Wenn du im Unterricht von Zeus, Ra oder Shiva hörst, begegnest du vielen verschiedenen Gottheiten. Sie stammen aus unterschiedlichen Zeiten und religiösen Traditionen. Mit dem Wort Polytheismus kannst du diese Vielfalt beschreiben.
Was bedeutet Polytheismus?
Polytheismus bedeutet, dass Menschen mehrere Gottheiten anerkennen oder verehren. Gottheiten sind Götter oder Göttinnen.
Das Wort kommt aus dem Griechischen. „Poly“ heißt „viel“, „theos“ heißt „Gott“.
Polytheismus ist der Glaube an oder die Verehrung von mehreren Gottheiten.
In der Religion des antiken Griechenlands spielten Zeus, Athene und Poseidon eine Rolle. Deshalb wird diese Religion oft als polytheistisch beschrieben.
Polytheismus beschreibt eine Gottesvorstellung. Das Wort bewertet keine Religion.
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Eine Götterwelt mit vielen Rollen
Stell dir eine Gruppe vor, in der verschiedene Personen unterschiedliche Aufgaben haben. Auch Gottheiten werden in vielen Überlieferungen mit eigenen Namen, Eigenschaften und Bereichen dargestellt.
Ein Pantheon ist die Gesamtheit der Gottheiten einer religiösen Tradition. Gottheiten eines Pantheons können als verwandt gelten, zusammenwirken oder miteinander streiten. Ihre überlieferten Geschichten heißen Mythen. Mythen sind Erzählungen, mit denen Menschen die Welt und das Göttliche deuten.
Im griechischen Pantheon wird Poseidon mit dem Meer verbunden. Athene steht unter anderem für Weisheit und Handwerk. Beide haben also unterschiedliche Rollen.
Die Rollen entstehen aus Geschichten, Bildern, Gebeten und Bräuchen. Sie sind kein fester Stundenplan.
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Wie Menschen Gottheiten verehren
Verehrung bedeutet, einer Gottheit besondere Achtung zu zeigen. Menschen können dafür beten, Feste feiern, Lieder singen oder heilige Orte besuchen.
Ein Ritual ist eine religiöse Handlung, die in einer bestimmten Form wiederholt wird. Dabei können Menschen zum Beispiel um Schutz, Gesundheit, Regen oder eine gute Ernte bitten. Wie Menschen glauben und feiern, ist je nach Religion, Ort und Familie verschieden.
Im alten Ägypten verehrten Menschen unter anderem Ra, der mit der Sonne verbunden wurde. Für Gottheiten gab es Tempel und religiöse Feste.
Polytheismus heißt nicht, dass alle Menschen immer alle Gottheiten gleich verehren.
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Beispiele aus Geschichte und Gegenwart
Polytheistische Vorstellungen gab und gibt es in vielen Teilen der Welt. Die Religionen des antiken Griechenlands, Roms und Ägyptens werden häufig so beschrieben. Auch im Hinduismus gibt es viele Gottheiten und unterschiedliche Formen der Verehrung.
Beim Hinduismus lohnt sich genaues Hinschauen. Hinduismus ist ein Sammelbegriff für viele religiöse Traditionen. Manche Menschen verehren mehrere Gottheiten. Andere richten ihre Verehrung besonders auf eine Gottheit oder verstehen das Göttliche als Einheit.
Jupiter war eine wichtige Gottheit im antiken Rom. Die Römer verbanden ihn ungefähr mit Zeus aus der griechischen Religion. Ähnliche Vorstellungen können also verschiedene Namen haben.
Begriffe wie Polytheismus helfen beim Ordnen. Sie erklären aber nie vollständig, wie alle Menschen einer Religion glauben.
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Polytheismus und Monotheismus vergleichen
Das Gegenwort zu Polytheismus ist Monotheismus. Monotheismus bedeutet den Glauben an eine einzige Gottheit. Judentum, Christentum und Islam verstehen sich als monotheistische Religionen.
Der Vergleich hilft dir beim Lernen. Er soll aber keine Rangfolge schaffen. Beide Begriffe beschreiben vor allem, ob eine oder mehrere Gottheiten verehrt werden.
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Fragt eine Aufgabe nach dem Glauben an viele Gottheiten, passt Polytheismus. Fragt sie nach dem Glauben an einen Gott, passt Monotheismus.
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Zusammenfassung
Polytheismus bezeichnet den Glauben an oder die Verehrung von mehreren Gottheiten. Diese können zusammen ein Pantheon bilden und in Mythen unterschiedliche Rollen haben.
Polytheistische Traditionen gibt es in Geschichte und Gegenwart. Das Gegenwort ist Monotheismus, der Glaube an eine einzige Gottheit. Beide Begriffe helfen beim Beschreiben, ersetzen aber keinen genauen und respektvollen Blick auf Religionen.
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