Wenn du eine Webseite öffnest, soll die Antwort wieder bei deinem Gerät ankommen. Auch dein Drucker und dein Handy müssen sich im WLAN unterscheiden können. Dafür brauchen Geräte eine Adresse im Netzwerk.
Wozu braucht man IP-Adressen?
Ein Netzwerk verbindet Geräte, damit sie Daten austauschen können. Eine IP-Adresse ist eine Zahlenfolge, mit der ein Gerät oder ein Netzwerk angesprochen werden kann. IP steht für Internetprotokoll. Das ist ein Regelwerk für den Austausch von Daten in Netzwerken.
Daten reisen nicht als ein großer Block. Sie werden in kleine Teile zerlegt. Diese Teile heißen Datenpakete. Jedes Paket enthält eine Absenderadresse und eine Zieladresse.
Du öffnest eine Lernwiki-Seite. Dein Gerät sendet eine Anfrage. Die Antwortpakete tragen die IP-Adresse deines Netzwerks als Ziel und finden so zurück.
Eine IP-Adresse hilft Datenpaketen, das richtige Ziel im Netzwerk zu finden.
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Wie findet ein Paket seinen Weg?
Zwischen deinem Gerät und einer Webseite liegen oft mehrere Netzwerke. Ein Router ist ein Gerät, das Datenpakete in die passende Richtung weiterleitet. Er nutzt die Ziel-IP-Adresse, um den nächsten Weg auszuwählen.
Diese Weiterleitung heißt Routing. Jeder Router entscheidet nur über den nächsten Abschnitt. Deshalb kann ein Paket auf seiner Reise mehrere Router passieren.
Dein Tablet möchte Daten an einen Server senden. Zuerst gehen sie an deinen WLAN-Router. Dieser schickt sie an einen Router deines Internetanbieters. Weitere Router leiten sie weiter, bis sie beim Server ankommen.
Die IP-Adresse ist eher mit einer Lieferadresse vergleichbar als mit dem Namen einer Person. Sie beschreibt, wohin Daten geschickt werden sollen.
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Namen und Zahlen
Ein Server ist ein Computer oder Programm, das anderen Geräten etwas bereitstellt. Ein Webserver liefert zum Beispiel Webseiten aus. Ein Browser ist das Programm, mit dem du Webseiten öffnest.
Webseiten merkst du dir als Namen, zum Beispiel schulminator.com. Für die Verbindung braucht dein Browser jedoch die IP-Adresse des Servers. Das Domain Name System, kurz DNS, übersetzt einen Webnamen in die passende IP-Adresse.
Du gibst beispiel.de in den Browser ein. Der Browser fragt einen DNS-Server nach der zugehörigen IP-Adresse. Anschließend sendet er seine Anfrage an diese Adresse.
Menschen nutzen Namen. DNS übersetzt sie für die technische Verbindung in IP-Adressen.
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IPv4 und IPv6
Es gibt verschiedene Formen von IP-Adressen. IPv4 ist die ältere und sehr verbreitete Version. Sie besteht aus vier Zahlenblöcken, die durch Punkte getrennt sind. Jeder Block kann von 0 bis 255 reichen.
Eine IPv4-Adresse kann so aussehen: 192.168.1.25
IPv4 bietet ungefähr 4,3 Milliarden mögliche Adressen. Wegen der vielen Handys, Computer und anderer Geräte reicht dieser Vorrat nicht dauerhaft aus. Deshalb gibt es IPv6. Diese neuere Version nutzt viel längere Adressen und kann sehr viel mehr Geräte ansprechen.
IPv6-Adressen enthalten Zahlen und die Buchstaben A bis F. Ihre Blöcke sind durch Doppelpunkte getrennt.
Eine IPv6-Adresse kann so aussehen: 2001:db8:85a3::8a2e:370:7344
Die Schreibweise :: kann in einer IPv6-Adresse mehrere Gruppen aus Nullen verkürzen. Sie darf nur einmal in derselben Adresse vorkommen.
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Private und öffentliche Adressen
Ein lokales Netzwerk ist ein kleines Netzwerk an einem Ort, zum Beispiel dein WLAN zu Hause. Dort hat dein Gerät oft eine private IP-Adresse. Der Router kann damit Handy, Laptop und Drucker unterscheiden.
Private IPv4-Adressen beginnen häufig mit 192.168. Dieselbe private Adresse darf auch in vielen anderen Haushalten vorkommen. Sie wird nicht direkt durch das öffentliche Internet weitergeleitet.
Dein Laptop hat im Heimnetz die Adresse 192.168.1.20. Ein Laptop in einem anderen Haushalt kann ebenfalls 192.168.1.20 haben. Beide sind trotzdem nicht dasselbe Gerät.
Ein Internetanbieter stellt den Zugang zum Internet bereit. Er teilt dem Internetanschluss meist eine öffentliche IP-Adresse zu. Unter dieser Adresse sendet dein Heimnetz Daten ins Internet und erhält Antworten zurück. Ob Geräte von außen erreicht werden können, hängt zusätzlich von Router, Firewall und Einstellungen ab.
Private IP-Adressen gelten im Heimnetz. Die öffentliche IP-Adresse verbindet das Heimnetz mit dem Internet.
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Zusammenfassung
Eine IP-Adresse ist die technische Adresse eines Geräts oder Netzwerks. Datenpakete nutzen sie, um ihr Ziel zu erreichen. Router leiten die Pakete weiter, und DNS übersetzt Webnamen in IP-Adressen.
IPv4 erkennst du meist an Punkten, IPv6 an Doppelpunkten. In deinem Heimnetz haben Geräte private IP-Adressen. Für die Verbindung mit dem Internet nutzt dein Anschluss meist eine öffentliche IP-Adresse.
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