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Juden

Juden sind Angehörige des Judentums. Der Artikel erklärt Glauben, Herkunft, Traditionen und jüdisches Leben verständlich.

In deiner Stadt gibt es vielleicht eine Synagoge, ein jüdisches Museum oder ein Chanukka-Fest. Jüdisches Leben gehört seit vielen Jahrhunderten zu Deutschland und Europa. Jüdinnen und Juden leben dabei so unterschiedlich wie andere Menschen auch.

Wer sind Juden und Jüdinnen?

Juden und Jüdinnen sind Menschen, die zum Judentum gehören. Das Judentum ist eine Religion mit einer langen Geschichte, eigenen Schriften, Traditionen und Festen. Für viele Menschen gehören auch Familie, Kultur und gemeinsame Geschichte zu ihrer jüdischen Identität.

Es gibt keine einzige Art, jüdisch zu leben. Manche Menschen beten regelmäßig und beachten religiöse Regeln. Andere leben nicht religiös, fühlen sich aber durch ihre Familie, Geschichte oder Kultur verbunden. Jüdische Menschen haben unterschiedliche Herkunftsländer, Hautfarben, Sprachen und Meinungen.

Beispiel

Lea besucht mit ihrer Familie an Feiertagen die Synagoge. David lebt nicht religiös, interessiert sich aber für die Geschichte seiner Großeltern und feiert manche Feste mit der Familie. Beide erleben ihr Judentum auf ihre eigene Weise.

Merke

Jüdisch zu sein bedeutet nicht, dass alle Menschen gleich leben oder gleich denken.

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Die Wurzeln des Judentums

In jüdischen Familien und Gemeinden spielen alte Geschichten bis heute eine wichtige Rolle. Die Hebräische Bibel ist die heilige Schrift des Judentums. Auf Hebräisch heißt sie Tanach.

Die Tora bedeutet „Lehre“. Sie sind die ersten fünf Bücher des Tanach. In ihnen stehen zum Beispiel Erzählungen von Abraham, Mose und den Israeliten, also den Menschen des alten Volkes Israel in diesen biblischen Geschichten.

Beispiel

Eine bekannte Geschichte erzählt, wie Mose die Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten führt. An Pessach, einem jüdischen Fest zur Erinnerung an diese Befreiung, denken viele Familien an Freiheit.

Merke

Der Tanach ist die Hebräische Bibel. Die Tora ist ihr erster und besonders wichtiger Teil.

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Glaube und Gemeinschaft

Im Judentum ist der Glaube an einen Gott zentral. Monotheismus bedeutet den Glauben an nur einen Gott. Auch Christentum und Islam sind monotheistische Religionen.

Eine Synagoge ist ein Ort für Gebet, Lernen und Treffen. Dort kommt eine Gemeinde, also eine Gruppe von Menschen, die ihren Glauben gemeinsam lebt und einander unterstützt, zusammen.

Der Sabbat ist der wöchentliche Ruhetag im Judentum. Er beginnt am Freitagabend und endet am Samstagabend. Viele Familien nutzen diese Zeit für Ruhe, gemeinsames Essen, Gebete oder Gespräche.

Beispiel

Am Freitagabend zündet eine Familie Kerzen an, isst zusammen und legt das Handy weg. So beginnt für sie der Sabbat.

Merke

Eine Synagoge ist nicht nur ein Ort zum Beten. Sie ist auch ein Ort für Lernen und Gemeinschaft.

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Feste und Regeln im Alltag

Feste machen Geschichte und Werte im Alltag erlebbar. Chanukka ist ein jüdisches Lichterfest. Es dauert acht Tage. Dabei wird jeden Abend eine weitere Kerze an einem Chanukka-Leuchter angezündet.

Manche jüdischen Menschen essen koscher. Koscher bedeutet, dass Speisen nach jüdischen religiösen Regeln ausgewählt und zubereitet werden. Nicht alle jüdischen Menschen halten diese Regeln auf dieselbe Weise ein.

Beispiel

Bei Chanukka zündet eine Familie jeden Abend eine weitere Kerze an. Dazu werden Geschichten erzählt, Lieder gesungen oder Spiele gespielt.

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Jüdisches Leben in Deutschland

Jüdisches Leben gibt es in Deutschland seit mehr als 1.700 Jahren. Heute gehören dazu Gemeinden, Schulen, Kulturveranstaltungen, Sportvereine und Begegnungen in Schulen. Jüdische Menschen sind Teil der Gesellschaft: als Schülerinnen und Schüler, Ärztinnen und Ärzte, Künstlerinnen und Künstler, Nachbarinnen und Nachbarn oder Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland ist eine wichtige Vertretung vieler jüdischer Gemeinden. Er setzt sich für jüdisches Leben, Bildung und die Interessen jüdischer Menschen ein.

Beispiel

Bei einem Schulbesuch erzählen jüdische Gäste von ihrem Alltag und ihren Festen. Die Klasse kann Fragen stellen und erfährt, wie unterschiedlich jüdisches Leben heute aussieht.

Merke

Jüdisches Leben besteht nicht nur aus Geschichte und Verfolgung. Es ist auch Gegenwart, Kultur und Alltag.

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Antisemitismus erkennen und widersprechen

Manchmal werden Menschen wegen ihrer jüdischen Zugehörigkeit beleidigt oder ausgegrenzt. Antisemitismus bedeutet Feindschaft, Vorurteile oder Diskriminierung gegen Jüdinnen und Juden. Er kann in Beleidigungen, Lügen, Ausgrenzung oder Gewalt vorkommen.

Die Shoah ist die jüdische Bezeichnung für die systematische Verfolgung und Ermordung von etwa sechs Millionen Jüdinnen und Juden durch die Nationalsozialisten und ihre Helfer. Sie wird auch Holocaust genannt. An diese Verbrechen zu erinnern ist wichtig. Jüdisches Leben besteht aber nicht nur aus dieser Geschichte.

Die Wörter Jude und Jüdin sind normale Selbstbezeichnungen. Wer „Jude“ als Schimpfwort benutzt, handelt antisemitisch. Du kannst widersprechen, Hilfe holen und die betroffene Person nicht allein lassen.

Beispiel

Auf dem Schulhof benutzt jemand „Jude“ als Beleidigung. Du kannst sagen: „Das ist kein Schimpfwort. Hör bitte damit auf.“ Wenn es weitergeht, informierst du eine Lehrkraft.

Gut zu wissen

Verschwörungserzählungen behaupten ohne Belege, eine geheime Gruppe steuere alles. Solche Behauptungen über Juden und Jüdinnen sind antisemitisch und falsch.

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Zusammenfassung

Juden und Jüdinnen gehören zum Judentum und leben sehr vielfältig. Wichtige Begriffe sind Tanach, Tora, Synagoge und Sabbat. Jüdisches Leben gehört seit langer Zeit zu Deutschland und findet heute in vielen Formen statt. Antisemitismus ist falsch und muss erkannt, benannt und zurückgewiesen werden.