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Lewis-Formel

Lewis-Formel in der Chemie verständlich erklärt: Definition, Eigenschaften, Beispiele und Bedeutung für den Unterricht.

Die Lewis-Formel hilft dir, aus einer Summenformel eine sinnvolle Struktur zu machen. Sie zeigt nicht alle Elektronen eines Atoms, sondern die wichtigen Aussenelektronen. Nach dieser Seite kannst du Lewis-Formeln Schritt fuer Schritt aufstellen und typische Fehler bei Oktettregel, freien Elektronenpaaren und Mehrfachbindungen vermeiden.

Deine Lernziele
  • Ich kann erklaeren, was eine Lewis-Formel zeigt.
  • Ich kann Valenzelektronen aus der Hauptgruppe ableiten.
  • Ich kann einfache Lewis-Formeln fuer H2, H2O, CO2 und O2 aufstellen.
  • Ich kann bindende und freie Elektronenpaare unterscheiden.
  • Ich kann typische Pruefungsfehler bei Lewis-Formeln erkennen.

Was die Lewis-Formel zeigt

Eine Lewis-Formel konzentriert sich auf die Elektronen, die fuer Bindungen wichtig sind: die Valenzelektronen. Das Elementsymbol steht fuer Atomkern und innere Elektronen. Punkte oder Striche zeigen die Aussenelektronen.

Definition

Lewis-Formel

Eine Lewis-Formel ist eine Strukturformel, die Atome, Valenzelektronen, bindende Elektronenpaare und freie Elektronenpaare darstellt.

Definition

Valenzelektronen

Valenzelektronen sind die Elektronen der aeussersten Schale. Sie bestimmen, welche Bindungen ein Atom eingehen kann.

Beispiel

Chlor hat 7 Valenzelektronen.

In der Lewis-Schreibweise werden diese Elektronen um das Symbol Cl verteilt. Ein einzelnes ungepaartes Elektron zeigt: Chlor kann meist eine Bindung eingehen, um ein Oktett zu erreichen.

Merke

Lewis-Formeln zeigen nicht alles im Atom, sondern das, was fuer Bindungen zaehlt.

Die Grundregeln

Bei Hauptgruppenelementen kannst du die Zahl der Valenzelektronen oft aus der Hauptgruppe ablesen. Wasserstoff braucht nur zwei Elektronen. Viele andere Nichtmetalle streben acht Valenzelektronen an.

Definition

Oktettregel

Die Oktettregel besagt: Viele Hauptgruppenelemente sind in Verbindungen besonders stabil, wenn sie acht Valenzelektronen um sich herum haben. Wasserstoff folgt der Duettregel mit zwei Elektronen.

Beispiel

Typische Bindigkeiten in einfachen Molekuelen:

Wasserstoff bildet meistens 1 Bindung.

Halogene wie Chlor bilden meistens 1 Bindung.

Sauerstoff bildet meistens 2 Bindungen.

Stickstoff bildet meistens 3 Bindungen.

Kohlenstoff bildet meistens 4 Bindungen.

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Lewis-Formeln Schritt fuer Schritt

Bei einfachen Molekuelen hilft eine feste Reihenfolge: Atome aufschreiben, Valenzelektronen zaehlen, Zentralatom waehlen, Bindungen setzen, freie Elektronenpaare verteilen, Oktette pruefen.

Beispiel

Stelle die Lewis-Formel von Wasser \(H_2O\) auf.

  1. Valenzelektronen zaehlen: Sauerstoff hat 6, jedes H hat 1.
  2. Insgesamt: \(6 + 1 + 1 = 8\) Elektronen.
  3. Sauerstoff kommt in die Mitte, weil Wasserstoff nur eine Bindung bilden kann.
  4. Setze zwei O-H-Bindungen.
  5. Damit sind 4 Elektronen in Bindungen.
  6. Die restlichen 4 Elektronen bleiben als zwei freie Elektronenpaare am Sauerstoff.
Beispiel

Stelle die Lewis-Formel von \(CO_2\) auf.

  1. Kohlenstoff hat 4 Valenzelektronen.
  2. Zwei Sauerstoffatome haben zusammen \(2 \cdot 6 = 12\) Valenzelektronen.
  3. Insgesamt sind es \(16\) Valenzelektronen, also \(8\) Elektronenpaare.
  4. Kohlenstoff steht in der Mitte.
  5. Damit alle Oktette erfuellt werden, entstehen zwei Doppelbindungen: \(O=C=O\).
  6. Jedes Sauerstoffatom besitzt zusaetzlich zwei freie Elektronenpaare.
Gut zu wissen

Bei grossen oder geladenen Teilchen werden Lewis-Formeln anspruchsvoller. Fuer den Anfang sind neutrale Molekuele mit H, C, N, O und Halogenen die beste Uebung.

Bindende und freie Elektronenpaare

Ein bindendes Elektronenpaar liegt zwischen zwei Atomen und haelt sie zusammen. Ein freies Elektronenpaar gehoert zu einem Atom und bildet keine Bindung. Beide zaehlen aber beim Oktett mit.

Definition

Bindendes Elektronenpaar

Ein bindendes Elektronenpaar ist ein gemeinsames Elektronenpaar zwischen zwei Atomen. In der Valenzstrichformel wird es oft als Strich gezeichnet.

Definition

Freies Elektronenpaar

Ein freies Elektronenpaar gehoert zu einem Atom und ist nicht an einer Bindung beteiligt. Es beeinflusst trotzdem Form und Reaktivitaet eines Molekuels.

Beispiel

Vergleiche \(O_2\) und \(N_2\).

Sauerstoff hat 6 Valenzelektronen und bildet im \(O_2\) eine Doppelbindung. Jedes O-Atom hat dazu zwei freie Elektronenpaare.

Stickstoff hat 5 Valenzelektronen und bildet im \(N_2\) eine Dreifachbindung. Jedes N-Atom hat dazu ein freies Elektronenpaar.

Merke

Oktett pruefen heisst: bindende und freie Elektronenpaare zusammen zaehlen.

Pruefungsmodus

In Klassenarbeiten werden oft zwei Fehler gesucht: zu wenige Elektronen oder falsches Zentralatom. Wasserstoff steht fast nie in der Mitte, weil es nur eine Bindung bilden kann. Kohlenstoff, Stickstoff oder Sauerstoff sind haeufigere Zentralatome.

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Zusammenfassung

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