Würfel online werfen: Zufall verstehen

Würfel online werfen: Zufall verstehen
Würfel online werfen: Zufall verstehen
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Ein Online-Würfel ersetzt einen echten Würfel: Du löst einen Wurf aus und erhältst ein zufälliges Ergebnis. Bei einem sechsseitigen Würfel liegt dieses Ergebnis zwischen 1 und 6. Auf dieser Seite lernst du, das Werkzeug sicher zu bedienen, eine Würfelserie zu protokollieren und zufällige Ergebnisse richtig zu deuten.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!

So wirfst du online

Stell dir vor, für ein Brettspiel fehlt der Würfel. Ein Online-Würfel kann ihn ersetzen. Je nach Werkzeug kannst du die Anzahl der Würfel und die Seitenzahl wählen. Für einen gewöhnlichen Spielwürfel brauchst du einen Würfel mit sechs Seiten.

So gehst du vor:

  1. Wähle einen sechsseitigen Würfel aus, falls das Werkzeug verschiedene Würfel anbietet.
  2. Wähle die Anzahl der Würfel. Für einen einzelnen Versuch stellst du 1 ein.
  3. Löse den Wurf über die Schaltfläche zum Würfeln aus. Manche Werkzeuge erlauben zusätzlich die Eingabetaste.
  4. Lies das Ergebnis ab und notiere es sofort, wenn du eine Serie untersuchen möchtest.
  5. Löse erst dann den nächsten Wurf aus.
Merke

Prüfe vor dem Start immer zwei Einstellungen: Wie viele Würfel? Wie viele Seiten? Sonst untersuchst du möglicherweise ein anderes Zufallsexperiment als geplant.

Beispiel

Für ein Brettspiel wird genau ein gewöhnlicher Spielwürfel gebraucht. Du stellst deshalb 1 Würfel und 6 Seiten ein. Nach dem Auslösen erscheint die Zahl 4. Das Ergebnis dieses Wurfs ist 4.

Wenn stattdessen zwei Würfel eingestellt sind, entstehen zwei Einzelergebnisse. Manche Werkzeuge zeigen zusätzlich ihre Summe. Notiere vorher, ob deine Aufgabe die einzelnen Zahlen oder die Summe verlangt.

Teste dich
Frage 1 von 2LeichtWelche Einstellung bildet einen gewöhnlichen einzelnen Spielwürfel nach?
Lösung: 1 Würfel mit 6 Seiten — Ein gewöhnlicher Spielwürfel hat sechs mögliche Ergebnisse: 1, 2, 3, 4, 5 und 6.
Frage 2 von 2MittelDu sollst die Summe zweier Würfel untersuchen. Was klärst du vor dem Start?
Lösung: Ob zwei Würfel eingestellt sind und ob du Einzelergebnisse oder die Summe notierst — Eine klare Versuchsanordnung legt Würfelanzahl, Seitenzahl und die zu notierende Größe vor dem Würfeln fest.
Was bei einem Wurf zufällig ist

Ein Würfelwurf ist ein Zufallsexperiment: Du kennst die möglichen Ergebnisse, aber nicht das nächste Ergebnis. Beim sechsseitigen Würfel sind 1, 2, 3, 4, 5 und 6 möglich.

Ein einzelnes mögliches Ergebnis heißt Ausgang. Vor dem Wurf kannst du also die sechs möglichen Ausgänge nennen. Du kannst aber nicht zuverlässig vorhersagen, welcher davon als Nächstes erscheint.

Definition

fairer Würfel

Ein Würfel heißt fair, wenn keiner seiner möglichen Ausgänge bevorzugt wird. Bei einem fairen sechsseitigen Würfel haben 1, 2, 3, 4, 5 und 6 dieselbe Chance.

„Zufällig“ bedeutet nicht, dass sich die Zahlen ordentlich abwechseln. Auch zweimal oder dreimal dieselbe Zahl hintereinander ist möglich. Ein ungewöhnlich wirkendes Muster beweist deshalb noch keine Manipulation.

Beispiel

Die ersten vier Ergebnisse sind 5, 5, 2, 5. Diese kurze Serie sieht ungleich aus, weil die 5 dreimal vorkommt. Trotzdem kann sie bei einem zufälligen Würfeln entstehen. Aus vier Würfen allein kannst du nicht sicher schließen, ob das verwendete Werkzeug fair oder unfair ist.

Teste dich
Frage 1 von 2LeichtWas kannst du vor einem Wurf mit einem sechsseitigen Würfel sicher sagen?
Lösung: Das Ergebnis wird eine Zahl von 1 bis 6 sein. — Sicher bekannt sind die möglichen Ausgänge. Welcher Ausgang als Nächstes erscheint, bleibt offen.
Frage 2 von 2MittelEine 3 erscheint dreimal hintereinander. Welche Aussage ist richtig?
Lösung: Diese Folge ist möglich und beweist allein noch keine Unfairness. — Zufällige Serien dürfen Wiederholungen enthalten. Eine kurze auffällige Folge reicht nicht für ein Urteil über Fairness.
Eine Würfelserie protokollieren

Mit einer Würfelserie untersuchst du mehrere Würfe unter denselben Bedingungen. Damit du nichts übersiehst, hältst du jeden Wurf in einer Strichliste fest.

So führst du den Versuch durch:

  1. Lege vorher die Zahl der Würfe fest, zum Beispiel 12 oder 20.
  2. Prüfe die Einstellungen des Online-Würfels.
  3. Würfle genau einmal.
  4. Setze bei der gewürfelten Zahl einen Strich.
  5. Wiederhole die Schritte 3 und 4 bis zur vereinbarten Anzahl.
  6. Zähle die Striche jeder Zahl und prüfe die Gesamtsumme.
Beispiel

Eine Serie aus 12 Würfen liefert:

3, 6, 1, 3, 2, 5, 3, 4, 6, 2, 1, 3

ErgebnisStrichlisteAnzahl
12
22
34
41
51
62

Zur Kontrolle addierst du die Anzahlen: 2 + 2 + 4 + 1 + 1 + 2 = 12. Die Summe passt zur Zahl der Würfe. In dieser Serie kam die 3 am häufigsten vor. Das beschreibt die beobachtete Serie, sagt aber nicht voraus, welche Zahl beim nächsten Wurf fällt.

Lückentext

Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.

Vor einer Würfelserie legst du die fest. Nach jedem Wurf setzt du bei der einen Strich. Am Ende muss die Summe aller Anzahlen zur passen.

Lösungen: Lücke 1: Anzahl der Würfe; Lücke 2: gewürfelten Zahl; Lücke 3: Zahl der Würfe. Eine feste Versuchszahl, sofortiges Eintragen und die Summenkontrolle machen dein Protokoll überprüfbar.
Ergebnisse vergleichen und Fairness beurteilen

Eine Strichliste zeigt, was in deiner Serie passiert ist. Sie zeigt nicht, was bei einer kurzen Serie passieren musste. Bei wenigen Würfen sind deutliche Unterschiede zwischen den Anzahlen normal.

Für ein einfaches Spiel kannst du Fairness zunächst über die Regeln beurteilen:

  • Haben alle Personen dieselben Gewinnzahlen oder gleich viele gleichberechtigte Ergebnisse?
  • Würfeln alle unter denselben Bedingungen?
  • Werden die Regeln vor dem Wurf festgelegt und danach nicht verändert?
Beispiel

Mia gewinnt bei 1, 2 oder 3. Noah gewinnt bei 4, 5 oder 6. Bei einem fairen sechsseitigen Würfel hat jede Person drei mögliche Gewinnzahlen. Die Aufteilung ist daher fair.

Ändert Noah die Regel nach einer gewürfelten 3 und zählt die 3 plötzlich zu seinen Gewinnzahlen, ist das Spiel nicht mehr fair: Die Regel wurde nach dem Zufallsergebnis verändert.

Ein Anbieter kann behaupten, sein Online-Würfel sei besonders sicher oder unvorhersehbar. Die sichtbaren Ergebnisse einer kurzen Serie reichen nicht aus, um solche technischen Aussagen zu prüfen. Für eine Lernaufgabe solltest du deshalb genau unterscheiden:

  • Beobachtung: „In 20 Würfen kam die 4 siebenmal vor.“
  • Deutung: „Die 4 kam in dieser Serie am häufigsten vor.“
  • Zu weit gehende Behauptung: „Darum bevorzugt das Werkzeug immer die 4.“
Merke

Beschreibe zuerst deine Daten. Ein Urteil über das Werkzeug braucht mehr als eine kurze auffällige Serie.

Teste dich
Frage 1 von 2MittelLea gewinnt bei 1 oder 2. Ben gewinnt bei 3, 4, 5 oder 6. Was erkennst du schon an den Regeln?
Lösung: Ben hat mehr mögliche Gewinnzahlen als Lea. — Bei einem fairen sechsseitigen Würfel sind vier gleichberechtigte Gewinnzahlen eine größere Chance als zwei.
Frage 2 von 2SchwerIn einer Serie aus 10 Würfen erscheint die 6 fünfmal. Welche Schlussfolgerung ist angemessen?
Lösung: Die 6 kam in dieser Serie besonders häufig vor; die kurze Serie beweist noch keine Unfairness. — Trenne das beobachtete Ergebnis von einer allgemeinen Behauptung über das Zufallsverfahren.
Zufall für Entscheidungen nutzen

Ein sechsseitiger Würfel kann zwischen bis zu sechs Möglichkeiten auswählen. Ordne jeder Möglichkeit vor dem Wurf eindeutig eine Zahl zu. Dann löst du genau einen Wurf aus und hältst dich an die vorher vereinbarte Zuordnung.

Beispiel

Eine Gruppe möchte eines von drei Spielen auswählen:

  • 1 oder 2: Kartenspiel
  • 3 oder 4: Ratespiel
  • 5 oder 6: Brettspiel

Jedes Spiel erhält zwei Würfelzahlen. Bei einem fairen sechsseitigen Würfel ist die Auswahl ausgeglichen. Fällt die 4, spielt die Gruppe das Ratespiel.

Eine Zuordnung wird unfair, wenn eine Möglichkeit mehr Würfelzahlen bekommt als eine andere, obwohl alle dieselbe Chance haben sollen. Sie wird ebenfalls unfair, wenn jemand die Zuordnung erst nach dem Wurf verändert.

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Frage 1 von 1MittelVier Teams sollen dieselbe Chance auf den ersten Zug haben. Welche Lösung mit einem sechsseitigen Würfel ist sinnvoll?
Lösung: Vorher zwei Zahlen neu würfeln lassen und die übrigen vier Zahlen je einem Team zuordnen — Wenn alle Teams dieselbe Chance haben sollen, braucht jedes Team gleich viele gleichberechtigte Würfelergebnisse. Nicht verwendete Zahlen können einen neuen Wurf auslösen.
Karteikasten
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Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Online würfeln
    • Versuch vorbereiten
      • Würfelanzahl und Seitenzahl wählen
      • Zahl der Würfe festlegen
    • Ergebnisse erfassen
      • sofort in die Strichliste eintragen
      • Summe der Anzahlen kontrollieren
    • Zufall deuten
      • Wiederholungen sind möglich
      • kurze Serien dürfen ungleich aussehen
    • Fair entscheiden
      • Zahlen vorher zuordnen
      • gleiche Chancen durch gleiche Anzahlen schaffen
Abschluss-Check
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Frage 1 von 3LeichtWelche Aussage beschreibt einen Zufallswurf richtig?
Lösung: Die möglichen Ergebnisse sind bekannt, das nächste Ergebnis ist nicht sicher vorhersagbar. — Ein Zufallsexperiment hat bekannte mögliche Ausgänge, aber keinen feststehenden nächsten Ausgang.
Frage 2 von 3MittelDu hast 20 Würfe geplant, aber deine Anzahlen ergeben zusammen nur 19. Was ist der beste nächste Schritt?
Lösung: Protokoll und Zählung prüfen, bevor du das Ergebnis deutest — Die Summenkontrolle entdeckt einen Fehler, erklärt aber noch nicht seine Ursache. Prüfe zuerst deine Aufzeichnungen.
Frage 3 von 3SchwerZwei Personen sollen dieselbe Gewinnchance haben. Person A gewinnt bei 1, 2 oder 3. Welche Regel passt für Person B?
Lösung: Person B gewinnt bei 4, 5 oder 6. — Bei einem fairen sechsseitigen Würfel erhalten beide Personen mit je drei fest vereinbarten Zahlen dieselbe Chance.

Du kannst jetzt einen Online-Würfel passend einstellen, eine Serie nachvollziehbar festhalten und zwischen Beobachtung und voreiliger Behauptung unterscheiden. Plane die Regeln vor dem ersten Wurf – dann bleibt dein Zufallsexperiment überprüfbar.

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