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Französische Laute

Französische Laute einfach erklärt: Vokale, Konsonanten und Besonderheiten der französischen Aussprache.

Wenn du Französisch liest, sieht vieles vertraut aus. Beim Sprechen klingt es aber oft anders als Deutsch. Das liegt daran, dass französische Laute anders gebildet und verbunden werden. Mit ein paar Mustern erkennst du schnell, worauf du achten musst.

Was sind französische Laute?

Deine Lernziele
  • Du erkennst den Unterschied zwischen Buchstaben und Lauten.
  • Du sprichst wichtige französische Vokale bewusster aus.
  • Du verstehst Nasalvokale, stumme Endungen und Liaison.
  • Du kannst typische Aussprachefehler vermeiden.

Ein Laut ist das, was du wirklich hörst, wenn jemand spricht. Ein Buchstabe ist das Zeichen, das du schreibst. Im Französischen passen Buchstaben und Laute nicht immer direkt zusammen.

Das kennst du auch aus dem Deutschen. In „Vogel“ schreibst du ein V, hörst aber ein F. Im Französischen passiert so etwas noch häufiger.

Definition

Phonetik ist die Lehre davon, wie Laute gebildet und gehört werden. Sie fragt also: Was machen Mund, Lippen, Zunge und Nase beim Sprechen?

Beispiel

Das Wort beaucoup bedeutet „viel“.

Du siehst viele Buchstaben: b e a u c o u p.

Du sprichst es ungefähr wie „bo-ku“. Das p am Ende hörst du nicht.

Merke

Im Französischen lernst du Aussprache nicht nur Buchstabe für Buchstabe. Du achtest auf Lautgruppen, Wortenden und Verbindungen zwischen Wörtern.

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Vokale: der Klangkern der Silbe

Ein Vokal ist ein Laut, bei dem die Luft frei aus dem Mund strömt. Im Deutschen sind a, e, i, o, u typische Vokale. Im Französischen gibt es ähnliche Vokale, aber einige werden mit stärker gerundeten Lippen und klarer Mundstellung gesprochen.

Wichtig ist besonders der Unterschied zwischen u und ou. Das französische u klingt wie deutsches „ü“. Die Buchstaben ou klingen dagegen wie deutsches „u“.

Beispiel

tu bedeutet „du“. Das u klingt wie „ü“: ungefähr „tü“.

tout bedeutet „alles“. Das ou klingt wie deutsches „u“: ungefähr „tu“.

deux bedeutet „zwei“. Das eu klingt ungefähr wie „ö“.

Ein Akzentzeichen ist ein kleines Zusatzzeichen über einem Buchstaben, zum Beispiel é, è, ê, à oder ù. Beim e zeigt es oft eine besondere Aussprache an. Bei manchen anderen Buchstaben unterscheidet es vor allem Wörter, die sonst gleich aussehen.

Beispiel

été bedeutet „Sommer“. Beide é klingen eher wie ein klares „e“ in „See“.

mère bedeutet „Mutter“. Das è klingt offener, ungefähr wie „ä“ in „Bär“.

ou bedeutet „oder“, bedeutet „wo“. Das Akzentzeichen verändert hier vor allem die Bedeutung.

Merke

Achte bei französischen Vokalen auf die Lippen. u braucht runde Lippen wie bei „ü“, ou klingt wie „u“, und eu klingt oft wie „ö“.

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Nasalvokale: Luft durch Mund und Nase

Ein Nasalvokal ist ein Vokal, bei dem ein Teil der Luft durch die Nase geht. Im Deutschen gibt es solche Vokale nicht als normale Laute. Deshalb wirken sie am Anfang ungewohnt.

Viele Nasalvokale erkennst du an einem Vokal vor n oder m, zum Beispiel in Schreibungen wie an, en, on, in, ain oder un. Das n oder m wird dann oft nicht als eigener Konsonant gesprochen. Es zeigt den Nasenklang des Vokals an.

Beispiel

bon bedeutet „gut“. Du sprichst nicht „bonn“. Der o-Laut wird nasal.

vin bedeutet „Wein“. Du sprichst nicht „vinn“. Der Vokal bekommt Nasenklang.

enfant bedeutet „Kind“. Beide Nasallaute klingen durch die Nase mit.

Ein guter Test ist: Sprich den Laut und halte dir dabei leicht die Nase zu. Wenn der Klang sich deutlich verändert, ist wahrscheinlich Nasenluft beteiligt.

Gut zu wissen

Nicht jedes n oder m macht einen Nasalvokal. Wenn danach ein Vokal folgt oder wenn n oder m doppelt steht, wird n oder m oft normal gesprochen.

Beispiel: In bonne hörst du ein n. In bon hörst du eher den Nasalvokal.

Merke

Bei Nasalvokalen sprichst du nicht einfach ein deutsches n dazu. Der Vokal selbst bekommt den Nasenklang.

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Konsonanten und stumme Endungen

Ein Konsonant ist ein Laut, bei dem die Luft im Mund kurz gebremst oder verengt wird. Beispiele sind b, t, s, m oder r. Viele französische Konsonanten kennst du aus dem Deutschen, aber ihre Stellung im Wort ist wichtig.

Besonders am Wortende bleiben viele Konsonanten stumm. Das heißt: Du schreibst sie, aber du sprichst sie nicht. Häufig betrifft das Endungen wie -t, -s, -x, -d oder -p.

Definition

Eine stumme Endung ist ein geschriebener Buchstabe am Wortende, den du normalerweise nicht aussprichst.

Beispiel

petit bedeutet „klein“. Das t am Ende bleibt normalerweise stumm.

vous bedeutet „ihr“ oder „Sie“. Das s am Ende bleibt normalerweise stumm.

trop bedeutet „zu sehr“. Das p am Ende bleibt normalerweise stumm.

Es gibt aber auch Konsonanten, die du gut hören musst. ch klingt meistens wie deutsches „sch“. j klingt wie ein weiches „sch“, also stimmhaft. ç macht aus c einen s-Laut.

Beispiel

chat bedeutet „Katze“. Du sprichst ungefähr „scha“, nicht „schat“.

français bedeutet „französisch“. Das ç klingt wie s, und das s am Ende bleibt stumm.

je bedeutet „ich“. Das j klingt nicht wie deutsches j in „Jahr“, sondern eher wie ein weiches sch.

Merke

Schau bei französischen Wörtern besonders ans Ende. Oft sagt dir die Schrift mehr über Grammatik als über den letzten hörbaren Laut.

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Silben, Betonung und Sprachfluss

Eine Silbe ist ein kleiner Sprechteil eines Wortes. Du kannst sie oft klatschen: Pa-ris hat zwei Silben. Im Französischen sind Silben meist gleichmäßiger als im Deutschen.

Eine Wortgruppe ist eine Gruppe von Wörtern, die im Satz zusammengehören, zum Beispiel les amis oder je vais à Paris. Die Betonung ist die Stelle, die beim Sprechen etwas hervorgehoben wird. Im Deutschen betonen wir oft eine bestimmte Silbe im Wort, zum Beispiel „SCHU-le“. Im Französischen ist nicht das Einzelwort so stark betont. Häufig bekommt die letzte Silbe einer Wortgruppe den stärksten Akzent.

Beispiel

Je vais à Paris. bedeutet „Ich fahre nach Paris.“

Du sprichst die Wörter fließend als Gruppe. Die stärkste Betonung liegt am Ende der Sinn-Gruppe, also bei Paris.

Das Französische klingt dadurch gleichmäßiger. Wörter hängen stärker zusammen. Beim Üben hilft es, kleine Wortgruppen statt einzelner Wörter zu sprechen.

Beispiel

les enfants bedeutet „die Kinder“.

Du liest nicht jedes Wort hart getrennt. Die Gruppe klingt zusammenhängend.

Merke

Französisch klingt oft wie eine Kette aus Silben. Sprich nicht jedes Wort einzeln abgehackt, sondern bilde kleine Sinn-Gruppen.

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Liaison: wenn Wörter sich verbinden

Liaison bedeutet: Ein normalerweise stummer Endkonsonant wird vor einem nächsten Wort hörbar, wenn dieses Wort mit einem Vokal oder einem stummen h beginnt. Das macht den Satz flüssiger.

Du musst Liaison nicht bei jedem möglichen Wort erzwingen. Für den Anfang reichen typische Fälle. Besonders häufig hörst du sie nach Artikeln, Pronomen und kurzen Wörtern.

Beispiel

les amis bedeutet „die Freunde“.

Das s in les wäre allein stumm. Vor amis wird es aber als z-Laut hörbar: ungefähr „le za-mi“.

nous avons bedeutet „wir haben“.

Das s in nous wird vor avons als z-Laut hörbar: ungefähr „nu za-von“.

Beispiel

Ohne Liaison: les livres bedeutet „die Bücher“. Das s in les bleibt stumm, weil livres mit l beginnt.

Mit Liaison: les écoles bedeutet „die Schulen“. Das s in les wird hörbar, weil écoles mit einem Vokal beginnt.

Gut zu wissen

Bei Liaison verändert sich manchmal der Klang des Endbuchstabens. Ein geschriebenes s oder x klingt dann oft wie z.

Merke

Liaison verbindet Wörter, die zusammengehören. Sie macht aus zwei geschriebenen Wörtern eine flüssige Lautgruppe.

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Zusammenfassung

Französische Aussprache wird leichter, wenn du Schrift und Klang trennst. Ein Laut ist das, was du hörst. Ein Buchstabe ist das, was du schreibst.

Vokale sind im Französischen sehr wichtig. u klingt wie „ü“, ou wie „u“, und eu oft wie „ö“. Nasalvokale klingen durch Mund und Nase zugleich.

Viele Endkonsonanten bleiben stumm. Trotzdem können sie bei Liaison wieder hörbar werden, wenn das nächste Wort mit einem Vokal beginnt.

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