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Salat

Salat ist das rituelle Gebet im Islam. Zeiten, Gebetsrichtung, Ablauf und Bedeutung als Säule des Islam werden erklärt.

Viele muslimische Schülerinnen und Schüler unterbrechen ihren Tag zu festen Zeiten für ein Gebet. Vielleicht hast du dabei einen Gebetsteppich, Verbeugungen oder eine Niederwerfung gesehen. Dieses Gebet heißt Salat.

Deine Lernziele
  • Du erklärst, was Salat im Islam bedeutet.
  • Du kennst die fünf täglichen Gebetszeiten.
  • Du beschreibst Gebetsrichtung und wichtige Bewegungen.
  • Du verstehst, warum Salat für viele Musliminnen und Muslime wichtig ist.

Was Salat bedeutet

Salat ist das rituelle Gebet im Islam. „Rituell“ bedeutet: Das Gebet hat eine überlieferte feste Form mit bestimmten Worten und Bewegungen. Das fünfmalige tägliche Gebet gilt im Islam grundsätzlich für erwachsene Musliminnen und Muslime als Pflicht. Für besondere Situationen gibt es Erleichterungen.

Salat ist mehr als ein stiller Wunsch. Betende nehmen sich bewusst Zeit für Gott. Sie können danken, bitten und über ihr Handeln nachdenken. So entstehen im Tag feste Pausen für den Glauben.

Beispiel

Mariam hat nach der Schule viel im Kopf. Beim Gebet hält sie kurz inne und richtet ihre Aufmerksamkeit auf Gott. Danach beginnt sie konzentrierter mit ihren Aufgaben.

Merke

Salat verbindet feste Worte und Bewegungen mit der persönlichen Hinwendung zu Gott.

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Die fünf Gebetszeiten

Der Salat gliedert den Tag in fünf Gebetszeiten. Sie richten sich nach dem Stand der Sonne. Deshalb ändern sich die Uhrzeiten im Jahreslauf und sind je nach Ort verschieden.

Die Gebete heißen Fadschr am frühen Morgen, Zuhr nach dem Mittag, Asr am Nachmittag, Maghrib kurz nach Sonnenuntergang und Ischa in der Nacht. Die genauen Zeiten können Musliminnen und Muslime zum Beispiel in einem Kalender, einer App oder in der Moschee nachsehen.

Beispiel

Im Sommer kann das Morgengebet sehr früh sein. Im Winter beginnt es später. Das Maghrib-Gebet liegt im Winter dagegen früher, weil die Sonne früher untergeht.

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Vorbereitung und Gebetsrichtung

Vor dem Gebet führen viele Musliminnen und Muslime die Wudu durch. Wudu ist eine rituelle Waschung zur Vorbereitung auf das Gebet. Dabei werden unter anderem Hände, Gesicht, Arme und Füße mit Wasser gewaschen.

Beim Salat richtet man sich zur Qibla aus. Die Qibla ist die Gebetsrichtung zur Kaaba in Mekka. Die Kaaba ist ein würfelförmiges Heiligtum in der Großen Moschee der Stadt Mekka. Die gemeinsame Richtung verbindet Betende auf der ganzen Welt.

Beispiel

Ein Schüler in Deutschland möchte beten. Er nutzt einen Kompass oder eine Gebets-App, um die Qibla zu finden. Dann legt er seinen Gebetsteppich in diese Richtung.

Gut zu wissen

Bei Krankheit, auf Reisen oder wenn kein Wasser vorhanden ist, kennt der Islam Erleichterungen und besondere Regeln für das Gebet.

Merke

Wudu bereitet auf das Gebet vor. Die Qibla zeigt die gemeinsame Gebetsrichtung zur Kaaba in Mekka.

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So läuft ein Gebet ab

Ein Salat besteht aus mehreren Gebetsabschnitten. Ein solcher Abschnitt heißt Rak'a. Eine Rak'a umfasst Stehen, eine Verbeugung, das Aufrichten und zwei Niederwerfungen mit einem kurzen Sitzen dazwischen. Je nach Gebetszeit enthält der Salat unterschiedlich viele Rak'as.

Die Niederwerfung heißt Sudschud. Dabei berührt die Stirn den Boden. Für viele Betende ist das ein Zeichen von Demut. Demut bedeutet: Ein Mensch erkennt an, dass Gott größer ist als er selbst.

Im Gebet werden Texte auf Arabisch gesprochen oder rezitiert. Dazu gehört die Sure al-Fatiha, die erste Sure des Korans. Eine Sure ist ein Kapitel des Korans, der heiligen Schrift des Islam.

Beispiel

Beim Gebet steht Amir zuerst aufrecht und konzentriert sich. Dann verbeugt er sich und richtet sich wieder auf. Bei der Niederwerfung berührt seine Stirn den Boden. Die Bewegungen helfen ihm, mit dem ganzen Körper zu beten.

Merke

Eine Rak'a ist ein Gebetsabschnitt mit festen Bewegungen. Die Niederwerfung drückt besondere Demut vor Gott aus.

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Warum Salat wichtig ist

Salat gehört zu den fünf Säulen des Islam. Die fünf Säulen sind grundlegende religiöse Pflichten und Orientierungen im Islam. Dazu gehören außerdem das Glaubensbekenntnis, das Fasten im Ramadan, die Unterstützung Bedürftiger und die Pilgerfahrt nach Mekka, wenn sie möglich ist.

Das regelmäßige Gebet erinnert viele Menschen daran, ihren Glauben nicht nur an Feiertagen zu leben. Es kann auch Gemeinschaft schaffen, wenn Menschen zusammen in einer Moschee beten. Eine Moschee ist ein Gebetshaus für Musliminnen und Muslime.

Muslimische Menschen leben ihren Glauben nicht alle gleich. Manche beten sehr regelmäßig, andere weniger. Auch Familien, Länder und religiöse Richtungen können unterschiedliche Traditionen haben.

Beispiel

Am Freitag findet in vielen Moscheen ein besonderes Gemeinschaftsgebet statt: das Freitagsgebet. Für Menschen, die daran teilnehmen, ersetzt es das Zuhr-Gebet. Wer dazu verpflichtet ist oder teilnehmen kann, wird je nach Rechtsschule und persönlicher Situation unterschiedlich beurteilt.

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Zusammenfassung

Salat ist das rituelle Gebet im Islam. Es findet zu fünf Zeiten am Tag statt. Betende richten sich zur Qibla aus, also zur Kaaba in Mekka.

Vor dem Gebet kann die rituelle Waschung Wudu stattfinden. Ein Salat besteht aus Rak'as mit Worten und Bewegungen wie Verbeugung und Niederwerfung. Als eine der fünf Säulen des Islam hilft Salat vielen Menschen, ihren Glauben im Alltag bewusst zu leben.