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Tonart

Tonart einfach erklärt: Grundton, Vorzeichen, Dur und Moll sowie Methoden zum Bestimmen von Tonarten.

Wenn du ein Lied singst, merkst du oft: Manche Töne fühlen sich wie Zuhause an. Andere Töne wollen noch weitergehen. In Noten siehst du außerdem manchmal Kreuze oder Bs direkt am Anfang. Sie geben dir wichtige Hinweise darauf, in welcher Tonart das Stück steht.

Deine Lernziele
  • Du verstehst, was eine Tonart ist.
  • Du erkennst die Rolle von Grundton, Tonleiter und Vorzeichen.
  • Du unterscheidest Dur und Moll.
  • Du bestimmst einfache Tonarten mit Vorzeichen und Schlusston.

Der Ton, der wie Zuhause klingt

Stell dir vor, ein Lied endet auf einem Ton, und plötzlich klingt alles fertig. Dieser Ton ist oft der wichtigste Ton des Stückes.

Der Grundton ist der Ton, nach dem eine Tonart benannt ist. In C-Dur ist C der Grundton. In a-Moll ist a der Grundton. Er ist wie der Mittelpunkt, zu dem die Musik immer wieder zurückfinden kann.

Ein Akkord entsteht, wenn mehrere Töne zusammen erklingen. Ein Schlussakkord ist also der Akkord am Ende eines Stückes.

Definition

Der Grundton ist der wichtigste Bezugston einer Tonart. Er gibt der Tonart meist ihren Namen und klingt am Ende oft besonders ruhig und abgeschlossen.

Definition

Ein Akkord ist ein Zusammenklang aus mehreren Tönen.

Beispiel

In der Tonart G-Dur ist G der Grundton.

Wenn eine Melodie am Ende auf G landet und der letzte Akkord G-Dur ist, klingt das meistens wie ein klarer Schluss.

Merke

Der Grundton ist nicht immer der erste Ton einer Melodie. Er ist aber oft am Ende oder im Schlussakkord zu hören.

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Tonart: Grundton plus Klangfamilie

Jetzt kommt der eigentliche Begriff. Eine Tonart beschreibt, um welchen Grundton sich ein Stück dreht und ob die Musik nach Dur oder Moll geordnet ist.

Das Tongeschlecht sagt, ob eine Tonart Dur oder Moll ist. Dur wirkt oft hell, offen oder stabil. Moll wirkt oft weicher, dunkler oder nachdenklicher. Das ist keine feste Gefühlsregel, aber ein guter erster Höreindruck.

Definition

Eine Tonart ist die Verbindung aus einem Grundton und einem Tongeschlecht. Beispiele sind C-Dur, G-Dur, a-Moll und e-Moll.

Definition

Das Tongeschlecht ist die Art einer Tonart. In der Schulmusik meinst du damit meistens Dur oder Moll.

Beispiel

C-Dur besteht aus dem Grundton C und dem Tongeschlecht Dur.

a-Moll besteht aus dem Grundton a und dem Tongeschlecht Moll.

Gut zu wissen

Die Schreibweise ist in der Schule meist so:

Dur-Tonarten schreibt man mit großem Grundton: C-Dur, F-Dur, A-Dur.

Moll-Tonarten schreibt man oft mit kleinem Grundton: a-Moll, d-Moll, fis-Moll.

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Tonleiter und Tonvorrat

Wenn du in einer Tonart spielst, benutzt du bestimmte Töne besonders oft. Diese Töne kannst du als Vorrat sehen.

Eine Tonleiter ist eine geordnete Reihe von Tönen. Sie beginnt beim Grundton und steigt Schritt für Schritt nach oben. Der Tonvorrat meint die Töne, die zu einer Tonart gehören und aus denen Melodien und Akkorde meist gebaut werden.

Definition

Eine Tonleiter ist eine Tonreihe, die beim Grundton beginnt und nach festen Abständen aufsteigt oder absteigt.

Definition

Der Tonvorrat ist die Gruppe von Tönen, die in einer Tonart besonders häufig vorkommt.

Beispiel

Die Tonleiter C-Dur lautet:

C, D, E, F, G, A, H, C

Sie hat keine Kreuze und keine Bs. Deshalb wirkt C-Dur auf dem Klavier besonders übersichtlich: Du kannst sie nur mit weißen Tasten spielen.

Beispiel

Die Tonleiter G-Dur lautet:

G, A, H, C, D, E, Fis, G

Hier wird aus F ein Fis. Deshalb hat G-Dur ein Kreuz als Vorzeichen.

Merke

Eine Tonart ist mehr als eine Liste von Tönen. Aber der Tonvorrat hilft dir, Melodien und Akkorde schneller zu verstehen.

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Vorzeichen am Anfang

Auf einem Notenblatt stehen nach dem Notenschlüssel manchmal Kreuze oder Bs. Sie gelten nicht nur für eine einzelne Note, sondern meist für das ganze Stück oder einen Abschnitt.

Ein Halbton ist der kleinste normale Abstand zwischen zwei benachbarten Tasten auf dem Klavier. Von E zu F ist es ein Halbton. Von H zu C ist es auch ein Halbton.

Vorzeichen am Anfang einer Notenzeile zeigen, welche Töne regelmäßig erhöht oder erniedrigt werden. Ein Kreuz macht einen Ton einen Halbton höher. Ein B macht einen Ton einen Halbton tiefer. So muss man die Veränderung nicht bei jeder Note neu schreiben.

Definition

Ein Halbton ist der kleinste übliche Tonschritt in der westlichen Musik.

Definition

Vorzeichen sind Zeichen am Anfang des Notensystems. Sie zeigen, welche Töne in der Tonart dauerhaft verändert werden.

Beispiel

Wenn am Anfang ein Kreuz für F steht, wird jedes F normalerweise als Fis gespielt.

Das passt zu G-Dur und auch zu e-Moll. Beide Tonarten haben ein Kreuz.

Beispiel

Wenn am Anfang ein B für H steht, wird jedes H normalerweise als B gespielt.

Das passt zu F-Dur und auch zu d-Moll. Beide Tonarten haben ein B.

Gut zu wissen

Ein einzelnes Vorzeichen im Takt nennt man Versetzungszeichen. Es kann einen Ton kurzfristig verändern. Die Vorzeichen am Anfang zeigen dagegen den Grundplan der Tonart.

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Dur und Moll erkennen

Vorzeichen allein reichen oft nicht. Denn viele Dur- und Molltonarten teilen sich dieselben Vorzeichen.

Eine Paralleltonart ist eine Dur- oder Molltonart mit denselben Vorzeichen wie eine andere Tonart. C-Dur und a-Moll haben beide keine Vorzeichen. G-Dur und e-Moll haben beide ein Kreuz. F-Dur und d-Moll haben beide ein B.

Definition

Paralleltonarten sind eine Durtonart und eine Molltonart mit denselben Vorzeichen. Sie haben denselben Tonvorrat, aber verschiedene Grundtöne.

Beispiel

C-Dur und a-Moll benutzen die Töne:

C, D, E, F, G, A, H

Trotzdem klingt C-Dur nach C als Zentrum. a-Moll klingt nach a als Zentrum.

Beispiel

Ein Stück ohne Vorzeichen kann in C-Dur stehen. Es kann aber auch in a-Moll stehen.

Wenn der Schlussakkord C-Dur ist, spricht viel für C-Dur. Wenn der Schlussakkord a-Moll ist, spricht viel für a-Moll.

Merke

Bestimme eine Tonart nicht nur mit den Vorzeichen. Schau auch auf den Schlusston, den Schlussakkord und den Klangmittelpunkt.

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Tonarten mit dem Quintenzirkel ordnen

Wenn du viele Tonarten lernst, wirkt die Liste zuerst unübersichtlich. Der Quintenzirkel ordnet sie so, dass ihre Verwandtschaft sichtbar wird.

Eine Quinte ist ein Abstand von fünf Tonstufen, wenn du den Startton mitzählt. Von C bis G zählst du C, D, E, F, G. Deshalb ist G die Quinte über C. Im Quintenzirkel gehst du von C aus in Quinten weiter. Nach rechts kommen bei Durtonarten immer mehr Kreuze dazu: C-Dur, G-Dur, D-Dur, A-Dur. Nach links kommen immer mehr Bs dazu: C-Dur, F-Dur, B-Dur, Es-Dur.

Definition

Eine Quinte ist ein Tonabstand von fünf Tonstufen, wobei der Startton mitgezählt wird.

Definition

Der Quintenzirkel ist eine Kreisordnung der Tonarten. Er zeigt, welche Tonarten wie viele Vorzeichen haben und welche Tonarten nah verwandt sind.

Beispiel

Kreuztonarten:

C-Dur: keine Vorzeichen

G-Dur: 1 Kreuz

D-Dur: 2 Kreuze

A-Dur: 3 Kreuze

Beispiel

B-Tonarten:

C-Dur: keine Vorzeichen

F-Dur: 1 B

B-Dur: 2 Bs

Es-Dur: 3 Bs

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Tonart bestimmen: Schritt für Schritt

Wenn du die Tonart eines Stückes finden willst, kombiniere mehrere Hinweise. Kein einzelner Hinweis ist immer sicher.

Schau zuerst auf die Vorzeichen. Dann überlege, welche Dur- und Molltonart dazu passen. Danach prüfst du den Schluss: Schlusston, Schlussakkord und Klanggefühl zeigen oft den Grundton. Wenn du Akkorde siehst, achte besonders auf den ersten und letzten Akkord.

Gut zu wissen

Einfache Vorgehensweise:

  1. Zähle die Vorzeichen am Anfang.
  2. Ordne passende Dur- und Molltonart zu.
  3. Prüfe den Schluss des Stückes.
  4. Suche den Ton oder Akkord, der wie Zuhause klingt.
Beispiel

Ein Stück hat keine Vorzeichen.

Möglich sind C-Dur und a-Moll. Endet es mit C-Dur und klingt hell abgeschlossen, ist C-Dur wahrscheinlich. Endet es mit a-Moll und klingt eher nachdenklich abgeschlossen, ist a-Moll wahrscheinlich.

Beispiel

Ein Stück hat ein B.

Möglich sind F-Dur und d-Moll. Wenn der letzte Akkord F-Dur ist, spricht viel für F-Dur. Wenn der letzte Akkord d-Moll ist, spricht viel für d-Moll.

Merke

Vorzeichen zeigen den Tonvorrat. Der Schluss zeigt oft den Grundton. Zusammen führen sie dich zur Tonart.

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Zusammenfassung

Eine Tonart beschreibt den musikalischen Mittelpunkt eines Stückes. Sie besteht aus einem Grundton und einem Tongeschlecht wie Dur oder Moll. Der Grundton klingt oft wie Zuhause. Dur und Moll ordnen den Klang unterschiedlich.

Die Tonleiter zeigt den typischen Tonvorrat einer Tonart. Vorzeichen am Anfang sagen dir, welche Töne dauerhaft erhöht oder erniedrigt werden. Sie zeigen aber oft zwei Möglichkeiten: eine Durtonart und ihre Paralleltonart in Moll.

Der Quintenzirkel hilft dir, Tonarten und Vorzeichen zu ordnen. Beim Bestimmen einer Tonart nutzt du mehrere Hinweise: Vorzeichen, Schlusston, Schlussakkord und den Klangpunkt, zu dem die Musik zurückkehrt.

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