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Erdgas

Erdgas verständlich erklärt: Eigenschaften, Aufbau, Reaktionen und Beispiele für den Chemieunterricht.

Wenn bei dir zu Hause die Heizung anspringt oder in der Küche eine Gasflamme brennt, ist die Chance groß, dass gerade Erdgas verbrennt. Erdgas heizt Wohnungen, backt Brötchen in Großbäckereien, erzeugt Strom und treibt sogar Autos an. In diesem Artikel lernst du, woraus Erdgas besteht, wie es entstanden ist, was bei seiner Verbrennung chemisch passiert – und warum es trotz seines sauberen Rufs ein Problem für das Klima ist.

Was ist Erdgas?

Erdgas ist ein brennbares, natürlich entstandenes Gasgemisch, das in unterirdischen Lagerstätten vorkommt – oft zusammen mit Erdöl, weil beide auf ähnliche Weise entstehen. Ein Gemisch bedeutet: Erdgas ist kein einzelner Stoff mit einer festen Formel, sondern eine Mischung aus mehreren Gasen, deren Anteile je nach Fundort schwanken.

Der Hauptbestandteil ist fast immer Methan mit der Summenformel \(\text{CH}_4\) – das einfachste Molekül aus der Stoffklasse der Kohlenwasserstoffe, also der Verbindungen, die nur aus Kohlenstoff- und Wasserstoffatomen bestehen. In vielen Lagerstätten liegt der Methananteil zwischen 75 % und 99 %. Daneben enthält rohes Erdgas weitere Alkane (gesättigte Kohlenwasserstoffe) wie Ethan (\(\text{C}_2\text{H}_6\)), Propan (\(\text{C}_3\text{H}_8\)) und Butan (\(\text{C}_4\text{H}_{10}\)) sowie nicht brennbare Gase wie Stickstoff und Kohlenstoffdioxid.

Bestandteil Formel Typischer Anteil im Rohgas
Methan \(\text{CH}_4\) 75–99 %
Ethan \(\text{C}_2\text{H}_6\) 1–15 %
Propan \(\text{C}_3\text{H}_8\) 1–10 %
Stickstoff \(\text{N}_2\) 0–15 %
Kohlenstoffdioxid \(\text{CO}_2\) 0–10 %
Schwefelwasserstoff \(\text{H}_2\text{S}\) 0–35 %

Rohgas mit viel Schwefelwasserstoff heißt Sauergas. Weil \(\text{H}_2\text{S}\) giftig ist und beim Verbrennen das umweltschädliche Schwefeldioxid bildet, müssen solche Bestandteile vor dem Verkauf durch eine Gaswäsche entfernt werden. Erst dieses aufbereitete, sehr methanreiche Gas kommt als „Erdgas" zu den Verbraucherinnen und Verbrauchern.

Merke: Erdgas ist ein Gasgemisch aus der Natur – sein Hauptbestandteil ist das Alkan Methan (\(\text{CH}_4\)).

Eigenschaften von Erdgas

Aufbereitetes Erdgas ist farblos und geruchlos – und genau das ist gefährlich. Ein Leck in einer Gasleitung würde niemand bemerken. Deshalb wird dem Gas vor der Einspeisung ins Netz ein intensiver Duftstoff zugesetzt, meist eine schwefelhaltige organische Verbindung. Dieses Verfahren heißt Odorierung. Der typische „Gasgeruch" stammt also nicht vom Erdgas selbst, sondern vom zugesetzten Warnstoff.

Weitere wichtige Eigenschaften:

  • Erdgas ist leichter als Luft (Dichte etwa \(0{,}7\,\text{kg/m}^3\) gegenüber etwa \(1{,}3\,\text{kg/m}^3\) bei Luft). Ausströmendes Gas steigt deshalb nach oben.
  • Die Zündtemperatur liegt bei rund \(600\,^\circ\text{C}\) – so heiß muss ein Gas-Luft-Gemisch mindestens werden, damit es sich von selbst entzündet.
  • Reines Methan siedet erst bei \(-161\,^\circ\text{C}\). Kühlt man Erdgas so stark ab, wird es flüssig und sein Volumen schrumpft auf etwa ein Sechshundertstel – so entsteht LNG (Liquefied Natural Gas, verflüssigtes Erdgas), das sich per Schiff transportieren lässt. Stark verdichtetes, aber gasförmiges Erdgas für Fahrzeuge heißt CNG (Compressed Natural Gas).

Je nach Energiegehalt unterscheidet man H-Gas (englisch high calorific: hoher Methananteil, hoher Brennwert) und L-Gas (low calorific: mehr Stickstoff und \(\text{CO}_2\), niedrigerer Brennwert). Der Brennwert gibt an, wie viel Energie bei der vollständigen Verbrennung frei wird – bei H-Gas etwa \(11\,\text{kWh}\) pro Kubikmeter, bei L-Gas etwa \(8\,\text{kWh}\).

Tipp: Verwechsle Erdgas nicht mit Autogas (LPG): Autogas besteht überwiegend aus Propan und Butan und stammt meist aus der Erdölraffination – Erdgas dagegen besteht vor allem aus Methan.

Die Verbrennung: Chemie des Erdgases

Chemisch betrachtet ist die Nutzung von Erdgas eine Verbrennung, also eine exotherme Reaktion mit Sauerstoff – eine Reaktion, bei der Energie in Form von Wärme und Licht frei wird. Bei vollständiger Verbrennung von Methan entstehen nur Kohlenstoffdioxid und Wasser:

$$ \text{CH}_4 + 2\,\text{O}_2 \rightarrow \text{CO}_2 + 2\,\text{H}_2\text{O} $$

Beispiel: So stellst du die Gleichung selbst auf. Schritt 1: Edukte und Produkte notieren: \(\text{CH}_4 + \text{O}_2 \rightarrow \text{CO}_2 + \text{H}_2\text{O}\). Schritt 2: Kohlenstoff prüfen – links 1 C, rechts 1 C, passt. Schritt 3: Wasserstoff prüfen – links 4 H, rechts nur 2 H, also brauchen wir \(2\,\text{H}_2\text{O}\). Schritt 4: Sauerstoff zählen – rechts stehen jetzt \(2 + 2 = 4\) O-Atome, also links \(2\,\text{O}_2\). Ergebnis: \(\text{CH}_4 + 2\,\text{O}_2 \rightarrow \text{CO}_2 + 2\,\text{H}_2\text{O}\) – die Gleichung ist ausgeglichen.

Steht zu wenig Sauerstoff zur Verfügung, läuft eine unvollständige Verbrennung ab. Dabei entstehen das giftige, geruchlose Kohlenstoffmonoxid (\(\text{CO}\)) und Ruß (Kohlenstoff). Deshalb müssen Gasthermen regelmäßig gewartet und Räume gut belüftet werden.

Erdgas verbrennt vergleichsweise „sauber": Methan hat pro Kohlenstoffatom vier Wasserstoffatome – mehr als die langkettigen Kohlenwasserstoffe in Benzin oder Diesel. Bei der Verbrennung entsteht darum im Verhältnis mehr Wasser und weniger \(\text{CO}_2\) und Ruß als bei Kohle oder Erdöl.

Merke: Vollständige Verbrennung: \(\text{CH}_4 + 2\,\text{O}_2 \rightarrow \text{CO}_2 + 2\,\text{H}_2\text{O}\). Bei Sauerstoffmangel entsteht zusätzlich giftiges Kohlenstoffmonoxid.

Wie ist Erdgas entstanden?

Erdgas ist wie Erdöl und Kohle ein fossiler Energieträger – ein Brennstoff, der vor Jahrmillionen aus abgestorbenen Lebewesen entstanden ist. Die Entstehung lief in mehreren Schritten ab:

  1. Abgestorbene marine Kleinstlebewesen (vor allem einzellige Algen) sanken auf den Meeresboden.
  2. Unter sauerstofffreien Bedingungen verwesten sie nicht vollständig, sondern bildeten einen Faulschlamm.
  3. Der Faulschlamm wurde von Sedimentschichten überdeckt und über Jahrmillionen in die Tiefe gedrückt.
  4. Unter hohem Druck und hohen Temperaturen wandelte sich die organische Substanz in Erdöl und Erdgas um.

Das leichte Gas wanderte durch poröses Gestein nach oben, bis es unter einer undurchlässigen Gesteinsschicht, dem Deckgestein, gefangen wurde. Solche geologischen Strukturen heißen Erdgasfallen – dort lagert das Gas unter hohem Druck, bis es durch Bohrungen gefördert wird. Große Förderländer sind die USA und Russland; bedeutende Felder liegen etwa in Norwegen, Katar und Sibirien.

Nutzung: Wofür brauchen wir Erdgas?

Erdgas ist in Deutschland einer der wichtigsten Energieträger. Die größten Verwendungszwecke:

  • Heizen: Der größte Teil des Erdgases erwärmt Wohnungen, Büros und Wasser – die Haushalte allein verbrauchen davon fast ein Drittel.
  • Industrie: Wärme für Glaswerke, Ziegeleien, Zementwerke und Großbäckereien.
  • Stromerzeugung: Gaskraftwerke lassen sich schnell hoch- und herunterfahren und gleichen Schwankungen im Stromnetz aus.
  • Chemischer Rohstoff: Erdgas liefert den Wasserstoff für die Ammoniaksynthese im Haber-Bosch-Verfahren – die Grundlage der Düngemittelproduktion.
  • Kraftstoff: Als CNG oder LNG treibt Erdgas Autos, Busse und Schiffe an.

Erdgas und das Klima

Erdgas gilt als der „sauberste" fossile Brennstoff, weil bei seiner Verbrennung weniger \(\text{CO}_2\) pro gewonnener Energiemenge entsteht als bei Kohle oder Erdöl. Trotzdem ist es kein klimaneutraler Energieträger – aus zwei Gründen:

Erstens entsteht bei jeder Verbrennung \(\text{CO}_2\), das wichtigste vom Menschen freigesetzte Treibhausgas. Zweitens ist Methan selbst ein sehr starkes Treibhausgas: Entweicht es unverbrannt bei Förderung oder Transport, wirkt es über einen Zeitraum von 100 Jahren betrachtet rund 28-mal so stark auf das Klima wie die gleiche Masse \(\text{CO}_2\). Solche Methanlecks verschlechtern die Klimabilanz von Erdgas erheblich. Langfristig soll Erdgas deshalb durch erneuerbare Energien und klimaneutral erzeugte Gase wie grünen Wasserstoff oder Biogas ersetzt werden.

Merke: Erdgas verbrennt sauberer als Kohle und Öl – bleibt aber ein fossiler Energieträger, dessen Nutzung das Klima belastet.

Zusammenfassung

  • Erdgas ist ein natürliches, brennbares Gasgemisch; Hauptbestandteil ist das Alkan Methan (\(\text{CH}_4\), meist 75–99 %).
  • Es ist farblos, geruchlos und leichter als Luft; der Warngeruch wird durch Odorierung künstlich zugesetzt.
  • Vollständige Verbrennung: \(\text{CH}_4 + 2\,\text{O}_2 \rightarrow \text{CO}_2 + 2\,\text{H}_2\text{O}\); bei Sauerstoffmangel entsteht giftiges Kohlenstoffmonoxid.
  • Erdgas ist ein fossiler Energieträger: entstanden aus abgestorbenen Meereslebewesen unter Druck und Hitze über Jahrmillionen, gespeichert in Erdgasfallen unter Deckgestein.
  • Genutzt wird es zum Heizen, in der Industrie, zur Stromerzeugung, als Rohstoff (Haber-Bosch-Verfahren) und als Kraftstoff (CNG/LNG).
  • Erdgas verbrennt sauberer als Kohle und Öl, belastet aber das Klima durch \(\text{CO}_2\) und Methanlecks – Methan ist ein sehr starkes Treibhausgas.

Interaktiv üben

Deine Lernziele
  • Ich kann erklären, woraus Erdgas besteht und warum es ein Gemisch ist.
  • Ich kann die wichtigsten Eigenschaften von Erdgas nennen und die Odorierung erklären.
  • Ich kann die Reaktionsgleichung der vollständigen Methanverbrennung aufstellen.
  • Ich kann beschreiben, wie Erdgas entstanden ist und wo es lagert.
  • Ich kann Nutzung und Klimawirkung von Erdgas bewerten.

Woraus besteht Erdgas?

Wenn zu Hause die Gasheizung läuft, verbrennt dort vor allem ein einziges kleines Molekül: Methan. Aber Erdgas ist mehr als nur Methan — schauen wir genauer hin.

Definition

Erdgas

Erdgas ist ein brennbares, natürlich entstandenes Gasgemisch aus unterirdischen Lagerstätten. Hauptbestandteil ist das Alkan Methan (\(\text{CH}_4\), meist 75–99 %). Daneben enthält Rohgas weitere Alkane (Ethan, Propan, Butan) sowie nicht brennbare Gase wie Stickstoff und Kohlenstoffdioxid.

Beispiel

Ein Rohgas enthält 89 % Methan, 8 % weitere Alkane und 3 % Inertgase (Stickstoff und \(\text{CO}_2\)). Frage: Ist das ein Reinstoff? Schritt 1: Ein Reinstoff besteht aus nur einer Teilchensorte. Schritt 2: Hier liegen mehrere Gase nebeneinander vor, ohne feste Formel. Ergebnis: Erdgas ist ein Stoffgemisch — die Anteile schwanken sogar je nach Lagerstätte.

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Merke

Erdgas = Gasgemisch mit dem Hauptbestandteil Methan (\(\text{CH}_4\)) — dem einfachsten Kohlenwasserstoff.

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Eigenschaften: farblos, geruchlos, leichter als Luft

Stell dir ein Gasleck in einer Küche vor. Reines Erdgas würdest du weder sehen noch riechen — genau dafür hat die Chemie eine clevere Lösung.

Definition

Odorierung

Odorierung ist das Zusetzen eines intensiv riechenden Duftstoffs (meist einer schwefelhaltigen organischen Verbindung) zum von Natur aus geruchlosen Erdgas, damit Lecks sofort am Geruch erkannt werden.

Wichtige Kenndaten: Erdgas ist farblos, leichter als Luft (Dichte etwa \(0{,}7\,\text{kg/m}^3\), Luft etwa \(1{,}3\,\text{kg/m}^3\)) und hat eine Zündtemperatur von rund \(600\,^\circ\text{C}\). Kühlt man es auf \(-161\,^\circ\text{C}\) ab, wird es flüssig: So entsteht LNG für den Schiffstransport. Stark verdichtetes, gasförmiges Erdgas für Fahrzeuge heißt CNG.

Beispiel

Warum steigt ausströmendes Erdgas zur Decke? Schritt 1: Dichte vergleichen: Erdgas \(0{,}7\,\text{kg/m}^3\), Luft \(1{,}3\,\text{kg/m}^3\). Schritt 2: Der leichtere Stoff erfährt in der schwereren Luft Auftrieb. Ergebnis: Das Gas sammelt sich oben im Raum — deshalb sitzen Gasmelder für Erdgas an der Decke, nicht am Boden.

Gut zu wissen

Der typische „Gasgeruch" nach faulen Eiern stammt nicht vom Erdgas selbst, sondern vom zugesetzten Duftstoff. Schon winzige Mengen reichen, weil unsere Nase Schwefelverbindungen extrem empfindlich wahrnimmt.

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Die Verbrennung von Methan

Jetzt zum chemischen Kern: Was passiert, wenn die Gasflamme brennt? Eine Verbrennung ist eine exotherme Reaktion mit Sauerstoff — es wird Wärme und Licht frei.

Definition

Vollständige Verbrennung von Methan

Bei ausreichend Sauerstoff verbrennt Methan vollständig zu Kohlenstoffdioxid und Wasser: \(\text{CH}_4 + 2\,\text{O}_2 \rightarrow \text{CO}_2 + 2\,\text{H}_2\text{O}\). Bei Sauerstoffmangel läuft eine unvollständige Verbrennung ab, bei der giftiges Kohlenstoffmonoxid (\(\text{CO}\)) und Ruß entstehen.

Beispiel

Gleichung Schritt für Schritt ausgleichen: Schritt 1: Grundgerüst \(\text{CH}_4 + \text{O}_2 \rightarrow \text{CO}_2 + \text{H}_2\text{O}\). Schritt 2: C zählen — links 1, rechts 1, passt. Schritt 3: H zählen — links 4, rechts 2, also \(2\,\text{H}_2\text{O}\) setzen. Schritt 4: O zählen — rechts \(2 + 2 = 4\), also links \(2\,\text{O}_2\). Ergebnis: \(\text{CH}_4 + 2\,\text{O}_2 \rightarrow \text{CO}_2 + 2\,\text{H}_2\text{O}\).

Merke

Genug Sauerstoff → \(\text{CO}_2\) + Wasser. Zu wenig Sauerstoff → giftiges \(\text{CO}\) + Ruß. Deshalb: Gastherme warten, Räume lüften!

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Entstehung und Lagerstätten

Woher kommt das Gas eigentlich, das wir heute fördern? Die Antwort führt Jahrmillionen zurück — Erdgas ist im Wortsinn ein fossiler Brennstoff.

Definition

Fossiler Energieträger

Ein fossiler Energieträger ist ein Brennstoff, der vor Jahrmillionen aus abgestorbenen Lebewesen entstanden ist. Zu den fossilen Energieträgern zählen Kohle, Erdöl und Erdgas.

Beispiel

Der Weg vom Plankton zum Erdgas: Schritt 1: Abgestorbene marine Kleinstlebewesen (vor allem einzellige Algen) sinken auf den Meeresboden. Schritt 2: Ohne Sauerstoff verwesen sie nicht, sondern bilden Faulschlamm. Schritt 3: Sedimentschichten überdecken den Schlamm und drücken ihn über Jahrmillionen in die Tiefe. Schritt 4: Hoher Druck und hohe Temperatur wandeln die organische Substanz in Erdöl und Erdgas um. Schritt 5: Das leichte Gas steigt durch poröses Gestein auf, bis es unter einer undurchlässigen Schicht (Deckgestein) in einer Erdgasfalle gefangen wird.

Merke

Erdgas entsteht wie Erdöl: abgestorbene Meereslebewesen + kein Sauerstoff + Druck + Hitze + Jahrmillionen. Deshalb liegen beide oft in derselben Lagerstätte.

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Nutzung und Klima

Erdgas heizt, kocht, treibt an und liefert Rohstoffe — aber es hat eine Schattenseite. Zeit für eine ehrliche Bilanz.

Definition

Treibhausgas

Ein Treibhausgas ist ein Gas, das Wärmestrahlung in der Atmosphäre zurückhält und so die Erde erwärmt. Bei der Erdgasverbrennung entsteht \(\text{CO}_2\); unverbranntes Methan wirkt über 100 Jahre betrachtet rund 28-mal so stark wie die gleiche Masse \(\text{CO}_2\).

In Deutschland wird Erdgas vor allem zum Heizen von Gebäuden genutzt, außerdem für Industriewärme, zur Stromerzeugung in flexiblen Gaskraftwerken, als Kraftstoff (CNG/LNG) und als Rohstoff — etwa für die Ammoniaksynthese im Haber-Bosch-Verfahren.

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Gut zu wissen

Erdgas gilt als „sauberster" fossiler Brennstoff: Methan hat vier H-Atome pro C-Atom, deshalb entsteht pro Energiemenge weniger \(\text{CO}_2\) und Ruß als bei Kohle oder Öl. Trotzdem belasten \(\text{CO}_2\) aus der Verbrennung und Methanlecks bei Förderung und Transport das Klima erheblich.

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Alles auf einen Blick

Bevor du in den Abschluss-Check gehst: Hier siehst du das ganze Thema als Übersicht — und kannst die Kernfakten mit Lernkarten festigen.

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Abschluss-Check

Jetzt kombinierst du alles: Zusammensetzung, Eigenschaften, Verbrennung, Entstehung und Klima — in neuen Situationen. Fehler sind hier Gold wert: Sie zeigen dir genau, welches Kapitel du noch einmal ansehen solltest.

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