beim Hadsch treffen Menschen aus vielen Ländern, Sprachen und Berufen zusammen. Sie beten und führen Rituale gemeinsam aus. Das kann ein Gefühl von Umma schaffen. Umma bedeutet die weltweite Gemeinschaft der Musliminnen und Muslime.
Für viele Pilgerinnen und Pilger ist der Hadsch eine Zeit zum Nachdenken. Sie möchten ihren Glauben stärken und hoffen auf Vergebung. Die Reise kann aber auch anstrengend sein: Es ist oft heiß, und viele Menschen sind gleichzeitig unterwegs. Deshalb sind gute Planung und Rücksicht wichtig.
Zwei Pilger sprechen nicht dieselbe Sprache. Sie helfen sich trotzdem beim Wegfinden und beten gemeinsam. So erleben sie Gemeinschaft über Ländergrenzen hinweg.
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Zusammenfassung
Der Hadsch ist die große Pilgerfahrt nach Mekka und eine der fünf Säulen des Islam. Musliminnen und Muslime sollen ihn einmal im Leben machen, wenn Gesundheit und Geld es erlauben.
Die Kaaba ist ein wichtiger heiliger Ort und die Gebetsrichtung für Musliminnen und Muslime. Rituale wie der Ihram, das Gebet in Arafat, der Weg zwischen Safa und Marwa und das Ritual in Mina erinnern an Gleichheit, Vergebung, Hoffnung und Gemeinschaft.
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