Produzenten, Konsumenten und Destruenten erklärt
Produzenten bauen Biomasse auf, Konsumenten fressen Produzenten oder andere Konsumenten und Destruenten zerlegen totes organisches Material. Gemeinsam ermöglichen diese drei Gruppen, dass Stoffe in einem Ökosystem erneut verfügbar werden.
Auf dieser Seite lernst du, Organismen nach ihrer Funktion einzuordnen und ihre Beziehungen in einer Nahrungskette zu erklären.
Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!
Welche drei Aufgaben gibt es im Ökosystem?
Ein Organismus wird hier danach eingeordnet, welche Funktion er im Ökosystem erfüllt.
Produzenten
Produzenten stellen aus anorganischen Stoffen organische Biomasse her. Pflanzen und Algen nutzen dazu Lichtenergie. Auch verschiedene Bakterienarten können Produzenten sein.
Produzenten sind autotroph. Das bedeutet: Sie müssen keine anderen Lebewesen als Nahrung aufnehmen, um organische Stoffe aufzubauen. Ihre Biomasse bildet die Nahrungsgrundlage der Konsumenten.
Konsumenten
Konsumenten nehmen andere Lebewesen oder deren organische Biomasse auf. Sie gewinnen daraus Stoffe und Energie, können ihre Nahrung aber nicht selbst aus anorganischen Ausgangsstoffen herstellen.
Konsumenten sind heterotroph, also auf bereits vorhandene organische Stoffe angewiesen. Zu ihnen gehören Pflanzenfresser, Fleischfresser und Allesfresser.
Destruenten
Destruenten oder Zersetzer bauen tote Pflanzen, Tierkadaver und Ausscheidungen ab. Vor allem Bakterien und Pilze machen dabei anorganische Stoffe wieder verfügbar.
Eine Pflanze erzeugt Biomasse. Eine Raupe frisst die Pflanze, ein Vogel frisst die Raupe. Nach ihrem Tod werden die organischen Reste von Bakterien und Pilzen abgebaut. Die Pflanze ist Produzent, Raupe und Vogel sind Konsumenten, Bakterien und Pilze übernehmen die Funktion der Destruenten.
Wie bestimmst du die Ordnung eines Konsumenten?
Die Ordnung eines Konsumenten hängt davon ab, was er in der betrachteten Nahrungskette frisst. Sie ist nicht für jede Tierart unveränderlich festgelegt.
- Primärkonsumenten oder Konsumenten 1. Ordnung fressen Produzenten. Sie sind Pflanzenfresser.
- Sekundärkonsumenten oder Konsumenten 2. Ordnung fressen Primärkonsumenten.
- Tertiärkonsumenten oder Konsumenten 3. Ordnung fressen Sekundärkonsumenten.
- Weitere Ordnungen entstehen, wenn die Nahrungskette fortgesetzt wird.
Ein Endkonsument steht am oberen Ende einer betrachteten Nahrungskette. Wie viele Konsumentenordnungen vorkommen, hängt vom jeweiligen Ökosystem und von der gewählten Nahrungskette ab.
Betrachte die Nahrungskette:
Pflanze → Raupe → Vogel → Fuchs
Der Pfeil zeigt hier vom aufgenommenen Organismus zu dem Organismus, der ihn frisst.
- Die Pflanze ist der Produzent.
- Die Raupe frisst den Produzenten und ist Primärkonsument.
- Der Vogel frisst den Primärkonsumenten und ist Sekundärkonsument.
- Der Fuchs frisst den Sekundärkonsumenten und ist Tertiärkonsument.
Bestimme die Konsumentenordnung nicht allein nach dem Namen der Tierart. Verfolge zuerst die konkrete Nahrungskette vom Produzenten aus.
Wie schließt sich der Stoffkreislauf?
Produzenten entnehmen ihrer Umgebung anorganische Stoffe und bauen daraus organische Biomasse auf. Konsumenten nehmen diese Biomasse direkt oder über andere Konsumenten auf.
Tote Organismen und Ausscheidungen enthalten weiterhin organische Stoffe. Destruenten bauen dieses Material ab und wandeln Bestandteile in anorganische, erneut nutzbare Stoffe um. Diese Rückführung heißt Remineralisierung.
Ein Blatt wächst an einer Pflanze und wird später von einer Raupe gefressen. Ausscheidungen und tote Reste gelangen in die Umwelt. Bakterien und Pilze bauen sie ab. Dabei werden anorganische Nährstoffe wieder verfügbar, die Produzenten für neue Biomasse nutzen können.
Stoffe können im Ökosystem erneut verfügbar werden: Produzenten bauen Biomasse auf, Konsumenten nutzen sie und Destruenten führen Bestandteile aus totem Material in anorganische Formen zurück.
Stoffkreislauf und Energiegewinn sind nicht dasselbe. Produzenten speichern Lichtenergie in organischen Stoffen, Konsumenten gewinnen Energie aus ihrer Nahrung. Destruenten führen jedoch Stoffe, nicht die zuvor genutzte Energie, zu den Produzenten zurück.
Kannst du Organismen selbst zuordnen?
Ordne die Begriffe im folgenden Zusammenhang zu.
Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.
Eine grüne Pflanze ist ein . Ein Kaninchen, das die Pflanze frisst, ist ein . Ein Fuchs, der das Kaninchen frisst, ist in dieser Kette ein . Pilze, die tote Reste abbauen, wirken als .
Eine neue Nahrungskette untersuchen
Gegeben ist die Folge:
Pflanze → Hase → Fuchs → großer Greifvogel
Bestimme die Funktion und, falls passend, die Konsumentenordnung jedes Lebewesens. Erkläre anschließend, was nach dem Tod der Organismen mit ihren Stoffen geschehen kann.
Lösung:
- Die Pflanze ist Produzentin, weil sie Biomasse aufbaut.
- Der Hase frisst die Pflanze und ist Primärkonsument.
- Der Fuchs frisst den Primärkonsumenten und ist Sekundärkonsument.
- Der große Greifvogel frisst den Sekundärkonsumenten und ist Tertiärkonsument.
- Destruenten wie Bakterien und Pilze können tote Reste abbauen. Dabei werden anorganische Stoffe wieder verfügbar, die Produzenten erneut nutzen können.
Karteikasten
Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.
Alles auf einen Blick
- Funktionale Gruppen im Ökosystem
- Produzenten: bauen Biomasse auf
- Konsumenten: nehmen Biomasse als Nahrung auf
- Destruenten: bauen totes organisches Material ab
- Nahrungskette: bestimmt die Konsumentenordnung
- Stoffkreislauf: macht Stoffe erneut verfügbar
Abschluss-Check
Du hast das Lernziel erreicht, wenn du bei einer neuen Nahrungskette zuerst den Produzenten findest, daraus die Konsumentenordnungen ableitest und die Rückführung der Stoffe durch Destruenten erklären kannst.
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