Französische Akzente: é, è, ê und ç richtig setzen
Französische Akzent- und Sonderzeichen gehören fest zur Schreibweise eines Wortes. Sie können die Aussprache anzeigen oder gleich klingende Wörter mit verschiedener Bedeutung unterscheiden. Deshalb schreibst du zum Beispiel école, père, à, où und français nicht ohne ihre Zeichen.
Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!
Welche Zeichen musst du unterscheiden?
Die drei Akzente erkennst du an ihrer Form und an den Buchstaben, auf denen sie stehen können.
| Zeichen | Französischer Name | Typische Formen |
|---|---|---|
| ´ | accent aigu | é |
| accent grave | à, è, ù |
| ^ | accent circonflexe | â, ê, î, ô, û |
Daneben begegnen dir zwei weitere wichtige Zeichen:
- die Cédille unter dem c: ç
- das Tréma mit zwei Punkten: zum Beispiel ë oder ï
Das Tréma sieht wie ein deutscher Umlaut aus, erfüllt im Französischen aber eine andere Aufgabe. Cédille und Tréma werden auf dieser Seite zusammen mit den Akzenten behandelt, obwohl sie nicht zu den drei Akzenten gehören.
Wie unterscheiden sich é, è und ê?
Alle drei Zeichen können auf e stehen. Sie sehen ähnlich aus, werden aber unterschiedlich geschrieben.
Accent aigu
Der accent aigu steht nur auf e: é. Als grobe deutsche Aussprachehilfe klingt é wie ein e in „Schnee“.
Beispiele sind école, été, préférer und café.
Accent grave
Auf e entsteht mit dem accent grave die Form è. Sie klingt ungefähr wie ein deutsches ä, etwa in „Bär“.
Beispiele sind père, mère, après, problème und très.
Accent circonflexe
Der accent circonflexe sieht wie ein kleines Dach aus. Auf e entsteht ê, das ähnlich wie è ausgesprochen wird.
Beispiele sind être, fenêtre und fête. Der Zirkumflex kann auch auf den anderen Vokalen stehen: â, î, ô und û.
Vergleiche préférer und tu préfères. Im ersten Wort stehen zwei é. In der Form préfères trägt die zweite e-Stelle dagegen è. Du musst deshalb nicht nur auf den Klang achten, sondern auch die genaue Wortform beachten.
Der Zirkumflex erinnert in manchen Wörtern an ein früher vorhandenes s. So entwickelte sich die ältere Form fenestre zu fenêtre. Diese Herkunft hilft beim Erinnern, ersetzt aber nicht das Lernen der heutigen Schreibweise.
Wann entscheidet ein Akzent über die Bedeutung?
Nicht jeder Akzent verändert die Aussprache. Bei à und ù hilft das Zeichen vor allem dabei, verschiedene Wörter auseinanderzuhalten.
a ist eine Form des Verbs avoir und bedeutet in einem Satz wie Il a un livre. „Er hat ein Buch“.
à ist eine Präposition. In Il va à Paris. bedeutet sie hier „nach“.
Beide Formen klingen gleich, haben aber verschiedene Aufgaben im Satz.
Ein weiteres wichtiges Paar ist:
- ou bedeutet „oder“.
- où bedeutet „wo“.
Auch la und là unterscheiden sich durch den Akzent: la kann der feminine Artikel „die“ sein, là bedeutet „da“.
Frage bei gleich klingenden Formen nach der Bedeutung und der Aufgabe im Satz. So entscheidest du zwischen a und à, ou und où oder la und là.
Was bewirken Cédille und Tréma?
Die Cédille ist das kleine Zeichen unter einem c: ç. Sie zeigt an, dass das c als scharfer s-Laut gesprochen wird. Das ist zum Beispiel vor a wichtig.
Im Wort français steht ç vor a. Die Cédille sorgt dafür, dass du an dieser Stelle einen s-Laut und keinen k-Laut sprichst. Weitere Beispiele sind garçon und ça.
Das Tréma besteht aus zwei Punkten. Es zeigt, dass benachbarte Vokale getrennt gesprochen werden.
In Noël werden o und e getrennt gesprochen. In naïf werden a und i getrennt ausgesprochen. Das Tréma steht deshalb auf ë beziehungsweise ï.
Die Cédille verändert die Lautung von c. Das Tréma trennt die Aussprache benachbarter Vokale.
Wie prüfst du die richtige Schreibweise?
Gehe bei einem unsicheren Wort in drei Schritten vor:
- Erkenne die Aufgabe des Zeichens. Zeigt es einen Laut an oder unterscheidet es Bedeutungen?
- Prüfe den Zusammenhang. Bei a/à und ou/où entscheidet die Bedeutung im Satz.
- Merke dir die vollständige Wortform. Ein Akzent ist kein Schmuck, sondern Teil der Rechtschreibung.
Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.
Die Schule heißt auf Französisch . „Der Vater“ heißt . In „Il va Paris“ steht eine Präposition. Das Wort braucht eine Cédille. In zeigt das Tréma die getrennte Aussprache der Vokale an.
Karteikasten
Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.
Alles auf einen Blick
- Französische Akzent- und Sonderzeichen
- Aussprache: é, è, ê
- Bedeutung unterscheiden: a–à, ou–où, la–là
- Cédille: ç kennzeichnet den s-Laut
- Tréma: benachbarte Vokale getrennt sprechen
- Rechtschreibung: Zeichen als Teil des Wortes lernen
Abschluss-Check
Du kannst die Zeichen nun nicht nur benennen, sondern ihre Aufgabe prüfen: é, è und ê helfen bei Aussprache und Schreibweise, Akzente in Wortpaaren können Bedeutungen unterscheiden, ç kennzeichnet den s-Laut und das Tréma trennt benachbarte Vokale.
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