Geschichte

Historische Quellen erkennen und kritisch prüfen

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Historische Quellen erkennen und kritisch prüfen
Historische Quellen erkennen und kritisch prüfen
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Eine historische Quelle ist eine Spur aus der Vergangenheit, aus der du etwas über frühere Menschen, Ereignisse oder Lebensweisen erfahren kannst. Sie liefert aber keine fertige Geschichte: Erst eine historische Frage, Quellenkritik und eine begründete Auswertung machen aus der Spur eine historische Erkenntnis.

Hinweis zu den Beispielen: Die unbenannten Materialien in Beispielen und Quizfragen sind erfundene Übungsfälle.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!

Mit einer Frage wird eine Spur zur Quelle

In diesem erfundenen Beispiel findest du auf einem Dachboden einen alten Brief. Er stammt aus dem Jahr 1914. Ist er automatisch eine historische Quelle?

Für die Geschichtswissenschaft kann er eine Quelle sein, sobald er für eine Frage an die Vergangenheit untersucht wird. Du könntest beispielsweise fragen:

  • Wie beschrieb der Verfasser seinen Alltag?
  • Welche Erwartungen hatte er an die Zukunft?
  • Was zeigt die Wortwahl über seine Haltung?
Definition

Historische Quelle

Eine historische Quelle ist ein Text, Gegenstand, Bild, Tonzeugnis, Film oder anderer Überrest, aus dem sich Kenntnisse über die Vergangenheit gewinnen lassen.

Die Forschungsfrage bestimmt, was du an einer Quelle untersuchst. Ein Brief kann Auskunft über ein geschildertes Ereignis geben. Er kann aber auch zeigen, wie zwei Personen miteinander kommunizierten oder welche Beziehung sie hatten.

Eine weiterführende historische Frage ist möglichst offen und mit dem vorhandenen Material bearbeitbar. Auch eine einfache Frage nach einem Datum kann wichtig sein, um das Material zuerst einzuordnen. Statt nur „Aus welchem Jahr stammt der Brief?“ zu fragen, könntest du untersuchen: „Was verrät der Brief über den Alltag seines Verfassers im Jahr 1914?“

Beispiel

Erfundenes Beispiel: Du untersuchst eine alte Rechnung.

Frage 1: Welche Waren wurden verkauft und wie viel kosteten sie?

Die Rechnung kann dazu Angaben enthalten.

Frage 2: Was dachten alle Menschen der Stadt über den Händler?

Diese Frage kann eine einzelne Rechnung nicht beantworten. Dafür fehlen Aussagen über die Gedanken der Stadtbevölkerung.

Der entscheidende Schritt lautet daher: Prüfe nicht nur, was du wissen möchtest, sondern auch, was diese Quelle überhaupt belegen kann.

Teste dich
Frage 1 von 2LeichtWelche Frage passt am besten zu einem alten Schulheft?
Lösung: Was verrät das Heft über Aufgaben und Unterricht zur Entstehungszeit? — Hier passt die Frage nach dem Unterricht zur Entstehungszeit. Das Heft lässt sich daraufhin untersuchen, belegt aber keine allgemeine Zufriedenheit.
Frage 2 von 2MittelEine Rechnung nennt den Verkauf von drei Säcken Mehl. Welche Aussage ist damit am besten belegt?
Lösung: In der Rechnung ist der Verkauf von drei Säcken Mehl festgehalten. — Die Rechnung enthält zunächst eine Angabe zu einem einzelnen Geschäft. Ob diese Angabe stimmt und für weitere Geschäfte typisch ist, musst du zusätzlich prüfen.
Quelle oder spätere Darstellung?

Eine Darstellung erklärt, ordnet oder deutet Vergangenheit im Nachhinein. Ein heutiger Schulbuchtext über das Mittelalter ist daher eine Darstellung. Eine mittelalterliche Urkunde ist für Fragen zum Mittelalter eine Quelle.

Definition

Historische Darstellung

Eine historische Darstellung entsteht, wenn jemand Quellen und Forschungsergebnisse auswählt, verbindet und deutet, um Geschichte zu erzählen oder zu erklären.

Die Unterscheidung hängt vom Untersuchungsgegenstand ab. Später aufgezeichnete Erinnerungen von Beteiligten können ebenfalls Quellen für ein früheres Ereignis sein. Du musst dann besonders prüfen, wie die Erinnerung den Bericht geprägt hat. Ein älteres wissenschaftliches Buch kann für eine Untersuchung der Antike Fachliteratur sein. Erforschst du dagegen die Geschichtswissenschaft zur Entstehungszeit des Buches, kann dasselbe Werk selbst zur Quelle werden.

Auch bei Fotografien musst du genau hinsehen:

  • Ein historisches Foto aus der untersuchten Zeit kann eine Bildquelle sein.
  • Ein heutiges Foto einer alten Münze ist zunächst eine Abbildung dieser Quelle.
  • Ein heutiger Dokumentarfilm über das Römische Reich ist eine spätere Darstellung.
Merke

Nicht das Medium allein entscheidet. Frage immer: Wann entstand das Material, worauf richtet sich meine Untersuchung und was möchte ich damit herausfinden?

Teste dich
Frage 1 von 2LeichtDu untersuchst den Alltag im Jahr 1903. Welches Material ist dafür eine Quelle?
Lösung: Ein 1903 aufgenommenes Familienfoto — Das Foto entstand in der untersuchten Zeit. Schulbuch und Dokumentation ordnen die Vergangenheit später ein.
Frage 2 von 2SchwerEin Geschichtsbuch von 1890 wird untersucht. Wann kann es selbst eine Quelle sein?
Lösung: Wenn du erforschst, wie Menschen 1890 Geschichte darstellten — Der Quellenstatus folgt der Fragestellung. Für die Geschichtskultur von 1890 kann das damalige Buch selbst Untersuchungsmaterial sein.
Quellenarten erkennen

Historische Quellen treten in unterschiedlichen Formen auf. Die Form hilft dir, geeignete Untersuchungsmethoden und mögliche Aussagen zu bestimmen.

  • Schriftquellen: zum Beispiel Briefe, Tagebücher, Urkunden, Akten und Rechnungen
  • Bildquellen: zum Beispiel Gemälde, Fotografien, Plakate und Karikaturen
  • Sachquellen: zum Beispiel Münzen, Werkzeuge, Kleidung und Gebäude
  • mündliche Quellen: zum Beispiel aufgezeichnete Aussagen von Zeitzeugen, also Menschen, die die untersuchte Zeit selbst erlebt haben
  • Ton- und Filmquellen: zum Beispiel Tonaufnahmen, Nachrichtenfilme und Videos
  • abstrakte Quellen: überlieferte Einrichtungen oder Bräuche, etwa ein seit langer Zeit gefeiertes Dorffest; sie sind kein einzelner greifbarer Gegenstand

Die Grenzen sind nicht immer starr. Ein Gemälde ist ein materieller Gegenstand, doch seine Darstellung besitzt zusätzlich einen eigenen Wert als Bildquelle.

Überrest und Tradition

Die folgende traditionelle Einteilung ist eine Hilfe zum Nachdenken, keine feste Schublade: Ein Überrest entstand im Rahmen eines vergangenen Geschehens, ohne hauptsächlich davon berichten zu sollen. Eine Geschäftsrechnung wurde etwa für ein Geschäft ausgestellt.

Eine Traditionsquelle berichtet mit Mitteilungsabsicht über etwas. Dazu können Reden, Chroniken oder erinnernde Berichte gehören. Eine Chronik schildert Ereignisse in zeitlicher Folge.

Diese Einteilung ist keine Zuverlässigkeitsrangliste. Eine Rechnung kann falsch oder betrügerisch sein. Ein später Bericht kann trotz seiner Mitteilungsabsicht wertvolle und richtige Angaben enthalten.

Beispiel

Erfundenes Beispiel: Ein Brief schildert eine Demonstration.

  • Fragst du nach dem Verlauf der Demonstration, nutzt du den Brief als berichtende Tradition.
  • Fragst du, welche Darstellung Person A an Person B übermittelte, ist derselbe Brief ein Überrest dieser Kommunikation.

Die Quelle bleibt gleich, doch die Fragestellung verändert ihren Quellenwert.

Teste dich
Frage 1 von 2LeichtWelche Zuordnung nach der äußeren Form passt?
Lösung: Eine Münze ist eine Sachquelle. — Quellenarten beschreiben zunächst die Form des Materials. Manche Quellen lassen sich unter mehreren Gesichtspunkten betrachten.
Frage 2 von 2MittelWarum ist eine Rechnung nicht automatisch wahr?
Lösung: Sie kann fehlerhafte oder absichtlich falsche Angaben enthalten. — Entscheidend ist die kritische Prüfung der einzelnen Quelle. Ihre Einordnung als Überrest ersetzt diese Prüfung nicht.
Aussagekraft und Grenzen bestimmen

Die Aussagekraft bezeichnet, welche begründeten Erkenntnisse eine Quelle für eine bestimmte Frage ermöglicht. Dazu gehört ebenso, klar zu benennen, was sie nicht beweist.

Entstehungszeit und dargestellte Zeit

Stell dir als erfundenes Beispiel ein Gemälde aus dem 19. Jahrhundert vor, das eine Szene aus dem 10. Jahrhundert zeigt. Es ist deshalb nicht ohne Weiteres ein Beleg für das tatsächliche Aussehen im 10. Jahrhundert. Es kann aber zeigen, wie man sich die frühere Zeit im 19. Jahrhundert vorstellte.

Ein Ausschnitt ist nicht das Ganze

Ein Foto hält nur einen ausgewählten Moment und Bildausschnitt fest. Fotografen können Zeitpunkt, Perspektive und Anordnung bestimmen. Ein Demonstrationsfoto kann Hinweise auf die Szene vor der Kamera liefern. Prüfe dabei auch, ob es nachträglich verändert wurde und ob seine Beschriftung zu Ort und Zeitpunkt passt. Es beweist nicht automatisch, was vorher oder danach geschah oder was alle Menschen dachten.

Norm ist nicht Wirklichkeit

Ein Gesetz ist eine normative Quelle: Es legt fest, wie etwas sein soll. Es beweist allein nicht, dass Menschen die Vorschrift tatsächlich befolgten. Für Aussagen über die gelebte Wirklichkeit brauchst du zusätzliche Quellen.

Zeitliche Nähe ist keine Garantie

Ein Tagebucheintrag vom Tag eines Ereignisses ist zeitlich näher als Jahre später geschriebene Memoiren, also persönliche Lebenserinnerungen. Trotzdem kann auch der Tagebucheintrag irrtümlich, einseitig oder unehrlich sein. Nähe ist ein Prüfkriterium, kein Wahrheitsbeweis.

Merke

Formuliere eine Quellenaussage so genau, dass sie nicht mehr behauptet, als das Material trägt: Die Quelle zeigt oder belegt etwas Bestimmtes – unter bestimmten Bedingungen und mit erkennbaren Grenzen.

Teste dich
Frage 1 von 2MittelEin Gesetz verbietet eine bestimmte Handlung. Welche Aussage ist ohne weitere Quellen zulässig?
Lösung: Die Handlung war gesetzlich verboten. — Eine normative Quelle belegt zunächst die vorgeschriebene Ordnung. Die tatsächliche Praxis muss gesondert untersucht werden.
Frage 2 von 2SchwerEin Foto zeigt jubelnde Menschen an einem Bahnhof. Welche Deutung ist am vorsichtigsten?
Lösung: Das Foto zeigt Personen in jubelnder Haltung. — Sichtbar ist eine Haltung, nicht sicher ein Gefühl. Auch Inszenierung oder Bildbearbeitung sind zu prüfen. Für größere Aussagen brauchst du Vergleichsquellen und Wissen über die Entstehung.
Eine Quelle Schritt für Schritt untersuchen

Beginne mit der Erschließung: Stelle fest, welches Material vorhanden ist und wie du Zugang dazu bekommst. Quellenkritik prüft Entstehung und Verlässlichkeit; Interpretation bedeutet, die Quelle begründet auf deine Frage hin zu deuten. Die Schritte können sich überschneiden.

  1. Frage formulieren: Was möchtest du über die Vergangenheit herausfinden?
  2. Quelle beschreiben: Um welche Quellenart handelt es sich? Was ist unmittelbar zu erkennen?
  3. Äußere Quellenkritik durchführen: Wann und wo entstand die Quelle? Ist sie echt? Wer stellte sie her? Liegt ein Original, eine Reproduktion (Nachbildung), eine Edition (bearbeitete Quellenausgabe) oder eine Übersetzung vor?
  4. Innere Quellenkritik durchführen: Welche Aussage enthält die Quelle? An wen richtet sie sich? Welche Absicht, Perspektive (Sichtweise) und mögliche Verzerrung sind erkennbar? Wie nahe war der Urheber am Geschehen?
  5. Kontext einbeziehen: In welchem historischen Zusammenhang und unter welchen Bedingungen entstand die Quelle? Welche weiteren Quellen helfen beim Vergleich?
  6. Aussagekraft beurteilen: Welche Frage beantwortet die Quelle? Welche beantwortet sie nicht?
  7. Ergebnis formulieren: Verbinde Beobachtung, Begründung und Grenze zu einer vorsichtigen Deutung.
Beispiel

Erfundenes Übungsbeispiel: Du erhältst die Beschreibung eines arrangierten Studiofotos einer Familie. Für das Beispiel gelten die Aufnahme im Jahr 1903 und die Echtheit als geprüft.

1. Frage: Was lässt sich daraus über den Alltag dieser Familie erfahren?

2. Beobachtung: Die Personen tragen festliche Kleidung und stehen vor einem künstlichen Hintergrund. Daneben stehen Gegenstände, die für die Aufnahme aufgestellt wurden.

3. Äußere Kritik: Es handelt sich um eine Bildquelle von 1903. Bei einem echten Fund müsstest du zusätzlich nach dem Fotografen, dem Aufnahmeort und möglichen Veränderungen des Bildes fragen.

4. Innere Kritik: Die Szene ist arrangiert. Deshalb könnten Kleidung und Haltung vor allem zeigen, wie die Familie und der Fotograf sie präsentieren wollten. Diese Absicht ist eine Deutung, die weitere Hinweise braucht.

5. Vergleich: Andere Fotos und Briefe könnten helfen zu prüfen, ob die Kleidung auch im Alltag getragen wurde. Solche Vergleichsquellen liegen im Beispiel nicht vor.

6. Ergebnis: Das Foto zeigt die Familie in dieser gestalteten Aufnahmesituation. Über ihren gewöhnlichen Alltag können wir daraus allein wenig sagen. Noch weniger lässt sich daraus auf alle Familien von 1903 schließen.

Übung: Eine Schulordnung auswerten

Erfundene Aufgabe: In einer alten Schulordnung steht: „Während des Unterrichts darf nicht gesprochen werden.“ Für die Übung gilt: Der Text ist echt und war damals an dieser Schule in Kraft.

Beantworte zuerst selbst: Welche Art von Quelle ist das? Was belegt der Satz? Beweist er, dass es im Unterricht immer still war? Welche zusätzliche Quelle könnte dir weiterhelfen?

Lösung: Die Schulordnung ist eine Schriftquelle und eine normative Quelle. Der Satz belegt ein vorgeschriebenes Verhalten: Die Schülerinnen und Schüler sollten während des Unterrichts schweigen. Er beweist nicht, dass sie das immer taten. Ein Klassenbuch mit Vermerken über Störungen oder ein Tagebuch könnte Hinweise auf den tatsächlichen Unterricht geben. Auch diese Quellen müsstest du kritisch prüfen; ein einzelner Eintrag beschreibt noch nicht jeden Unterrichtstag.

Typische Fehler vermeiden

  • „Alt bedeutet wahr.“ Auch alte Quellen können irren, täuschen oder gefälscht sein.
  • „Ein Foto zeigt die ganze Wirklichkeit.“ Es zeigt einen ausgewählten und möglicherweise arrangierten Ausschnitt.
  • „Ein Gesetz zeigt den Alltag.“ Es zeigt zunächst eine Vorschrift.
  • „Eine Quelle beantwortet jede Frage.“ Ihre Aussagekraft hängt von Inhalt, Entstehung und Forschungsfrage ab.
  • „Eine Quelle spricht für sich.“ Beobachtungen müssen geprüft, eingeordnet und begründet interpretiert werden.
Lückentext

Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.

Bevor du deutest, formulierst du eine . Bei der prüfst du etwa Entstehungszeit und Echtheit. Absicht und Perspektive gehören zur . Ein Gesetz belegt zunächst eine .

Lösungen: Lücke 1: historische Frage; Lücke 2: äußeren Quellenkritik; Lücke 3: inneren Quellenkritik; Lücke 4: Norm. Der Ablauf führt von der Frage über die Prüfung von Form und Inhalt zu einer begrenzten, begründeten Aussage.
Karteikasten
Karteikasten

Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Historische Quelle
    • entsteht in einem bestimmten Kontext
    • kann Text, Bild, Gegenstand, Ton, Film, Aussage oder Praxis sein
    • wird durch eine historische Frage untersucht
    • braucht äußere und innere Quellenkritik
    • besitzt eine begrenzte Aussagekraft
  • Historische Erkenntnis
    • trennt Beobachtung und Deutung
    • vergleicht Quelle und Kontext
    • nennt Grenzen und Unsicherheiten
  • Historische Darstellung
    • entsteht durch spätere Auswahl, Ordnung und Deutung
    • kann bei einer anderen Forschungsfrage selbst zur Quelle werden
Abschluss-Check
Teste dich
Frage 1 von 4LeichtWas macht ein Material für eine Untersuchung zur historischen Quelle?
Lösung: Aus ihm lässt sich bezogen auf eine historische Frage Kenntnis der Vergangenheit gewinnen. — Quellenstatus und Aussagekraft werden auf eine konkrete historische Frage bezogen.
Frage 2 von 4MittelDu untersuchst Arbeitsbedingungen in einer Fabrik. Ein gestelltes Werksfoto zeigt viele Arbeiter an einer Maschine. Was ist die beste erste Schlussfolgerung?
Lösung: Das Foto zeigt, wie die Fabrik für diese Aufnahme präsentiert wurde. — Entstehungssituation und Inszenierung begrenzen die Aussage. Für typische Arbeitsabläufe brauchst du weitere Quellen.
Frage 3 von 4MittelWelche Frage gehört vor allem zur inneren Quellenkritik eines Briefes?
Lösung: Welche Absicht könnte der Verfasser mit seiner Schilderung verfolgt haben? — Die innere Quellenkritik untersucht Inhalt, Perspektive, Absicht und Glaubwürdigkeit.
Frage 4 von 4SchwerEin Tagebuch beschreibt ein Ereignis anders als ein späterer Zeitungsartikel. Wie gehst du fachlich sinnvoll vor?
Lösung: Ich prüfe Entstehung, Perspektive und Aussagekraft beider Materialien und vergleiche ihre Angaben. — Zeitliche Nähe allein garantiert keine Zuverlässigkeit. Der Vergleich kann Perspektiven, Interessen und Grenzen beider Quellen sichtbar machen.

Du kannst eine historische Quelle sicher untersuchen, wenn du drei Dinge zusammenführst: eine klare Frage, sorgfältige Quellenkritik und eine Aussage, die ihre eigenen Grenzen nennt.

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