Musik

Stammtöne: Notennamen und Tonschritte verstehen

Stammtöne: Notennamen und Tonschritte verstehen
Stammtöne: Notennamen und Tonschritte verstehen
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Die sieben deutschen Stammtöne heißen C, D, E, F, G, A und H. Sie wiederholen sich in dieser Reihenfolge und entsprechen auf dem Klavier den weißen Tasten. Zwischen E–F und H–C liegt jeweils ein Halbtonschritt, zwischen den übrigen benachbarten Stammtönen ein Ganztonschritt.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!

Die sieben Stammtöne bilden eine Reihe
Definition

Stammton

Ein Stammton ist ein Ton ohne Vorzeichen. Im deutschen Tonsystem heißen die Stammtöne C, D, E, F, G, A und H.

Die Stammtonreihe lautet:

C–D–E–F–G–A–H

Nach H beginnt die Reihe wieder mit C. Auch abwärts setzt sie sich fort: C–H–A–G–F–E–D–C.

Beispiel

Setze die Reihe fort: E–F–G–…

Nach G folgen A und H. Danach beginnt die Folge erneut mit C:

E–F–G–A–H–C

Merke

Die Tonnamen laufen immer in derselben Kreisfolge: C–D–E–F–G–A–H–C.

Teste dich
Frage 1 von 1LeichtWelcher Stammton folgt auf H, wenn die Töne aufwärts gehen?
Lösung: C — Nach H beginnt die Reihe wieder von vorn mit C.
Halbton oder Ganzton bestimmen

Die Abstände zwischen benachbarten Stammtönen sind nicht überall gleich.

Definition

Halbtonschritt

Ein Halbtonschritt ist der Abstand von einer Klaviertaste zur unmittelbar nächsten Taste. Dabei zählt jede schwarze und jede weiße Taste.

Zwischen diesen Stammtönen liegt ein Halbtonschritt:

  • E–F
  • H–C

Bei allen anderen benachbarten Stammtönen liegt ein Ganztonschritt:

  • C–D
  • D–E
  • F–G
  • G–A
  • A–H

Ein Ganzton besteht aus zwei Halbtonschritten:

1 Halbton + 1 Halbton = 1 Ganzton

Beispiel

Von C nach D liegt zwischen den beiden weißen Tasten noch eine schwarze Taste. Der Weg besteht deshalb aus zwei Halbtonschritten: von C zur schwarzen Taste und von dort zu D. C–D ist ein Ganztonschritt.

Zwischen E und F liegt keine schwarze Taste. E und F sind unmittelbar benachbart. E–F ist deshalb ein Halbtonschritt.

Merke

E–F und H–C sind die beiden Halbtonstellen der Stammtonreihe. Alle anderen Schritte zum nächsten Stammton sind Ganztonschritte.

Teste dich
Frage 1 von 1MittelDu gehst von A zum nächsten Stammton H. Welcher Abstand entsteht?
Lösung: ein Ganztonschritt — A–H gehört nicht zu den beiden Halbtonstellen. Der Abstand ist daher ein Ganztonschritt.
Stammtöne auf dem Klavier finden

Auf dem Klavier entsprechen die Stammtöne den weißen Tasten. Die schwarzen Tasten liegen an den meisten, aber nicht an allen Übergängen zwischen zwei weißen Tasten.

Du erkennst die beiden Halbtonstellen daran, dass keine schwarze Taste dazwischenliegt:

  • E liegt unmittelbar links von F.
  • H liegt unmittelbar links vom nächsten C.

Eine schwarze Taste zwischen zwei weißen Stammtönen zeigt dagegen einen Ganztonschritt an.

Beispiel

Zwischen G und A liegt eine schwarze Taste. Von G zur schwarzen Taste ist es ein Halbton; von dort zu A ein weiterer Halbton. Zusammen ergibt das den Ganztonschritt G–A.

Die Anordnung wiederholt sich auf der gesamten Klaviatur. Deshalb erscheinen auch die Namen der Stammtöne immer wieder.

Teste dich
Frage 1 von 1MittelZwischen welchen beiden weißen Tasten liegt keine schwarze Taste?
Lösung: E und F — E–F ist neben H–C eine der beiden Halbtonstellen.
Stammtöne im Notensystem lesen

Im Notensystem stehen Noten abwechselnd auf einer Linie und in einem Zwischenraum. Gehst du schrittweise nach oben, folgt auch jeweils der nächste Name der Stammtonreihe. Nach H kommt wieder C.

Der Notenkopf allein genügt jedoch nicht zur eindeutigen Benennung. Ein Notenschlüssel legt fest, welcher Ton zu einer bestimmten Linie gehört.

  • Der Violinschlüssel heißt auch G-Schlüssel. Er legt auf der zweiten Notenlinie das g′ fest.
  • Der Bassschlüssel heißt auch F-Schlüssel. Er legt auf der vierten Notenlinie das f fest.

Deshalb kann dieselbe sichtbare Position je nach Schlüssel einen anderen Ton bezeichnen. Für sehr hohe oder tiefe Töne wird das Fünfliniensystem durch kurze Hilfslinien erweitert.

Merke

Prüfe beim Notenlesen zuerst den Schlüssel. Ordne danach Linien und Zwischenräume mithilfe der Stammtonreihe zu.

Teste dich
Frage 1 von 1LeichtWarum musst du vor dem Benennen einer Note auf den Notenschlüssel achten?
Lösung: Der Schlüssel legt fest, welcher Ton zu einer Linie gehört. — Erst der Notenschlüssel macht die Tonhöhe einer Position im Liniensystem eindeutig.
Kreuz, Be und abgeleitete Töne

Aus Stammtönen lassen sich weitere Tonnamen bilden.

  • Ein Kreuz erhöht einen Ton um einen Halbton. An den Namen wird meist -is angehängt: Aus C wird Cis, aus F wird Fis.
  • Ein Be erniedrigt einen Ton um einen Halbton. Meist wird -es angehängt: Aus D wird Des, aus G wird Ges.

Bei der Be-Bildung gibt es drei wichtige Namensformen:

  • E wird zu Es.
  • A wird zu As.
  • H wird zu B.
Beispiel

Auf dem Klavier liegt Cis eine Taste rechts von C. Des liegt eine Taste links von D. Beide Namen führen zur gleichen schwarzen Taste. Die Namen zeigen aber unterschiedliche Herleitungen: Cis wurde aus C erhöht, Des aus D erniedrigt.

Auch zwischen E–F und H–C lassen sich solche Namen bilden. Eis und F bezeichnen auf dem Klavier dieselbe Taste. Ebenso teilen sich Ces und H sowie His und C jeweils eine Taste.

Gut zu wissen

Verschiedene Notennamen können dieselbe Tonhöhe bezeichnen. Der passende Name hängt davon ab, von welchem Stammton der Ton hergeleitet wird.

Teste dich
Frage 1 von 1MittelWie heißt der um einen Halbton erniedrigte Stammton H?
Lösung: B — Ein Be erniedrigt. Die Be-Ableitung von H heißt ausnahmsweise B.
Üben und unterscheiden

Setze zuerst die Regeln ein, bevor du die Lösungen prüfst.

Lückentext

Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.

Die deutschen Stammtöne heißen C, D, E, F, G, A und . Zwischen E und F liegt ein . Zwischen C und D liegt ein . Ein Kreuz einen Ton um einen Halbton.

Lösungen: Lücke 1: H; Lücke 2: Halbtonschritt; Lücke 3: Ganztonschritt; Lücke 4: erhöht. H gehört zur deutschen Stammtonreihe. E–F ist eine Halbtonstelle; C–D besteht aus zwei Halbtonschritten. Ein Kreuz führt zur nächsthöheren Taste.
Beispiel

Bestimme die fehlenden Töne und Abstände:

D–E–__–G

Der fehlende Stammton ist F. D–E ist ein Ganzton, E–F ein Halbton und F–G wieder ein Ganzton.

Teste dich
Frage 1 von 1SchwerEine Person behauptet: „Zwischen allen benachbarten weißen Klaviertasten liegt eine schwarze Taste.“ Wie kannst du die Aussage verbessern?
Lösung: Zwischen E–F und H–C liegt keine schwarze Taste; dort befindet sich jeweils ein Halbtonschritt. — Die weißen Tasten bilden zwar die Stammtonreihe, ihre Abstände sind aber nicht gleich: An zwei Stellen liegen unmittelbar benachbarte weiße Tasten.
Karteikasten
Karteikasten

Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Stammtöne
    • Namen und Reihenfolge: C–D–E–F–G–A–H–C
    • Halbtonstellen: E–F und H–C
    • Übrige Nachbarschritte: Ganzton
    • Darstellung auf weißen Klaviertasten
    • Darstellung auf Linien und in Zwischenräumen
    • Kreuz: erhöht um einen Halbton
    • Be: erniedrigt um einen Halbton
Abschluss-Check
Teste dich
Frage 1 von 3LeichtWelche Reihe enthält nur deutsche Stammtöne in aufsteigender Reihenfolge?
Lösung: F–G–A–H–C — Von F aus lautet die fortlaufende Reihe F–G–A–H–C.
Frage 2 von 3MittelWelche Beschreibung von D–E–F ist richtig?
Lösung: D–E ist ein Ganztonschritt, E–F ein Halbtonschritt. — Nur E–F gehört zu den beiden Halbtonstellen. D–E ist ein Ganztonschritt.
Frage 3 von 3SchwerDu gehst auf dem Klavier von H einen Halbton nach oben. Welche Aussage ist richtig?
Lösung: Du erreichst die C-Taste; der Ton kann als C oder als His benannt werden. — H und C sind unmittelbar benachbart. C ist der nächste Stammton; His ist die um einen Halbton erhöhte Ableitung von H und bezeichnet hier dieselbe Taste.

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