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Mediation Englisch: Schritt für Schritt

Mediation Englisch: Schritt für Schritt
Mediation Englisch: Schritt für Schritt
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Bei einer Mediation vermittelst du wichtige Inhalte sinngemäß zwischen Deutsch und Englisch. Du übersetzt nicht Wort für Wort, sondern wählst aus, was die Zielperson braucht, formulierst es verständlich in eigenen Worten und erklärst bei Bedarf kulturelle Besonderheiten.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!

Was ist eine Mediation?

Stell dir vor, deine Familie ist in England. Dein kleiner Bruder versteht die englische Speisekarte nicht. Du hilfst ihm, indem du die wichtigen Informationen auf Deutsch erklärst. Du musst dafür nicht jedes Wort der Karte übersetzen.

Definition

Mediation

Mediation, auf Deutsch Sprachmittlung, ist die sinngemäße Vermittlung von Informationen zwischen Sprachen oder Personen. Dabei passt du Inhalt und Sprache an eine bestimmte Kommunikationssituation an.

Eine Mediation kann schriftlich oder mündlich erfolgen. In einer Schulaufgabe erhältst du zum Beispiel einen deutschen Ausgangstext und vermittelst ausgewählte Inhalte in einer englischen E-Mail. Auch die Richtung Englisch–Deutsch ist möglich.

Mediation oder Übersetzung?

MediationWörtliche Übersetzung
vermittelt den Sinnüberträgt möglichst alle Inhalte genau
wählt relevante Informationen auslässt normalerweise keine Informationen weg
berücksichtigt die Zielpersonfolgt eng dem Ausgangstext
erlaubt Umschreibungensucht möglichst direkte Entsprechungen
erklärt bei Bedarf kulturelle Bezügeergänzt normalerweise keine Erklärungen
Merke

Bei der Mediation lautet die Leitfrage nicht: „Wie übersetze ich jeden Satz?“, sondern: „Was muss diese Person verstehen?“

Teste dich
Frage 1 von 1LeichtWelche Aussage beschreibt eine Mediation richtig?
Lösung: Du vermittelst die für eine Zielperson wichtigen Inhalte sinngemäß. — Eine Mediation richtet sich nach der Kommunikationssituation. Auswahl, verständliche Formulierung und Adressatenbezug sind wichtiger als Worttreue.
Bevor du schreibst: Auftrag und Zielperson klären

Lies zuerst die Aufgabenstellung. Sie entscheidet, was, für wen und in welcher Form du schreiben sollst.

Beantworte vier Fragen:

  1. Was ist die Situation? Warum wird Sprachmittlung gebraucht?
  2. Wer ist die Zielperson? Was weiß sie bereits, und was ist ihr vermutlich unbekannt?
  3. Welche Informationen verlangt die Aufgabe? Nicht jedes Detail des Ausgangstextes gehört in die Antwort.
  4. Welche Textsorte ist gefordert? Eine E-Mail benötigt zum Beispiel eine passende Anrede und einen Abschluss.

Der Adressat beeinflusst Wortwahl, Ton und Erklärungen. Für einen Freund kannst du meist persönlicher schreiben als für eine unbekannte oder offizielle Person. Sachlich und verständlich solltest du in beiden Fällen bleiben.

Beispiel

Auftrag: Erkläre einem englischsprachigen Freund in einer E-Mail, was Mediation im Englischunterricht bedeutet.

Die Zielperson braucht vor allem eine einfache Definition, die Abgrenzung zur Übersetzung und einen Hinweis auf die Auswahl wichtiger Informationen. Angaben über verschiedene Prüfungsformate wären für diese Frage nicht notwendig.

Ein passender Einstieg wäre:

Hi Ben, mediation means passing on the important ideas of a German or English text in the other language. You do not translate every word. Instead, you select the information your reader needs and explain it in your own words.

Der Einstieg beantwortet die Frage direkt, verwendet eigene Formulierungen und enthält keine unnötigen Einzelheiten.

Teste dich
Frage 1 von 1MittelDu sollst einem englischsprachigen Freund den Kölner Karneval erklären. Was ist besonders wichtig?
Lösung: Du erklärst knapp den kulturellen Zusammenhang, den dein Freund wahrscheinlich nicht kennt. — Bei der Sprachmittlung überbrückst du nicht nur eine Sprach-, sondern bei Bedarf auch eine Wissenslücke. Die Erklärung muss zur Frage der Zielperson passen.
Wichtige Informationen auswählen

Lies den Ausgangstext zunächst vollständig. Versuche, Thema und Kernaussage zu verstehen, bevor du einzelne Wörter übersetzt.

Gehe danach abschnittsweise vor:

  1. Markiere Schlüsselbegriffe und Kernaussagen.
  2. Vergleiche jede Information mit der Aufgabenstellung.
  3. Kennzeichne, was die Zielperson unbedingt wissen muss.
  4. Streiche Wiederholungen, Beispiele und Einzelheiten, die für den Auftrag nichts beitragen.
  5. Notiere notwendige kulturelle Erklärungen.

Eine Information ist nicht allein deshalb wichtig, weil sie im Ausgangstext steht. Sie ist für deine Mediation wichtig, wenn sie der Zielperson hilft, ihre Frage zu beantworten oder in der beschriebenen Situation zu handeln.

Darfst du die Reihenfolge verändern?

Du kannst Inhalte sinnvoll neu ordnen, wenn deine Antwort dadurch klarer wird. Häufig hilft die Reihenfolge des Ausgangstextes jedoch dabei, den Überblick zu behalten. Entscheidend ist, dass dein eigener Text logisch aufgebaut ist und nicht ungeordnet zwischen Gedanken springt.

Merke

Auswählen heißt nicht raten. Begründe deine Auswahl immer mit Aufgabe und Zielperson.

Lückentext

Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.

Vor dem Schreiben prüfst du zuerst die . Danach bestimmst du die . Aus dem Ausgangstext wählst du die aus. Unbekannte kulturelle Bezüge werden bei Bedarf .

Lösungen: Lücke 1: Aufgabenstellung; Lücke 2: Zielperson; Lücke 3: relevanten Informationen; Lücke 4: kurz erklärt. Die Aufgabenstellung und die Zielperson steuern deine Auswahl. Länge oder Position eines Satzes sagen nicht automatisch, ob sein Inhalt wichtig ist.
In eigenen Worten auf Englisch schreiben

Übertrage die ausgewählten Gedanken sinngemäß. Suche nicht für jedes deutsche Wort eine direkte englische Entsprechung. Frage dich stattdessen: Wie würde ich diese Aussage auf Englisch einfach und natürlich erklären?

Dabei helfen dir drei Verfahren:

  • Umschreiben: Erkläre einen unbekannten Ausdruck mit einfachen bekannten Wörtern.
  • Verallgemeinern: Fasse mehrere Einzelbeispiele unter einem passenden Oberbegriff zusammen, etwa mehrere Anbieter als streaming services.
  • Gliedern: Verbinde Gedanken mit Ausdrücken wie First of all, Another point is, Besides oder As a result.

Wenn die Textsorte es verlangt, ergänze ihre formalen Merkmale. Eine E-Mail kann mit Hi … oder Dear … beginnen und mit einer passenden Grußformel enden. Angaben wie Titel, Autor, Textart oder Erscheinungsort nennst du nur, wenn sie für den Auftrag oder die verlangte Textform wichtig sind.

Ein vollständiges Beispiel

Auftrag: Vermittle die wichtigen Informationen dieser Mitteilung für deine englischsprachige Austauschpartnerin Maya in einer E-Mail.

Ausgangsmitteilung:

Das Schulfest findet am Freitag von 15 bis 18 Uhr statt. Die Gäste treffen sich um 14:45 Uhr am Haupteingang. Alle sollen einen Mehrwegbecher mitbringen, weil keine Einwegbecher ausgegeben werden. Bei Regen finden die Aktivitäten in der Sporthalle statt. Das Organisationsteam plant das Fest seit März.

Auswahl: Maya braucht Zeitpunkt, Treffpunkt, Becher und Regenregel. Seit wann das Team plant, hilft ihr in dieser Situation nicht und kann entfallen.

Mögliche Mediation:

Hi Maya,

Our school festival is on Friday from 3 to 6 p.m. Please meet us at the main entrance at 2:45 p.m. Bring a reusable cup because drinks will not be served in disposable cups. If it rains, the activities will take place in the sports hall.

See you,

Sam

Die Antwort ist keine Satz-für-Satz-Übersetzung. Sie wählt handlungsrelevante Angaben aus, erklärt den Mehrwegbecher verständlich und verwendet die Form einer persönlichen E-Mail.

Teste dich
Frage 1 von 2MittelWarum darf der Satz über die Planung seit März im Beispiel entfallen?
Lösung: Er hilft Maya nicht dabei, am Schulfest teilzunehmen. — Du lässt ein Detail nur dann weg, wenn es für die konkrete Kommunikationsaufgabe nicht benötigt wird. Die anderen Zeitangaben bleiben wichtig, weil Maya wissen muss, wann sie kommen soll.
Frage 2 von 2SchwerMaya fragt anschließend, warum sie einen eigenen Becher braucht. Welche Antwort vermittelt den Grund am besten?
Lösung: You need your own reusable cup because the school will not provide disposable cups. — Die richtige Antwort erklärt den Zusammenhang vollständig und verständlich auf Englisch, ohne unnötige Wertung oder ein Gemisch aus beiden Sprachen.
Sachlich bleiben und typische Fehler vermeiden

Eine Mediation vermittelt Informationen. Schreibe deshalb neutral und füge keine eigene Meinung hinzu, wenn die Aufgabe sie nicht ausdrücklich verlangt.

Vermeide besonders diese Fehler:

  • Alles übertragen: Du beachtest die Auswahlfunktion der Mediation nicht.
  • Zu viel weglassen: Die Zielperson kann die Frage nicht mehr beantworten oder angemessen handeln.
  • Wort für Wort übersetzen: Der englische Text klingt unnatürlich oder wird unverständlich.
  • Kulturelle Begriffe ungeklärt lassen: Die Zielperson versteht zwar die Wörter, aber nicht den Zusammenhang.
  • Eigene Wertung ergänzen: Aussagen wie That’s so cool oder I don’t like it verändern den sachlichen Inhalt.
  • Die Textsorte vergessen: Einer E-Mail fehlen beispielsweise Anrede oder Grußformel.
  • Ungeordnet schreiben: Gedankensprünge erschweren das Verständnis.

Dein Kontrollgang

Prüfe deinen Text in drei Runden:

  1. Inhalt: Sind alle verlangten Kernaussagen enthalten? Ist Unwichtiges entfernt?
  2. Adressat und Form: Versteht die Zielperson alles? Passt der Ton zur geforderten Textsorte?
  3. Sprache: Sind Ausdruck, Grammatik, Rechtschreibung und Verknüpfungen verständlich und korrekt?
Gut zu wissen

Eine sehr kurze Antwort ist nicht automatisch gut. Ebenso ist eine bestimmte Länge kein allgemeines Qualitätsmerkmal. Deine Mediation muss so ausführlich sein, dass die Zielperson alle für den Auftrag wichtigen Informationen erhält.

Teste dich
Frage 1 von 1SchwerEine Schülerin hat einen kulturellen Begriff korrekt übersetzt, aber nicht erklärt. Was sollte sie beim Überarbeiten zuerst prüfen?
Lösung: Ob die Zielperson den gemeinten kulturellen Zusammenhang ohne Zusatzwissen versteht. — Eine sprachlich richtige Bezeichnung kann trotzdem unverständlich bleiben. Adressatenbezug bedeutet auch, fehlendes kulturelles Wissen knapp auszugleichen.
Karteikasten
Karteikasten

Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Mediation
    • Auftrag klären
      • Situation, Zielperson und Textsorte bestimmen
    • Informationen auswählen
      • Kernaussagen behalten und Unwichtiges weglassen
    • Sinn vermitteln
      • umschreiben, verallgemeinern und logisch ordnen
    • Adressat unterstützen
      • Ton anpassen und kulturelle Bezüge erklären
    • Text prüfen
      • sachlich, vollständig, verständlich und sprachlich korrekt

Eine gelungene Mediation entsteht also in einer klaren Folge: Auftrag verstehen, Wichtiges auswählen, sinngemäß formulieren und aus Sicht der Zielperson prüfen.

Abschluss-Check
Teste dich
Frage 1 von 4LeichtWas unterscheidet eine Mediation grundlegend von einer wörtlichen Übersetzung?
Lösung: Die Mediation wählt Informationen für eine bestimmte Zielperson aus und vermittelt sie sinngemäß. — Auswahl, Zweck und Zielperson stehen im Mittelpunkt. Eine feste Länge oder persönliche Wertung gehört nicht zur allgemeinen Definition.
Frage 2 von 4MittelDu kennst ein englisches Wort nicht, brauchst die Information aber für den Auftrag. Was ist die beste Strategie?
Lösung: Du umschreibst den Gedanken mit einfachen englischen Wörtern. — Bei der Mediation zählt verständliche Sinnvermittlung. Eine klare Umschreibung ist daher oft besser als die Suche nach einer wortgetreuen Entsprechung.
Frage 3 von 4SchwerZwei Details des Ausgangstextes sind korrekt, aber nur eines beantwortet die Frage der Zielperson. Wie gehst du vor?
Lösung: Du übernimmst das relevante Detail und lässt das andere weg oder ordnest es nur ein, wenn es zum Verständnis nötig ist. — Prüfe jede Information an der Kommunikationsaufgabe. Eine gute Mediation ist weder vollständig noch beliebig kurz, sondern passend ausgewählt.
Frage 4 von 4SchwerWelche Begründung zeigt, dass du adressatengerecht gearbeitet hast?
Lösung: „Ich habe den kulturellen Begriff kurz erklärt, weil die Zielperson den Zusammenhang vermutlich nicht kennt.“ — Eine tragfähige Begründung verbindet deine Schreibentscheidung mit dem Informationsbedarf der Zielperson.

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