Wenn ihr im Unterricht Religionen vergleicht, helfen Fachwörter beim Sortieren. Manche Menschen glauben an einen Gott, manche an mehrere Götter und manche an keinen Gott. Monotheismus beschreibt eine dieser Möglichkeiten.
Ein Gott im Mittelpunkt
Monotheismus bedeutet den Glauben an einen einzigen Gott. Das Wort stammt aus dem Griechischen: monos bedeutet allein, theos bedeutet Gott.
Monotheismus ist der Glaube an einen einzigen Gott.
Noah glaubt, dass ein Gott die Welt geschaffen hat und Menschen begleitet. Damit beschreibt er eine monotheistische Glaubensvorstellung.
Mono erinnert an eins: Monotheismus bedeutet Eingottglaube.
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Religionen mit einem Gott
Zu den bekannten monotheistischen Religionen gehören das Judentum, das Christentum und der Islam. Diese werden auch abrahamitische Religionen genannt. Damit sind Religionen gemeint, die Abraham als wichtige Glaubensfigur verbindet.
Auch Sikhismus und Bahaitum gehören zu den Religionen, die an einen Gott glauben. Trotzdem sind monotheistische Religionen nicht gleich. Sie haben unterschiedliche Feste, Regeln und heilige Schriften. Eine heilige Schrift ist ein Text, der für eine Religion besonders wichtig ist.
Jüdinnen und Juden, Christinnen und Christen sowie Musliminnen und Muslime glauben jeweils an einen Gott. Im Islam heißt das arabische Wort für Gott Allah.
Ein anderer Name für Gott bedeutet nicht automatisch, dass eine Religion an mehrere Götter glaubt.
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Das Gegenstück: viele Götter
Stell dir Geschichten von einer Gottheit für das Meer, einer für Krieg und einer für die Ernte vor. Dann geht es nicht um einen einzigen Gott. Dafür gibt es ebenfalls einen Fachbegriff.
Polytheismus bedeutet den Glauben an viele Götter. Das Wortteil poly bedeutet viele. Die Religionen im antiken Griechenland und im antiken Rom sind bekannte Beispiele.
In der griechischen Antike gab es Zeus, Athena und Poseidon. Sie galten als unterschiedliche Gottheiten. Deshalb ist diese Religion ein Beispiel für Polytheismus.
Monotheismus meint einen Gott. Polytheismus meint viele Götter.
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Christentum und Dreieinigkeit
Beim Christentum wirkt etwas zunächst kompliziert: Christinnen und Christen sprechen von Gott Vater, Jesus Christus als Sohn und dem Heiligen Geist. Deshalb fragen manche: Sind das drei Götter?
Nach christlichem Glauben nicht. Dreieinigkeit, auch Trinität genannt, bedeutet: Christinnen und Christen glauben an den einen Gott in drei Personen: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Mit Personen sind hier nicht drei getrennte Götter gemeint, sondern drei Personen des einen Gottes.
In einem christlichen Gebet können Gott der Vater, Jesus Christus und der Heilige Geist genannt werden. Christinnen und Christen verstehen dieses Gebet trotzdem als Gebet zu dem einen Gott.
Die Dreieinigkeit ist ein schwieriger Glaubensgedanke. Für die Einordnung ist wichtig: Das Christentum versteht sich selbst als monotheistisch.
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Begriffe helfen beim Vergleichen
Mit Monotheismus und Polytheismus kannst du Glaubensvorstellungen vergleichen. Die Begriffe bewerten keine Religion. Sie beschreiben nur, ob sich eine Religion auf einen Gott oder auf viele Götter bezieht.
Menschen leben ihren Glauben unterschiedlich. Deshalb erklären diese Begriffe einen wichtigen Grundgedanken, aber nicht alles über eine Religion oder einen einzelnen Menschen.
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Zusammenfassung
Monotheismus bedeutet den Glauben an einen Gott. Judentum, Christentum und Islam sind bekannte monotheistische Religionen. Sie teilen diesen Grundgedanken, unterscheiden sich aber in vielen Traditionen und Glaubensinhalten. Das Gegenstück ist der Polytheismus: der Glaube an viele Götter.
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