Überweisung und Lastschrift einfach erklärt
Bei einer Überweisung stößt du die Zahlung selbst an: Du legst Empfänger, Betrag und Zeitpunkt fest. Bei einer Lastschrift erlaubst du einem Zahlungsempfänger durch ein Mandat, einen fälligen Betrag von deinem Konto einzuziehen. Die Kernfrage lautet also: Wer startet die Zahlung?
Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!
Wer stößt die Zahlung an?
Stell dir zwei Rechnungen vor. Die erste bezahlst du selbst im Online-Banking. Bei der zweiten wird der fällige Betrag automatisch abgebucht. Obwohl in beiden Fällen Geld von einem Konto auf ein anderes fließt, beginnt der Vorgang an unterschiedlichen Stellen.
Überweisung
Eine Überweisung ist eine Push-Zahlung: Du als zahlende Person gibst den Auftrag und „schiebst“ das Geld zum Empfänger. Du bestimmst Betrag und Zeitpunkt, musst aber selbst rechtzeitig handeln.
Lastschrift
Eine Lastschrift ist eine Pull-Zahlung: Der Zahlungsempfänger „zieht“ den fälligen Betrag ein. Dafür braucht er vorher deine Zustimmung in Form eines Lastschriftmandats.
| Merkmal | Überweisung | Lastschrift |
|---|---|---|
| Wer löst aus? | die zahlende Person | der Zahlungsempfänger |
| Wer legt den konkreten Einzug an? | die zahlende Person | der ermächtigte Empfänger |
| Was ist vorher nötig? | Zahlungsauftrag, etwa mit Empfänger-IBAN | Lastschriftmandat |
| Typische Stärke | unmittelbare Kontrolle über Betrag und Zeitpunkt | automatische Zahlung fälliger Beträge |
| Was bleibt zu tun? | rechtzeitig überweisen und Angaben prüfen | Kontodeckung und Umsätze prüfen |
Überweisung = du schiebst. Lastschrift = der ermächtigte Empfänger zieht. Automatisch bedeutet nicht unkontrolliert: Auch Lastschriften musst du auf dem Konto prüfen.
Wann passt welches Verfahren?
Du entscheidest nicht nach dem Motto „Eine Zahlungsart ist immer besser“. Prüfe stattdessen drei Fragen:
- Wer soll handeln? Willst du jede Zahlung selbst freigeben, spricht das für eine Überweisung. Soll ein vertrauenswürdiger Empfänger fällige Beträge automatisch einziehen, spricht das für eine Lastschrift.
- Wie oft wird gezahlt? Für eine einzelne Zahlung ist eine Überweisung oft übersichtlich. Für regelmäßig wiederkehrende Rechnungen spart eine Lastschrift einzelne Zahlungsschritte.
- Ist der Betrag gleich oder veränderlich? Einen festen Betrag kannst du selbst überweisen oder als wiederkehrenden Auftrag einrichten. Bei wechselnden fälligen Beträgen kann der ermächtigte Empfänger per Lastschrift jeweils den geschuldeten Betrag einziehen.
Situation A: einmaliger Kauf von einem Freund
Du schuldest 24 Euro, kennst die korrekte IBAN und möchtest den Betrag sofort selbst freigeben. Eine Überweisung passt: Du kontrollierst Betrag und Zeitpunkt. Vor dem Bestätigen prüfst du IBAN, Namen und Betrag besonders sorgfältig, denn eine ausgeführte Fehlüberweisung ist schwer zurückzuholen.
Situation B: monatliche Stromrechnung mit wechselndem Betrag
Der Anbieter darf nach einem erteilten Mandat den jeweils fälligen Betrag einziehen. Eine Lastschrift passt, weil die Zahlung wiederkehrt, der Betrag schwanken kann und kein einzelner Zahlungsauftrag nötig ist. Trotzdem sorgst du zum angekündigten Termin für Deckung und prüfst die Buchung.
Wie nutzt du eine Lastschrift sicher?
Ein SEPA-Lastschriftmandat hat zwei Wirkungen: Du ermächtigst den Zahlungsempfänger, fällige Beträge einzuziehen, und weist zugleich deine Bank an, diese Lastschriften einzulösen. Das Mandat ist keine Erlaubnis für beliebige Abbuchungen.
Für die Zuordnung einer SEPA-Basislastschrift helfen dir drei Angaben:
- der vorher mitgeteilte Fälligkeitstermin,
- die Mandatsreferenz für dein konkretes Mandat,
- die Gläubiger-Identifikationsnummer des Zahlungsempfängers.
Gehe in dieser Reihenfolge vor:
- Vorher prüfen: Kennst du Empfänger, Forderung und Mandat?
- Deckung sichern: Ist zum angekündigten Termin genug Geld auf dem Konto?
- Nachher kontrollieren: Passen Empfänger, Betrag und Buchung zu der fälligen Rechnung?
- Bei Vertragsende handeln: Beende nicht nur den Vertrag, sondern widerrufe auch das dazugehörige Mandat.
Bei Rückgaben gelten nicht in jedem Fall dieselben Regeln und Fristen. Verlasse dich deshalb nicht auf eine einzige pauschale Frist. Prüfe deine Umsätze zeitnah und kläre eine unklare Abbuchung unverzüglich mit deiner Bank.
Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.
Bei einer Lastschrift braucht der Empfänger ein . Zum angekündigten muss das Konto ausreichend gedeckt sein. In der Umsatzanzeige helfen und Gläubiger-Identifikationsnummer bei der Zuordnung. Nach dem Einzug prüfst du den .
Welche Fehler solltest du vermeiden?
Fehler 1: Empfängerdaten bei der Überweisung ungeprüft bestätigen
Ein Zahlendreher kann das Geld auf ein falsches Konto lenken. Prüfe deshalb die eingegebenen Daten und den Betrag, bevor du den Auftrag freigibst. Nach der Ausführung ist eine Rückholung schwierig.
Fehler 2: Automatisch mit „muss stimmen“ verwechseln
Ein Mandat erlaubt nur den Einzug fälliger Beträge. Vergleiche Lastschriften trotzdem mit Vertrag oder Rechnung. Die Automatik ersetzt deine Kontrolle nicht.
Fehler 3: Kontodeckung vergessen
Ist zum angekündigten Termin nicht genug Geld vorhanden, kann der Einzug scheitern. Plane regelmäßige Abbuchungen deshalb in deinem verfügbaren Kontostand ein.
Fehler 4: Nach Vertragsende nur den Vertrag kündigen
Der Vertrag und das Mandat sind nicht dasselbe. Widerrufe bei Vertragsende auch das Lastschriftmandat beim bisherigen Empfänger.
Karteikasten
Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.
Alles auf einen Blick
- Überweisung und Lastschrift
- Überweisung: Zahler löst aus und kontrolliert Betrag sowie Zeitpunkt
- Lastschrift: Empfänger zieht mit Mandat einen fälligen Betrag ein
- Auswahl: Häufigkeit, Betrag und gewünschte Kontrolle prüfen
- Vor der Zahlung: Empfängerdaten oder Mandat prüfen
- Zum Termin: Kontodeckung sichern
- Nach der Zahlung: Kontoumsatz prüfen
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