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Englische Präsentation in der Oberstufe: Aufbau

Englische Präsentation in der Oberstufe: Aufbau
Englische Präsentation in der Oberstufe: Aufbau
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Eine überzeugende englische Präsentation führt dein Publikum durch Einleitung, Hauptteil und Schluss. Du kündigst dein Thema und deine Gliederung an, verbindest die Hauptpunkte mit passenden Übergängen und fasst am Ende die Kernaussagen zusammen.

Auf dieser Seite lernst du, einen Vortrag vorzubereiten, geeignete englische Redemittel auszuwählen und einen vollständigen Kurzvortrag zu strukturieren.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!

Eine Präsentation sinnvoll vorbereiten

Bevor du Folien gestaltest oder Formulierungen lernst, brauchst du eine klare Leitfrage: Was soll mein Publikum nach dem Vortrag verstanden haben? Diese Frage hilft dir, wichtige Informationen von Randwissen zu trennen.

Ein Thema, das dich selbst interessiert, lässt sich meist leichter erarbeiten und lebendiger vorstellen. Baue zunächst das nötige Hintergrundwissen auf. Für die konkrete Planung helfen dir englische Texte, weil du dabei passende englische Fachbegriffe und Formulierungen kennenlernst.

Gehe anschließend in fünf Schritten vor:

  1. Formuliere dein Thema oder deine Leitfrage.
  2. Wähle die Informationen aus, die deine Leitfrage beantworten.
  3. Ordne sie in Einleitung, Hauptteil und Schluss.
  4. Notiere Stichpunkte statt ausformulierter Absätze.
  5. Probe den Vortrag laut und formuliere dabei mit eigenen Worten.
Merke

Stichpunkte geben dir Halt. Vollständige Sätze auf dem Notizzettel verleiten dagegen leicht zum Ablesen.

Prüfe bei der Probe auch die Zeitvorgabe. Die Begriffe presentation und talk werden nicht überall gleich verwendet. Entscheidend ist deshalb die konkrete Vorgabe für deinen Vortrag.

Teste dich
Frage 1 von 2LeichtWelche Notizen unterstützen freies Sprechen am besten?
Lösung: Kurze Stichpunkte in der geplanten Reihenfolge — Gute Stichpunkte erinnern dich an Inhalt und Reihenfolge, ohne deinen Vortrag Wort für Wort festzulegen.
Frage 2 von 2MittelWas solltest du festlegen, bevor du einzelne Folien gestaltest?
Lösung: Die zentrale Frage und die Gliederung des Vortrags — Eine klare Leitfrage bestimmt, welche Informationen nötig sind und wie du sie sinnvoll anordnest.
Die Einleitung gibt sofort Orientierung

In der Einleitung begrüßt du dein Publikum, nennst das Thema und kündigst den Aufbau an. Falls nötig, stellst du dich außerdem kurz vor. Ein interessanter Gedanke oder eine passende Frage kann Aufmerksamkeit wecken, darf aber nicht vom Thema wegführen.

Publikum begrüßen

Wähle die Begrüßung passend zur Situation:

  • neutral: Good morning, everyone.
  • informell: Hello everyone.
  • formell: Good morning, ladies and gentlemen.

Thema und Ziel nennen

Diese Formulierungen eignen sich für den Einstieg:

  • The topic of my presentation is ...
  • Today, I’m going to talk about ...
  • I’d like to give you an overview of ...
  • I have chosen this topic because ...

Aufbau ankündigen

Eine Gliederung hilft deinem Publikum, den Gedankengang vorherzusehen:

  • My presentation is divided into three parts.
  • In today’s presentation, I’d like to cover three points.
  • I will start with ..., then ..., and finally ...
Beispiel

So kann eine knappe Einleitung klingen:

Good morning, everyone. Today, I’m going to talk about how to structure a short presentation. I’ll cover three points: the opening, the main part and the conclusion.

Der erste Satz begrüßt das Publikum. Der zweite nennt das Thema. Der dritte zeigt die Reihenfolge. Dadurch wissen die Zuhörenden sofort, was sie erwartet.

Lückentext

Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.

the structure of a presentation. the opening, the main part and the conclusion.

Lösungen: Lücke 1: Good morning, everyone.; Lücke 2: Today, I’m going to talk about; Lücke 3: I’ll cover three points:. Die Begrüßung, die Themenankündigung und der Überblick erfüllen drei verschiedene Aufgaben der Einleitung.
Der Hauptteil macht den Gedankengang sichtbar

Im Hauptteil erklärst du deine wichtigsten Punkte. Jeder Abschnitt sollte eine erkennbare Aufgabe haben und zur Leitfrage beitragen.

Orientiere dein Publikum mit Reihenfolgesignalen:

  • First of all, ...
  • Secondly, ...
  • In addition, ...
  • Finally, ...

Markiere einen Themenwechsel ausdrücklich:

  • My next point is about ...
  • This leads me to my next point, which is ...
  • Now let’s move to the first part of my talk, which is about ...

Führe Beispiele nicht immer nur mit for example ein. Du kannst auch sagen:

  • For instance, ...
  • To illustrate this point, ...

Nach einem längeren Abschnitt hilft ein Zwischenfazit:

  • To sum up, ...
  • Let’s summarize briefly what we have looked at.
Beispiel

Der Beispielvortrag wird im Hauptteil fortgesetzt:

First of all, a clear opening tells the audience what the presentation is about. My next point is the main part. It presents the key ideas in a logical order. To illustrate this point, transitions show when one idea ends and the next begins. Finally, the conclusion summarizes the main points.

Die Wörter First of all, My next point und Finally zeigen die Reihenfolge. To illustrate this point kündigt an, dass nun ein Beispiel oder eine Erläuterung folgt.

Merke

Übergänge sind Wegweiser für dein Publikum. Sage nicht nur, was dein nächster Punkt ist, sondern mache auch deutlich, wie er mit dem vorherigen Punkt zusammenhängt.

Teste dich
Frage 1 von 3LeichtWelche Formulierung kündigt einen neuen Hauptpunkt an?
Lösung: This leads me to my next point, which is ... — This leads me to my next point verbindet den vorherigen Abschnitt mit dem folgenden Punkt.
Frage 2 von 3MittelDu möchtest eine allgemeine Aussage durch ein Beispiel verständlicher machen. Welche Formulierung passt?
Lösung: To illustrate this point, ... — To illustrate this point zeigt dem Publikum, dass nun ein Beispiel oder eine Veranschaulichung folgt.
Frage 3 von 3SchwerEin Abschnitt enthält mehrere Einzelheiten. Was erleichtert dem Publikum den Übergang zum nächsten Abschnitt am meisten?
Lösung: Ein kurzes Zwischenfazit und eine klare Überleitung — Ein Zwischenfazit sichert die Kernaussage. Die Überleitung zeigt anschließend, wie der nächste Punkt daran anknüpft.
Quellen und Visualisierungen verständlich einbeziehen

Eine Quelle oder Grafik spricht nicht für sich. Erkläre immer, warum sie für deine Aussage wichtig ist.

Mit According to ... kannst du kenntlich machen, auf wen oder worauf du dich beziehst. Übernimm dabei keine langen Textblöcke. Formuliere die relevante Aussage mit eigenen Worten und erkläre ihren Bezug zu deiner Leitfrage.

Bei einem Bild, Diagramm oder Graphen kannst du so beginnen:

If you look at this picture, chart or graph, you can see that ...

Eine verständliche Erläuterung folgt einer klaren Reihenfolge:

  1. Benenne, was dargestellt wird.
  2. Beschreibe das auffällige Muster oder den wichtigsten Wert.
  3. Nenne die Bezugsgröße, damit die Aussage eindeutig ist.
  4. Erkläre, was die Darstellung für deine Leitfrage bedeutet.
  5. Begrenze deine Aussage, wenn die Darstellung keine weitergehende Schlussfolgerung erlaubt.
Beispiel

Eine sichere sprachliche Schablone lautet:

If you look at this chart, you can see that ... The most noticeable point is ... This is important because ... However, the chart only shows ...

Die Sätze erfüllen verschiedene Aufgaben: Darstellung nennen, Beobachtung hervorheben, Bedeutung erklären und die Reichweite der Aussage begrenzen. Die Lücken musst du mit den tatsächlich sichtbaren Angaben füllen.

Gut zu wissen

Eine Beobachtung und eine Deutung sind nicht dasselbe. Beschreibe zuerst, was in der Darstellung zu sehen ist. Erkläre danach, welche vorsichtige Schlussfolgerung du daraus ziehst.

Teste dich
Frage 1 von 3MittelWie beziehst du eine Quelle verständlich in deinen Vortrag ein?
Lösung: Du nennst die Quelle mit According to ..., formulierst die relevante Aussage mit eigenen Worten und erklärst ihren Bezug zur Leitfrage. — Ein verständlicher Quellenbezug verbindet die Kennzeichnung der Quelle, die ausgewählte Aussage und ihre Bedeutung für deinen Vortrag.
Frage 2 von 3MittelWelche Reihenfolge ist bei der Erklärung eines Diagramms am klarsten?
Lösung: Darstellung benennen, Auffälligkeit beschreiben, Bedeutung erklären und Grenze nennen — Eine nachvollziehbare Erklärung trennt die sichtbare Beobachtung von ihrer Bedeutung und begrenzt zu starke Aussagen.
Frage 3 von 3SchwerEin Diagramm zeigt nur einen bestimmten Ausschnitt. Wie präsentierst du es verantwortungsvoll?
Lösung: Du nennst die auffällige Beobachtung und sagst, worauf die Aussage begrenzt ist. — Publikumsgerechtes Präsentieren bedeutet auch, die Reichweite einer Darstellung nicht größer erscheinen zu lassen, als sie ist.
Frei sprechen und sicher abschließen

Freies Sprechen bedeutet nicht, dass du ohne Vorbereitung improvisierst. Du kennst deine Gliederung, übst die Übergänge und nutzt Stichpunkte als Gedächtnisstütze.

Sprich so, dass dein Publikum den Aufbau hören kann. Setze zwischen Abschnitten kurze Pausen und betone wichtige Begriffe. Deine Stimme unterstützt damit dieselbe Orientierung wie deine Gliederung.

Der Schluss erfüllt drei Aufgaben:

  1. die wichtigsten Punkte knapp zusammenfassen,
  2. den Vortrag erkennbar beenden,
  3. je nach Situation Fragen ermöglichen und für die Aufmerksamkeit danken.

Geeignete Redemittel sind:

  • In conclusion, let me sum up the main points.
  • To sum up, ...
  • That brings me to the end of my presentation.
  • Does anyone have any questions?
  • If anyone has any questions, please feel free to ask them now.
  • Thank you for your attention.
  • Thank you for listening.
Beispiel

Der Beispielvortrag endet so:

In conclusion, a successful presentation has a clear opening, a logically structured main part and a concise conclusion. That brings me to the end of my presentation. Thank you for your attention. Does anyone have any questions?

Die Zusammenfassung greift die drei angekündigten Punkte wieder auf. Danach folgen ein eindeutiges Endsignal, der Dank und die Einladung zu Fragen.

Typische Fehler vermeiden

  • Nur ablesen: Nutze Stichpunkte und übe das Formulieren laut.
  • Themenwechsel ohne Signal: Verwende eine passende Überleitung.
  • Zu viele Einzelheiten: Wähle Informationen nach deiner Leitfrage aus.
  • Grafik nur zeigen: Beschreibe die wichtige Beobachtung und erkläre ihre Bedeutung.
  • Plötzlich aufhören: Fasse zusammen und markiere das Ende ausdrücklich.
  • Redemittel aneinanderreihen: Wähle Formulierungen nach ihrer Funktion und passe sie an Thema und Publikum an.
Teste dich
Frage 1 von 2MittelDu bemerkst bei der Probe, dass du ständig ganze Sätze vom Zettel liest. Was ist der sinnvollste nächste Schritt?
Lösung: Die Sätze zu geordneten Stichpunkten kürzen und den Vortrag erneut laut üben — Geordnete Stichpunkte sichern den Inhalt, während du die Formulierungen beim Sprechen selbst bildest.
Frage 2 von 2SchwerEine Zuhörerin fragt nach einem Punkt, den du bereits erläutert hast. Welche bekannte Formulierung kann den Rückverweis einleiten?
Lösung: Let me go back to what I said earlier about ... — Mit Let me go back to what I said earlier about ... greifst du eine frühere Aussage gezielt wieder auf.
Karteikasten
Karteikasten

Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Englische Präsentation
    • Vorbereitung: Leitfrage, Auswahl, Gliederung, Stichpunkte
    • Einleitung: Begrüßung, Thema, Überblick
    • Hauptteil: Hauptpunkte, Beispiele, Übergänge, Zwischenfazits
    • Quellen und Visualisierungen: Bezug, Beobachtung, Bedeutung, Grenze
    • Vortrag: freies Sprechen, Pausen, Betonung
    • Schluss: Zusammenfassung, Dank, Fragen
Abschluss-Check
Teste dich
Frage 1 von 5LeichtWelche drei Grundteile braucht eine klar gegliederte Präsentation?
Lösung: Einleitung, Hauptteil und Schluss — Die Einleitung orientiert, der Hauptteil entwickelt die Inhalte und der Schluss fasst sie zusammen.
Frage 2 von 5MittelWelche Einleitung gibt dem Publikum die beste Orientierung?
Lösung: Good morning, everyone. Today, I’m going to talk about ... I’ll cover three points: ... — Eine hilfreiche Einleitung verbindet Begrüßung, Themenankündigung und Gliederung.
Frage 3 von 5MittelDu wechselst vom ersten zum zweiten Hauptpunkt. Welche Formulierung macht den Zusammenhang sichtbar?
Lösung: This leads me to my next point, which is ... — Die Formulierung kündigt den neuen Punkt an und zeigt zugleich, dass er aus dem bisherigen Gedankengang folgt.
Frage 4 von 5SchwerDu erklärst eine Visualisierung. Welche Aussage zeigt die stärkste Präsentationsleistung?
Lösung: Du beschreibst eine sichtbare Auffälligkeit, erklärst ihre Bedeutung und begrenzt die Schlussfolgerung. — Eine gute Erklärung verbindet genaue Beobachtung, Bezug zur Leitfrage und eine angemessene Grenze der Aussage.
Frage 5 von 5SchwerDein Schluss wiederholt alle Einzelheiten des Hauptteils. Wie verbesserst du ihn?
Lösung: Du bündelst nur die Kernaussagen, markierst das Ende und leitest gegebenenfalls zu Fragen über. — Der Schluss verdichtet den Vortrag. Er eröffnet kein neues ausführliches Thema.

Prüfe zum Schluss deinen eigenen Vortrag: Kann dein Publikum nach der Einleitung den Weg vorhersehen, im Hauptteil jedem Übergang folgen und am Ende die Kernaussage wiedergeben? Wenn ja, trägt deine Struktur den Inhalt.

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