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Dur-Tonleiter

Dur-Tonleiter erklärt: Aufbau, Halbtonschritte, Vorzeichen und Beispiele wie C-Dur, G-Dur und F-Dur.

Wenn du ein Lied singst, wanderst du oft Schritt für Schritt von einem Ton zum nächsten. Manche Tonfolgen klingen dabei hell und offen. Genau so eine vertraute Klangtreppe steckt hinter vielen Liedern, die du aus Schule, Popmusik oder Kinderliedern kennst. Die Dur-Tonleiter hilft dir, diese Klangtreppe zu verstehen und selbst zu bauen.

Deine Lernziele
  • Du erkennst, was eine Dur-Tonleiter ist.
  • Du verstehst Ganztonschritte und Halbtonschritte.
  • Du kannst C-Dur, G-Dur und F-Dur erklären.
  • Du weißt, warum Vorzeichen in manchen Dur-Tonleitern nötig sind.

Die Klangtreppe in Dur

Ein Ton ist ein einzelner Klang mit einer bestimmten Höhe, zum Beispiel C oder D. Eine Tonleiter ist eine geordnete Reihe von Tönen, die wie Stufen einer Treppe nach oben oder unten gehen. Dur ist eine Tonleiter-Art, die meistens hell, klar oder freundlich klingt.

Eine Dur-Tonleiter ist also eine Tonleiter mit einem festen Aufbau. Sie hat sieben verschiedene Töne. Der achte Ton wiederholt den ersten Ton höher.

Definition

Eine Dur-Tonleiter ist eine Tonleiter mit sieben verschiedenen Tönen und einem festen Muster aus größeren und kleineren Tonschritten. Der achte Ton heißt wieder wie der erste Ton, klingt aber höher.

Beispiel

Die C-Dur-Tonleiter lautet:

C - D - E - F - G - A - H - C

Du beginnst bei C. Danach gehst du Stufe für Stufe weiter, bis du wieder bei C ankommst.

Merke

Dur ist nicht einfach eine beliebige Tonfolge. Dur entsteht durch ein festes Schritt-Muster.

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Grundton und Oktave

Wenn du eine Tonleiter benennst, brauchst du einen Startpunkt. Der Grundton ist der Ton, auf dem eine Tonleiter beginnt und nach dem sie benannt wird. C-Dur beginnt also mit C, G-Dur beginnt mit G und F-Dur beginnt mit F.

Eine Oktave ist der Abstand vom Grundton bis zum gleichnamigen Ton darüber. Beide Töne heißen gleich, aber der obere klingt höher. Darum steht am Ende von C-Dur wieder C.

Beispiel

C-Dur:

C - D - E - F - G - A - H - C

Das erste C ist der Grundton. Das letzte C ist derselbe Name eine Oktave höher.

Beispiel

F-Dur heißt F-Dur, weil sie mit F beginnt und am Ende wieder bei F ankommt:

F - G - A - B - C - D - E - F

Warum hier B steht, klären wir gleich bei den Vorzeichen.

Merke

Der Grundton gibt der Dur-Tonleiter ihren Namen.

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Ganztonschritte und Halbtonschritte

Eine Tonleiter besteht nicht nur aus Tonnamen. Wichtig ist auch, wie groß die Schritte zwischen den Tönen sind. Ein Halbtonschritt ist der kleinste übliche Abstand zwischen zwei benachbarten Tönen, zum Beispiel von E nach F oder von H nach C auf dem Klavier.

Ein Ganztonschritt besteht aus zwei Halbtonschritten. Von C nach D gehst du einen Ganztonschritt, weil zwischen C und D noch ein weiterer kleiner Schritt liegt: C nach Cis und Cis nach D.

Beispiel

Auf dem Klavier siehst du es gut:

Von E nach F liegt keine schwarze Taste dazwischen. Das ist ein Halbtonschritt.

Von C nach D liegt die schwarze Taste Cis dazwischen. Das ist ein Ganztonschritt.

Merke

Halbtonschritt bedeutet: der kleinste direkte Schritt. Ganztonschritt bedeutet: zwei Halbtonschritte.

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Das Dur-Muster

Jetzt kommt der wichtigste Bauplan. Das Dur-Muster ist die feste Folge aus Ganztonschritten und Halbtonschritten, mit der jede Dur-Tonleiter gebaut wird.

Es lautet:

Ganzton - Ganzton - Halbton - Ganzton - Ganzton - Ganzton - Halbton

Kurz kannst du dir merken:

G - G - H - G - G - G - H

Dabei bedeutet G hier Ganztonschritt und H Halbtonschritt. Verwechsle dieses H nicht mit dem Ton H.

Beispiel

C-Dur passt genau zum Dur-Muster:

C nach D: Ganzton
D nach E: Ganzton
E nach F: Halbton
F nach G: Ganzton
G nach A: Ganzton
A nach H: Ganzton
H nach C: Halbton

Gut zu wissen

Die Halbtonschritte liegen in jeder Dur-Tonleiter zwischen dem 3. und 4. Ton sowie zwischen dem 7. und 8. Ton.

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Vorzeichen: Kreuz und B

Wenn du eine Dur-Tonleiter nicht bei C beginnst, passen die natürlichen Tonnamen oft nicht sofort zum Dur-Muster. Dann brauchst du Vorzeichen. Ein Vorzeichen verändert einen Ton.

Ein Kreuz erhöht einen Ton um einen Halbtonschritt. Aus F wird Fis. Ein B-Vorzeichen erniedrigt einen Ton um einen Halbtonschritt. Aus H wird B, aus E wird Es.

Beispiel

G-Dur ohne Anpassung wäre:

G - A - H - C - D - E - F - G

Prüfe den Schritt vom 7. zum 8. Ton: F nach G ist ein Ganztonschritt. In Dur muss dort aber ein Halbtonschritt liegen.

Darum wird F zu Fis:

G - A - H - C - D - E - Fis - G

Beispiel

F-Dur ohne Anpassung wäre:

F - G - A - H - C - D - E - F

Zwischen A und H liegt ein Ganztonschritt. In Dur muss zwischen dem 3. und 4. Ton aber ein Halbtonschritt liegen.

Darum wird H zu B:

F - G - A - B - C - D - E - F

Merke

Vorzeichen sind keine Dekoration. Sie sorgen dafür, dass das Dur-Muster stimmt.

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Dur erkennen und selbst bauen

Wenn du eine Dur-Tonleiter bauen willst, gehst du immer gleich vor. Du wählst zuerst den Grundton. Dann gehst du nach dem Dur-Muster weiter. Am Schluss prüfst du, ob die Halbtonschritte an der richtigen Stelle liegen.

Beispiel

So baust du D-Dur:

Start: D

Dur-Muster: Ganzton, Ganzton, Halbton, Ganzton, Ganzton, Ganzton, Halbton

Ergebnis:

D - E - Fis - G - A - H - Cis - D

Fis ist nötig, damit der Schritt E nach Fis ein Ganztonschritt ist. Cis ist nötig, damit der Schritt H nach Cis ein Ganztonschritt ist und Cis nach D ein Halbtonschritt bleibt.

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Zusammenfassung

Eine Dur-Tonleiter ist eine geordnete Tonfolge mit sieben verschiedenen Tönen. Der achte Ton wiederholt den Grundton eine Oktave höher. Der Grundton gibt der Tonleiter ihren Namen.

Das Dur-Muster lautet:

Ganzton - Ganzton - Halbton - Ganzton - Ganzton - Ganzton - Halbton

Die Halbtonschritte liegen immer zwischen dem 3. und 4. Ton sowie zwischen dem 7. und 8. Ton. Wenn das mit den normalen Tonnamen nicht passt, helfen Vorzeichen wie Kreuz oder B.

Merke

Baue jede Dur-Tonleiter so: Grundton wählen, Dur-Muster anwenden, Halbtonschritte prüfen.

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