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Symmetrische Verschlüsselung einfach erklärt

Symmetrische Verschlüsselung einfach erklärt
Symmetrische Verschlüsselung einfach erklärt
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Bei der symmetrischen Verschlüsselung verwenden Sender und Empfänger denselben geheimen Schlüssel: Er macht aus lesbarem Klartext einen Geheimtext und stellt später den Klartext wieder her. Das Verfahren ist schnell, aber der gemeinsame Schlüssel muss sicher verteilt und geheim aufbewahrt werden.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!

Was macht eine Verschlüsselung symmetrisch?

Stell dir vor, du möchtest eine Nachricht so versenden, dass eine mitlesende Person nur unverständliche Zeichen sieht. Dazu werden drei Dinge benötigt:

  1. Der Klartext ist die lesbare Ausgangsnachricht.
  2. Ein Verschlüsselungsalgorithmus verarbeitet Klartext und geheimen Schlüssel.
  3. Das Ergebnis ist der Geheimtext oder Chiffretext.

Zum Entschlüsseln wird derselbe Schlüssel erneut verwendet. „Symmetrisch“ beschreibt also die Schlüsselverwendung in beiden Richtungen, nicht die Form des Geheimtexts.

Definition

Symmetrische Verschlüsselung

Ein Verfahren ist symmetrisch, wenn derselbe geheime Schlüssel zum Ver- und Entschlüsseln dient. Alle berechtigten Beteiligten müssen diesen Schlüssel kennen und geheim halten.

Merke

Verschlüsselung schützt vor allem die Vertraulichkeit: Unbefugte sollen den Inhalt nicht lesen können. Sie garantiert allein noch nicht, dass eine Nachricht unverändert ist oder wirklich von einer bestimmten Person stammt.

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Frage 1 von 1LeichtWelche Aussage kennzeichnet ein symmetrisches Verfahren?
Lösung: Zum Ver- und Entschlüsseln dient derselbe geheime Schlüssel. — Entscheidend ist der gemeinsame geheime Schlüssel. Nach dem Kerckhoffs-Prinzip darf der Algorithmus bekannt sein; die Sicherheit soll vom geheimen Schlüssel abhängen.
Wie funktioniert eine einfache Verschiebechiffre?

Die Caesar-Chiffre zeigt das Grundprinzip mit Buchstaben. Der Schlüssel gibt an, um wie viele Stellen jeder Buchstabe im Alphabet verschoben wird. Nach Z beginnt das Alphabet wieder bei A.

Beispiel

Aufgabe: Verschlüssele HALLO mit dem Schlüssel 3.

  • H wird drei Stellen weiter zu K.
  • A wird drei Stellen weiter zu D.
  • L wird drei Stellen weiter zu O.
  • L wird wieder zu O.
  • O wird drei Stellen weiter zu R.

Damit entsteht der Geheimtext KDOOR.

Zum Entschlüsseln gehst du mit demselben Schlüssel in die Gegenrichtung: K wird zu H, D zu A, O zu L, O zu L und R zu O. Der Klartext lautet wieder HALLO.

Die Caesar-Chiffre ist nur ein Lernmodell. Es gibt sehr wenige mögliche Verschiebungen, und typische Buchstabenhäufigkeiten bleiben erkennbar. Deshalb schützt sie moderne Daten nicht ausreichend.

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Frage 1 von 1MittelDu erhältst den Geheimtext FDW und kennst den Schlüssel 3. Wie entschlüsselst du ihn?
Lösung: Du gehst bei jedem Buchstaben drei Stellen im Alphabet zurück und erhältst CAT. — F wird rückwärts zu C, D zu A und W zu T. Dieselbe Schlüsselzahl wird verwendet, aber die Richtung der Operation wird umgekehrt.
Welche Arten symmetrischer Chiffren gibt es?

Moderne symmetrische Verfahren verarbeiten Daten nicht wie Caesar Buchstabe für Buchstabe im Alphabet. Zwei Grundklassen unterscheiden, in welchen Einheiten Daten verarbeitet werden.

Definition

Blockchiffre

Eine Blockchiffre zerlegt Daten in Blöcke fester Größe und verschlüsselt jeden Block nach festgelegten Regeln. AES ist eine weit verbreitete Blockchiffre.

Definition

Stromchiffre

Eine Stromchiffre verarbeitet einen fortlaufenden Datenstrom Bit für Bit oder Byte für Byte. Das passt zum Beispiel zu kontinuierlich eintreffenden Daten.

Ob ein Verfahren praktisch sicher ist, hängt nicht nur von der Klasse ab. Wichtig sind ein geeignetes aktuelles Verfahren, passende Parameter, die korrekte Anwendung und der Schutz der Schlüssel. Historische Verfahren wie DES und RC4 gelten für heutige Anwendungen als unsicher.

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Frage 1 von 2LeichtWelches Merkmal gehört zu einer Blockchiffre?
Lösung: Sie verarbeitet Daten in Blöcken fester Größe. — „Block“ bezeichnet die Einheit, in der Daten verarbeitet werden. Das symmetrische Schlüsselprinzip bleibt dabei erhalten.
Frage 2 von 2MittelEin fortlaufender Datenstrom soll ohne Warten auf einen vollständigen Block verarbeitet werden. Welche Klasse passt grundsätzlich dazu?
Lösung: Eine Stromchiffre — Stromchiffren verarbeiten die Daten fortlaufend Bit für Bit oder Byte für Byte. Eine Hashfunktion ist keine Verschlüsselung.
Warum ist der gemeinsame Schlüssel die Herausforderung?

Bevor zwei Personen verschlüsselt kommunizieren, müssen beide denselben geheimen Schlüssel besitzen. Wird er offen versendet, kann eine mitlesende Person ihn kopieren. Wird er gestohlen, kann der Angreifer alle Daten lesen, die mit diesem Schlüssel geschützt sind.

Bei vielen Beteiligten wächst außerdem die Zahl der Schlüssel. Soll jedes Personenpaar einen eigenen Schlüssel besitzen, werden bei $n$ Personen

$$\frac{n(n-1)}{2}$$

Schlüssel benötigt. Für 12 Personen sind das $\frac{12 \cdot 11}{2} = 66$ verschiedene Schlüssel. Jedes Paar braucht genau einen; durch das Teilen durch 2 wird vermieden, jedes Paar doppelt zu zählen.

Definition

Hybride Verschlüsselung

Ein hybrides Verfahren nutzt asymmetrische Kryptografie, um einen symmetrischen Sitzungsschlüssel sicher zu vereinbaren oder zu schützen. Die eigentlichen Nutzdaten werden danach schnell symmetrisch verschlüsselt.

So werden zwei Stärken verbunden: Asymmetrische Verfahren erleichtern den Start ohne vorher gemeinsam ausgetauschtes Geheimnis, symmetrische Verfahren verarbeiten große Datenmengen effizient.

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Frage 1 von 2MittelWarum ist es riskant, einen symmetrischen Schlüssel ungeschützt zusammen mit dem Geheimtext zu senden?
Lösung: Wer beides mitliest, kann den Geheimtext entschlüsseln. — Der gemeinsame Schlüssel muss geheim bleiben. Geheimtext und passender Schlüssel zusammen ermöglichen die Rückwandlung zum Klartext.
Frage 2 von 2SchwerEine Anwendung soll erstmals mit einem Server kommunizieren und danach viele Daten schnell übertragen. Welche begründete Lösung passt?
Lösung: Zuerst wird ein Sitzungsschlüssel asymmetrisch geschützt oder vereinbart; anschließend werden die Nutzdaten symmetrisch verschlüsselt. — Das hybride Vorgehen verbindet eine Lösung für die Schlüsselvereinbarung mit der hohen Geschwindigkeit symmetrischer Datenverschlüsselung.
Karteikasten
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Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Symmetrische Verschlüsselung
    • Prinzip: derselbe geheime Schlüssel in beiden Richtungen
    • Ablauf: Klartext wird zu Geheimtext und wieder zu Klartext
    • Arten: Blockchiffren und Stromchiffren
    • Stärke: schnelle Verarbeitung großer Datenmengen
    • Herausforderung: sichere Verteilung und Aufbewahrung des Schlüssels
    • Kombination: asymmetrischer Start und symmetrische Nutzdaten
Abschluss-Check
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Frage 1 von 3LeichtWelches Schutzziel unterstützt Verschlüsselung unmittelbar?
Lösung: Vertraulichkeit — Verschlüsselung soll verhindern, dass Unbefugte den Inhalt lesen. Integrität oder Authentizität benötigen zusätzliche Mechanismen.
Frage 2 von 3MittelVier Personen sollen paarweise vertraulich kommunizieren; jedes Paar bekommt einen eigenen symmetrischen Schlüssel. Wie viele Schlüssel sind nötig?
Lösung: 6 — Mit $\frac{n(n-1)}{2}$ ergibt sich $\frac{4 \cdot 3}{2}=6$. Die Paare sind: AB, AC, AD, BC, BD und CD.
Frage 3 von 3SchwerEin Angreifer kennt den Verschlüsselungsalgorithmus, aber nicht den langen, sicher erzeugten und geschützten Schlüssel. Welche Bewertung passt?
Lösung: Die Kenntnis des Algorithmus allein hebt die Verschlüsselung nicht auf; der geheime Schlüssel ist der entscheidende Schutzwert. — Sichere Kryptografie plant ein, dass das Verfahren bekannt sein kann. Entscheidend bleiben unter anderem Verfahren, Parameter, korrekte Anwendung und Geheimhaltung des Schlüssels.

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