Geschichte

Adolf Hitler: Aufstieg, Diktatur und Verbrechen

Adolf Hitler: Aufstieg, Diktatur und Verbrechen
Adolf Hitler: Aufstieg, Diktatur und Verbrechen
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Adolf Hitler (1889–1945) war Vorsitzender der NSDAP, wurde am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannt und errichtete eine Diktatur. Seine rassistische und antisemitische Ideologie prägte die Verfolgung und Ermordung von Millionen Menschen. Seine Eroberungspolitik führte zum Zweiten Weltkrieg in Europa.

Hitler kam nicht durch eine direkte Wahl zum Reichskanzleramt. Wahlerfolge der NSDAP, schwere Krisen, nationalsozialistische Propaganda und Gewalt sowie die Entscheidungen konservativer Eliten ermöglichten seinen Aufstieg. Anschließend zerstörte das NS-Regime die Demokratie mit staatlichen Machtmitteln.

Deine Lernziele

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Gut zu wissen

Auf dieser Seite geht es um Verfolgung, Krieg und systematischen Massenmord. Die Begriffe und Beispiele sind notwendig, um die NS-Herrschaft sachlich zu verstehen; menschenverachtende Aussagen werden nicht übernommen oder bestätigt.

Vom gescheiterten Künstler zum Parteiführer

Hitler wurde am 20. April 1889 im österreichischen Braunau am Inn geboren. Er verließ die Schule ohne Abschluss und wurde zweimal nicht an der Wiener Kunstakademie aufgenommen. Für die Behauptung, sein gefestigter rassistischer Antisemitismus sei bereits in Wien entstanden, fehlen eindeutige Belege. Sicher nachweisbar ist diese politische Haltung ab 1919.

Im Ersten Weltkrieg diente Hitler als Soldat. Nach Kriegsende blieb er zunächst bei der Reichswehr. Sie setzte ihn als politischen Beobachter und Redner ein. Im September 1919 besuchte er eine Versammlung der Deutschen Arbeiterpartei, kurz DAP, und trat der Partei bei.

Die DAP nannte sich 1920 in Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei, kurz NSDAP, um. Hitler gewann mit aggressiven Reden Aufmerksamkeit und übernahm 1921 die Parteiführung mit weitreichenden Vollmachten. Rassismus, Antisemitismus, radikaler Nationalismus und die Ablehnung der Demokratie wurden zu Kernelementen seiner Politik.

1923 versuchte Hitler in München, die Macht gewaltsam zu übernehmen. Der Putsch scheiterte. Im folgenden Prozess konnte er das Gericht als Propagandabühne nutzen. Er wurde zu fünf Jahren Festungshaft verurteilt, aber bereits nach weniger als neun Monaten entlassen. Während der Haft entstand der erste Band von Mein Kampf. Darin verband er seine rassistische Ideologie mit Eroberungsplänen.

Nach seiner Entlassung baute Hitler die NSDAP neu auf. Statt eines offenen Putsches wollte er nun Wahlen und staatliche Einrichtungen nutzen, ohne sein Ziel einer Diktatur aufzugeben.

Merke

Hitlers Aufstieg war kein geradliniger oder unvermeidlicher Weg. Ein gescheiterter Putsch, die milde Behandlung durch die Justiz und der spätere Neuaufbau der NSDAP waren entscheidende Stationen.

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Frage 1 von 1LeichtWelche Aussage beschreibt Hitlers Strategiewechsel nach dem Putsch von 1923?
Lösung: Er wollte staatliche Wege nutzen, um anschließend die Demokratie zu beseitigen. — Nach dem gescheiterten Putsch setzte Hitler auf einen legal wirkenden Zugang zur Macht. Sein diktatorisches Ziel behielt er bei.
Wie Krisen und Machtpolitik die Ernennung ermöglichten

Die Weimarer Republik wurde von Anfang an bekämpft. Rechte Kräfte verbreiteten nach dem Ersten Weltkrieg die falsche Dolchstoßlegende: Nicht die militärische Niederlage, sondern angeblicher Verrat im Inneren habe Deutschland den Sieg genommen. Diese Erzählung sollte die demokratische Republik unglaubwürdig machen.

Hinzu kamen politische Gewalt, die Hyperinflation von 1923 und die breite Ablehnung des Versailler Vertrags. Eine vorübergehende Stabilisierung endete mit der Weltwirtschaftskrise. Arbeitslosigkeit, Armut und Zukunftsangst nahmen stark zu. Die NSDAP versprach einfache Lösungen, schuf Feindbilder und inszenierte Hitler als nationalen Retter.

Bei der Reichstagswahl 1928 erhielt die NSDAP 2,6 Prozent der Stimmen. 1930 erreichte sie 18,3 Prozent und wurde zweitstärkste Partei. Im Juli 1932 wurde sie mit 37,3 Prozent stärkste Partei; im November sank ihr Anteil auf 33,1 Prozent. Eine absolute Mehrheit erhielt sie nicht.

Konservative Politiker um Franz von Papen wollten die parlamentarische Demokratie durch eine autoritäre Regierung ersetzen. Sie glaubten, Hitler und seine große Anhängerschaft für ihre eigenen Ziele einsetzen und ihn kontrollieren zu können. Reichspräsident Paul von Hindenburg ernannte Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler.

Definition

Machtübertragung

Machtübertragung bezeichnet hier die Ernennung Hitlers durch Hindenburg und die Zusammenarbeit mit konservativen Eliten. Der Begriff macht sichtbar, dass Hitler das Kanzleramt weder bei einer direkten Kanzlerwahl gewann noch allein durch einen plötzlichen Staatsstreich erhielt.

Beispiel

Behauptung: „Die Deutschen wählten Hitler 1933 zum Reichskanzler.“

Prüfung: Wählerinnen und Wähler stimmten bei Reichstagswahlen über Parteien und Abgeordnete ab. Die NSDAP wurde stärkste Partei, erreichte aber keine absolute Mehrheit. Über das Kanzleramt entschied keine direkte Volkswahl. Hindenburg ernannte Hitler.

Genaues Urteil: Wahlerfolge gaben der NSDAP eine große politische Machtbasis. Ins Kanzleramt gelangte Hitler jedoch durch Ernennung und Absprachen mit konservativen Politikern.

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Frage 1 von 1MittelWelche Formulierung erklärt Hitlers Weg ins Kanzleramt am genauesten?
Lösung: Wahlerfolge stärkten die NSDAP; Hindenburg ernannte Hitler nach Absprachen konservativer Eliten. — Die Machtbasis der NSDAP entstand auch durch Wahlen. Das konkrete Amt erhielt Hitler am 30. Januar 1933 durch Hindenburgs Ernennung.
Wie aus der Demokratie eine Diktatur wurde

Hitlers Ernennung war noch nicht gleichbedeutend mit unbeschränkter Herrschaft. Das NS-Regime beseitigte die demokratische Ordnung in einem schnellen Prozess aus Notverordnungen, Gewalt, Gesetzen und der Ausschaltung von Gegnern.

Nach dem Reichstagsbrand setzte die Reichstagsbrandverordnung vom 28. Februar 1933 wichtige Grundrechte außer Kraft. Polizei und SA verhafteten politische Gegner, insbesondere Kommunisten und Sozialdemokraten. Presse-, Meinungs-, Versammlungs- und persönliche Freiheit waren nicht mehr geschützt.

Bei der Reichstagswahl am 5. März 1933 erreichte die NSDAP trotz Terror und Einschüchterung keine absolute Mehrheit. Am 23. März beschloss der Reichstag das Ermächtigungsgesetz. Abgeordnete der KPD waren bereits ausgeschaltet; nur die SPD stimmte dagegen. Nun konnte die Regierung Gesetze ohne das Parlament und sogar entgegen der Verfassung erlassen.

Danach wurden Gewerkschaften zerschlagen, die SPD verboten und die übrigen Parteien zur Auflösung gedrängt. Die NSDAP wurde die einzige zugelassene Partei. Länder, Verbände und viele gesellschaftliche Organisationen wurden der nationalsozialistischen Herrschaft untergeordnet. Diesen Prozess nennt man Gleichschaltung.

1934 ließ Hitler beim sogenannten „Röhm-Putsch“ SA-Führer und weitere Gegner ermorden. Nach Hindenburgs Tod vereinigte er die Ämter von Reichspräsident und Reichskanzler. Die Wehrmacht musste ihren Eid nun persönlich auf Hitler leisten.

Merke

Die Diktatur entstand nicht durch ein einzelnes Ereignis. Ernennung, Grundrechtsabbau, Terror, Ermächtigungsgesetz, Ausschaltung politischer Gegner und Gleichschaltung griffen ineinander.

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Frage 1 von 2MittelWelche Reihenfolge ist richtig?
Lösung: Ernennung Hitlers – Reichstagsbrandverordnung – Ermächtigungsgesetz – Ausschaltung der Parteien — Hitler wurde zuerst ernannt. Danach wurden Grundrechte außer Kraft gesetzt, die Regierung durch das Ermächtigungsgesetz vom Parlament gelöst und politische Organisationen ausgeschaltet.
Frage 2 von 2SchwerWarum wäre die Aussage „Ein einziges Gesetz schuf die gesamte Diktatur“ unzureichend?
Lösung: Weil Gesetze mit Terror, Verhaftungen, Propaganda und der Zerschlagung von Organisationen zusammenwirkten. — Die Diktatur wurde durch mehrere miteinander verbundene Mittel errichtet. Das Ermächtigungsgesetz war ein entscheidender Baustein, aber nicht der einzige.
Ideologie, Führerkult und Verfolgung

Hitlers Ideologie deutete Menschen erfundenen, angeblich biologischen „Rassen“ zu. Sie erklärte Ungleichheit, Herrschaft und Gewalt zu natürlichen Regeln. Diese Vorstellungen waren pseudowissenschaftlich: Sie gaben sich wissenschaftlich, beruhten aber nicht auf gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Der Antisemitismus des Nationalsozialismus richtete sich gegen Jüdinnen und Juden. Hitler stellte sie nicht als Religionsgemeinschaft, sondern als angeblich unveränderliche „Rasse“ und als Feindbild dar. Damit rechtfertigte das Regime Ausgrenzung, Entrechtung, Vertreibung und schließlich systematischen Mord.

Hitlers Vorstellung vom „Lebensraum im Osten“ verband Rassismus mit Eroberung. Osteuropa sollte von Deutschland beherrscht und ausgebeutet werden. Große Teile der dortigen Bevölkerung sollten vertrieben, versklavt oder ermordet werden.

Das Führerprinzip lehnte Wahlen, Gewaltenteilung und politische Vielfalt ab. An der Spitze sollte ein nicht kontrollierter „Führer“ entscheiden; Untergebene schuldeten Gehorsam. Propaganda stellte Hitler zugleich als außergewöhnlichen Retter und als volksnahen Menschen dar. Hitlergruß, Porträts und nach ihm benannte Straßen machten den Kult im Alltag sichtbar.

Die Herrschaft beruhte jedoch nicht nur auf Befehlen Hitlers. Behörden und Parteistellen konkurrierten um Einfluss und versuchten häufig, den vermuteten „Führerwillen“ vorauseilend umzusetzen. Das erklärt die Dynamik des Regimes, entlastet Hitler aber nicht: Seine Ideologie, seine Stellung und seine Entscheidungen gaben der Verfolgung Richtung und Macht.

Seit 1933 verfolgte das Regime politische Gegner und zahlreiche ausgegrenzte Gruppen. Jüdinnen und Juden wurden schrittweise aus Berufen und Gesellschaft gedrängt. Die Nürnberger Gesetze von 1935 entzogen ihnen Bürgerrechte. Während der Novemberpogrome 1938 wurden Menschen ermordet, Synagogen und Geschäfte zerstört und Zehntausende Juden in Konzentrationslager verschleppt.

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Frage 1 von 2MittelWas unterscheidet Führerkult und Führerprinzip?
Lösung: Der Führerkult verherrlichte Hitler; das Führerprinzip ordnete Herrschaft und Gehorsam hierarchisch. — Der Kult erzeugte Verehrung und Zustimmung. Das Prinzip regelte die behauptete Befehlsgewalt von oben nach unten.
Frage 2 von 2SchwerEine Behörde verschärft eine Verfolgungsmaßnahme, um Hitlers vermuteten Zielen zu entsprechen. Was zeigt das?
Lösung: Radikalisierung konnte auch durch vorauseilenden Gehorsam entstehen, blieb aber an Hitlers Ideologie und Herrschaft gebunden. — Im NS-System wirkten persönliche Führung, institutionelle Konkurrenz und Eigeninitiative zusammen. Hitler blieb dafür die entscheidende politische Bezugsperson.
Krieg, Vernichtungskrieg und Holocaust

Hitler sprach öffentlich zeitweise von Frieden, bereitete aber Aufrüstung und Eroberung vor. 1938 ließ er Österreich an das Deutsche Reich anschließen. Im März 1939 ließ er auch die verbliebenen tschechischen Gebiete besetzen und brach damit das Münchner Abkommen.

Am 1. September 1939 überfiel Deutschland Polen. Die SS hatte zuvor einen angeblichen polnischen Angriff auf den Sender Gleiwitz inszeniert. Hitler stellte den deutschen Angriff wahrheitswidrig als Verteidigung dar. Mit dem Überfall begann der Zweite Weltkrieg in Europa.

Der Angriff auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 war von Beginn an als Vernichtungskrieg geplant. Das bedeutet: Es ging nicht nur darum, gegnerische Streitkräfte zu besiegen. Politische Führungsschichten sollten ermordet, Gebiete ausgebeutet und große Teile der Bevölkerung durch Gewalt und Hunger vernichtet werden.

Der Holocaust, also die systematische Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden, eskalierte im Krieg. Einsatzgruppen erschossen im Osten zunächst Hunderttausende Menschen. Deportationen führten später in Ghettos sowie Konzentrations- und Vernichtungslager. Dort wurden viele Menschen unmittelbar nach ihrer Ankunft ermordet. Insgesamt wurden etwa 5,6 bis 6,3 Millionen Jüdinnen und Juden getötet.

Weitere Opfer der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Mordpolitik waren unter anderem Sinti und Roma, Menschen mit Behinderungen, sowjetische Kriegsgefangene, politische Gegner, Homosexuelle und Menschen, die das Regime als nicht zugehörig oder „lebensunwert“ einstufte.

Ein einzelner schriftlicher Befehl Hitlers zur Ermordung aller europäischen Juden ist nicht erhalten. Daraus folgt jedoch nicht, dass er nichts wusste oder keine Verantwortung trug. Öffentliche Drohungen, Berichte an Hitler, Notizen aus seinem Umfeld, mündliche Anweisungen und die Organisation der Mordpolitik belegen seine Autorisierung, Information und treibende Rolle.

Nach militärischen Niederlagen verbot Hitler wiederholt notwendige Rückzüge und verlängerte den Krieg. Im März 1945 ordnete er an, beim Rückzug deutsche Infrastruktur zu zerstören. Am 30. April 1945 beging er im Berliner Führerbunker Suizid. Deutschland kapitulierte am 8. Mai 1945 bedingungslos.

Merke

Hitlers Verantwortung lässt sich nicht auf einen einzigen erhaltenen Befehl verkürzen. Entscheidend sind seine Ideologie, seine Ziele, seine Machtstellung, seine Anweisungen und seine fortlaufende Einbindung in die Mordpolitik.

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Frage 1 von 2LeichtWarum heißt der Krieg gegen die Sowjetunion Vernichtungskrieg?
Lösung: Weil Eroberung, Ausbeutung, Hungerpolitik und geplante Massenmorde zusammengehörten. — Der Krieg sollte nicht nur eine Armee besiegen, sondern eine rassistische Neuordnung durch Gewalt, Hunger, Vertreibung und Mord verwirklichen.
Frage 2 von 2SchwerWie ist das Fehlen eines einzelnen schriftlichen Holocaustbefehls historisch einzuordnen?
Lösung: Die gesamte Beweislage zeigt trotzdem Hitlers entscheidende Verantwortung und Beteiligung. — Historische Urteile stützen sich auf das Zusammenspiel von Reden, Notizen, Berichten, Entscheidungen, Organisationswegen und Handlungen.
Hitlers Herrschaft historisch erklären

Eine historische Erklärung benennt Bedingungen und Handlungen, ohne die Täter zu entschuldigen. Wirtschaftskrise und politische Instabilität erklären, warum die NSDAP Zulauf erhielt. Sie machten Hitlers Aufstieg aber nicht unvermeidlich. Menschen und Institutionen trafen Entscheidungen: Sie wählten die NSDAP, finanzierten oder unterstützten sie, ernannten Hitler, gehorchten, passten sich an, leisteten Widerstand oder wurden verfolgt.

Auch Hitlers Macht war weder nur persönliche Alleinherrschaft noch bloß das Ergebnis einer selbstständig handelnden Verwaltung. Seine Weltanschauung und Entscheidungen setzten Ziele. Gleichzeitig verschärften konkurrierende Stellen die Politik durch Eigeninitiative und vorauseilenden Gehorsam.

Beispiel

Beobachtung: Die NSDAP erhielt im November 1932 33,1 Prozent und blieb stärkste Reichstagsfraktion.

Unzulässiger Schluss: „Darum musste Hitler Reichskanzler werden.“

Begründetes Urteil: Das Wahlergebnis stärkte Hitlers Verhandlungsposition, verpflichtete Hindenburg aber nicht zu seiner Ernennung. Erst politische Absprachen und die bewusste Entscheidung Hindenburgs ermöglichten die Machtübertragung.

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Frage 1 von 1SchwerWelche Erklärung verbindet Strukturen und persönliche Verantwortung angemessen?
Lösung: Krisen eröffneten Möglichkeiten; Hitler, Eliten, Behörden und Teile der Gesellschaft trafen folgenreiche Entscheidungen. — Eine tragfähige Erklärung verbindet gesellschaftliche Bedingungen, politische Institutionen, Ideologie und konkrete Entscheidungen. Sie verwechselt Erklären nicht mit Entschuldigen.
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Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Adolf Hitler und die NS-Herrschaft
    • Politischer Aufstieg
      • Reichswehr, DAP und NSDAP
      • Putsch, Haft und Neuaufbau
    • Machtübertragung 1933
      • Wahlerfolge ohne absolute Mehrheit
      • Ernennung durch Hindenburg
    • Errichtung der Diktatur
      • Grundrechtsabbau und Terror
      • Ermächtigungsgesetz und Gleichschaltung
    • Herrschaft und Ideologie
      • Rassismus und Antisemitismus
      • Führerkult und Führerprinzip
    • Krieg und Verbrechen
      • Eroberungs- und Vernichtungskrieg
      • Holocaust und weitere Opfergruppen
    • Historisches Urteil
      • Bedingungen erklären
      • Entscheidungen und Verantwortung benennen
Abschluss-Check
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Frage 1 von 4LeichtWelche Aussage zur Ernennung Hitlers ist richtig?
Lösung: Die NSDAP war stärkste Partei, aber Hindenburg ernannte Hitler zum Reichskanzler. — Wahlerfolge waren eine wichtige Voraussetzung. Das Kanzleramt erhielt Hitler durch Ernennung am 30. Januar 1933.
Frage 2 von 4MittelWelche Kombination trug unmittelbar zur Errichtung der Diktatur bei?
Lösung: Grundrechtsabbau, politische Verfolgung, Ermächtigungsgesetz und Gleichschaltung — Die NS-Diktatur entstand durch das Zusammenwirken rechtlicher, polizeilicher, gewaltsamer und organisatorischer Maßnahmen.
Frage 3 von 4SchwerEin Schüler sagt: „Die Krise war schuld, deshalb trug niemand persönliche Verantwortung.“ Welche Antwort ist historisch überzeugend?
Lösung: Krisen schufen Bedingungen, aber Menschen und Institutionen trafen Entscheidungen und tragen dafür Verantwortung. — Historisches Erklären verbindet Bedingungen und Handlungen. Es zeigt Möglichkeiten und Ursachen, ohne Entscheidungen oder Verbrechen zu entschuldigen.
Frage 4 von 4SchwerWodurch lässt sich Hitlers zentrale Verantwortung für den Holocaust begründen?
Lösung: Durch das Gesamtbild aus Ideologie, Drohungen, Machtstellung, Anweisungen, Berichten und organisatorischer Beteiligung — Eigeninitiative und institutionelle Konkurrenz gehörten zum NS-System. Sie beseitigen Hitlers zentrale Verantwortung als Ideologe, Diktator und treibender Akteur nicht.

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