Du sitzt vor einem Klavier oder Keyboard und siehst viele weiße und schwarze Tasten. Am Anfang wirkt das wie ein langes Muster ohne Anfang. Wenn du aber weißt, worauf du schauen musst, findest du dich schnell zurecht. Die Klaviatur ist wie eine Landkarte für Töne.
- Du erkennst, was eine Klaviatur ist.
- Du findest die weißen Tasten C D E F G A H.
- Du verstehst das Muster der schwarzen Tasten.
- Du unterscheidest Halbtonschritte und Ganztonschritte.
- Du weißt, warum schwarze Tasten oft zwei Namen haben.
Was eine Klaviatur ist
Wenn du eine Taste drückst, entsteht ein Ton. Bei einem Klavier passiert das mechanisch im Instrument. Bei einem Keyboard oder Digitalpiano entsteht der Ton elektronisch.
Eine Klaviatur ist die geordnete Reihe von Tasten an einem Tasteninstrument. Mit den Tasten steuerst du, welcher Ton erklingt.
Eine Klaviatur findest du nicht nur am Klavier. Auch Orgel, Keyboard, Digitalpiano und manche Akkordeons haben eine Klaviatur. Für den Anfang schauen wir auf die übliche Klavier-Klaviatur mit weißen und schwarzen Tasten.
Stell dir vor, du drückst auf einem Keyboard eine Taste ganz links. Dann hörst du einen tiefen Ton. Drückst du eine Taste weiter rechts, hörst du einen höheren Ton. Auf der Klaviatur gilt also meistens: links tief, rechts hoch.
Auf der Klaviatur liegen tiefe Töne links und hohe Töne rechts.
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Weiße Tasten und Stammtöne
Die weißen Tasten sind dein erster Orientierungspunkt. Sie bilden ein wiederkehrendes Muster. Wenn du ihre Namen kennst, findest du viele Melodien leichter.
Stammtöne sind die Grundnamen der Töne in der deutschen Musikschreibweise: C, D, E, F, G, A und H. Auf dem Klavier liegen diese Stammtöne auf den weißen Tasten.
Nach H kommt wieder C. Dann beginnt die gleiche Reihenfolge neu, nur höher. Du musst also nicht für jede Taste einen neuen Namen lernen. Du lernst ein Muster, das sich wiederholt.
Wenn du auf einer weißen Taste C startest und nur die weißen Tasten nach rechts spielst, kommt: C, D, E, F, G, A, H, C. Das letzte C klingt höher als das erste C.
Die weißen Tasten heißen immer der Reihe nach C, D, E, F, G, A, H und dann wieder C.
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Das C finden
Viele Erklärungen am Klavier beginnen beim C. Das liegt nicht daran, dass C wichtiger als alle anderen Töne wäre. Es ist nur besonders leicht zu finden, weil die schwarzen Tasten ein klares Muster bilden.
Das C ist ein Stammton. Auf der Klaviatur findest du ein C immer direkt links von einer Gruppe aus zwei schwarzen Tasten.
Schau zuerst auf die schwarzen Tasten. Du siehst immer wieder Zweiergruppen und Dreiergruppen. Die weiße Taste direkt links neben einer Zweiergruppe ist C.
Suche eine Gruppe aus zwei schwarzen Tasten. Lege deinen Finger auf die weiße Taste direkt links davon. Diese Taste heißt C. Gehst du von dort nach rechts über die weißen Tasten, liest du C, D, E, F, G, A, H.
C sitzt links neben der Zweiergruppe schwarzer Tasten.
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Schwarze Tasten und Vorzeichen
Die schwarzen Tasten sind nicht zufällig verteilt. Sie liegen dort, wo zwischen zwei weißen Tasten noch ein zusätzlicher Ton Platz hat. Darum helfen sie dir nicht nur beim Spielen, sondern auch beim Verstehen von Abständen.
Ein Vorzeichen ist ein Zeichen vor einem Ton, das den Ton verändert. Ein Kreuz erhöht einen Ton und wird oft mit der Endung -is gesprochen. Ein b erniedrigt einen Ton und wird oft mit der Endung -es gesprochen.
Eine schwarze Taste kann deshalb zwei Namen haben. Die schwarze Taste zwischen C und D kann Cis heißen, wenn du von C aus erhöhst. Sie kann Des heißen, wenn du von D aus erniedrigst. Es ist dieselbe Taste, aber der Name hängt vom musikalischen Zusammenhang ab.
Zwischen F und G liegt eine schwarze Taste. Wenn du F erhöhst, heißt sie Fis. Wenn du G erniedrigst, heißt sie Ges. Auf dem Klavier drückst du in beiden Fällen dieselbe schwarze Taste.
In der deutschen Schreibweise heißt der Ton vor C meistens H. Der erniedrigte Ton H heißt B. Das ist wichtig, weil englische Materialien oft anders beschriften.
Schwarze Tasten haben oft zwei Namen: einen mit Kreuz und einen mit b.
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Halbtonschritt und Ganztonschritt
Wenn du Tasten vergleichst, geht es oft um ihren Abstand. Dafür brauchst du zwei einfache Wörter: Halbtonschritt und Ganztonschritt. Sie erklären, warum zwischen manchen weißen Tasten eine schwarze Taste liegt und zwischen anderen nicht.
Ein Halbtonschritt ist der kleinste Abstand von einer Taste zur direkt nächsten Taste auf der Klaviatur. Dabei ist egal, ob die nächste Taste weiß oder schwarz ist.
Von C zur schwarzen Taste rechts daneben ist ein Halbtonschritt. Von E zu F ist auch ein Halbtonschritt, obwohl beide Tasten weiß sind. Zwischen E und F liegt nämlich keine schwarze Taste.
Ein Ganztonschritt besteht aus zwei Halbtonschritten. Auf der Klaviatur liegt dann genau eine Taste dazwischen, wenn du von einer Taste zur anderen springst.
Von F nach G ist ein Ganztonschritt. Dazwischen liegt die schwarze Taste Fis oder Ges. Du überspringst also eine Taste.
Direkt nebeneinander bedeutet Halbtonschritt. Eine Taste dazwischen bedeutet Ganztonschritt.
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Oktave und Tastenmuster
Vielleicht hast du schon bemerkt: Die Klaviatur wiederholt sich immer wieder. Nach C, D, E, F, G, A, H kommt wieder C. Dieses neue C klingt ähnlich, aber höher.
Eine Oktave ist der Abstand von einem Ton bis zum nächsten gleichnamigen Ton höher oder tiefer. Von C bis zum nächsten C ist eine Oktave.
Innerhalb einer Oktave findest du auf der üblichen Klavier-Klaviatur zwölf verschiedene Tastenpositionen: sieben weiße und fünf schwarze. Das nächste gleichnamige C kommt als Zielton dazu und beginnt schon die nächste Oktave. Dieses Zwölfermuster wiederholt sich über das ganze Instrument.
Von C bis zum nächsten C nach rechts spielst du: C, Cis oder Des, D, Dis oder Es, E, F, Fis oder Ges, G, Gis oder As, A, Ais oder B, H, C. Das zweite C ist der Zielton und zugleich der Anfang der nächsten Oktave.
Viele moderne Klaviere und Digitalpianos haben 88 Tasten. Keyboards können weniger Tasten haben, zum Beispiel 61 oder 76. Das Muster aus weißen und schwarzen Tasten bleibt trotzdem gleich.
Du lernst nicht 88 völlig verschiedene Tasten. Du lernst ein Muster, das sich in Oktaven wiederholt.
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Zusammenfassung
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Die Klaviatur sieht am Anfang groß aus, aber sie besteht aus einem wiederkehrenden Muster. Die weißen Tasten heißen C, D, E, F, G, A und H. Das C findest du links neben zwei schwarzen Tasten. Schwarze Tasten können zwei Namen haben, zum Beispiel Cis und Des. Mit Halbtonschritt, Ganztonschritt und Oktave kannst du die Abstände auf der Klaviatur genau beschreiben.
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