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Sari

Der Sari ist ein traditionelles Kleidungsstück in Indien. Trageweise, Bedeutung und religiöse Anlässe werden erklärt.

Ein langer Stoff kann durch Falten und Wickeln ganz verschieden aussehen, ähnlich wie ein Schal oder eine Decke. In vielen Regionen Südasiens tragen manche Frauen einen Sari im Alltag oder zu Festen. Wie und wann er getragen wird, ist je nach Region, Familie und Person unterschiedlich.

Was ist ein Sari?

Ein Sari ist traditionell meist eine lange, rechteckige und ungenähte Stoffbahn. Sie wird um den Körper gewickelt und mit einem Ende über die Schulter gelegt. Es gibt auch moderne, vorgefertigte Varianten, die das Anziehen erleichtern.

Ein Sari ist oft etwa fünf bis sechs Meter lang und ungefähr einen Meter breit. Seine Form entsteht erst beim Tragen.

Definition

Ein traditionelles Kleidungsstück ist Kleidung, die über lange Zeit zu einer Kultur oder Gemeinschaft gehört.

Beispiel

Für eine Feier wickelt eine Frau eine lange Stoffbahn um ihre Hüfte. Den übrigen Stoff legt sie über ihre Schulter. So wird aus dem Stoff ein Sari.

Merke

Ein Sari ist traditionell eine Stoffbahn. Durch das Wickeln wird sie zum Kleidungsstück.

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So wird der Stoff getragen

Der Stoff wird häufig um die Taille gelegt. Die Taille ist die schmalere Stelle zwischen Brustkorb und Hüfte. Dabei können Falten entstehen, damit der Stoff beim Gehen gut fällt.

Das freie Ende über der Schulter heißt Pallu. Es ist oft besonders gestaltet. Manche Menschen tragen zusätzlich einen Unterrock und eine kurze Bluse. Diese Bluse heißt Choli.

Beispiel

Eine Person legt Falten an der Taille und wickelt den Stoff um die Hüfte. Das freie Ende liegt über der linken Schulter. Dieses Ende ist der Pallu.

Merke

Pallu bedeutet Schulterende. Choli bedeutet Bluse.

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Stoffe, Farben und verzierte Ränder

Saris können aus Baumwolle, Seide oder anderen Stoffen bestehen. Baumwolle ist eine Faser aus einer Pflanze und wird oft für leichte Kleidung genutzt. Seide ist eine feine Faser, die häufig glänzt und bei festlicher Kleidung vorkommt.

Ein verzierter Rand ist ein Stoffrand mit Mustern, Stickereien oder einer anderen Farbe. Auch Farben und Muster können sich stark unterscheiden. Ihre Bedeutung hängt vom Anlass, der Region, der Familie und den persönlichen Wünschen ab.

Beispiel

An einem heißen Tag kann ein leichter Baumwollsari angenehm sein. Für eine Hochzeit wählt jemand vielleicht einen glänzenden Seidensari mit einem verzierten Rand.

Merke

Stoff, Farbe und Muster zeigen Vielfalt. Eine Farbe hat nicht überall dieselbe Bedeutung.

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Sari und Hinduismus

Der Sari gehört nicht nur zum Hinduismus. Er ist vor allem ein kulturelles Kleidungsstück aus Südasien und wird auch von Menschen anderer Religionen oder ohne Religion getragen.

Der Hinduismus ist eine vielfältige Religion mit vielen Traditionen. Bei manchen hinduistischen Festen, Hochzeiten oder Tempelbesuchen tragen Menschen Saris. Das ist aber keine allgemeine Vorschrift. In Darstellungen sieht man auch Göttinnen wie Lakshmi im Sari. Lakshmi ist im Hinduismus eine Göttin, die mit Glück und Wohlstand verbunden wird.

Beispiel

Eine Familie besucht ein religiöses Fest. Eine Frau trägt einen Sari, weil er zu ihrer Familientradition passt. Eine andere Person trägt andere festliche Kleidung.

Merke

Ein Sari kann bei religiösen Anlässen bedeutsam sein. Er ist aber kein Kleidungsstück, das nur zum Hinduismus gehört.

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Geschichte und Vielfalt

Saris und ähnliche Kleidung aus gewickeltem Stoff haben in Südasien eine lange Geschichte. Über viele Jahrhunderte änderten sich Materialien, Muster und Trageweisen.

Heute tragen manche Frauen häufig einen Sari. Andere tragen ihn vor allem bei Feiern, und wieder andere tragen keinen Sari. Tradition bedeutet, dass Wissen und Bräuche über lange Zeit weitergegeben werden. Tradition kann sich trotzdem verändern.

Beispiel

Eine Großmutter zeigt ihrer Enkelin, wie sie einen Sari faltet. Die Enkelin wählt dabei eine moderne Farbe und trägt den Sari zu einem besonderen Anlass.

Merke

Tradition bedeutet nicht Stillstand. Menschen bewahren und verändern Traditionen zugleich.

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Zusammenfassung

Ein Sari ist traditionell meist eine lange, ungenähte Stoffbahn, die um den Körper gewickelt wird. Das Schulterende heißt Pallu; eine mögliche Bluse darunter heißt Choli. Saris können aus Baumwolle, Seide und anderen Stoffen bestehen. Sie gehören zu vielfältigen Kulturen Südasiens und können im Alltag, bei Festen oder bei religiösen Anlässen getragen werden.