Informatiksystem einfach erklärt
Ein Informatiksystem verarbeitet Informationen, um eine Aufgabe zu lösen. Dazu wirken mindestens Software und häufig auch Hardware, Daten sowie eine Netzwerkverbindung zusammen. Bei einer umfassenden Betrachtung gehören außerdem die beteiligten Menschen, Abläufe und Regeln dazu.
Auf dieser Seite lernst du, Informatiksysteme zu erkennen, ihre Bestandteile zu unterscheiden und ihr Zusammenspiel an einem Beispiel zu erklären.
Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!
Woran erkennst du ein Informatiksystem?
Stell dir zuerst diese Frage: Welche Aufgabe der Informationsverarbeitung wird gelöst? Informationen können zum Beispiel eingegeben, gespeichert, verändert, übertragen oder ausgegeben werden.
Informatiksystem
Ein Informatiksystem ist eine Zusammenstellung von Bestandteilen, die gemeinsam ein Problem der Informationsverarbeitung löst. Je nach Aufgabe gehören Hardware, Software, Daten und Netzwerkkomponenten dazu. Bei größeren Systemen wirken auch Menschen, Abläufe und Regeln mit.
Ein Informatiksystem kann sehr unterschiedlich groß sein:
- Ein kleines Programm kann bereits ein Informatiksystem sein.
- Ein einzelnes Softwareprodukt kann eine bestimmte Aufgabe lösen.
- Mehrere Rechner, Programme und Netzwerkverbindungen können ein großes vernetztes Informatiksystem bilden.
Ein einzelner Barcodescanner ist dagegen noch kein vollständiges Bibliothekssystem. Erst im Zusammenspiel mit Programmen, Daten und weiteren Bestandteilen kann die Ausleihe bearbeitet werden.
Nicht die Größe entscheidet. Ein Informatiksystem erkennst du daran, dass seine Bestandteile gemeinsam Informationen verarbeiten und damit eine Aufgabe lösen.
Welche Bestandteile arbeiten zusammen?
Die Bestandteile eines Informatiksystems haben unterschiedliche Aufgaben.
Hardware
Hardware sind die körperlichen, anfassbaren Bestandteile. Dazu gehören beispielsweise Rechner, Tastatur, Monitor, Mikrofon, Kamera, Drucker und Scanner.
Software
Software umfasst Programme und die darin festgelegten Anweisungen. Sie bestimmt, wie Informationen verarbeitet werden und was die Hardware tun soll.
Daten
Daten sind gespeicherte oder übertragene Informationen. Texte, Bilder, Namen, Adressen und Angaben über ausgeliehene Bücher können Daten sein.
Netzwerkkomponenten verbinden Teile eines Systems, damit sie Daten austauschen können. Eine Netzwerkverbindung ist jedoch nicht bei jedem Informatiksystem nötig.
Bei einer umfassenden Betrachtung gehören auch Menschen, Abläufe und Regeln zum System. Menschen bedienen oder verwalten es. Abläufe legen fest, was nacheinander geschieht. Regeln bestimmen beispielsweise, wer etwas ausleihen darf und wann es zurückgegeben werden muss.
Bei der Verwaltung einer Buchausleihe ist der Barcodescanner Hardware. Das Ausleihprogramm ist Software. Buchtitel, Nutzerdaten und Rückgabetermine sind Daten. Das Bibliothekspersonal und die ausleihende Person nutzen das System nach festgelegten Ausleihregeln.
Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.
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Wie gelangen Informationen durch das System?
Viele Informatiksysteme lassen sich als Folge von Eingabe, Verarbeitung, Speicherung und Ausgabe untersuchen.
- Eingabe: Informationen gelangen in das System. Eingabegeräte sind zum Beispiel Tastatur, Maus, Scanner, Mikrofon und Kamera.
- Verarbeitung: Software legt fest, wie das System mit den eingegebenen Daten arbeitet.
- Speicherung: Benötigte Daten werden in einem Speicher abgelegt und können später erneut verwendet werden.
- Ausgabe: Das System gibt ein Ergebnis aus. Ausgabegeräte sind zum Beispiel Monitor, Drucker, Lautsprecher und Projektor.
Nicht jeder Ablauf muss genau so sichtbar sein. Ein System kann Daten auch mehrfach verarbeiten, speichern oder über ein Netzwerk übertragen.
Ein Scanner liest den Code eines Buches ein. Das Programm verarbeitet den Code und sucht die passenden Buchdaten. Anschließend speichert das System die Ausleihe und zeigt den Rückgabetermin auf einem Bildschirm an.
Der Scanner übernimmt die Eingabe. Das Programm und der Rechner verarbeiten die Daten. Der Speicher hält die Ausleihdaten fest. Der Bildschirm übernimmt die Ausgabe.
Wie funktioniert das Bibliothekssystem?
Ein öffentliches Bibliothekssystem zeigt besonders gut, dass ein Informatiksystem mehr als ein einzelner Computer ist.
| Bereich | Beispiele im Bibliothekssystem | Aufgabe |
|---|---|---|
| Hardware | Rechner, Tablets, Barcodescanner | Daten eingeben, verarbeiten und ausgeben |
| Software | Programme für Ausleihe, Leserverwaltung und Nachbestellung | Abläufe steuern und Daten bearbeiten |
| Daten | Bücher, Zeitschriften, Verzeichnisse, Nutzerdaten, Ausleihtermine | Informationen bereitstellen und festhalten |
| Menschen | ausleihende Personen, Bibliothekspersonal | System nutzen und verwalten |
| Prozesse und Regeln | Ausleihe, Rückgabe, Rückgabefristen | geordnete Nutzung ermöglichen |
Eine Person möchte ein Buch ausleihen.
- Der Barcode des Buches wird eingescannt.
- Die Software ordnet den Code den gespeicherten Buchdaten zu.
- Die Ausleihe wird mit den benötigten Nutzerdaten gespeichert.
- Nach den Ausleihregeln wird ein Rückgabetermin festgelegt.
- Das System zeigt die bearbeitete Ausleihe und den Termin an.
Kein einzelner Bestandteil erledigt die gesamte Aufgabe. Erst ihr Zusammenspiel bildet das Bibliothekssystem.
Welche Verwechslungen solltest du vermeiden?
Hardware und Software sind nicht dasselbe. Hardware kannst du anfassen. Software besteht aus Programmen und Anweisungen.
Daten und Software sind ebenfalls verschieden. Ein Programm verarbeitet Daten. Die Daten sind die Informationen, mit denen es arbeitet.
Ein Ein- oder Ausgabegerät ist nicht automatisch das gesamte System. Eine Tastatur, ein Scanner oder ein Monitor übernimmt nur eine bestimmte Funktion innerhalb eines größeren Zusammenhangs.
Ein Netzwerk ist nicht immer erforderlich. Kleine Programme können Aufgaben ohne Netzwerkverbindung lösen. Bei vernetzten Informatiksystemen ermöglicht das Netzwerk den Datenaustausch zwischen mehreren Teilen.
Ein Rechner ist nicht immer das ganze Informatiksystem. Ein Rechnersystem beschreibt vor allem die technische Verarbeitung im Rechner. Ein Informatiksystem kann zusätzlich Programme, Daten, Netzwerke, Menschen, Abläufe und Regeln umfassen.
Karteikasten
Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.
Alles auf einen Blick
- Informatiksystem
- löst eine Aufgabe durch Informationsverarbeitung
- besteht aus Hardware, Software und Daten
- kann Netzwerkkomponenten enthalten
- verarbeitet Eingaben und erzeugt Ausgaben
- kann Menschen, Abläufe und Regeln einbeziehen
- kann klein, groß, unvernetzt oder vernetzt sein
Wenn du ein unbekanntes Informatiksystem untersuchst, gehe in dieser Reihenfolge vor:
- Benenne die Aufgabe des Systems.
- Suche Hardware, Software und Daten.
- Ordne Eingabe, Verarbeitung, Speicherung und Ausgabe zu.
- Prüfe, ob ein Netzwerk beteiligt ist.
- Erkläre, welche Menschen, Abläufe und Regeln für die Aufgabe wichtig sind.
Abschluss-Check
Kannst du bei einem neuen Beispiel die Aufgabe, die Bestandteile und ihr Zusammenspiel begründet erklären, hast du das zentrale Prinzip verstanden.
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