Erdkunde

Jahreszeiten: Entstehung einfach erklärt

Jahreszeiten: Entstehung einfach erklärt
Jahreszeiten: Entstehung einfach erklärt
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Die Jahreszeiten entstehen durch das Zusammenspiel von Erdumlauf und geneigter Erdachse. Je nach Stellung der Erde treffen Sonnenstrahlen unterschiedlich steil auf eine Halbkugel, und die Tage sind dort unterschiedlich lang. Die wechselnde Entfernung zur Sonne ist nicht die Ursache.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!

Warum die Erdachse entscheidend ist

Die Erde umläuft die Sonne einmal pro Jahr. Gleichzeitig steht ihre Achse schief: Sie ist um etwa 23,4° gegenüber einer senkrechten Stellung zur Umlaufbahn geneigt.

Während des Umlaufs ist dadurch abwechselnd die Nordhalbkugel oder die Südhalbkugel stärker der Sonne zugeneigt. Die zugeneigte Halbkugel erlebt sommerliche, die abgewandte Halbkugel winterliche Bedingungen.

Definition

Erdachse

Die Erdachse ist eine gedachte Linie durch Nordpol und Südpol. Die Erde dreht sich in etwa 24 Stunden einmal um diese Achse. Ihre Neigung ist eine entscheidende Voraussetzung für die Jahreszeiten.

Merke

Erdumlauf + geneigte Erdachse → wechselnder Sonnenstand und wechselnde Tageslänge → Jahreszeiten.

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Frage 1 von 1LeichtWelche Aussage nennt die Ursache der Jahreszeiten richtig?
Lösung: Die Erde umläuft die Sonne, während ihre Achse geneigt ist. — Die Achsneigung verändert während des jährlichen Umlaufs Sonnenstand und Tageslänge auf den Halbkugeln.
Wie Sonnenstand und Tageslänge die Erwärmung verändern

Im Sommer steht die Sonne höher am Himmel. Ihre Strahlen treffen steiler auf den Boden. Dadurch verteilt sich die eintreffende Energie auf eine kleinere Fläche, und der Boden erwärmt sich stärker.

Im Winter steht die Sonne tiefer. Die Strahlen treffen flacher auf und verteilen sich über eine größere Fläche. Außerdem ist ihr Weg durch die Atmosphäre länger, sodass weniger Energie den Boden erreicht.

Auch die Tageslänge wirkt mit: Lange Sommertage bieten mehr Zeit zur Erwärmung. In langen Winternächten können Boden und Luft stärker auskühlen.

Beispiel

Vergleiche zwei gleich große Lichtbündel. Trifft eines steil auf den Boden, konzentriert sich seine Energie auf eine kleinere Fläche. Trifft das andere flach auf, verteilt sich dieselbe Energie über eine größere Fläche. Deshalb erwärmt der hohe sommerliche Sonnenstand den Boden stärker als der tiefe winterliche Sonnenstand.

Teste dich
Frage 1 von 1MittelAn einem Ort steht die Sonne hoch, und der Tag ist lang. Welche Folge ist am wahrscheinlichsten?
Lösung: Der Boden kann sich stärker erwärmen. — Steile Strahlen bündeln die Energie auf einer kleineren Fläche. Die längere Bestrahlungszeit verstärkt die Erwärmung zusätzlich.
Warum die Halbkugeln entgegengesetzte Jahreszeiten haben

Ist die Nordhalbkugel der Sonne zugeneigt, sind ihre Tage länger und die Sonne steht höher. Dort ist Sommer. Gleichzeitig ist die Südhalbkugel abgewandt: Dort ist Winter.

Ein halbes Jahr später ist es umgekehrt. Deshalb liegen die Jahreszeiten in Deutschland und Australien jeweils gegensätzlich.

Beispiel

Im Juni herrschen in Deutschland auf der Nordhalbkugel sommerliche Bedingungen. Australien liegt auf der Südhalbkugel und erlebt zur selben Zeit winterliche Bedingungen. Im Dezember kehrt sich diese Zuordnung um.

Teste dich
Frage 1 von 1SchwerIn Deutschland ist Winter. Welche Jahreszeit herrscht gleichzeitig in Australien?
Lösung: Sommer — Im Winter ist die Nordhalbkugel von der Sonne abgewandt. Gleichzeitig ist die Südhalbkugel zugeneigt und erlebt Sommer.
Wie Jahreszeiten beginnen und sich an den Polen zeigen

Beim astronomischen Jahreszeitenbeginn zählt die Stellung der Erde zur Sonne. Um die Tagundnachtgleichen im März und September steht die Sonne senkrecht über dem Äquator; Tag und Nacht sind dann annähernd gleich lang. Um Juni und Dezember erreicht die Neigung einer Halbkugel zur Sonne ihre stärkste Wirkung.

Die genauen astronomischen Kalenderdaten können leicht schwanken. Der meteorologische Frühling beginnt dagegen immer am 1. März. Ganze Monate erleichtern den Vergleich von Wetterdaten.

In den Polargebieten wirkt sich die veränderte Tageslänge besonders stark aus. Beim Polartag geht die Sonne mindestens einen ganzen Tag nicht unter. Die nachts sichtbare Sonne heißt Mitternachtssonne. Währenddessen kann auf der anderen Seite der Erde Polarnacht herrschen.

Lückentext

Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.

Der meteorologische Frühling beginnt am . Der astronomische Frühling beginnt ungefähr zur im März. Beginnt auf der Nordhalbkugel der Frühling, beginnt auf der Südhalbkugel der .

Lösungen: Lücke 1: 1. März; Lücke 2: Tagundnachtgleiche; Lücke 3: Herbst. Meteorologische Jahreszeiten verwenden feste volle Monate. Astronomische Jahreszeiten richten sich nach der Stellung der Erde zur Sonne. Die Halbkugeln erleben entgegengesetzte Jahreszeiten.
Karteikasten
Karteikasten

Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Jahreszeiten
    • Voraussetzung: Erdumlauf und geneigte Erdachse
    • Zugeneigte Halbkugel: hoher Sonnenstand, lange Tage, Sommer
    • Abgewandte Halbkugel: tiefer Sonnenstand, kurze Tage, Winter
    • Halbkugeln: entgegengesetzte Jahreszeiten
    • Übergänge: Tagundnachtgleichen im März und September
    • Polargebiete: Polartag, Mitternachtssonne und Polarnacht
Abschluss-Check
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Frage 1 von 3LeichtWelche Beobachtung passt zum Winter?
Lösung: Die Sonne steht tief, und die Tage sind kurz. — Im Winter treffen die Strahlen flacher auf, und die kürzere Bestrahlungsdauer begrenzt die Erwärmung.
Frage 2 von 3MittelWarum erwärmt ein steiler Sonnenstrahl den Boden stärker?
Lösung: Seine Energie verteilt sich auf eine kleinere Fläche. — Bei steilem Einfall konzentriert sich die Energie auf eine kleinere Bodenfläche. Bei flachem Einfall verteilt sie sich weiter.
Frage 3 von 3SchwerEine Person behauptet: „In Deutschland ist Sommer, weil die Erde dann näher an der Sonne ist.“ Welche Berichtigung ist vollständig?
Lösung: Die geneigte Erdachse führt beim Erdumlauf zu höherem Sonnenstand und längeren Tagen auf der Nordhalbkugel. — Für eine vollständige Erklärung brauchst du beide Voraussetzungen: den jährlichen Erdumlauf und die geneigte Erdachse. Daraus folgen wechselnder Sonnenstand und wechselnde Tageslänge.

Du kannst die Jahreszeit eines Ortes nun in drei Schritten erklären: Bestimme seine Halbkugel, prüfe ihre Ausrichtung zur Sonne und leite daraus Sonnenstand, Tageslänge und Erwärmung ab.

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