Erdkunde

Atmosphäre: Aufbau, Schichten und Bedeutung

Atmosphäre: Aufbau, Schichten und Bedeutung
Atmosphäre: Aufbau, Schichten und Bedeutung
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Die Atmosphäre ist die gasförmige Hülle der Erde. Sie stellt lebenswichtige Gase bereit, schützt vor einem Teil der Sonnenstrahlung und hält durch den natürlichen Treibhauseffekt Wärme zurück. Zugleich ist sie kein fester Deckel: Mit der Höhe wird die Luft dünner und geht allmählich in den Weltraum über.

Auf dieser Seite lernst du, die Zusammensetzung der Luft zu erklären, die fünf Hauptschichten zu ordnen und typische Vorgänge der passenden Schicht zuzuordnen.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!

Warum die Atmosphäre Leben ermöglicht

Ohne die Atmosphäre fehlten wichtige Voraussetzungen für das Leben an der Erdoberfläche. Menschen und Tiere nutzen Sauerstoff zum Atmen. Pflanzen benötigen Kohlenstoffdioxid. Beide Gase sind Bestandteile der Luft.

Die Atmosphäre schützt außerdem auf zwei verschiedene Arten:

  • Strahlungsschutz: Ozon in der Stratosphäre nimmt viel ultraviolette Strahlung, kurz UV-Strahlung, auf. Dadurch erreicht weniger davon die Erdoberfläche.
  • Natürlicher Treibhauseffekt: Gase wie Kohlenstoffdioxid und Methan halten einen Teil der Wärme im System Erde zurück. So kühlt die Erde nicht zu stark aus.
Merke

Die Atmosphäre schützt nicht nur vor zu viel Strahlung. Ihr natürlicher Treibhauseffekt verhindert zugleich eine zu starke Abkühlung.

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Frage 1 von 1LeichtWelche Aussage beschreibt eine Aufgabe der Atmosphäre richtig?
Lösung: Ozon in der Stratosphäre nimmt viel UV-Strahlung auf. — Ozon vermindert die UV-Strahlung am Boden. Der natürliche Treibhauseffekt wirkt einer zu starken Abkühlung entgegen.
Woraus die Luft besteht

Bei trockener Luft werden veränderliche Anteile wie Wasserdampf nicht mitgerechnet. Sie besteht ungefähr aus 78 % Stickstoff, 21 % Sauerstoff und knapp 1 % Argon. Die gerundeten Hauptanteile ergeben zusammen fast 100 %. Kleine Restanteile bilden Spurengase.

Definition

Spurengas

Ein Spurengas kommt nur in kleiner Konzentration vor. Dazu gehören zum Beispiel Kohlenstoffdioxid, Methan und Ozon. Ein kleiner Anteil kann trotzdem eine große Wirkung auf Klima, Wetter oder Luftchemie haben.

Definition

Aerosol

Ein Aerosol ist ein festes oder flüssiges Schwebeteilchen in der Luft. Es ist kein Gas. Beispiele sind feine Staubteilchen oder kleine Flüssigkeitströpfchen.

Diagramm

Gerundete Zusammensetzung trockener Luft

Gerundete Zusammensetzung trockener Luft
Stickstoff78 Prozent
Sauerstoff21 Prozent
Argon1 Prozent
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Frage 1 von 2LeichtWas ist der wichtigste Unterschied zwischen einem Spurengas und einem Aerosol?
Lösung: Ein Spurengas ist gasförmig; ein Aerosol ist ein festes oder flüssiges Schwebeteilchen. — Die Unterscheidung richtet sich nicht nur nach der Menge: Spurengase sind Gase, Aerosole dagegen schwebende feste oder flüssige Teilchen.
Frage 2 von 2MittelIn einer Probe trockener Luft sind 100 von 1.000 Teilchen Sauerstoff. Passt das ungefähr zur Zusammensetzung der Atmosphäre?
Lösung: Nein, zu erwarten wären grob 210 von 1.000 Teilchen. — 21 % von 1.000 entsprechen ungefähr 210. Die Probe mit 100 Sauerstoffteilchen enthält deshalb deutlich weniger als den typischen Anteil trockener Luft.
Was sich mit der Höhe verändert

Die Schwerkraft hält die Luft besonders stark in Bodennähe. Dort befinden sich viele Luftteilchen in einem bestimmten Raum. Mit wachsender Höhe sinkt die Teilchendichte: Im gleichen Raum sind weniger Teilchen. Deshalb nimmt auch der Luftdruck ab, und pro Raum stehen weniger Sauerstoffteilchen zur Verfügung. Das Atmen wird schwieriger.

Die Temperatur folgt dagegen keiner einzigen Richtung. Sie sinkt in der Troposphäre, steigt in der Stratosphäre, sinkt in der Mesosphäre und steigt in der Thermosphäre wieder. Dieser wechselnde Verlauf ist die Grundlage der üblichen thermischen Schichtung.

Gut zu wissen

Eine sehr hohe Temperatur in der Thermosphäre bedeutet nicht, dass dort viel Wärme auf einen Menschen oder ein Objekt übertragen würde. Die Temperatur wird aus der schnellen Bewegung der wenigen Teilchen abgeleitet. Wegen der sehr geringen Teilchendichte können diese Teilchen nur wenig Wärme übertragen.

Beispiel

Auf einem hohen Berg fällt das Atmen schwerer als nahe am Meeresspiegel. Der entscheidende Grund ist nicht, dass Sauerstoff plötzlich verschwunden wäre. Die Luft ist dünner: In einem Atemzug befinden sich weniger Luftteilchen und damit auch weniger Sauerstoffteilchen.

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Frage 1 von 2MittelWarum wird das Atmen mit zunehmender Höhe schwieriger?
Lösung: Weil bei geringerer Teilchendichte in einem Atemzug weniger Sauerstoffteilchen enthalten sind. — Mit der Höhe nehmen Teilchendichte und Luftdruck ab. Daher enthält das gleiche Atemvolumen weniger Sauerstoffteilchen.
Frage 2 von 2SchwerEin Messgerät zeigt in großer Höhe eine sehr hohe kinetische Temperatur, trotzdem ist die Wärmeübertragung gering. Was erklärt das?
Lösung: Dort gibt es sehr wenige Teilchen, die Wärme übertragen könnten. — In der dünnen Thermosphäre bewegen sich einzelne Teilchen sehr schnell. Ihre geringe Anzahl begrenzt jedoch die Wärmeübertragung.
Wie die fünf Schichten geordnet sind

Die Grenzen der Schichten sind Übergangsbereiche und keine festen Wände. Ihre Höhen schwanken je nach Definition, geographischer Breite und teilweise nach Jahreszeit. Für die Orientierung genügt diese Reihenfolge vom Boden nach außen:

  1. Troposphäre: ungefähr bis 8–18 km; hier leben wir, hier befindet sich fast der gesamte Wasserdampf, und hier entsteht das Wetter.
  2. Stratosphäre: bis ungefähr 50 km; Ozon nimmt UV-Strahlung auf, deshalb steigt die Temperatur in großen Teilen dieser Schicht.
  3. Mesosphäre: ungefähr bis 80–90 km; hier verglühen viele kleine Gesteins- und Staubteilchen und erscheinen als Sternschnuppen.
  4. Thermosphäre: beginnt ungefähr bei 80 km und reicht über Hunderte Kilometer; die Temperatur steigt stark. Die Internationale Raumstation fliegt in etwa 400 km Höhe in dieser Schicht.
  5. Exosphäre: äußerste Schicht mit definitionsabhängigem Beginn; sie geht ohne scharfe Außengrenze allmählich in den Weltraum über.

Die Übergänge heißen Tropopause, Stratopause, Mesopause und Thermopause. Die Endung -pause bezeichnet jeweils den Übergangsbereich zur nächsten Schicht.

Beispiel

Du beobachtest Gewitterwolken, eine Sternschnuppe und die Bahn der Internationalen Raumstation. Die Zuordnung gelingt über den Vorgang oder die Höhe:

  • Gewitterwolken gehören zum Wetter und damit zur Troposphäre.
  • Eine Sternschnuppe entsteht gewöhnlich beim Verglühen eines kleinen Teilchens in der Mesosphäre.
  • Die Internationale Raumstation befindet sich in etwa 400 km Höhe in der Thermosphäre.
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Frage 1 von 3LeichtWelche Reihenfolge führt vom Erdboden nach außen?
Lösung: Troposphäre – Stratosphäre – Mesosphäre – Thermosphäre – Exosphäre — Merke dir die Anfangsbuchstaben T–S–M–T–E. Die Troposphäre liegt unten, die Exosphäre außen.
Frage 2 von 3MittelIn welcher Schicht entsteht beinahe das gesamte Wetter?
Lösung: In der Troposphäre — Fast der gesamte Wasserdampf und das Wettergeschehen befinden sich in der Troposphäre.
Frage 3 von 3SchwerEine Beobachtung zeigt, dass ein kleines Gesteinsteilchen als Sternschnuppe aufleuchtet. Welche Zuordnung ist am besten begründet?
Lösung: Mesosphäre, weil dort viele kleine Gesteins- und Staubteilchen verglühen. — Entscheidend ist der Vorgang: Das typische Verglühen kleiner Teilchen wird der Mesosphäre zugeordnet.
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Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Atmosphäre
    • Zusammensetzung
      • Stickstoff, Sauerstoff, Argon
      • Spurengase und Aerosole
    • Bedeutung
      • Atemluft, UV-Schutz, natürlicher Treibhauseffekt
    • Veränderung mit der Höhe
      • Teilchendichte und Luftdruck nehmen ab
      • Temperatur wechselt ihre Richtung
    • Hauptschichten
      • Troposphäre, Stratosphäre, Mesosphäre
      • Thermosphäre, Exosphäre
Abschluss-Check

Prüfe jetzt, ob du Zusammensetzung, Höhenveränderungen und Schichten miteinander verbinden kannst.

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Frage 1 von 3LeichtWelche Aussage über trockene Luft ist richtig?
Lösung: Stickstoff ist mit ungefähr 78 % der größte Bestandteil. — Trockene Luft besteht gerundet aus 78 % Stickstoff, 21 % Sauerstoff und knapp 1 % Argon sowie kleinen Anteilen weiterer Gase.
Frage 2 von 3MittelWarum ist die Stratosphäre trotz ihrer größeren Höhe nicht einfach immer kälter als die Troposphäre?
Lösung: Weil Ozon UV-Strahlung aufnimmt und die Stratosphäre dadurch erwärmt wird. — Die Temperatur nimmt mit der Höhe nicht durchgehend ab. In der Stratosphäre wandelt absorbiertes UV-Licht Energie in Wärme um.
Frage 3 von 3SchwerEin Ballon misst beim Aufstieg sinkenden Luftdruck. Zugleich ändert die Temperatur später ihre Richtung und steigt wieder. Welche Schlussfolgerung ist richtig?
Lösung: Der Luftdruck nimmt mit der Höhe ab, während der Temperaturverlauf zur Unterscheidung der Schichten mehrfach wechselt. — Luftdruck und Teilchendichte nehmen nach oben ab. Die Temperatur sinkt und steigt je nach Schicht; gerade dieser Wechsel hilft bei der thermischen Gliederung.

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