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Hindus

Hindus sind Angehörige des Hinduismus. Glaube, Traditionen, Götter, Feste und religiöses Leben werden erklärt.

Wenn du Menschen mit verschiedenen Familienbräuchen kennenlernst, merkst du schnell: Glauben kann sehr unterschiedlich gelebt werden. Das gilt auch für Hindus. Sie beten zum Beispiel zu Hause, besuchen einen Tempel oder feiern gemeinsam Feste.

Wer sind Hindus?

Hindus sind Menschen, die einer religiösen Tradition des Hinduismus angehören. Der Hinduismus ist auf dem indischen Subkontinent entstanden. Heute leben Hindus auf der ganzen Welt, besonders viele in Indien.

Der Hinduismus hat keinen einzelnen Gründer und keine zentrale Leitung für alle Hindus. Er ist über sehr lange Zeit gewachsen. Deshalb gibt es verschiedene Glaubensrichtungen, Gebete und Feste.

Deine Lernziele
  • Du kannst erklären, wer Hindus sind.
  • Du weißt, warum der Hinduismus vielfältig ist.
  • Du kennst wichtige Glaubensideen und Formen des religiösen Alltags.
Beispiel

Eine Familie betet morgens an einem kleinen Hausaltar. Eine andere besucht an einem Festtag den Tempel. Beide Familien können ihren hinduistischen Glauben leben, obwohl ihre Rituale verschieden aussehen.

Merke

Hinduismus ist ein Sammelbegriff für viele religiöse Traditionen. Deshalb trifft nicht jede Aussage auf alle Hindus gleich zu.

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Brahman und Gottheiten

Menschen fragen sich oft, was die Welt trägt und zusammenhält. Viele Hindus sprechen dabei von Brahman. Brahman ist die göttliche Wirklichkeit, die allem zugrunde liegt. Brahman ist nicht einfach eine Gottheit mit menschlicher Gestalt.

Viele Hindus verehren außerdem Gottheiten. Das sind göttliche Gestalten mit Namen, Geschichten und besonderen Eigenschaften. Bekannte Gottheiten sind Vishnu, Shiva, Ganesha, Lakshmi und Durga.

Beispiel

Ganesha wird häufig vor einem neuen Anfang verehrt, etwa vor einer Reise oder einer Prüfung. Lakshmi wird oft mit Glück und Wohlstand verbunden. Menschen können sich mit Bitten oder Dank an eine Gottheit wenden.

Manche Hindus verstehen Gottheiten als verschiedene Zugänge zu Brahman. Andere setzen andere Schwerpunkte. Es wäre also falsch zu sagen, alle Hindus stellten sich das Göttliche genau gleich vor.

Gut zu wissen

Brahma, Vishnu und Shiva werden manchmal als Dreiergruppe genannt. Brahma steht dann für Schöpfung, Vishnu für Bewahrung und Shiva für Wandel und Auflösung. Diese Dreiergruppe ist nur eine von mehreren wichtigen Vorstellungen im Hinduismus und nicht für alle Hindus verbindlich.

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Karma, Wiedergeburt und Befreiung

Stell dir vor, dein Handeln hätte Folgen, die über den heutigen Tag hinausreichen. Diese Vorstellung steckt im Karma. Karma bedeutet: Taten, Worte und Absichten haben Folgen. Es ist keine einfache Belohnungsmaschine.

Viele Hindus glauben an Samsara. Das ist der Kreislauf von Geburt, Tod und Wiedergeburt. Nach dieser Vorstellung endet das Leben nicht endgültig mit dem Tod.

Beispiel

Jemand hilft einer Mitschülerin ehrlich, ohne etwas zurückzuverlangen. Aus hinduistischer Sicht kann eine solche Handlung gutes Karma fördern. Dabei zählt nicht nur die Tat, sondern auch die Absicht.

Merke

Karma heißt: Handlungen haben Folgen. Es bedeutet nicht, dass Menschen an ihrem Leid selbst schuld sind.

Als Moksha bezeichnet man die Befreiung aus Samsara. Hindus beschreiben den Weg dorthin unterschiedlich, zum Beispiel durch verantwortliches Handeln, Wissen, Gebet oder Hingabe. Meditation ist eine Übung, bei der man die Aufmerksamkeit sammelt und zur Ruhe kommt.

Beispiel

Ein Mensch übt sich darin, achtsam und hilfsbereit zu handeln. Er betet oder meditiert regelmäßig. Das kann für ihn ein Weg sein, sich dem Ziel Moksha anzunähern.

Merke

Moksha ist die Befreiung aus dem Kreislauf der Wiedergeburt. Hindus kennen dafür verschiedene Wege.

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Beten, feiern und zusammenkommen

Ein Ritual ist eine Handlung mit besonderer religiöser Bedeutung. Hindus können zu Hause vor einem Hausaltar oder in einem Tempel beten. Ein Tempel ist ein Ort, an dem Menschen Gottheiten verehren und religiöse Feste feiern.

Ein bekanntes Ritual heißt Puja. Dabei zeigen Gläubige einer Gottheit Verehrung, zum Beispiel mit Blumen, Licht, Wasser, Essen, Gebeten oder Gesang. Diese Gaben stehen für Dank, Respekt und Verbundenheit.

Beispiel

Bei einer Puja legt eine Familie Blumen vor ein Bild oder eine Statue einer Gottheit. Sie spricht Gebete und zündet vielleicht ein Licht an.

Hindus feiern viele Feste. Diwali ist ein Lichterfest. Es steht in verschiedenen Traditionen für Licht, Hoffnung und den Sieg des Guten. Holi ist als Farbenfest bekannt und wird oft mit dem Beginn des Frühlings verbunden.

Beispiel

Bei Diwali können Familien Lichter anzünden, Häuser schmücken, gemeinsam essen und Verwandte besuchen. Wie genau sie feiern, hängt von ihrer Region und Tradition ab.

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Hinduismus im Alltag und in Deutschland

Religion zeigt sich nicht nur an Feiertagen. Manche Hindus beten regelmäßig, besuchen einen Tempel oder lesen religiöse Texte. Ein Guru ist ein religiöser Lehrer oder eine religiöse Lehrerin. Gurus können Wissen über Glauben, Texte und Übungen weitergeben.

Auch in Deutschland gibt es hinduistische Gemeinden und Tempel. Viele Hindus haben familiäre Wurzeln in Indien, Sri Lanka, Nepal oder anderen Ländern. Andere sind auf andere Weise zum Hinduismus gekommen.

Beispiel

Ein Hindu kann in Deutschland zur Schule gehen, Fußball spielen, mit der Familie ein Fest vorbereiten und am Wochenende einen Tempel besuchen. Religiöses Leben ist bei jedem Menschen unterschiedlich wichtig.

Gut zu wissen

Das Wort Hindu hat eine lange Geschichte. Es bezog sich ursprünglich auf Menschen aus einer Gegend am Fluss Indus. Heute meint es meist Angehörige hinduistischer Traditionen.

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Zusammenfassung

Hindus gehören zu den vielfältigen Traditionen des Hinduismus. Der Hinduismus ist auf dem indischen Subkontinent entstanden und hat keinen einzelnen Gründer oder eine zentrale Leitung für alle.

Wichtige Begriffe sind Brahman als göttliche Wirklichkeit, Karma als Folgen von Handlungen, Samsara als Kreislauf der Wiedergeburt und Moksha als Befreiung daraus. Hindus können Gottheiten verehren, Puja feiern, zu Hause beten oder Tempel besuchen.

Merke

Über Hindus sprichst du am besten respektvoll und genau: Viele Hindus glauben oder feiern so, aber nicht alle auf dieselbe Weise.