Planet Erde: Rotation, Jahreszeiten, Lebensbedingungen
Die Erde ist der dritte Planet von der Sonne. Ihre Drehung erzeugt den Wechsel von Tag und Nacht. Der Umlauf um die Sonne und die geneigte Erdachse sorgen gemeinsam für Jahreszeiten und unterschiedliche Tageslängen.
Auf dieser Seite lernst du, diese Zusammenhänge zu erklären und auf neue Beispiele anzuwenden.
Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!
Die Erde im Sonnensystem einordnen
Die Sonne ist ein Stern. Acht Planeten bewegen sich auf Umlaufbahnen um sie. Von der Sonne aus lautet ihre Reihenfolge:
Merkur – Venus – Erde – Mars – Jupiter – Saturn – Uranus – Neptun
Die Erde ist somit der dritte Planet von der Sonne. Ihr Begleiter ist der Mond, der die Erde umkreist.
Planet
Ein Planet ist ein Himmelskörper, der einen Stern auf einer Umlaufbahn umkreist. Die Erde umkreist den Stern Sonne.
Die Erde ist weitgehend kugelförmig und hat einen Durchmesser von ungefähr 12.700 km. Rund 71 % ihrer Oberfläche sind von Wasser bedeckt. Deshalb erscheint sie aus dem Weltraum überwiegend blau und wird auch Blauer Planet genannt.
Die Erde ist der dritte von acht Planeten. Sie gehört zu den vier Gesteinsplaneten in Sonnennähe.
Erdrotation erklärt Tag und Nacht
Die Erde dreht sich in ungefähr 24 Stunden einmal um eine gedachte Linie durch Nordpol und Südpol. Diese Linie heißt Erdachse.
Rotation
Rotation ist die Drehung der Erde um ihre eigene Achse. Eine vollständige Erdrotation dauert ungefähr einen Tag.
Die Sonne beleuchtet immer nur die ihr zugewandte Hälfte der Erde. Dort ist Tag. Auf der abgewandten Hälfte ist Nacht. Während sich die Erde dreht, gelangt ein Ort nacheinander in den beleuchteten Bereich und in den Schattenbereich.
An einem Ort beginnt der Morgen, wenn er durch die Erdrotation in den beleuchteten Bereich gelangt. Mittags steht die Sonne dort höher. Später dreht sich der Ort aus diesem Bereich heraus: Es wird Abend und schließlich Nacht.
Warum gibt es Zeitzonen?
Durch die Rotation werden verschiedene Orte zu verschiedenen Zeiten von der Sonne beleuchtet. Deshalb finden Sonnenaufgang und Sonnenuntergang nicht überall gleichzeitig statt. Zur Abstimmung der Uhrzeiten wurde die Erde in Zeitzonen eingeteilt. Innerhalb einer Zeitzone gilt dieselbe Uhrzeit.
Ort B liegt in einer Zeitzone, deren Uhr eine Stunde vor der Uhr von Ort A geht. In Ort A ist es 14 Uhr.
$14 + 1 = 15$
In Ort B ist es daher 15 Uhr.
Erdumlauf und Achsneigung erzeugen Jahreszeiten
Die Erde benötigt für einen Umlauf um die Sonne etwas mehr als 365 Tage. Dieser Umlauf heißt Revolution. Gleichzeitig ist ihre Achse um etwa 23° geneigt und behält während des Umlaufs ihre Ausrichtung bei.
Revolution
Revolution bezeichnet den Umlauf der Erde um die Sonne. Ein vollständiger Umlauf entspricht ungefähr einem Jahr.
Die Jahreszeiten entstehen durch das Zusammenspiel von Erdumlauf und Achsneigung:
- Eine Halbkugel ist im Verlauf des Jahres stärker zur Sonne geneigt.
- Dort treffen die Sonnenstrahlen steiler auf und die Tage sind länger.
- Die Oberfläche erhält dadurch mehr Energie und erwärmt sich stärker: Es ist Sommer.
- Auf der anderen Halbkugel fallen die Strahlen flacher ein und die Tage sind kürzer: Dort ist Winter.
Ein halbes Jahr später sind die Rollen vertauscht. Deshalb herrscht auf der Südhalbkugel Winter, wenn auf der Nordhalbkugel Sommer ist.
Die Jahreszeiten entstehen nicht durch einen einfachen Wechsel zwischen großer und kleiner Sonnenentfernung. Entscheidend sind die geneigte Erdachse und der Umlauf um die Sonne.
Im Sommer der Nordhalbkugel ist der Norden stärker zur Sonne geneigt. In Deutschland treffen die Sonnenstrahlen steiler ein und die Tage sind länger. Gleichzeitig ist die Südhalbkugel von der Sonne weg geneigt; beispielsweise herrscht in Australien Winter.
Warum gibt es Schaltjahre?
Der Sonnenumlauf dauert ungefähr 365 Tage und fast 6 Stunden. Ein normales Kalenderjahr zählt aber nur 365 Tage. Viermal fast 6 Stunden ergeben ungefähr 24 Stunden, also einen zusätzlichen Tag. Deshalb wird üblicherweise alle vier Jahre der 29. Februar eingefügt.
Beleuchtungszonen vergleichen
Weil die Erde kugelförmig und ihre Achse geneigt ist, unterscheiden sich Sonnenstand und Tageslänge je nach Lage auf der Erde.
Tropenzone
Die Tropenzone liegt zwischen den Wendekreisen bei ungefähr 23,5° nördlicher und südlicher Breite. Dort können Sonnenstrahlen senkrecht auf die Erdoberfläche treffen. Die Sonne steht dann im Zenit, also direkt über dem Beobachtungsort.
Gemäßigte Zonen
In den gemäßigten Zonen verändern sich Sonnenstand und Tageslänge im Jahreslauf deutlich. Im Sommer sind die Tage länger und der Strahleneinfall steiler; im Winter sind die Tage kürzer und der Einfall flacher.
Polarzonen
Die Polarzonen liegen zwischen den Polarkreisen und den Polen. Dort kann die Sonne zeitweise nicht untergehen. Das heißt Polartag. In einer anderen Zeit des Jahres geht sie zeitweise nicht auf. Das heißt Polarnacht.
Beobachtest du an einem Ort sehr große Unterschiede zwischen sommerlicher und winterlicher Tageslänge, passt das eher zu einer gemäßigten oder polaren Lage als zu einer Lage nahe am Äquator.
Wasser, Atmosphäre und Erdaufbau verstehen
Flüssiges Wasser, geeignete Temperaturen und eine schützende Atmosphäre gehören zu den günstigen Lebensbedingungen der Erde.
Wasser und Atmosphäre
Wasser ist Lebensraum und Voraussetzung für Pflanzen, Tiere und Menschen. Die Atmosphäre ist die Gashülle der Erde. Sie besteht überwiegend aus Stickstoff und Sauerstoff, liefert Atemluft und schützt vor gefährlicher Strahlung. Das Wetter spielt sich in ihrer untersten Schicht, der Troposphäre, ab.
Von unten nach oben werden fünf Atmosphärenschichten unterschieden:
- Troposphäre
- Stratosphäre
- Mesosphäre
- Thermosphäre
- Exosphäre
Die Schalen der Erde
Die Erde lässt sich in drei Hauptbereiche gliedern:
- Erdkruste: die dünne äußere Schicht mit Kontinenten und Ozeanen;
- Erdmantel: heißes Gestein unter der Kruste;
- Erdkern: der sehr heiße innere Bereich mit einem flüssigen äußeren und einem festen inneren Teil.
Die Erdkruste besteht aus Platten. Ihre Bewegungen stehen unter anderem mit Erdbeben und Vulkanismus in Verbindung.
Die Erde bietet nicht nur einen geeigneten Abstand zur Sonne. Flüssiges Wasser und eine Atmosphäre sind ebenfalls entscheidende Lebensgrundlagen.
Karteikasten
Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.
Alles auf einen Blick
- Planet Erde
- Stellung und Gestalt: dritter Planet, Kugelgestalt, wasserreiche Oberfläche
- Bewegungen: Rotation sowie Revolution mit geneigter Erdachse
- Zeitliche Folgen: Tag und Nacht, Zeitzonen, Jahreszeiten
- Räumliche Folgen: Beleuchtungszonen und unterschiedliche Tageslängen
- Lebensbedingungen: flüssiges Wasser, geeignete Temperatur, Atmosphäre
- Innerer Aufbau: Erdkruste, Erdmantel und Erdkern
Abschluss-Check
Du kannst die wichtigsten Vorgänge nun als Wirkungskette erklären: Rotation führt zu Tag und Nacht; Rotation und Ortslage führen zu unterschiedlichen Uhrzeiten; Revolution und Achsneigung führen zu Jahreszeiten und veränderten Tageslängen.
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