Wetter beobachten: Ein Wetterprotokoll führen
Wie beobachtest du das Wetter? Du schaust genau hin, misst die Temperatur und notierst Ort, Datum, Uhrzeit und Ergebnisse in einer Tabelle. Wiederholst du das über mehrere Tage, kannst du Veränderungen erkennen und zwei Orte vergleichen.
Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!
Was kannst du am Wetter beobachten?
Morgens kann es regnen und später die Sonne scheinen. Wenn du deine Beobachtungen aufschreibst, kannst du solche Veränderungen nachverfolgen.
Wetterbeobachtung
Bei einer Wetterbeobachtung hältst du fest, wie das Wetter zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort ist. Du kannst zum Beispiel Wolken beschreiben und die Temperatur mit einem Thermometer messen.
| Wettermerkmal | Was du tust | Möglicher Eintrag |
|---|---|---|
| Temperatur | am Thermometer ablesen | 12 °C |
| Niederschlag, zum Beispiel Regen, Schnee oder Hagel | nachsehen, was gerade fällt | Regen |
| Wind | beobachten, was der Wind bewegt | Blätter bewegen sich |
| Wolken | den Himmel anschauen | ganz mit Wolken bedeckt |
Eine Beobachtung beschreibt, was du wahrnimmst. Beim Messen benutzt du ein Messgerät, zum Beispiel ein Thermometer. Die Temperatur schreibst du hier in Grad Celsius auf. Das Zeichen dafür ist °C. „12 °C“ liest du als „zwölf Grad Celsius“.
„Es ist kalt“ ist eine persönliche Einschätzung. Ein Temperaturwert mit Einheit ist ein überprüfbarer Messwert.
So entsteht ein Wetterprotokoll
Ein einzelner Eintrag ist nur eine Momentaufnahme. Ein Wetterprotokoll sammelt vergleichbare Einträge über mehrere Tage.
Wetterprotokoll
Ein Wetterprotokoll ist eine geordnete Aufzeichnung von Wetterbeobachtungen und Messwerten. Es zeigt, wann und wo beobachtet wurde und wie sich das Wetter verändert hat.
Du brauchst Papier, einen Stift, eine Uhr und ein Außenthermometer. Lass dir beim Aufstellen von einer erwachsenen Person helfen.
- Lege einen Beobachtungsort und eine tägliche Uhrzeit fest.
- Miss die Temperatur immer auf dieselbe Weise. Das Thermometer bleibt am gleichen Platz und auf gleicher Höhe, vor direkter Sonne geschützt. Die Luft muss es frei umströmen können.
- Warte vor dem Ablesen, bis sich die Anzeige nicht mehr merklich verändert. Notiere Datum, Uhrzeit, Ort und Temperatur mit °C.
- Ergänze Beobachtungen zu Niederschlag, Wind und Wolken. Wiederhole das über mehrere Tage.
Diese erfundenen Einträge zeigen, wie deine Tabelle aussehen kann. Gemessen wurde mit demselben Thermometer am selben Platz:
| Datum und Uhrzeit | Ort | Temperatur | Niederschlag gerade jetzt | Wind | Wolken |
|---|---|---|---|---|---|
| 5. Mai 2026, 8 Uhr | Schulhof | 12 °C | Regen | Blätter bewegen sich | Himmel ganz bedeckt |
| 6. Mai 2026, 8 Uhr | Schulhof | 14 °C | keiner | Blätter bewegen sich | einzelne Wolken |
Aufgabe: Was hat sich in der Tabelle verändert?
Lösung: Die Temperatur stieg von 12 °C auf 14 °C, also um 2 °C: 14 − 12 = 2. Beim zweiten Termin wurde kein Niederschlag beobachtet und es gab weniger Wolken. Der Windeintrag blieb gleich. Ob es zwischen den Terminen regnete, verrät die Tabelle nicht.
„Kein Niederschlag um 8 Uhr“ bedeutet nicht „den ganzen Tag trocken“. Ein Eintrag zeigt nur das Wetter zum beobachteten Zeitpunkt. Fehlt eine Beobachtung, schreibe „nicht beobachtet“, statt einen Wert zu erfinden.
Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.
Ein Wetterprotokoll nennt den , den und bei einer Messung den mit seiner .
Von der Beobachtung zur überprüfbaren Vermutung
Dein Protokoll zeigt, was du festgestellt hast. Es erklärt nicht automatisch, warum es so war.
Vermutung
Eine Vermutung ist eine mögliche Erklärung oder eine Annahme darüber, was passieren könnte. Du weißt noch nicht, ob sie stimmt.
So kannst du eine Vermutung prüfen:
- Nachsehen: Was steht tatsächlich im Protokoll?
- Vermuten: Was könnte das erklären oder als Nächstes passieren?
- Prüfen: Welche weitere Beobachtung passt zu deiner Frage?
- Vergleichen: Passt das Ergebnis zur Vermutung oder musst du sie ändern?
In der erfundenen Tabelle steigt die Temperatur. Du vermutest: „Beim nächsten Termin ist es wieder wärmer.“ Das ist eine Vorhersage, also eine Aussage über die Zukunft. Um sie zu prüfen, misst du am nächsten Tag wieder um 8 Uhr am gleichen Platz. Erst dann kannst du vergleichen. Dass es einmal wärmer geworden ist, beweist nicht, dass es jeden Tag wärmer wird.
Wie vergleichst du zwei Orte fair?
Wenn du zwei Orte vergleichst, soll ein Unterschied nicht bloß daran liegen, dass du anders gemessen hast.
Achte auf diese Vergleichsregeln:
- Beobachte an beiden Orten zum gleichen Zeitpunkt.
- Nutze passende Thermometer und miss auf gleiche Weise: auf gleicher Höhe und vor direkter Sonne geschützt.
- Schreibe Messwerte in derselben Einheit auf.
- Beschreibe Niederschlag, Wind und Wolken nach denselben Merkmalen.
- Wiederhole die Beobachtungen über mehrere Tage.
In einem erfundenen Vergleich messen zwei Gruppen am selben Tag zur gleichen Uhrzeit und auf gleiche Weise: An Ort A sind es 14 °C, an Ort B 12 °C. An A regnet es, an B nicht. Du darfst sagen: „An A wurden 2 °C mehr gemessen; auch der Niederschlag war unterschiedlich.“ Warum das so war, ist damit noch nicht erklärt.
Ein fairer Vergleich beantwortet zuerst: Was ist unterschiedlich? Bei Warum ist es unterschiedlich? beginnt die Suche nach einer Erklärung.
Karteikasten
Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.
Alles auf einen Blick
- Wetter beobachten
- Ort und Zeitpunkt festhalten
- Temperatur und Niederschlag erfassen
- Wind und Wolken beschreiben
- Einträge über mehrere Tage sammeln
- Beobachtungen vergleichen
- Vermutungen kennzeichnen und prüfen
- Zwei Orte unter gleichen Bedingungen untersuchen
Abschluss-Check
Ein gutes Wetterprotokoll ist nachvollziehbar, regelmäßig und vergleichbar. Es trennt klar zwischen dem, was du beobachtet oder gemessen hast, und dem, was du als Erklärung vermutest.
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