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Standardnormalverteilung

Lerne die Standardnormalverteilung: standardisieren und Werte aus der Tabelle ablesen. Mit Beispielen und Aufgaben – Mathe für Oberstufe und Abi.

Viele Messwerte häufen sich um einen Mittelwert und werden zu den Rändern seltener. Die Standardnormalverteilung macht solche Werte vergleichbar.

    :::lernziele
    - Ich kann z-Werte berechnen.
  • Ich kann Mittelwert und Standardabweichung deuten.

  • Ich kann Tabellenwerte lesen.

  • Ich kann Wahrscheinlichkeiten vorsichtig interpretieren. :::

      ## Grundidee
    
      Durch Standardisieren verwandelst du einen Wert x in einen z-Wert. Der z-Wert sagt, wie viele Standardabweichungen x vom Mittelwert entfernt liegt.
    
      :::definition Standardnormalverteilung
      Die **Standardnormalverteilung** ist die Normalverteilung mit Mittelwert 0 und Standardabweichung 1.
      :::
    
      :::beispiel
      Für x=74, Mittelwert 70 und Standardabweichung 8 gilt z=(74-70)/8=0,5. Der Wert liegt also eine halbe Standardabweichung über dem Mittelwert.
      :::
    
      :::merke
      Standardisieren heißt: Abstand vom Mittelwert in Standardabweichungen messen.
      :::
    
      :::quiz
      ?1 Welche Werte hat die Standardnormalverteilung?
      + Mittelwert 0 und Standardabweichung 1.
      - Mittelwert 1 und Standardabweichung 0. => Die Standardabweichung darf nicht 0 sein.
      ! Mittelwert 0 und Standardabweichung 1. ist richtig.
      ?2 Was ist z für x=74, mu=70, sigma=8?
      + 0,5
      - 4 => Du teilst den Abstand 4 durch 8.
      ! Achte auf die genaue Regel und prüfe dein Ergebnis.
      :::
    
      ## Methode Schritt für Schritt
    
      Rechne z=(x-mu)/sigma. Danach liest du in der Tabelle ab, wie groß die Fläche links von z ist. Für z=0,5 ist das ungefähr 0,6915.
    
      :::beispiel
      Bei x=62, mu=70 und sigma=8 ist z=(62-70)/8=-1. Der Wert liegt eine Standardabweichung unter dem Mittelwert.
      :::
    
      :::lueckentext
      Der z-Wert misst den Abstand vom {*Mittelwert|Maximum} in Standardabweichungen.
      ! Wenn du die Schlüsselwörter richtig zuordnest, passt auch die Rechenidee.
      :::

Prüfungsmodus

In Klassenarbeiten erkennst du das Thema oft nicht am Namen, sondern an der Aufgabe. Frage dich zuerst: Was ist gegeben, was ist gesucht, und welche Bedingung muss am Ende stimmen?

Gut zu wissen

Typische Prüfungsfalle: Rechne nicht nur mechanisch. Begründe kurz, warum die gewählte Methode passt, und prüfe das Ergebnis mit einer Rückrechnung oder einer passenden Deutung.

    ## Alles auf einen Blick

    :::karten
    mu => Mittelwert

sigma => Standardabweichung z-Wert => standardisierter Abstand :::

    :::mindmap
    Standardnormalverteilung

normalverteilt standardisieren z-Wert Tabelle Fläche :::

    ## Abschluss-Check

    :::quiz
    ?1 Warum ist z=2 größerer Abstand als z=0,5?
    + Weil 2 zwei Standardabweichungen vom Mittelwert entfernt liegt.
    - Weil 2 Prozent bedeutet. => z ist kein Prozentwert.
    ! Entscheide zuerst, welche Information wirklich gefragt ist.
    ?2 Was ist eine gute Probe?
    + Du setzt dein Ergebnis wieder in die Aufgabe oder die Bedeutung ein.
    - Du vergleichst nur, ob die Zahl schön aussieht. => Eine Probe muss zur Aufgabe passen.
    ! Eine Probe schützt dich vor Vorzeichen-, Stellenwert- und Einheitenfehlern.
    ?3 Wie gehst du bei einer gemischten Aufgabe vor?
    + Erst Thema erkennen, dann passende Regel wählen, dann rechnen und prüfen.
    - Sofort irgendeine Formel einsetzen. => Die Formel muss zur Situation passen.
    ! Diese Reihenfolge hilft besonders in Klassenarbeiten.
    :::

    ## Zusammenfassung

    Mit der Standardnormalverteilung vergleichst du normalverteilte Werte über z-Werte. Entscheidend sind Mittelwert, Standardabweichung und Tabellenlesung.