Geschichte

68er-Bewegung: Ursachen, Verlauf und Folgen

68er-Bewegung: Ursachen, Verlauf und Folgen
68er-Bewegung: Ursachen, Verlauf und Folgen
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Die 68er-Bewegung war keine einheitliche Organisation und nicht auf das Jahr 1968 begrenzt. Der Name fasst unterschiedliche Protestbewegungen der 1960er Jahre zusammen. In der Bundesrepublik wandten sich vor allem Studierende gegen den Vietnamkrieg, autoritäre Strukturen, die unzureichende Aufarbeitung des Nationalsozialismus und die Notstandsgesetze.

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Was bedeutet „68er-Bewegung“?

Die Bezeichnung „68er-Bewegung“ entstand im Rückblick. Sie meint verschiedene, überwiegend politisch linke Bürgerrechts-, Studenten-, Arbeiter- und Protestbewegungen. Diese entwickelten sich in mehreren Ländern unterschiedlich und über einen längeren Zeitraum.

In der Bundesrepublik begann die Studentenbewegung etwa Mitte der 1960er Jahre. Das Jahr 1968 wurde zum Symbol, weil sich die Auseinandersetzungen damals stark zuspitzten. Wichtige Ereignisse lagen jedoch schon 1967, und bis Ende 1969 verlor die Bewegung deutlich an Bedeutung.

Definition

68er-Bewegung

Eine nachträgliche Sammelbezeichnung für unterschiedliche Protestbewegungen der 1960er Jahre. Sie bezeichnet weder eine einzige Organisation noch ausschließlich Ereignisse des Jahres 1968.

Merke

„Die 68er“ waren keine geschlossene Gruppe mit einem gemeinsamen Plan. Gemeinsame Themen verbanden unterschiedliche Bewegungen, doch Ziele, Beteiligte und Verläufe unterschieden sich.

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Frage 1 von 1LeichtWelche Aussage beschreibt die 68er-Bewegung am treffendsten?
Lösung: Sie ist eine Sammelbezeichnung für unterschiedliche Protestbewegungen der 1960er Jahre. — Der Begriff bündelt verschiedene Bewegungen, Länder und Protestformen. Das Jahr 1968 ist ein Symbol, keine genaue zeitliche Grenze.
Warum entstand in der Bundesrepublik Protest?

Viele junge Menschen empfanden einen Widerspruch zwischen dem demokratischen Anspruch der Bundesrepublik und den Verhältnissen, die sie in Politik, Hochschulen und Gesellschaft beobachteten.

Mehrere Ursachen wirkten zusammen:

  • Vietnamkrieg: Demonstrierende lehnten den Krieg und die Politik der USA ab.
  • Nationalsozialistische Vergangenheit: Sie kritisierten, dass Verbrechen und persönliche Verantwortung unzureichend aufgearbeitet wurden.
  • Hochschulen: Gefordert wurden zeitgemäße Lehrinhalte, bessere Lernbedingungen, mehr Mitbestimmung und ein gerechterer Bildungszugang.
  • Autoritäre Strukturen: Starre Rollenbilder, gesellschaftliche Hierarchien und eine rigide Sexualmoral wurden infrage gestellt.
  • Notstandsgesetze: Gegner befürchteten, dass staatliche Sonderbefugnisse in Krisen Grundrechte gefährden könnten.
  • Große Koalition: Seit 1966 regierten Union und SPD gemeinsam. Weil im Bundestag nur eine schwache Opposition verblieb, verlagerte sich ein Teil des politischen Protests nach außerhalb des Parlaments.
  • Pressekonzentration: Besonders der Axel-Springer-Verlag wurde wegen seines großen Einflusses und seiner Darstellung der Protestierenden kritisiert.

Nicht jede Ursache war für jeden Beteiligten gleich wichtig. Ein Protest gegen schlechte Studienbedingungen konnte sich beispielsweise mit der Kritik am Vietnamkrieg verbinden, musste aber nicht aus demselben persönlichen Motiv entstehen.

Beispiel

Eine Studentin fordert zunächst mehr Mitsprache an ihrer Universität. Gleichzeitig erlebt sie, dass die Große Koalition im Bundestag kaum auf eine starke Opposition trifft. Sie beteiligt sich deshalb auch an einer Demonstration gegen die Notstandsgesetze.

Das Beispiel zeigt: Ein konkreter Hochschulkonflikt konnte Teil einer umfassenderen politischen Auseinandersetzung werden.

Lückentext

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Der Krieg in verband Protestierende über Ländergrenzen hinweg. In der Bundesrepublik verstärkte die das Gefühl einer schwachen parlamentarischen Opposition. Viele Studierende verlangten außerdem eine bessere Aufarbeitung des .

Lösungen: Lücke 1: Vietnam; Lücke 2: Große Koalition; Lücke 3: Nationalsozialismus. Die westdeutsche Bewegung entstand aus mehreren zusammenwirkenden politischen, gesellschaftlichen und hochschulbezogenen Konflikten.
Wie unterschieden sich APO, Studentenbewegung und SDS?

Die Begriffe gehören zusammen, bedeuten aber nicht dasselbe.

Definition

Außerparlamentarische Opposition

Die Außerparlamentarische Opposition, kurz APO, umfasste politische Opposition außerhalb des Bundestages. Sie war breiter als die Studentenbewegung und bestand nicht aus einer einzigen Organisation.

Die Studentenbewegung war der vorwiegend studentische Teil des Protests. Eine zentrale Organisation war der Sozialistische Deutsche Studentenbund (SDS). Der 1947 gegründete Verband wurde 1961 aus der SPD ausgeschlossen und entwickelte sich danach zu einem wichtigen Sammelpunkt der Neuen Linken. Zu seinen bekanntesten Wortführern gehörte Rudi Dutschke.

Damit gilt:

  • Die APO war nicht mit dem SDS identisch.
  • Die Studentenbewegung war ein wichtiger Teil der APO, aber nicht deren gesamtes Umfeld.
  • Der SDS war ein bedeutender Motor der Studentenbewegung, jedoch nicht ihre einzige Gruppe.

Zu den Protestformen gehörten:

  • Sit-ins: Sitzblockaden, die den gewöhnlichen Ablauf vorübergehend störten;
  • Teach-ins: öffentliche Veranstaltungen, bei denen politische Fragen erklärt und diskutiert wurden;
  • Go-ins: gemeinsames Eindringen in Veranstaltungen oder Einrichtungen;
  • Demonstrationen, Flugblätter, Plakate und Hochschulbesetzungen.
Beispiel

Bei einem Teach-in informieren sich Teilnehmende über die Notstandsgesetze und diskutieren ihre möglichen Folgen. Bei einem Sit-in blockieren sie dagegen einen Ort, um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen.

Beide Formen sind politischer Protest, verlangen aber unterschiedliche Handlungen: Das Teach-in dient vor allem der gemeinsamen Aufklärung, das Sit-in zusätzlich der unmittelbaren Störung.

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Frage 1 von 1MittelEine Gruppe organisiert außerhalb des Bundestages eine Kundgebung gegen die Notstandsgesetze. Welche Einordnung ist am genauesten?
Lösung: Die Aktion gehört zur außerparlamentarischen Opposition. — Entscheidend ist der Ort des politischen Handelns: Die Gruppe wirkt außerhalb des Parlaments. Daraus folgt nicht, dass sie zum SDS gehört.
Warum eskalierte der Konflikt?

Am 2. Juni 1967 protestierten Studierende in West-Berlin gegen den Staatsbesuch des persischen Schahs. Während der Auseinandersetzungen vor der Deutschen Oper erschoss ein Polizist den Studenten Benno Ohnesorg. Sein Tod wurde für viele zum Wendepunkt. Teile der Bewegung verloren das Vertrauen in Polizei und Staat; die Proteste wurden konfrontativer.

Am 11. April 1968 wurde auf Rudi Dutschke geschossen. Nach dem Attentat kam es in vielen Universitätsstädten zu heftigen Protesten. Demonstrierende richteten sich besonders gegen den Springer-Konzern, dessen Berichterstattung sie für eine feindselige Stimmung gegenüber der Studentenbewegung mitverantwortlich machten.

Es folgten Blockaden, Auseinandersetzungen mit der Polizei und Angriffe auf Auslieferungsfahrzeuge. Eine einfache Behauptung wie „Die Presse verursachte das Attentat“ geht jedoch über die gesicherten Zusammenhänge hinaus. Belegt sind die scharfe Medienkritik der Bewegung und die anschließende Anti-Springer-Kampagne, nicht eine eindeutige alleinige Ursache des Anschlags.

Im Mai 1968 wurde die Notstandsverfassung verabschiedet. Damit scheiterte eines der wichtigsten gemeinsamen Protestziele.

Merke

Staatliche und polizeiliche Gewalt konnte Solidarisierung auslösen. Die folgende Radikalisierung war dennoch keine automatische Reaktion: Beteiligte entschieden unterschiedlich, ob und wie sie weiter protestierten.

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Frage 1 von 2MittelWarum gilt der Tod Benno Ohnesorgs als wichtiger Eskalationspunkt?
Lösung: Er verstärkte bei vielen Protestierenden Misstrauen und die Bereitschaft zu konfrontativeren Aktionen. — Ohnesorgs Tod veränderte die Wahrnehmung des Konflikts. Viele sahen darin ein Zeichen staatlicher Gewalt gegen Protestierende.
Frage 2 von 2SchwerWelche Aussage über das Attentat auf Rudi Dutschke ist historisch vorsichtig formuliert?
Lösung: Das Attentat verschärfte den Konflikt und löste eine starke Anti-Springer-Kampagne aus. — Historische Urteile müssen zwischen belegtem Verlauf und weitergehender Kausalbehauptung unterscheiden.
Warum war „1968“ ein internationales Phänomen?

Protestbewegungen entstanden in vielen Ländern, doch sie reagierten auf unterschiedliche Verhältnisse. Der Vietnamkrieg, internationale Medienbilder und Kontakte zwischen Aktivisten verbanden sie. Trotzdem gab es keine einheitliche weltweite Leitung.

Einige Beispiele zeigen die Unterschiede:

  • In den USA verbanden sich Proteste gegen den Vietnamkrieg mit der Bürgerrechtsbewegung und Forderungen nach Freiheit an Hochschulen.
  • In Frankreich trafen Studentenproteste auf eine starke Arbeiterbewegung. Im Mai 1968 beteiligten sich Millionen Beschäftigte an Streiks; Fabriken wurden besetzt.
  • In der Tschechoslowakei forderte der Prager Frühling einen reformierten „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“. Truppen des von der Sowjetunion geführten Bündnisses schlugen den Reformversuch am 21. August 1968 nieder.
  • In Polen richteten sich studentische Proteste gegen Zensur und politische Unterdrückung.
  • In Mexiko forderten Protestierende unter anderem die Freilassung politischer Gefangener und einen öffentlichen Dialog. Das Massaker von Tlatelolco beendete die Studentenproteste im Oktober 1968.

Auch in der DDR gab es Sympathiebekundungen für den Prager Frühling. Offener organisierter Widerstand war in der SED-Diktatur jedoch mit einem wesentlich höheren Risiko staatlicher Verfolgung verbunden als Protest in der Bundesrepublik.

Beispiel

In Westdeutschland standen Studentenbewegung und APO im Mittelpunkt. In Frankreich wurden dagegen die Forderungen von Arbeitern und die Beteiligung an Streiks zu einem entscheidenden Teil des Geschehens.

Deshalb wäre die Aussage „1968 war überall eine reine Studentenbewegung“ falsch. Der Vergleich macht sowohl gemeinsame Themen als auch nationale Besonderheiten sichtbar.

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Frage 1 von 1MittelWas verband viele Protestbewegungen über Ländergrenzen hinweg?
Lösung: Besonders der Widerstand gegen den Vietnamkrieg und die Verbreitung gemeinsamer Protestformen. — Der Vietnamkrieg wurde zu einem gemeinsamen Bezugspunkt. Die jeweiligen Bewegungen hatten daneben eigene nationale Ursachen und Beteiligte.
Warum zerfiel die westdeutsche Bewegung?

Ab Herbst 1968 nahm die Zersplitterung zu. Ein gemeinsamer Gegner hatte unterschiedliche Gruppen zeitweise verbunden. Als wichtige Ziele nicht erreicht wurden und neue Strategiefragen entstanden, traten die Unterschiede stärker hervor.

Umstritten war vor allem, wie gesellschaftliche Veränderung erreicht werden sollte:

  • Einige wollten weiter friedlich protestieren.
  • Andere gingen den „Gang durch die Institutionen“ und arbeiteten später in Parteien, Parlamenten oder anderen Einrichtungen.
  • Manche schlossen sich autoritär organisierten kommunistischen Kleingruppen an.
  • Ein kleiner Teil befürwortete bewaffnete Gewalt; aus diesem Umfeld gingen später auch Mitglieder terroristischer Organisationen hervor.
  • Weitere Beteiligte wirkten in neuen sozialen, ökologischen oder kulturellen Bewegungen mit.

Der SDS zerfiel durch unterschiedliche Ziele und Machtkämpfe. Bis Ende 1969 war die eigentliche westdeutsche Studentenbewegung weitgehend verebbt.

Definition

Gang durch die Institutionen

Der Versuch, Gesellschaft nicht nur durch Straßenprotest, sondern durch Arbeit innerhalb bestehender Einrichtungen wie Parteien, Parlamenten oder Verwaltungen zu verändern.

Gut zu wissen

Der spätere Terrorismus darf nicht als zwangsläufige Folge der gesamten 68er-Bewegung dargestellt werden. Er war einer von mehreren möglichen Nachläufen und wurde nur von einem kleinen Teil des früheren Protestmilieus gewählt.

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Frage 1 von 1SchwerZwei Aktivisten reagieren nach dem Zerfall unterschiedlich: Eine tritt einer Partei bei, der andere einer gewaltbereiten Gruppe. Was zeigt dieser Vergleich?
Lösung: Aus der Bewegung führten unterschiedliche politische Wege hervor. — Der Zerfall führte nicht zu einem einheitlichen Nachfolger. Institutionelle Politik, neue Bewegungen, Rückzug, Kleingruppen und Gewalt waren verschiedene Wege.
Wie lassen sich die Folgen beurteilen?

Der 68er-Bewegung werden zahlreiche Veränderungen zugeschrieben:

  • intensivere öffentliche Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus;
  • Reformen an Hochschulen und im Bildungswesen;
  • offenere Diskussionen über Sexualität und Geschlechterrollen;
  • Veränderungen der politischen Kultur und neue Beteiligungsformen;
  • Einfluss auf spätere soziale, ökologische und feministische Bewegungen;
  • Veränderungen in Bereichen des Straf- und Sexualstrafrechts.

Diese Entwicklungen dürfen nicht einfach als alleinige Leistungen der Bewegung gelten. Viele gesellschaftliche Veränderungen hatten schon in den 1950er Jahren begonnen. Reformen wurden außerdem von Regierungen, Parlamenten, Gerichten, Verbänden und weiteren gesellschaftlichen Gruppen geprägt.

Ein begründetes historisches Urteil trennt deshalb drei Schritte:

  1. Beobachtung: Was geschah nachweisbar?
  2. Zusammenhang: Wie könnte die Bewegung zu einer Veränderung beigetragen haben?
  3. Einschränkung: Welche weiteren Ursachen oder Gegenargumente müssen berücksichtigt werden?
Beispiel

Behauptung: Die 68er-Bewegung verstärkte die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit.

Beobachtung: Die unzureichende Aufarbeitung des Nationalsozialismus gehörte zu den zentralen Kritikpunkten der Protestierenden.

Begründetes Urteil: Die Bewegung trug dazu bei, das Thema stärker öffentlich zu machen. Sie war aber nicht die einzige Ursache der langfristigen Aufarbeitung.

So bleibt das Urteil aussagekräftig, ohne eine übertriebene Alleinursache zu behaupten.

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Frage 1 von 1SchwerWelche Aussage ist ein angemessenes historisches Urteil über die Folgen?
Lösung: Die Bewegung verstärkte mehrere bereits laufende Veränderungen, war aber nicht deren einzige Ursache. — Ein tragfähiges Urteil erkennt mögliche Beiträge an und nennt zugleich Grenzen der Zuschreibung.
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Alles auf einen Blick
Mindmap
  • 68er-Bewegung
    • Ursachen: Vietnamkrieg, NS-Aufarbeitung, Hochschulen, autoritäre Strukturen
    • Akteure: Studentenbewegung, APO, SDS und weitere Gruppen
    • Protestformen: Demonstrationen, Sit-ins, Teach-ins und Go-ins
    • Eskalation: Ohnesorg 1967 und Dutschke-Attentat 1968
    • Internationale Vielfalt: gemeinsame Themen, unterschiedliche nationale Verläufe
    • Zerfall: institutionelle Politik, neue Bewegungen, Kleingruppen und Gewalt
    • Folgen: kultureller Wandel, Reformimpulse und anhaltende Kontroversen
Abschluss-Check
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Frage 1 von 3LeichtWarum heißt die Bewegung „68er-Bewegung“?
Lösung: Weil 1968 zum Symbol und Höhepunkt vieler Auseinandersetzungen wurde. — Die Jahreszahl ist eine Chiffre für eine längere und vielfältige Protestepoche.
Frage 2 von 3MittelWelche Zuordnung ist richtig?
Lösung: Der SDS war eine wichtige Organisation innerhalb der Studentenbewegung, die wiederum zum Umfeld der APO gehörte. — Die APO war der breiteste Begriff. Die Studentenbewegung bildete einen wichtigen Teil davon; der SDS war eine zentrale studentische Organisation.
Frage 3 von 3SchwerJemand behauptet: „Aus der 68er-Bewegung entstand zwangsläufig der Terrorismus.“ Wie bewertest du die Aussage?
Lösung: Sie ist zu pauschal, weil nach dem Zerfall verschiedene Wege entstanden und nur ein kleiner Teil Gewalt wählte. — Außerparlamentarischer Protest und Terrorismus sind nicht dasselbe. Ein historisches Urteil muss die unterschiedlichen Entwicklungen nach dem Zerfall berücksichtigen.

Du kannst die 68er-Bewegung nun als vielfältiges, internationales Protestphänomen einordnen. Für die Bundesrepublik kennst du zentrale Ursachen, Akteure, Eskalationspunkte und Nachläufe – und du kannst ihre Folgen mit begründeten Einschränkungen beurteilen.

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