Religion

Schahada: Bedeutung und Gebrauch einfach erklärt

Schahada: Bedeutung und Gebrauch einfach erklärt
Schahada: Bedeutung und Gebrauch einfach erklärt
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Die Schahada ist das muslimische Glaubensbekenntnis. Sie bezeugt den Glauben an den einen Gott und erkennt Muhammad als Gesandten Gottes an. Musliminnen und Muslime sprechen sie nicht nur bei der Aufnahme in den Islam, sondern auch im religiösen Alltag.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!

Was bedeutet Schahada?

Das arabische Wort Schahada bedeutet hier Glaubenszeugnis oder Glaubensbekenntnis. Ein Glaubensbekenntnis fasst zentrale Überzeugungen einer Religion in einer festen Form zusammen.

Eine deutsche Wiedergabe lautet:

Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Allah und dass Muhammad der Gesandte Gottes ist.

Allah ist das arabische Wort für Gott. Es bezeichnet in der Schahada also nicht einen zusätzlichen oder besonderen Gott neben anderen Göttern.

Definition

Schahada

Die Schahada ist das muslimische Glaubensbekenntnis. Sie enthält zwei miteinander verbundene Aussagen: den Glauben an den einen Gott und die Anerkennung Muhammads als Gesandten Gottes.

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Frage 1 von 1LeichtWelche Beschreibung trifft die Schahada?
Lösung: Sie ist das muslimische Glaubensbekenntnis. — Die Pilgerfahrt heißt Hadsch. Die Schahada fasst dagegen grundlegende Glaubensaussagen zusammen.
Welche zwei Aussagen enthält sie?

Der erste Teil bezeugt, dass es nur einen Gott gibt. Die Einheit und Einzigkeit Gottes wird mit dem arabischen Fachwort Tauhid bezeichnet.

Der zweite Teil bezeugt, dass Muhammad der Gesandte Gottes ist. Musliminnen und Muslime erkennen ihn damit als Boten Gottes und als Orientierung für ein Leben im Glauben an.

Beispiel

Lea sagt: „In der Schahada geht es nur darum, dass Muhammad wichtig ist.“

Das ist unvollständig. Die Schahada verbindet zwei Aussagen:

  1. Es gibt nur einen Gott.
  2. Muhammad ist Gottes Gesandter.

Erst beide Teile zusammen geben den Glaubensinhalt der Schahada wieder.

Merke

Ein Gott – ein Gesandter: Der erste Teil handelt von der Einheit Gottes, der zweite von Muhammads Rolle als Gesandter.

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Frage 1 von 1MittelWelche Erklärung ordnet beide Teile richtig zu?
Lösung: Der erste Teil bezeugt den einen Gott, der zweite Muhammad als Gesandten Gottes. — Die Schahada nennt weder Gebetszeiten noch alle fünf Säulen. Sie enthält zwei grundlegende Glaubensaussagen.
Warum heißt sie erste Säule des Islam?

Die Schahada gilt als erste der fünf Säulen des Islam. Die fünf Säulen beschreiben grundlegende Formen muslimischer Glaubenspraxis:

  1. das Glaubensbekenntnis,
  2. das rituelle Gebet,
  3. die soziale Pflichtabgabe,
  4. das Fasten im Ramadan,
  5. die Pilgerfahrt nach Mekka.

„Erste Säule“ bedeutet nicht, dass die Schahada alle anderen Säulen enthält. Sie bildet die Glaubensaussage, auf die sich die weiteren religiösen Handlungen beziehen.

Gut zu wissen

Die fünf Säulen geben einen Überblick über wichtige Pflichten und Praktiken. Wie Menschen ihren Glauben im Alltag leben, kann dennoch unterschiedlich aussehen.

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Frage 1 von 1MittelAmir sagt: „Wer die Schahada erklärt hat, hat damit schon alle fünf Säulen aufgezählt.“ Wie beurteilst du die Aussage?
Lösung: Sie ist falsch, weil die Schahada eine Säule ist und die anderen vier nicht aufzählt. — Die Schahada ist die erste Säule. Die weiteren Säulen bezeichnen andere Formen religiöser Praxis.
Wo begegnet die Schahada im Leben?

Die Schahada ist kein Satz, der nur einmal gesprochen wird. Sie kommt in verschiedenen religiösen Zusammenhängen vor:

  • Sie gehört zum Gebetsruf und zum rituellen Gebet.
  • Musliminnen und Muslime können mit ihr ihren Glauben erneut bekräftigen.
  • Viele muslimische Familien lassen sie einem neugeborenen Kind ins Ohr flüstern.
  • Viele Gläubige sprechen sie am Lebensende erneut.
  • Der Schriftzug wird auch als kalligrafisches Motiv verwendet.

Diese Beispiele haben nicht alle dieselbe Funktion. Im Gebet bekräftigt die Schahada den Glauben. Beim Neugeborenen oder am Lebensende begleitet sie wichtige Übergänge des Lebens. Als Schriftzug macht sie das Glaubensbekenntnis sichtbar.

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Frage 1 von 1SchwerAuf einer Tasse steht die Schahada als Schriftzug. Was lässt sich daraus sicher schließen?
Lösung: Die Glaubensformel wird auch als sichtbares Schriftmotiv verwendet. — Aus dem Gegenstand lässt sich nur seine Verwendung als Schriftmotiv erkennen. Über den Glauben einer Person sagt er für sich allein nichts Sicheres aus.
Welche Rolle spielt sie bei der Aufnahme in den Islam?

Das Sprechen der Schahada gehört zur Aufnahme in den Islam. Die vorliegenden Darstellungen nennen dafür jedoch unterschiedlich genaue Bedingungen:

  • Eine Darstellung nennt das Aussprechen des Bekenntnisses.
  • Eine andere erwähnt muslimische Zeuginnen oder Zeugen.
  • Eine weitere nennt freiwilliges und bewusstes Sprechen auf Arabisch vor zwei muslimischen Zeugen.

Diese Angaben solltest du nicht zu einer einzigen, überall gleichen Regel vermischen. Gemeinsam ist ihnen der Kern: Die Person spricht das Glaubensbekenntnis und erklärt damit ihre Zugehörigkeit zum Islam. Bei den genaueren Bedingungen unterscheiden sich die Darstellungen.

Beispiel

Nora liest zwei Texte. Im ersten steht nur: „Die Schahada wird ausgesprochen.“ Im zweiten steht zusätzlich: „Sie wird bewusst und vor Zeugen gesprochen.“

Nora darf sicher festhalten, dass beide Texte das Sprechen der Schahada nennen. Sie darf aber nicht behaupten, beide Texte stellten genau dieselben Bedingungen. Der zweite Text macht zusätzliche Angaben.

Merke

Unterscheide gemeinsamen Kern und zusätzliche Bedingung. So gibst du verschiedene Darstellungen korrekt wieder, ohne ihre Unterschiede zu verwischen.

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Frage 1 von 1SchwerDrei Darstellungen nennen unterschiedliche Einzelheiten zur Aufnahme in den Islam. Welche Auswertung ist sorgfältig?
Lösung: Alle verbinden die Aufnahme mit der Schahada, nennen aber nicht dieselben zusätzlichen Bedingungen. — Eine genaue Auswertung hält die Übereinstimmung fest und bewahrt zugleich die Unterschiede bei den genannten Bedingungen.
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Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Schahada
    • Glaubensinhalt: ein Gott und Muhammad als Gesandter
    • Stellung: erste der fünf Säulen
    • Alltag: Gebetsruf, Gebet und Bekräftigung des Glaubens
    • Lebensübergänge: Geburt, Aufnahme und Lebensende
    • Darstellung prüfen: gemeinsamen Kern und Zusatzbedingungen unterscheiden
Abschluss-Check
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Frage 1 von 3LeichtWofür steht der Begriff Tauhid?
Lösung: Für die Einheit und Einzigkeit Gottes — Tauhid bezeichnet den Glauben daran, dass Gott einer und einzigartig ist.
Frage 2 von 3MittelWelche Aussage beschreibt die Stellung der Schahada richtig?
Lösung: Sie ist das Glaubensbekenntnis und die erste der fünf Säulen des Islam. — Die Schahada steht am Anfang der fünf Säulen und wird außerdem im religiösen Alltag wiederholt.
Frage 3 von 3SchwerEin Text nennt beim Übertritt Zeugen, ein anderer nicht. Welche Schlussfolgerung ist zulässig?
Lösung: Beide nennen die Schahada, geben aber unterschiedlich genaue Bedingungen an. — Unterschiede im Detail bedeuten nicht automatisch einen Widerspruch. Entscheidend ist, genau zwischen erwähnten, nicht erwähnten und ausdrücklich ausgeschlossenen Bedingungen zu unterscheiden.

Du kannst die Schahada sicher erklären, wenn du drei Punkte verbindest: ihre beiden Glaubensaussagen, ihre Stellung als erste Säule und ihre verschiedenen Verwendungen im religiösen Leben.

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