Englische Präsentation in der Oberstufe: Aufbau
Eine überzeugende englische Präsentation führt dein Publikum durch Einleitung, Hauptteil und Schluss. Du kündigst dein Thema und deine Gliederung an, verbindest die Hauptpunkte mit passenden Übergängen und fasst am Ende die Kernaussagen zusammen.
Auf dieser Seite lernst du, einen Vortrag vorzubereiten, geeignete englische Redemittel auszuwählen und einen vollständigen Kurzvortrag zu strukturieren.
Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!
Eine Präsentation sinnvoll vorbereiten
Bevor du Folien gestaltest oder Formulierungen lernst, brauchst du eine klare Leitfrage: Was soll mein Publikum nach dem Vortrag verstanden haben? Diese Frage hilft dir, wichtige Informationen von Randwissen zu trennen.
Ein Thema, das dich selbst interessiert, lässt sich meist leichter erarbeiten und lebendiger vorstellen. Baue zunächst das nötige Hintergrundwissen auf. Für die konkrete Planung helfen dir englische Texte, weil du dabei passende englische Fachbegriffe und Formulierungen kennenlernst.
Gehe anschließend in fünf Schritten vor:
- Formuliere dein Thema oder deine Leitfrage.
- Wähle die Informationen aus, die deine Leitfrage beantworten.
- Ordne sie in Einleitung, Hauptteil und Schluss.
- Notiere Stichpunkte statt ausformulierter Absätze.
- Probe den Vortrag laut und formuliere dabei mit eigenen Worten.
Stichpunkte geben dir Halt. Vollständige Sätze auf dem Notizzettel verleiten dagegen leicht zum Ablesen.
Prüfe bei der Probe auch die Zeitvorgabe. Die Begriffe presentation und talk werden nicht überall gleich verwendet. Entscheidend ist deshalb die konkrete Vorgabe für deinen Vortrag.
Die Einleitung gibt sofort Orientierung
In der Einleitung begrüßt du dein Publikum, nennst das Thema und kündigst den Aufbau an. Falls nötig, stellst du dich außerdem kurz vor. Ein interessanter Gedanke oder eine passende Frage kann Aufmerksamkeit wecken, darf aber nicht vom Thema wegführen.
Publikum begrüßen
Wähle die Begrüßung passend zur Situation:
- neutral: Good morning, everyone.
- informell: Hello everyone.
- formell: Good morning, ladies and gentlemen.
Thema und Ziel nennen
Diese Formulierungen eignen sich für den Einstieg:
- The topic of my presentation is ...
- Today, I’m going to talk about ...
- I’d like to give you an overview of ...
- I have chosen this topic because ...
Aufbau ankündigen
Eine Gliederung hilft deinem Publikum, den Gedankengang vorherzusehen:
- My presentation is divided into three parts.
- In today’s presentation, I’d like to cover three points.
- I will start with ..., then ..., and finally ...
So kann eine knappe Einleitung klingen:
Good morning, everyone. Today, I’m going to talk about how to structure a short presentation. I’ll cover three points: the opening, the main part and the conclusion.
Der erste Satz begrüßt das Publikum. Der zweite nennt das Thema. Der dritte zeigt die Reihenfolge. Dadurch wissen die Zuhörenden sofort, was sie erwartet.
Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.
the structure of a presentation. the opening, the main part and the conclusion.
Der Hauptteil macht den Gedankengang sichtbar
Im Hauptteil erklärst du deine wichtigsten Punkte. Jeder Abschnitt sollte eine erkennbare Aufgabe haben und zur Leitfrage beitragen.
Orientiere dein Publikum mit Reihenfolgesignalen:
- First of all, ...
- Secondly, ...
- In addition, ...
- Finally, ...
Markiere einen Themenwechsel ausdrücklich:
- My next point is about ...
- This leads me to my next point, which is ...
- Now let’s move to the first part of my talk, which is about ...
Führe Beispiele nicht immer nur mit for example ein. Du kannst auch sagen:
- For instance, ...
- To illustrate this point, ...
Nach einem längeren Abschnitt hilft ein Zwischenfazit:
- To sum up, ...
- Let’s summarize briefly what we have looked at.
Der Beispielvortrag wird im Hauptteil fortgesetzt:
First of all, a clear opening tells the audience what the presentation is about. My next point is the main part. It presents the key ideas in a logical order. To illustrate this point, transitions show when one idea ends and the next begins. Finally, the conclusion summarizes the main points.
Die Wörter First of all, My next point und Finally zeigen die Reihenfolge. To illustrate this point kündigt an, dass nun ein Beispiel oder eine Erläuterung folgt.
Übergänge sind Wegweiser für dein Publikum. Sage nicht nur, was dein nächster Punkt ist, sondern mache auch deutlich, wie er mit dem vorherigen Punkt zusammenhängt.
Quellen und Visualisierungen verständlich einbeziehen
Eine Quelle oder Grafik spricht nicht für sich. Erkläre immer, warum sie für deine Aussage wichtig ist.
Mit According to ... kannst du kenntlich machen, auf wen oder worauf du dich beziehst. Übernimm dabei keine langen Textblöcke. Formuliere die relevante Aussage mit eigenen Worten und erkläre ihren Bezug zu deiner Leitfrage.
Bei einem Bild, Diagramm oder Graphen kannst du so beginnen:
If you look at this picture, chart or graph, you can see that ...
Eine verständliche Erläuterung folgt einer klaren Reihenfolge:
- Benenne, was dargestellt wird.
- Beschreibe das auffällige Muster oder den wichtigsten Wert.
- Nenne die Bezugsgröße, damit die Aussage eindeutig ist.
- Erkläre, was die Darstellung für deine Leitfrage bedeutet.
- Begrenze deine Aussage, wenn die Darstellung keine weitergehende Schlussfolgerung erlaubt.
Eine sichere sprachliche Schablone lautet:
If you look at this chart, you can see that ... The most noticeable point is ... This is important because ... However, the chart only shows ...
Die Sätze erfüllen verschiedene Aufgaben: Darstellung nennen, Beobachtung hervorheben, Bedeutung erklären und die Reichweite der Aussage begrenzen. Die Lücken musst du mit den tatsächlich sichtbaren Angaben füllen.
Eine Beobachtung und eine Deutung sind nicht dasselbe. Beschreibe zuerst, was in der Darstellung zu sehen ist. Erkläre danach, welche vorsichtige Schlussfolgerung du daraus ziehst.
Frei sprechen und sicher abschließen
Freies Sprechen bedeutet nicht, dass du ohne Vorbereitung improvisierst. Du kennst deine Gliederung, übst die Übergänge und nutzt Stichpunkte als Gedächtnisstütze.
Sprich so, dass dein Publikum den Aufbau hören kann. Setze zwischen Abschnitten kurze Pausen und betone wichtige Begriffe. Deine Stimme unterstützt damit dieselbe Orientierung wie deine Gliederung.
Der Schluss erfüllt drei Aufgaben:
- die wichtigsten Punkte knapp zusammenfassen,
- den Vortrag erkennbar beenden,
- je nach Situation Fragen ermöglichen und für die Aufmerksamkeit danken.
Geeignete Redemittel sind:
- In conclusion, let me sum up the main points.
- To sum up, ...
- That brings me to the end of my presentation.
- Does anyone have any questions?
- If anyone has any questions, please feel free to ask them now.
- Thank you for your attention.
- Thank you for listening.
Der Beispielvortrag endet so:
In conclusion, a successful presentation has a clear opening, a logically structured main part and a concise conclusion. That brings me to the end of my presentation. Thank you for your attention. Does anyone have any questions?
Die Zusammenfassung greift die drei angekündigten Punkte wieder auf. Danach folgen ein eindeutiges Endsignal, der Dank und die Einladung zu Fragen.
Typische Fehler vermeiden
- Nur ablesen: Nutze Stichpunkte und übe das Formulieren laut.
- Themenwechsel ohne Signal: Verwende eine passende Überleitung.
- Zu viele Einzelheiten: Wähle Informationen nach deiner Leitfrage aus.
- Grafik nur zeigen: Beschreibe die wichtige Beobachtung und erkläre ihre Bedeutung.
- Plötzlich aufhören: Fasse zusammen und markiere das Ende ausdrücklich.
- Redemittel aneinanderreihen: Wähle Formulierungen nach ihrer Funktion und passe sie an Thema und Publikum an.
Karteikasten
Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.
Alles auf einen Blick
- Englische Präsentation
- Vorbereitung: Leitfrage, Auswahl, Gliederung, Stichpunkte
- Einleitung: Begrüßung, Thema, Überblick
- Hauptteil: Hauptpunkte, Beispiele, Übergänge, Zwischenfazits
- Quellen und Visualisierungen: Bezug, Beobachtung, Bedeutung, Grenze
- Vortrag: freies Sprechen, Pausen, Betonung
- Schluss: Zusammenfassung, Dank, Fragen
Abschluss-Check
Prüfe zum Schluss deinen eigenen Vortrag: Kann dein Publikum nach der Einleitung den Weg vorhersehen, im Hauptteil jedem Übergang folgen und am Ende die Kernaussage wiedergeben? Wenn ja, trägt deine Struktur den Inhalt.
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