Erdkunde

Beleuchtungszonen der Erde einfach erklärt

Beleuchtungszonen der Erde einfach erklärt
Beleuchtungszonen der Erde einfach erklärt
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Die Beleuchtungszonen ordnen die Erde danach, wie sich Sonnenstand und Tageslänge im Jahreslauf verändern. Ihre Grenzen sind die Wendekreise bei 23,5° nördlicher und südlicher Breite sowie die Polarkreise bei 66,5° nördlicher und südlicher Breite.

Du lernst, die drei Zonen auf einer gedachten Weltkarte zu finden und ihre Beleuchtung mit der geneigten Erdachse und dem Umlauf der Erde um die Sonne zu erklären.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!

So ordnest du die drei Zonen räumlich ein

Breitenkreise helfen dir, die Lage eines Ortes nördlich oder südlich des Äquators anzugeben. Der Äquator liegt bei 0° und teilt die Erde in Nord- und Südhalbkugel.

Definition

Wendekreise

Die Wendekreise liegen bei 23,5° nördlicher und 23,5° südlicher Breite. Sie sind die äußersten Breitenkreise, an denen die Sonne im Zenit stehen kann. Zenit bedeutet: Die Sonne steht senkrecht über einem Ort.

Definition

Polarkreise

Die Polarkreise liegen bei 66,5° nördlicher und 66,5° südlicher Breite. Sie markieren die Grenze zu den Polarzonen.

Von Norden nach Süden lautet die Reihenfolge:

BreitenlageBeleuchtungszone
90° N bis 66,5° Nnördliche Polarzone
66,5° N bis 23,5° Nnördliche gemäßigte Zone
23,5° N bis 23,5° STropenzone
23,5° S bis 66,5° Ssüdliche gemäßigte Zone
66,5° S bis 90° Ssüdliche Polarzone

Es gibt also drei Arten von Beleuchtungszonen. Die gemäßigte Zone und die Polarzone kommen jeweils auf beiden Halbkugeln vor.

Teste dich
Frage 1 von 1LeichtWelcher Breitenkreis bildet eine Grenze der Tropenzone?
Lösung: der Wendekreis bei 23,5° — Die Tropenzone reicht vom nördlichen bis zum südlichen Wendekreis. Der Äquator verläuft mitten durch sie.
Warum die Beleuchtung im Jahreslauf wechselt

Die Erdachse ist die gedachte Linie zwischen Nord- und Südpol, um die sich die Erde dreht. Diese Achse ist gegenüber der Bahn der Erde um die Sonne geneigt.

Die Erde bewegt sich im Laufe eines Jahres um die Sonne. Dieser Umlauf heißt Erdrevolution. Weil die Erdachse dabei geneigt bleibt, ist im Jahreslauf einmal die Nordhalbkugel und einmal die Südhalbkugel stärker der Sonne zugeneigt. Dadurch ändern sich Sonnenstand und Tageslänge.

Die Erdrotation, also die tägliche Drehung der Erde um ihre Achse, sorgt für den Wechsel von Tag und Nacht. Für die jahreszeitlichen Unterschiede der Beleuchtung sind dagegen vor allem Achsneigung und Erdrevolution entscheidend.

Die Sonne scheint im Jahreslauf zwischen den Wendekreisen zu wandern. Tatsächlich bewegt sich nicht die Sonne auf der Erde hin und her. Der wechselnde Sonnenstand entsteht durch den Umlauf der geneigten Erde um die Sonne.

Definition

Einfallswinkel

Der Einfallswinkel beschreibt, wie steil Sonnenstrahlen auf die Erdoberfläche treffen. Steile Strahlen bündeln ihre Energie auf einer kleineren Fläche. Flache Strahlen verteilen dieselbe Energie auf eine größere Fläche.

Beispiel

Stell dir zwei gleich breite Bündel Sonnenstrahlen vor. Das erste trifft steil auf den Boden und beleuchtet eine kleine Fläche. Das zweite trifft flach ein und verteilt sich auf eine größere Fläche. Auf jedem gleich großen Stück Boden kommt beim steilen Einfall mehr Strahlungsenergie an. Deshalb erwärmt sich die Oberfläche dort stärker.

Merke

Je steiler die Sonnenstrahlen einfallen, desto mehr Strahlungsenergie erreicht eine bestimmte Fläche. Für die Erwärmung zählt außerdem, wie lange ein Ort beleuchtet wird.

Teste dich
Frage 1 von 2LeichtWelche Bewegung verursacht unmittelbar den täglichen Wechsel von Tag und Nacht?
Lösung: die Erdrotation — Durch die Erdrotation gelangt ein Ort abwechselnd auf die beleuchtete und die unbeleuchtete Seite der Erde.
Frage 2 von 2MittelWarum erwärmt ein steileres Strahlenbündel den Boden stärker?
Lösung: Seine Energie verteilt sich auf eine kleinere Fläche. — Bei steilem Einfall trifft dieselbe Strahlungsenergie auf eine kleinere Fläche. Pro Flächeneinheit steht dadurch mehr Energie zur Verfügung.
In der Tropenzone bleibt die Tageslänge relativ gleichmäßig

Die Tropenzone liegt zwischen 23,5° nördlicher und 23,5° südlicher Breite. Nur innerhalb dieser Zone kann die Sonne im Zenit stehen.

Die Tageslänge schwankt dort im Jahreslauf vergleichsweise wenig. Sie liegt nach dem Ausgangsmaterial ungefähr zwischen 10,5 und 13,5 Stunden. Die Beleuchtung ist deshalb gleichmäßiger als in den gemäßigten Zonen und Polarzonen.

Die vereinfachte Aussage „In den Tropen gibt es keine Jahreszeiten“ bezieht sich auf die deutlich geringeren Unterschiede bei Sonnenstand und Tageslänge. Sie bedeutet nicht, dass jeder Ort in den Tropen das ganze Jahr dasselbe Wetter hat. Beleuchtungszonen beschreiben zunächst die astronomische Beleuchtung, nicht alle Klima- und Wetterverhältnisse.

Lückentext

Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.

Die Tropenzone liegt zwischen den . Ihr mittlerer Breitenkreis ist der . Dort schwankt die vergleichsweise wenig.

Lösungen: Lücke 1: Wendekreisen; Lücke 2: Äquator; Lücke 3: Tageslänge. Die Wendekreise begrenzen die Tropenzone. Der Äquator teilt sie in einen nördlichen und einen südlichen Teil. Die geringe Schwankung der Tageslänge ist ihr wichtiges Beleuchtungsmerkmal.
In der gemäßigten Zone entstehen deutliche Jahreszeiten

Die beiden gemäßigten Zonen liegen zwischen den Wendekreisen und den Polarkreisen: auf jeder Halbkugel zwischen 23,5° und 66,5° Breite. Deutschland liegt in der nördlichen gemäßigten Zone.

Hier verändern sich Sonnenstand und Tageslänge im Jahreslauf deutlich. Daraus ergeben sich die vier Jahreszeiten.

Beispiel

Um den 21. Juni ist die Nordhalbkugel der Sonne zugeneigt. Die Sonne erreicht ihren nördlichsten Zenitstand am nördlichen Wendekreis. In Deutschland steht sie höher am Himmel, die Strahlen treffen steiler ein und der helle Tag ist lang. Der Boden erhält dadurch mehr Strahlungsenergie: Es ist Sommer.

Um den 21. Dezember ist die Nordhalbkugel von der Sonne weg geneigt. Die Sonne erreicht ihren südlichsten Zenitstand am südlichen Wendekreis. In Deutschland steht sie niedriger, die Strahlen treffen flacher ein und der helle Tag ist kurz. Der Boden erhält weniger Strahlungsenergie: Es ist Winter.

Merke

Sommer und Winter entstehen nicht durch einen regelmäßigen Wechsel der Entfernung zur Sonne. Entscheidend sind die Neigung der Erdachse, der Umlauf um die Sonne, der Einfallswinkel und die Tageslänge.

Teste dich
Frage 1 von 1MittelDeutschland hat im Juni einen langen hellen Tag und einen hohen Sonnenstand. Welche Erklärung passt?
Lösung: Die Nordhalbkugel ist der Sonne zugeneigt. — Durch die gleichbleibend geneigte Erdachse ist die Nordhalbkugel im Juni der Sonne zugeneigt. In Deutschland sind Sonnenstand und Tageslänge deshalb größer als im Winter.
In der Polarzone gibt es Polartag und Polarnacht

Die Polarzonen reichen auf beiden Halbkugeln vom jeweiligen Polarkreis bei 66,5° bis zum Pol bei 90°.

Beim Polartag geht die Sonne mindestens 24 Stunden lang nicht unter. Bei der Polarnacht steigt sie mindestens 24 Stunden lang nicht über den Horizont. Am Polarkreis beginnen diese Erscheinungen mit ungefähr einem Tag. Je weiter ein Ort zum Pol hin liegt, desto länger dauern sie. An den Polen dauern Polartag und Polarnacht jeweils ungefähr ein halbes Jahr.

Um den 21. Juni erlebt die nördliche Polarzone ihren Polartag, während in der südlichen Polarzone Polarnacht herrscht. Um den 21. Dezember ist es umgekehrt.

Gut zu wissen

„Polarzone“ bedeutet nicht, dass überall in der ganzen Zone ein halbes Jahr lang Tag und ein halbes Jahr lang Nacht ist. Diese Dauer gilt nur ungefähr an den Polen. In der Nähe der Polarkreise sind Polartag und Polarnacht viel kürzer.

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Frage 1 von 2LeichtWas ist eine Polarnacht?
Lösung: Die Sonne steigt mindestens 24 Stunden lang nicht über den Horizont. — Eine Polarnacht gibt es innerhalb der Polarzonen. Ihre Dauer nimmt vom Polarkreis in Richtung Pol zu.
Frage 2 von 2MittelEin Ort liegt innerhalb der nördlichen Polarzone näher am Nordpol als ein zweiter Ort. Was ist zu erwarten?
Lösung: Polartag und Polarnacht dauern dort länger. — Mit wachsender Nähe zum Pol verlängern sich Polartag und Polarnacht. Am Nordpol dauern beide ungefähr ein halbes Jahr.
Beleuchtungszonen und Klimazonen sind nicht dasselbe

Beleuchtungszonen entstehen aus der räumlich unterschiedlichen Sonneneinstrahlung. Sie helfen zu erklären, warum sich Sonnenstand, Tageslänge und Strahlungsenergie auf der Erde unterscheiden.

Klimazonen beschreiben dagegen langfristige klimatische Verhältnisse. Die Beleuchtung ist eine wichtige Grundlage dafür, bestimmt das Klima aber nicht allein. Aus der Beleuchtungszone eines Ortes kannst du deshalb nicht jedes Wettermerkmal oder die Lebensbedingungen einzelner Pflanzen und Tiere ableiten.

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Frage 1 von 1MittelWelche Aussage trennt Beleuchtungszone und Klimazone richtig?
Lösung: Die Beleuchtungszone beschreibt astronomische Beleuchtung; sie ist eine Grundlage, aber nicht die vollständige Erklärung des Klimas. — Beleuchtungszonen ordnen Einfallswinkel und Tageslänge. Klimazonen beschreiben langfristige klimatische Verhältnisse und dürfen nicht einfach mit Beleuchtungszonen gleichgesetzt werden.
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Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Beleuchtungszonen
    • Entstehung
      • geneigte Erdachse
      • Erdrevolution
      • wechselnder Sonnenstand
    • Tropenzone
      • zwischen den Wendekreisen
      • relativ gleichmäßige Tageslänge
    • gemäßigte Zonen
      • zwischen Wende- und Polarkreisen
      • deutliche Jahreszeiten
    • Polarzonen
      • zwischen Polarkreisen und Polen
      • Polartag und Polarnacht
    • Wirkung der Strahlen
      • steiler Einfall: Energie auf kleiner Fläche
      • flacher Einfall: Energie auf großer Fläche
Abschluss-Check
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Frage 1 von 3LeichtIn welcher Reihenfolge liegen die Zonen vom Äquator zum Nordpol?
Lösung: Tropenzone, gemäßigte Zone, Polarzone — Vom Äquator gehst du zuerst durch die Tropenzone bis 23,5° N, dann durch die gemäßigte Zone bis 66,5° N und schließlich durch die Polarzone bis 90° N.
Frage 2 von 3MittelIn Deutschland steht die Sonne im Winter niedriger als im Sommer. Welche Folge ist richtig begründet?
Lösung: Die Strahlen treffen flacher ein und verteilen ihre Energie auf eine größere Fläche. — Der niedrige Sonnenstand führt zu einem flacheren Einfallswinkel. Zusammen mit dem kürzeren hellen Tag erreicht den Boden weniger Strahlungsenergie.
Frage 3 von 3SchwerIn der nördlichen Polarzone ist um den 21. Juni Polartag. Was geschieht zur selben Zeit in der südlichen Polarzone?
Lösung: Dort herrscht Polarnacht. — Ist die Nordhalbkugel der Sonne zugeneigt, ist die Südhalbkugel von ihr weg geneigt. Deshalb treten Polartag und Polarnacht auf den Halbkugeln gegensätzlich auf.

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