Wenn eine Website nicht lädt, liegt es nicht immer am Browser. Vielleicht findet ein Datenpaket den Weg nicht oder ein Gerät unterwegs kann es nicht weiterleiten. ICMP hilft dabei, solche Hinweise sichtbar zu machen.
Was ICMP meldet
Ein Netzwerk ist eine Verbindung von Geräten, die Daten miteinander austauschen. Für den Transport werden Daten in kleine Einheiten zerlegt. Eine solche Einheit heißt Datenpaket.
ICMP ist die Abkürzung für Internet Control Message Protocol. Es ist ein Protokoll für Kontroll- und Fehlermeldungen. Ein Protokoll sind feste Regeln dafür, wie Geräte miteinander kommunizieren.
IP steht für Internet Protocol. Es hilft, Datenpakete mithilfe von Adressen durch ein Netzwerk zu leiten. Ein IP-Netzwerk ist also ein Netzwerk, das IP für diesen Weg nutzt.
Dein Computer möchte eine Lernseite öffnen. Unterwegs kann ein Gerät feststellen, dass das Ziel nicht erreichbar ist. Dann kann es eine ICMP-Meldung zurückschicken.
ICMP überträgt normalerweise nicht den Inhalt einer Webseite. Es meldet, was bei der Übertragung passiert.
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Wer solche Meldungen sendet
Ein Router ist ein Netzwerkgerät, das Datenpakete zum nächsten passenden Weg weiterleitet. Router, Computer und andere Geräte können ICMP-Nachrichten senden oder verstehen.
Eine ICMP-Nachricht steckt selbst in einem IP-Paket. Sie besitzt einen Typ. Der Typ beschreibt die Art der Meldung. Ein Code kann diese Meldung noch genauer einordnen.
Ein Router erhält ein Paket für ein Ziel, das er nicht erreichen kann. Er verwirft das Paket und kann dem Absender melden, dass das Ziel nicht erreichbar ist.
Eine ICMP-Meldung bedeutet nicht automatisch, dass das ganze Internet gestört ist. Sie ist ein Hinweis auf ein bestimmtes Problem oder Ereignis.
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Ping prüft die Erreichbarkeit
Wenn du wissen möchtest, ob ein Gerät antworten kann, hilft Ping. Ping ist ein Diagnosewerkzeug, also ein Programm zum Prüfen eines Netzwerks.
Ping sendet eine Echoanfrage. Das ist die kurze Bitte an ein Zielgerät, zu antworten. Antwortet das Gerät, sendet es eine Echoantwort zurück.
Die Zeit für Hinweg und Rückweg heißt Latenz. Eine niedrige Latenz bedeutet: Die Antwort kam schnell zurück.
Du sendest einen Ping an einen Schulserver. Kommt eine Echoantwort zurück, zeigt Ping oft an, wie viele Millisekunden die Antwort gebraucht hat.
Eine Ping-Antwort zeigt: Das Ziel konnte auf diese Anfrage antworten. Sie beweist nicht, dass jede Anwendung auf dem Ziel funktioniert.
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Traceroute verfolgt den Weg
Zwischen deinem Computer und einem Ziel liegen oft mehrere Router. Jede Zwischenstation auf diesem Weg heißt Hop. Das bedeutet hier einen Schritt von einem Router zum nächsten.
Traceroute ist ein Diagnosewerkzeug, das diese Hops sichtbar machen kann. Dafür nutzt es die TTL, kurz für Time To Live. Die TTL begrenzt, wie viele Router ein Paket passieren darf.
Jeder Router verringert die TTL um eins. Wird sie null, verwirft der Router das Paket und sendet typischerweise eine ICMP-Meldung über die Zeitüberschreitung zurück. Traceroute startet mit einer kleinen TTL und erhöht sie Schritt für Schritt.
Ein Paket startet mit TTL 1. Der erste Router setzt den Wert auf 0 und meldet sich zurück. Beim nächsten Versuch mit TTL 2 kann der zweite Router sichtbar werden.
Traceroute nutzt immer die TTL. Je nach Betriebssystem und Variante können die Testpakete ICMP, UDP oder TCP verwenden. ICMP-Meldungen über Zeitüberschreitungen helfen dann meist bei der Auswertung.
Traceroute untersucht den Weg von Datenpaketen durch Router. Es zeigt keine Straßen auf einer Landkarte.
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ICMP repariert keine Daten
ICMP ist verbindungslos. Das bedeutet: Vor einer ICMP-Nachricht wird keine dauerhafte Verbindung aufgebaut. Außerdem ist nicht garantiert, dass jede ICMP-Meldung ankommt.
ICMP meldet ein Problem, behebt es aber nicht selbst. Ein anderes Programm oder Protokoll entscheidet, ob Daten erneut gesendet werden sollen.
Ein Router meldet, dass ein Paket nicht weitergeleitet werden konnte. Das Programm auf deinem Computer kann diese Information auswerten. ICMP ersetzt das verlorene Paket aber nicht automatisch.
Ping und ICMP sind nicht dasselbe. Ping ist ein Werkzeug, das bestimmte ICMP-Nachrichten nutzt.
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ICMP und Sicherheit
Ein DDoS-Angriff ist ein Angriff, bei dem sehr viele Anfragen einen Dienst überlasten sollen. Bei einer ICMP-Flood werden besonders viele ICMP-Anfragen an ein Ziel geschickt.
Eine Firewall prüft Netzwerkverkehr anhand von Regeln. Sie kann ICMP-Nachrichten erlauben, blockieren oder ihre Anzahl begrenzen.
Ein Schulserver erhält plötzlich sehr viele Ping-Anfragen. Die Firewall kann ähnliche Anfragen begrenzen, damit der Server weiter für echte Nutzer erreichbar bleibt.
ICMP komplett zu blockieren ist nicht immer sinnvoll. Dann können wichtige Fehlermeldungen und Diagnosehinweise fehlen.
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Zusammenfassung
ICMP ist ein Protokoll für Kontroll- und Fehlermeldungen in IP-Netzwerken. Router und andere Geräte nutzen es zum Beispiel bei unerreichbaren Zielen oder einer abgelaufenen TTL.
Ping prüft mit Echoanfrage und Echoantwort die Erreichbarkeit. Traceroute nutzt die TTL und häufig ICMP-Meldungen, um Hops auf einem Netzwerkweg zu untersuchen. ICMP hilft beim Finden von Problemen, garantiert aber keine Zustellung und repariert Daten nicht selbst.
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