Stammtöne: Notennamen und Tonschritte verstehen
Die sieben deutschen Stammtöne heißen C, D, E, F, G, A und H. Sie wiederholen sich in dieser Reihenfolge und entsprechen auf dem Klavier den weißen Tasten. Zwischen E–F und H–C liegt jeweils ein Halbtonschritt, zwischen den übrigen benachbarten Stammtönen ein Ganztonschritt.
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Die sieben Stammtöne bilden eine Reihe
Stammton
Ein Stammton ist ein Ton ohne Vorzeichen. Im deutschen Tonsystem heißen die Stammtöne C, D, E, F, G, A und H.
Die Stammtonreihe lautet:
C–D–E–F–G–A–H
Nach H beginnt die Reihe wieder mit C. Auch abwärts setzt sie sich fort: C–H–A–G–F–E–D–C.
Setze die Reihe fort: E–F–G–…
Nach G folgen A und H. Danach beginnt die Folge erneut mit C:
E–F–G–A–H–C
Die Tonnamen laufen immer in derselben Kreisfolge: C–D–E–F–G–A–H–C.
Halbton oder Ganzton bestimmen
Die Abstände zwischen benachbarten Stammtönen sind nicht überall gleich.
Halbtonschritt
Ein Halbtonschritt ist der Abstand von einer Klaviertaste zur unmittelbar nächsten Taste. Dabei zählt jede schwarze und jede weiße Taste.
Zwischen diesen Stammtönen liegt ein Halbtonschritt:
- E–F
- H–C
Bei allen anderen benachbarten Stammtönen liegt ein Ganztonschritt:
- C–D
- D–E
- F–G
- G–A
- A–H
Ein Ganzton besteht aus zwei Halbtonschritten:
1 Halbton + 1 Halbton = 1 Ganzton
Von C nach D liegt zwischen den beiden weißen Tasten noch eine schwarze Taste. Der Weg besteht deshalb aus zwei Halbtonschritten: von C zur schwarzen Taste und von dort zu D. C–D ist ein Ganztonschritt.
Zwischen E und F liegt keine schwarze Taste. E und F sind unmittelbar benachbart. E–F ist deshalb ein Halbtonschritt.
E–F und H–C sind die beiden Halbtonstellen der Stammtonreihe. Alle anderen Schritte zum nächsten Stammton sind Ganztonschritte.
Stammtöne auf dem Klavier finden
Auf dem Klavier entsprechen die Stammtöne den weißen Tasten. Die schwarzen Tasten liegen an den meisten, aber nicht an allen Übergängen zwischen zwei weißen Tasten.
Du erkennst die beiden Halbtonstellen daran, dass keine schwarze Taste dazwischenliegt:
- E liegt unmittelbar links von F.
- H liegt unmittelbar links vom nächsten C.
Eine schwarze Taste zwischen zwei weißen Stammtönen zeigt dagegen einen Ganztonschritt an.
Zwischen G und A liegt eine schwarze Taste. Von G zur schwarzen Taste ist es ein Halbton; von dort zu A ein weiterer Halbton. Zusammen ergibt das den Ganztonschritt G–A.
Die Anordnung wiederholt sich auf der gesamten Klaviatur. Deshalb erscheinen auch die Namen der Stammtöne immer wieder.
Stammtöne im Notensystem lesen
Im Notensystem stehen Noten abwechselnd auf einer Linie und in einem Zwischenraum. Gehst du schrittweise nach oben, folgt auch jeweils der nächste Name der Stammtonreihe. Nach H kommt wieder C.
Der Notenkopf allein genügt jedoch nicht zur eindeutigen Benennung. Ein Notenschlüssel legt fest, welcher Ton zu einer bestimmten Linie gehört.
- Der Violinschlüssel heißt auch G-Schlüssel. Er legt auf der zweiten Notenlinie das g′ fest.
- Der Bassschlüssel heißt auch F-Schlüssel. Er legt auf der vierten Notenlinie das f fest.
Deshalb kann dieselbe sichtbare Position je nach Schlüssel einen anderen Ton bezeichnen. Für sehr hohe oder tiefe Töne wird das Fünfliniensystem durch kurze Hilfslinien erweitert.
Prüfe beim Notenlesen zuerst den Schlüssel. Ordne danach Linien und Zwischenräume mithilfe der Stammtonreihe zu.
Kreuz, Be und abgeleitete Töne
Aus Stammtönen lassen sich weitere Tonnamen bilden.
- Ein Kreuz erhöht einen Ton um einen Halbton. An den Namen wird meist -is angehängt: Aus C wird Cis, aus F wird Fis.
- Ein Be erniedrigt einen Ton um einen Halbton. Meist wird -es angehängt: Aus D wird Des, aus G wird Ges.
Bei der Be-Bildung gibt es drei wichtige Namensformen:
- E wird zu Es.
- A wird zu As.
- H wird zu B.
Auf dem Klavier liegt Cis eine Taste rechts von C. Des liegt eine Taste links von D. Beide Namen führen zur gleichen schwarzen Taste. Die Namen zeigen aber unterschiedliche Herleitungen: Cis wurde aus C erhöht, Des aus D erniedrigt.
Auch zwischen E–F und H–C lassen sich solche Namen bilden. Eis und F bezeichnen auf dem Klavier dieselbe Taste. Ebenso teilen sich Ces und H sowie His und C jeweils eine Taste.
Verschiedene Notennamen können dieselbe Tonhöhe bezeichnen. Der passende Name hängt davon ab, von welchem Stammton der Ton hergeleitet wird.
Üben und unterscheiden
Setze zuerst die Regeln ein, bevor du die Lösungen prüfst.
Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.
Die deutschen Stammtöne heißen C, D, E, F, G, A und . Zwischen E und F liegt ein . Zwischen C und D liegt ein . Ein Kreuz einen Ton um einen Halbton.
Bestimme die fehlenden Töne und Abstände:
D–E–__–G
Der fehlende Stammton ist F. D–E ist ein Ganzton, E–F ein Halbton und F–G wieder ein Ganzton.
Karteikasten
Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.
Alles auf einen Blick
- Stammtöne
- Namen und Reihenfolge: C–D–E–F–G–A–H–C
- Halbtonstellen: E–F und H–C
- Übrige Nachbarschritte: Ganzton
- Darstellung auf weißen Klaviertasten
- Darstellung auf Linien und in Zwischenräumen
- Kreuz: erhöht um einen Halbton
- Be: erniedrigt um einen Halbton
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