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Kippa

Die Kippa ist eine jüdische Kopfbedeckung. Erfahre, wann sie getragen wird und welche Bedeutung sie im Judentum hat.

Im Religionsunterricht siehst du vielleicht Bilder von Menschen mit einer kleinen runden Kappe auf dem Kopf. Oder deine Klasse besucht eine Synagoge und erfährt etwas über passende Kleidung. Die Kippa ist ein sichtbarer Teil jüdischen Lebens.

Was ist eine Kippa?

Das Judentum ist eine Religion und zugleich eine vielfältige Gemeinschaft mit eigenen Traditionen. Eine Kippa ist eine kleine, meist runde Kopfbedeckung. Sie liegt oben oder hinten auf dem Kopf.

Das Wort Kippot ist die Mehrzahl von Kippa. Es bedeutet also: mehrere Kippas.

Definition

Eine Kippa ist eine kleine jüdische Kopfbedeckung. Sie wird besonders von jüdischen Männern und Jungen getragen. Auch manche jüdischen Frauen tragen eine Kippa.

Beispiel

Noah trägt beim Gottesdienst eine dunkelblaue Kippa. Sie bedeckt nicht seinen ganzen Kopf wie eine Mütze, sondern nur einen kleinen Bereich oben.

Merke

Kippa ist Einzahl. Kippot ist Mehrzahl.

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Welche Bedeutung hat die Kippa?

Viele Menschen zeigen durch Kleidung oder Zeichen, was ihnen wichtig ist. Für viele jüdische Menschen erinnert die Kippa daran, dass Gott über dem Menschen steht.

Ehrfurcht bedeutet tiefer Respekt. Wer eine Kippa trägt, kann damit Respekt vor Gott und dem Glauben ausdrücken. Sie kann außerdem zeigen, dass sich jemand dem Judentum zugehörig fühlt.

Die Kippa ist deshalb nicht einfach nur Schmuck. Ihre Bedeutung hängt mit Glauben, Tradition und der persönlichen Entscheidung eines Menschen zusammen.

Beispiel

David setzt vor einem Gebet seine Kippa auf. Das hilft ihm, sich bewusst auf Gott und das Gebet zu konzentrieren.

Gut zu wissen

Nicht jede Person verbindet mit einer Kippa genau dasselbe. Manche tragen sie vor allem beim Beten, andere auch im Alltag.

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Wann wird eine Kippa getragen?

Eine Synagoge ist ein jüdisches Gotteshaus. Dort kommen Jüdinnen und Juden zum Beten, Lernen und Feiern zusammen. In vielen Synagogen tragen Männer und Jungen eine Kippa. Welche Regeln für Besuchende gelten, entscheidet die jeweilige Gemeinde.

Auch beim Gebet, beim Lesen aus der Tora oder auf einem jüdischen Friedhof wird häufig eine Kopfbedeckung getragen. Die Tora sind die fünf heiligen Bücher des Judentums. Ein jüdischer Friedhof ist ein Begräbnisort für verstorbene Jüdinnen und Juden.

Einige jüdische Männer tragen ihre Kippa den ganzen Tag. Andere tragen sie nur zu bestimmten Anlässen. Es gibt dafür nicht in allen jüdischen Gemeinschaften dieselben Regeln.

Beispiel

Mias Klasse besucht eine Synagoge. Die Lehrerin fragt vorher nach den Regeln der Gemeinde. Wenn die Gemeinde Kopfbedeckungen für Besuchende wünscht, können dort Kippas bereitliegen oder die Klasse bringt passende Kopfbedeckungen mit.

Merke

Wenn du eine Synagoge besuchst, achte auf die Hinweise der Gemeinde. So verhältst du dich respektvoll.

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Farben und Formen

Kippot können aus Stoff, Leder oder gehäkeltem Garn bestehen. Sie können schlicht sein, bunt gemustert oder verziert. Es gibt keine einzige Farbe, die jede Kippa haben muss.

Eine religiöse Strömung ist eine Gruppe innerhalb einer Religion, die Traditionen auf eine bestimmte Weise lebt und erklärt. Manchmal geben Farbe oder Machart einer Kippa Hinweise auf eine solche Gruppe. Sicher wissen kann man das aber nicht allein durch einen Blick.

Beispiel

Zwei Freunde tragen Kippot: Eine ist schwarz und glatt, die andere ist bunt gehäkelt. Beide sind Kippot, obwohl sie ganz unterschiedlich aussehen.

Merke

Das Aussehen einer Kippa sagt nicht alles über einen Menschen aus.

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Respekt und Vielfalt

Jüdisches Leben gehört zu Deutschland. Eine Kippa kann im Alltag sichtbar machen, dass jemand jüdisch ist oder sich der jüdischen Tradition verbunden fühlt.

Leider erleben jüdische Menschen manchmal Antisemitismus. Das ist Feindseligkeit, Abwertung oder Gewalt gegen Jüdinnen und Juden, weil sie jüdisch sind. Antisemitismus verletzt Menschen und widerspricht einem respektvollen Zusammenleben.

Du kannst dazu beitragen, dass sich andere sicher und respektiert fühlen: Sprich nicht abwertend über Religionen, frage höflich und hole Hilfe, wenn jemand beleidigt oder bedroht wird.

Beispiel

Ein Schüler macht sich über die Kippa eines anderen lustig. Seine Mitschülerin sagt ruhig: „Das ist nicht okay. Seine Religion verdient Respekt.“ Danach informiert sie eine Lehrkraft.

Gut zu wissen

Neugierig zu sein ist gut. Fragen wie „Was bedeutet deine Kippa für dich?“ sind respektvoller als Vermutungen über eine Person.

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Zusammenfassung

Eine Kippa ist eine kleine jüdische Kopfbedeckung. Viele jüdische Menschen tragen sie als Zeichen von Respekt vor Gott, Tradition und Zugehörigkeit.

Kippot können sehr verschieden aussehen und werden nicht von allen Menschen gleich oft getragen. Besonders in Synagogen und bei religiösen Anlässen spielen sie eine wichtige Rolle. Wer jüdisches Leben und seine Zeichen respektiert, stärkt Vielfalt und ein gutes Miteinander.