Stell dir vor, du erklärst einem Freund den Weg oder ihr wollt im Unterricht gemeinsam anfangen. Dafür brauchst du Sätze wie „Komm!“ oder „Lasst uns beginnen!“. Im Französischen hilft dir dabei eine besondere Verbform.
- Du erkennst den französischen Imperativ.
- Du bildest Aufforderungen mit tu, nous und vous.
- Du verneinst Imperativsätze richtig.
- Du setzt Pronomen an die passende Stelle.
Auffordern auf Französisch
Der Imperativ heißt auf Französisch l’impératif. Mit ihm forderst du jemanden direkt zu etwas auf. Du kannst einen Rat geben, eine Bitte äußern oder eine Anweisung geben.
Ein Subjektpronomen ist ein Wort wie tu, nous oder vous. Es zeigt, wer etwas tut. Im Imperativ schreibst du dieses Wort nicht mit.
Écoute bien.
Hör gut zu.
Regardez le tableau.
Schaut auf die Tafel.
Allons au parc.
Gehen wir in den Park.
Der französische Imperativ hat nur drei Formen: tu, nous und vous. Das Subjektpronomen fällt weg.
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Die drei Formen bilden
Der Infinitiv ist die Grundform eines Verbs, zum Beispiel parler für sprechen. Eine Präsensform beschreibt, was gerade passiert, zum Beispiel je parle für „ich spreche“.
Für den Imperativ nutzt du bekannte Präsensformen, lässt aber das Subjektpronomen weg. Bei tu nimmst du meist die je-Form. Verben auf -er enden dann auf -e, nicht auf -es. Bei nous nimmst du die nous-Form. Bei vous nimmst du die vous-Form.
parler
Parle. – Sprich!
Parlons. – Sprechen wir!
Parlez. – Sprecht! oder Sprechen Sie!
finir
Finis. – Beende!
Finissons. – Beenden wir!
Finissez. – Beendet!
Die vous-Form brauchst du auch, wenn du eine erwachsene Person höflich ansprichst: Entrez, madame. bedeutet „Kommen Sie herein.“
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Wichtige unregelmäßige Verben
Ein unregelmäßiges Verb bildet seine Formen nicht nach dem üblichen Muster. Diese Imperativformen lernst du am besten als kleine Reihe.
| Infinitiv | tu | nous | vous |
|---|---|---|---|
| aller | va | allons | allez |
| être | sois | soyons | soyez |
| avoir | aie | ayons | ayez |
| savoir | sache | sachons | sachez |
Sois calme.
Sei ruhig.
Ayez confiance.
Habt Vertrauen.
Bei aller heißt es im Imperativ va, obwohl die Präsensform mit tu vas lautet.
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Nicht tun: die Verneinung
Eine Verneinung sagt, dass etwas nicht passieren soll. Im Französischen bilden ne und pas eine Klammer um das Verb.
Du stellst ne vor die Imperativform und pas dahinter. Beginnt das Verb mit einem Vokal, wird aus ne die Kurzform n’.
Ferme la fenêtre.
Mach das Fenster zu.
Ne ferme pas la fenêtre.
Mach das Fenster nicht zu.
Ne parlez pas si vite.
Sprecht nicht so schnell.
N’attendons pas.
Warten wir nicht.
Bei einer verneinten Aufforderung steht die Reihenfolge: ne, Verb, pas.
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Pronomen bei Aufforderungen
Ein Pronomen ist ein kleines Wort, das für eine Person oder Sache steht. Zum Beispiel kann moi für „mir“ stehen.
Bei einer bejahten Aufforderung steht das Pronomen hinter dem Verb. Verb und Pronomen verbindest du mit einem Bindestrich. Die Formen me und te werden dann zu moi und toi.
Aide-moi.
Hilf mir.
Écoutez-nous.
Hört uns zu.
Lève-toi.
Steh auf.
Bei einer Verneinung wandert das Pronomen vor das Verb:
Ne m’aide pas.
Hilf mir nicht.
Ne te lève pas.
Steh nicht auf.
Ein reflexives Verb bezieht sich auf die handelnde Person selbst, etwa se lever für aufstehen. Bei einer bejahten Aufforderung heißt es Lève-toi. Bei einer verneinten Aufforderung heißt es Ne te lève pas.
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Zusammenfassung
Der Imperativ hilft dir, jemanden direkt anzusprechen. Es gibt ihn nur für tu, nous und vous, ohne das jeweilige Subjektpronomen. Meist nimmst du bekannte Präsensformen: parle, parlons, parlez.
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